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April 26, 2012

Marrakesch und La Mamounia: Ein Mythos, zwei Legenden

Die Geschichte des Palasthotels La Mamounia ist mit der Geschichte der marokkanischen Königsstadt verwoben wie in einem magischen Teppich

(Marrakesch, 26. April 2012) Der Mythos lebt: Schon der Name Marrakeschs ruft Bilder aus 1001 Nacht hervor – märchenhaft schön, geheimnisvoll, faszinierend. Seit Jahrhunderten nährt die Stadt zu Füßen des Hohen Atlas Träume und Phantasien – und der Traum kann wahr werden: Nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das legendäre Hotel La Mamounia verströmen bis heute den Zauber des Orients.

La Mamounia in Marrakesch

La Mamounia in Marrakesch

Gegründet in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, schwang sich Marrakesch bald zum kulturellen und spirituellen Zentrum Nordafrikas auf. Philosophie, Kunst und Architektur florierten. Baumeister und Kunsthandwerker aus Andalusien und der arabischen Welt bauten Moscheen, Islamschulen und Paläste, Gärtner und Ingenieure legten raffinierte Bewässerungssysteme an, pflanzten Parks und Gärten, machten aus der Stadt zwischen Wüste und Hohem Atlas eine bis heute blühende Oase.

Garten im La Mamounia

Garten im La Mamounia

Die in majestätischem Rot leuchtenden Stadtmauern brachten Marrakesch auch den Beinamen „Rote Stadt“ ein, und nach wie vor können Besucher fünf der ursprünglich 15 Stadttore besichtigen. Die Koutoubia-Moschee aus dem 12. Jahrhundert ist eine der ältesten Moscheen Marokkos und immer noch eine der größten in Afrika. Um 1600 entstanden zwei weitere architektonische Schätze: die Medersa Ben Youssef, eine mit wundervollen Stuckarbeiten und Ornamenten ausgestaltete Koranschule, und der Königspalast El Badi. Ende des 19. Jahrhunderts wurde unter Moulay Abd el Aziz der Bahia-Palast als Meisterwerk orientalischer Baukunst errichtet. 1985 erklärte die UNESCO die Altstadt von Marrakesch gemeinsam mit den Agdal-Gärten und den Menara-Gärten zum Welterbe.

Zimmer im La Mamounia

Zimmer im La Mamounia

Ein Juwel, das sich so organisch in die Stadt einfügt wie Königspaläste und Moscheen, ist die Hotellegende La Mamounia mit ihren orientalischen Salons, luxuriösen Zimmern und zauberhaften Gärten. Obwohl erst vor rund 100 Jahren erbaut, ist das Hotel untrennbar mit Geschichte und Glanz des alten Marrakesch verbunden. Seine Historie reicht zurück ins 18. Jahrhundert, als Sultan Sidi Mohammed Ben Abdellah seinem Sohn Moulay Mamoun zur Hochzeit einen wunderschönen Garten schenkte – mit Palmen, Obst- und Olivenbäumen, duftenden Blüten und romantischen Winkeln zum Verweilen und Träumen. Das Areal erhielt seinen Namen und wurde zur Keimzelle des späteren Hotels.

1923 eröffnete in dem Garten das Palasthotel La Mamounia – eine märchenhafte Melange aus dem verspielten Stil des Orients und der Sachlichkeit des Art Déco. Politiker und Musiker, Maler und Schriftsteller, Schauspieler und Fotografen entdeckten nicht nur das inspirierende Flair der Stadt Marrakesch mit ihren Palmen und Palästen, den Märkten und Moscheen, sondern auch die Stille und Eleganz des La Mamounia. Schon Winston Churchill schätzte das Haus als Rückzugsort, Charles de Gaulle nächtigte hier, und heute zählen Weltstars wie Juliette Binoche und Jennifer Aniston, Miranda Kerr und Orlando Bloom zu den Gästen des Hauses. Der magische Charme aus 1001 Nacht ist ungebrochen und verzaubert gerade im Frühjahr durch eine Sinfonie aus Blüten, Farben und Düften.

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