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April 30, 2015

Katar setzt auf viele neue Tophotels zur Fußball-WM 2022 – 41 neue Hotelbau-Projekte mit 11.600 Zimmern entstehen

Steigenberger Hotel Doha – Eröffnung soll im Frühjahr 2016 sein

(Doha/Katar, 30. April 2015) Das Emirat Katar investiert Milliarden in die Infrastruktur und den Tourismus – nicht nur zur Fussball-Weltmeisterschaft im November/Dezember 2022. Mit dem Masterplan „Vision 2030“ werden u.a. die Erweiterung des Flughafens und eine komplett neue Stadt vor den Toren der Hauptstadt Doha geplant. Der Tourismus soll ebenfalls entscheidend gestärkt werden. Derzeit werden in Katar 41 neue Tophotels mit insgesamt 11.600 Zimmern gebaut, wie tophotelprojects.com berichtet.

Steigenberger Hotel Doha – Eröffnung soll im Frühjahr 2016 sein

Steigenberger Hotel Doha – Eröffnung soll im Frühjahr 2016 sein

Insgesamt sind in Katar Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar in Planung. Rund 5,7 Milliarden US-Dollar davon sollen in neue Hotels und Restaurants fließen. Für die Fußball-WM 2022 müssen noch acht Sportstadien entstehen.

Ausgewählte Hotelbau-Projekte in Katar
Steigenberger Hotel Doha – Doha – 200 Zimmer
Centara Grand West Bay Hotel – Doha – 360 Zimmer
Zalal Wellness Destination Spa – Doha – 125 Zimmer
The Amphibious 1000 – Doha – 80 Zimmer
Le Meridien – Doha- 350 Zimmer
Park Hyatt Msheireb Downtown – Doha – 187 Zimmer
Mondrian Hotel – Doha – 270 Zimmer
Shaza Doha – 180 Zimmer
Sillks Hotel & Spa – Doha – 100 Zimmer
Nikki Beach Resort & Spa, The Pearl Qatar – Doha, 47 Suiten
Planet Hollywood Hotel- Doha – 300 Zimmer
Wyndham Garden – Doha – 153 Zimmer
Silver Pearl Hotel – Doha – 1.000 Zimmer

Das Auftragsvolumen für die nächsten Jahre ist so groß, dass Katar bereits ausgerufene, nicht unbedingt erforderliche Vorhaben auf ein Datum nach der WM verschieben muss. Priorität wird den Sportstadien und der erforderlichen Transportinfrastruktur, also Metro und Straßen, eingeräumt.

Die meisten internationalen Unternehmen rechnen mit Verzögerungen bei der Projektumsetzung, unter anderem, weil Entscheidungen in Katar erfahrungsgemäß etwas länger dauern können. Zudem fürchten viele eine Materialknappheit, die sich durch die Verzögerungen zuspitzen dürfte, weil sich kurz vor Toresschluss für die WM noch deutlich mehr Projekte im Bau befinden dürften als geplant. Engpässe werden insbesondere bei Füllmaterial und Beton erwartet. Bereits jetzt sei die Materialbeschaffung ein Problem, da die Infrastruktur, besonders der Hafen und die Straßen, den großen Mengen nicht gewachsen sei, die ins Land kommen müssen. Neben der Logistik gibt auch der dadurch drohende Kostendruck Grund zur Sorge.

Bleiben die Ölpreise niedrig, birgt dies 2016 und 2017 auch Herausforderungen für den Gasexporteur Katar. Premierminister Sheikh Abdullah bin Nasser bin Khalifa al-Thani bestätigte jedoch Mitte März, trotz schwacher Energiepreise an den geplanten Infrastrukturausgaben für die “Vision 2030” festhalten zu wollen. Katar verfügt über ein üppiges Finanzpolster, um Verluste bei Exporteinnahmen ausgleichen zu können, weswegen auch die meisten Experten nicht mit einer Eintrübung des Investitionsklimas rechnen. Die Investitionsbehörde soll über einen Überschuss von 160 Milliarden US-Dollar verfügen, dazu kommen noch Währungsreserven von mehr als 40 Milliarden US-Dollar. Das eine oder andere Vorhaben dürfte aber sehr wohl auf den Prüfstand kommen, wie die Beispiele der schon gestrichenen oder vertagten Projekte zeigen.

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