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July 18, 2012

Hotelmarkt-Atlas Deutschland 2012: Hamburg, Dresden und Rostock wachsen am stärksten

(Berlin, 18. Juli 2012) Deutschland bleibt als Tourismusstandort erfolgreich. Seit 2000 sind die Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungseinrichtungen deutlich auf 394 Mio. in 2011 angestiegen. Dabei profitieren die deutschen Tourismusdestinationen vom zunehmenden Kurzzeit-, Städte- und Erlebnisurlaub. Besonders stark wachsende Hotelstandorte sind Hamburg, Dresden und Rostock. Die hohen durchschnittlichen Auslastungsgrade der Hotels und das touristische Wachstum sprechen auch zukünftig für eine besonders positive Entwicklung dieser regionalen Hotelmärkte. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Tourismus- und Hotelmarktstudie von Wüest & Partner und Ottenströer Immobilienwirtschaft-Regionalökonomie.

Trotz kürzerer Verweildauer steigt die Übernachtungszahl
Von den 394 Mio. Übernachtungen im 2011 entfielen rund 20% auf Bayern. Bei den Metropolen lag Berlin mit 22,4 Mio. Übernachtungen eindeutig an der Spitze. Es folgten München und Hamburg. Deutschlandweit stieg die Übernachtungszahl in der Hotellerie zwischen 2000 und 2010 um 15,3%. Besondere Steigerungen in der Hotellerie konnten Hamburg (+86%), Stralsund (+79%), Günzburg (+78%) und Bremerhaven (+70%) hinlegen. Hierbei profitierten die touristischen Destinationen vom zunehmenden Kurzzeit-, Städte- und Erlebnisurlaub.

Über alle Beherbergungsarten liegt die durchschnittliche Verweildauer in Deutschland bei 2,7 Tagen. In Urlaubsländern wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern liegt die Aufenthaltsdauer mit über 4 Tagen deutlich höher als in Städten. Auch zwischen den Beherbergungsarten existieren große Unterschiede in der Verweildauer: Hotels (2,0 Tage), Gasthöfe (2,2), Pensionen (3,0), Ferienheime (3,4), Ferienzentren (4,1), Ferien-wohnungen (5,8), Campingplätze (3,5) sowie Hütten und Jugendherbergen (2,5).

Ausländische Gäste weisen eine kürzere durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf als inländische Touristen. Dadurch lag ihr Anteil an den Übernachtungen (16,2%) unter dem Anteil ausländischer Ankünfte mit 19,3%. Insbesondere grenznahe Regionen, Transit-Knotenpunkte wie Frankfurt/Main (rund 43%) und auch städtetouristische Metropolen wie Berlin (rund 36%) und München (rund 44%) erreichen sehr hohe Anteile. Von den 3,55 Mio. Betten (aller Betriebsarten) in Deutschland entfällt etwa die Hälfte auf die Hotellerie. Bei den Städten verfügt Berlin mit über 92.000 Betten in der Hotellerie über die größte Kapazität, noch vor München (51.700) und Hamburg (43.700). Es folgen die Region Hannover (23.700), Köln (23.600) und Düsseldorf (22.600).

Verdrängung kleiner und mittelständischer Beherbergungsbetriebe
Die letzte Dekade war durch einen starken Rückgang der Zahl der Betriebe in der klassi-schen Hotellerie und im Reha-Bereich gekennzeichnet. Bei den Bundesländern konnten Berlin, Hamburg und Bremen die Anzahl der Hotels jeweils um etwa 20% steigern, wäh-rend Schleswig-Holstein und das Saarland rund 1/5 der Hotels verlor. Im Durchschnitt verfügt die Hotellerie über 49 Betten pro Betrieb. Mit zunehmender Verdrängung von kleinen und mittelständischen Beherbergungsbetrieben durch Hotelketten steigt die Durchschnittsgröße der Beherbergungsbetriebe. Die größten Beherbergungsbetriebe finden sich in Frankfurt/Main (152), Berlin (148), Hamburg (144), München (137) und Magdeburg (133).

Die regionalwirtschaftliche Relevanz des Tourismus ist auf Rügen, in Ostvorpommern, Wittmund, Nordfriesland, Oberallgäu und Garmisch-Partenkirchen gemessen an den Gästeübernachtungen pro Einwohner am höchsten.

Auf Basis verschiedener Kriterien wurde ein Ranking wachstumsstarker Tourismus- und Hotelmarktregionen mit guten Voraussetzungen für Hotelprojekte erstellt. Kriterien sind die regionale Bettenauslastung und deren Entwicklung, das angebots- und nachfrage-seitige Wachstum des Tourismusmarktes sowie dessen absolute Größe. Die Top-Ten sind Hamburg, Dresden, Rostock, Köln, Karlsruhe, Bad Doberan, Berlin, Stralsund, Leipzig und Ostvorpommern.

Weitere Informationen zur Studie “Hotelmarkt-Atlas Deutschland 2012” mit Daten zu den Beherbergungsmärkten von 400 Stadt- und Landkreisen sowie 4.000 Tourismusgemeinden befinden sich auf www.de.wuestundpartner.com und www.ottenstroeer.de. Gerne geben wir Ihnen auch persönlich Auskunft.

 

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