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November 17, 2014

Mehr Umsatz im Gastgewerbe – Aufschwung für Hotellerie

Rezeption im Hotel (Foto: Dehoga/Reiner Pfister)

Rezeption im Hotel (Foto: Dehoga/Reiner Pfister)(Wiesbaden, 17. November 2014) Nachhaltiger Aufschwung im Gastgewerbe: In den ersten neun Monaten konnten Gastronomie und Hotellerie ein sattes Umsatzplus von real 1,3 Prozent (nominal +3,5%) verbuchen. Dies teilte nun das Statistische Bundesamt mit. Grund ist der ansteigende Tourismus – bis Jahresende wird die Rekordmarke von 400 Millionen Übernachtungen erreicht, so eine Prognose.

Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im September 2014 real 1,6 Prozent und nominal 3,8 Prozent mehr um als im September 2013. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, lag im Vergleich zum Vormonat der Umsatz im Gastgewerbe im September kalender- und saisonbereinigt real um 0,6 Prozent und nominal um 0,3 Prozent niedriger als im August 2014.

Die Beherbergung setzte real 4,1 Prozent und nominal 6,1 Prozent mehr um als im September des Vorjahres. Der Umsatz in der Gastronomie war im September 2014 real 0,2 Prozent niedriger und nominal 2,1 Prozent höher als im September 2013. Innerhalb der Gastronomie lag der Umsatz der Caterer real um 2,7 Prozent und nominal um 4,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.

Konjunkturumfrage „Sommer 2014 – Ausblick Winter 2014/15“: Positives Branchenfazit – Januar bis September 2014 Umsatzplus von 3,5 Prozent – Sorge vor Mindestlohn und abschwächender Konjunkturdynamik
Gastronomie und Hotellerie blicken positiv auf die Sommersaison 2014 zurück. Das zeigt die heute veröffentlichte Dehoga-Konjunkturumfrage. „Der robuste Arbeitsmarkt, stabile Preise und niedrige Zinsen sorgen dafür, dass der private Konsum weiterhin die zuverlässigste konjunkturelle Stütze bleibt“, so Dehoga-Präsident Ernst Fischer. Grundlage für die Umfrage sind Antworten von 2.500 Hoteliers und 2.500 Gastronomen in ganz Deutschland. Die positiven Ergebnisse spiegeln auch die heute erschienenen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wider. Danach setzten die Betriebe im Gastgewerbe von Januar bis September 2014 nominal 3,5 Prozent mehr um (real 1,3 Prozent).

Rückblick:
Die Mehrheit der Gastronomen blickt positiv auf den zurückliegenden Sommer zurück. Wichtigster Impulsgeber war dabei die gute Binnennachfrage. So beurteilen 42,5 Prozent der befragten Gastronomiebetriebe ihre Geschäftslage im Sommer 2014 als gut, 41,3 Prozent als befriedigend. 67,5 Prozent der Unternehmen in der Gastronomie konnten ihre Umsätze stabil halten oder ausbauen. Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes stieg der Umsatz im Gaststättengewerbe von Januar bis September 2014 nominal um 3,0 Prozent (real  0,8 Prozent).

Auch die Hotellerie bewertet ihre Geschäftslage im Sommer 2014 positiver als in der Vorjahressaison. So berichten 57,1 Prozent der befragten Hoteliers von einer guten und 33,5 Prozent von einer befriedigenden Geschäftslage. Die positive Stimmung resultiert weiterhin aus der Zunahme der Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. So konnte die Ferien- und Wellnesshotellerie in den Sommermonaten von der starken Binnennachfrage und insbesondere in den Küstenregionen vom guten Wetter profitieren. Aber auch der Geschäftsreiseverkehr zeigte sich aufgrund der immer noch robusten Konjunktur in Deutschland stabil. 76,5 Prozent der Betriebe konnten ihren Umsatz im Sommerhalbjahr erhöhen bzw. stabil halten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrug der Umsatzzuwachs in der Hotellerie von Januar bis September 2014 nominal 3,2 Prozent (real 1,0 Prozent).

Ausblick:
Insgesamt prognostizieren 19,0 Prozent der Befragten in der Gastronomie für den Winter 2014/15 bessere Geschäfte. 29,1 Prozent erwarten schlechtere  Geschäfte. Die Geschäftserwartungen fallen damit etwas positiver aus als in der Vorjahressaison. Eine zusätzliche Konjunkturbelebung erhoffen sich die Betriebe von einem starken Jahresendgeschäft.

Die Erwartungen der Hotellerie hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im Winter 2014/15 fallen aufgrund der zunehmenden konjunkturellen Verunsicherung gedämpft optimistisch aus: 15,9 Prozent der Befragten erwarten bessere Geschäfte. 29,6 Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus im Vergleich zur letzten Wintersaison.

Insgesamt bleiben die Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung erhöht. Dehoga-Präsident Ernst Fischer: „Viele Unternehmer, insbesondere in den strukturschwachen Regionen Deutschlands, befürchten höhere Personalkosten durch den ab nächstem Jahr geltenden Mindestlohn. So sieht fast jeder zweite Gastronom die Personalkosten als Hauptproblemfeld in der laufenden Saison an – noch vor den Energiekosten.“ Sollte sich die abschwächende Konjunkturdynamik zunehmend auf den Arbeitsmarkt und die Binnennachfrage auswirken, wäre auch das konjunktursensible Gastgewerbe davon unmittelbar negativ betroffen.

Mit dem Branchenbericht „Sommer 2014 – Ausblick Winter 2014/15“ stellt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga-Bundesverband) bereits zum 31. Mal seine repräsentative Konjunkturbeobachtung des gastgewerblichen Marktes vor. Die Beurteilung der Konjunkturentwicklung bezieht sich auf die Geschäftslage im Zeitraum April bis September 2014 sowie die Geschäftserwartungen für die Monate Oktober 2014 bis März 2015. Die Daten wurden im Zeitraum vom 23. September bis 17. Oktober 2014 erhoben. Der ausführlichen Konjunkturbericht steht hier zum Download bereit: http://www.dehoga-bundesverband.de/fileadmin/Inhaltsbilder/Daten_Fakten_Trends/Zahlespiegel_und_Branchenberichte/Branchenbericht/DEHOGA-Branchenbericht_Sommer_2014_final.pdf

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