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March 18, 2015

Ziel: Mehr Kulturtourismus auf dem Land

Kulturtourismus

Kulturtourismus(Berlin, 18. März 2015) Der Kulturtourismus in ländlichen Regionen soll stärker gefördert werden. Mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD hat sich der Bundestags-Ausschuss für Tourismus für einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen ausgesprochen. Die Fraktionen die Linke und Bündnis90/Die Grünen enthielten sich. Der Antrag sieht vor, Akteure aus Kultur und Tourismus in Zukunft besser miteinander zu vernetzen. Zudem sollen Bund und Länder gezielte Vermarktungskonzepte für kulturelle touristische Ziele erarbeiten.

Die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), sagte, dass der Kulturtourismus bislang auf große Städte fokussiert sei. Man wolle daher das Augenmerk auf ländliche Regionen setzen. Sie gab zu bedenken, dass es sich bei Kultur und Tourismus um zwei Bereiche handele, in denen die Länder zuständig seien. „Wir sitzen hier in der zweiten Reihe“, erklärte sie. Gleicke betonte, dass ein gesamtdeutsches Förderkonzept angestrebt werde und für mehrere Modellregionen 500.000 Euro für drei Jahre zur Verfügung gestellt werden sollten.

Die Vertreterin der CDU/CSU-Fraktion erklärte, dass die Kultur in großen Städten einen Boom erfahre, „aber wir haben viele ländliche Räume, wo es Sinn macht, Kleinode herauszustellen“. Es sei daher wichtig, auch über Grenzen hinweg zu schauen und eine gezielte Vermarktung durch die Bundesregierung zu erhalten. Von Seiten der SPD wurde betont, dass es schnell gelungen sei, einen entsprechenden Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. Ländliche Regionen sollten bei der Stärkung des Kulturtourismus mehr zum Zuge kommen, um etwa beschäftigungspolitische Impulse zu setzen. Gleichzeitig müsse auch die Barrierefreiheit unterstützt werden.

Die Fraktion die Linke begründete ihre Enthaltung damit, dass in dem Antrag konkrete Initiativen fehlten. Es handele sich vielmehr um eine Prüfung ohne eigene Umsetzungsvorschläge. „Das ist uns schlichtweg zu wenig“, sagte der Vertreter der Fraktion die Linke. „Wir teilen das Anliegen“, erklärte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Der Antrag gehe nicht weit genug gehe, es sei aber wichtig, dass das Thema weiter auf der Tagesordnung stehe.

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