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March 4, 2020

Infektsaison: Intensive Hygiene, das Immunsystem stärken, Viren bekämpfen

Photo - Silviarita

Salzgitter, 04. März 2020 – Seit der 2. Kalenderwoche dieses Jahres verzeichnet das “GrippeWeb” des Robert-Koch-Institutes eine anhaltende Welle viraler Atemwegserkrankungen. Ursächlich sind eine Vielzahl von Viren – darunter Rhinoviren, Adenoviren aber auch Erreger aus der Familie der Coronaviren. Hinzu kommt die Angst vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, der sich wie “normale Erkältungskrankheiten” durch Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Atembeschwerden äußern kann. Kein Wunder, dass die Unsicherheit selbst bei gewöhnlichen Atemwegsinfekten groß ist, zumal auch die echte Grippe gerade ihren Höhepunkt in ihrer Verbreitung erreicht hat. Wichtig ist es jetzt, Ruhe zu bewahren. Neben vorsorglichen Hygienemaßnahmen sollte man das Immunsystem stärken. Zudem können antiviral wirkende pflanzliche Arzneimittel helfen virale Atemwegserkrankungen frühzeitig einzudämmen.

Infektsaison: Die Kombination aus Lebensbaum, Sonnenhut und Färberhülse wirkt direkt antiviral und unterstützt gezielt das Immunsystem. (Foto: Schaper & Brümmer/Andreas Bartsch)
Infektsaison: Die Kombination aus Lebensbaum, Sonnenhut und Färberhülse wirkt direkt antiviral und unterstützt gezielt das Immunsystem. (Foto: Schaper & Brümmer/Andreas Bartsch)

Akute Atemwegsinfekte werden durch über 200 Erkältungsviren aus unterschiedlichen Virusfamilien, darunter Adenoviren, Rhinoviren aber auch Coronaviren verursacht, erklärt die Universität Saarland. Hierbei treten abhängig vom Erreger unterschiedliche Symptome auf. Die häufigsten Erkältungserreger sind Rhinoviren, welche eine Entzündung der Nasenschleimhaut auslösen, direkt gefolgt von den Coronaviren. Coronaviren lösen Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen aus. Sie spielen entsprechend in jeder Infektsaison eine Rolle. Auch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, vormals 2019-nCoV, das aktuell grassiert, äußert sich meist wie eine Erkältung, kann aber auch zu Atemnot und schweren Lungenentzündungen führen.

Was kann man vorbeugend tun?
Vorbeugende Hygienemaßnahmen können grundsätzlich vor einer Übertragung von Viren durch die sogenannte Schmier- und Tröpfcheninfektion schützen. Bei Anwendung der folgenden Tipps schützen Sie sich auch vor echter Grippe.

Diese Hygienetipps werden empfohlen:

  • Händewaschen senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Viren auf die Schleimhäute treffen.
  • Unterwegs kann die Verwendung von Handdesinfektion die Kontamination der Hände eindämmen.
  • Desinfektionsmittel sollten dabei Alkohol-basiert sein. Oft haben sie die Kennzeichnung “begrenzt viruzid”.
  • “Etikette” beim Niesen und Husten einhalten: Wegdrehen, in Einwegtaschentücher oder die Armbeuge husten oder niesen, Taschentücher sogleich entsorgen.
  • Händeschütteln sollte durch einen freundlichen Gruß mit Abstand ersetzt werden.
  • Regelmäßig sollten Klinken und häufig berührte Gegenstände gereinigt werden.
  • Zu Erkrankten ist ein Mindestabstand von 2 Metern ratsam
  • Video- und Telefonkonferenzen können Meetings mitunter ersetzen

Das Immunsystem stärken
Eine Stärkung des Immunsystems ist elementar, damit die körpereigenen Abwehrkräfte mit Erregern leichter fertig werden:

  • Auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen achten.
  • Ausreichend Schlaf – mindestens 7 Stunden sorgen für die nächtliche Regeneration der Immunabwehr.
  • Frische Luft tanken: Spazierengehen und regelmäßig Stoßlüften, denn in schlecht gelüfteten Räumen mit Heizungsluft trocknen die Schleimhäute aus, was sie anfälliger für Viren macht.
Infektsaison: Vorbeugen mit einer gut ausgestatteten Hausapotheke. (Foto: Schaper & Brümmer/Andreas Bartsch)
Infektsaison: Vorbeugen mit einer gut ausgestatteten Hausapotheke. (Foto: Schaper & Brümmer/Andreas Bartsch)

Hausapotheke anlegen
Im Fall einer Erkrankung sind wir oft zu abgeschlagen, um Medikamente aus der Apotheke zu besorgen. Eine gut ausgestattete Hausapotheke sorgt vor.

  • Hausapotheke für die Infektsaison:
  • Fieberthermometer – Schmerzmittel/ fiebersenkendes Mittel (z.B. Ibuprofen/ Paracetamol)
  • Immunstimulierende, antiviral wirkende Erkältungsmittel
  • Hustenlöser, Hustenstiller
  • Nasenspray
  • Mittel zum Inhalieren
  • Halsschmerztabletten

Mittel zur Befeuchtung der Atemwege: Meerwassernasenspray, Lutschpastillen – Mittel gegen Verdauungsbeschwerden/ Durchfall

Tipps im Krankheitsfall
Wichtig ist es, sich klar zu machen, dass nicht jeder Infekt gleich auf den neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zurückzuführen sein muss. Auf jeden Fall also Ruhe bewahren.

  • Wer an einem viralen Atemwegsinfekt erkrankt, sollte sich unbedingt zu Hause auskurieren – das schützt andere vor der Ansteckung.
  • Ruhe und viel Flüssigkeit, z.B. heiße Tees, helfen dem Körper bei der Infektabwehr. Auch vitaminreiche Kost sollte weiterhin auf dem Speiseplan stehen.
  • Bei den ersten Anzeichen kann Esberitox Compact helfen, den Infekt einzudämmen
  • Um andere Familienmitglieder zu schützen, sollten Erkrankte, wenn möglich, eine separate Toilette nutzen und sich in separaten Räumen aufhalten.
  • Wenn möglich jemand anderen aus Familie oder Freundeskreis bitten, Erkältungsmittel aus der Apotheke zu besorgen.
  • Nicht einfach zum Arzt gehen – auch nicht für die Krankschreibung – sondern zuvor anrufen. Das verkürzt den Aufenthalt im Wartezimmer mit anderen Kranken. Bei Fieber und Atemnot unbedingt schon vorab das Praxisteam darauf aufmerksam machen.

Eine Studie belegt, dass die Krankheitsdauer um bis zu drei Tage verkürzt werden kann. Eine weitere wissenschaftliche Untersuchung konnte zudem zeigen, dass die Kombination der drei Wirkstoffe in der Lage ist, Influenza-A-Viren zu hemmen.

Covid-19: Mit gesunder Ernährung und Gelassenheit gegen das Coronavirus

“Corona Impfmittel stehen frühestens im nächsten Jahr zur Verfügung. Der beste Schutz gegen das Virus ist ein schlagkräftiges Immunsystem”, urteilt der Nährstoffexperte Dr. Wolfgang Feil. Schon vier einfache Maßnahmen helfen, das Immunsystem zu kräftigen:

1. Stabilisierung des Darms
80 Prozent des Immunsystems sitzen im Darm. Bei Virusbelastungen ist es deshalb wichtig, den Darm fit zu machen. Speziell Laktobakterien sind hier sinnvoll, denn sie verhindern den Übertritt von Krankheitserregern ins Körperinnere. Laktobakterien finden sich vor allem in fermentiertem Gemüse wie z.B. Sauerkraut. Gleichzeitig sollte die Aufnahme von Gluten reduziert werden.

2. Ingwer gegen Viren
Ingwer hat ein hohes antivirales Potenzial. Die Ingwerwirkstoffe Gingerole, Shogaole und Zingeron hemmen die Vermehrung des Virus im Körper und verringern das Risiko eines Virus-Eintritts in die Körperzellen. Zur Immunabwehr empfiehlt Dr. Feil, täglich 50 Gramm frischen Ingwer oder einen bis zwei Teelöffel Ingwerkonzentrat.

3. Das Nährstofftrio Zink, Selen und Mangan Zink
aktiviert die Killerzellen des Immunsystems und wirkt stark antiviral. Wer sich angeschlagen fühlt, sollte deshalb 60 Milligramm Zink täglich zu sich nehmen. Da diese Menge über zinkreiche Lebensmittel wie Leber, Linsen oder Erbsen nicht zu erreichen ist, empfiehlt Dr. Feil entsprechende Nährstoffpräparate.

Selen ist Bestandteil des stärksten körpereigenen Antioxidans und schützt wichtige Strukturen im Körper. Da Deutschland ein Selenmangel-Gebiet ist, empfiehlt Dr. Feil in Phasen hoher Viren- und Bakterienbelastung täglich 150 bis 200 Mikrogramm Selen aufzunehmen. Diese Menge steckt zum Beispiel in 25 Gramm Kokosraspeln.

Mangan schützt die Kraftwerke der Zellen: Sind die sogenannten Mitochondrien vital, ist das Immunsystem deutlich stärker. Ein Manganmangel ist gleichbedeutend mit einer Immunschwäche und verminderter Antikörperbildung. Bei erhöhter Virenbelastung empfiehlt Dr. Feil täglich 10 Milligramm Mangan zu sich zu nehmen. Diese Menge steckt zum Beispiel in 150 Gramm Haferflocken mit 50 Gramm Haselnüssen.

4. Keine Angst vor dem Virus
Panikmache sowie Stress schwächen das Immunsystem. Dr. Feil empfiehlt eine gute Portion Gelassenheit in dieser Situation. Zusätzlich könnte die Vitamin-D-Aufnahme auf mindestens 4000 Internationale Einheiten pro Tag erhöht werden. Vitamin D wirkt gleich doppelt: Es stärkt die Psyche und auch das Immunsystem.

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