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Hotelmarkt Hamburg: Bettensteuer unvermeidbar – Zwist im Dehoga-Landesverband

(Hamburg, 14. November 2011) Neuer Vorstoß ausgerechnet aus der Opposition: In Hamburg zeichnet sich eine neue staatliche Zwangsabgabe ab – nach dem Willen der CDU-Fraktion in der Bürgerschaft sollen mit der Bettensteuer zwei Euro auf jede Übernachtung erhoben werden, die zweckgebunden in die Kulturförderung fließen sollen. Damit wird deutlich, dass die Matratzen-Maut in Hamburg unabwendbar ist. Eine Einigung der Hoteliers untereinander auf eine freiwillige Abgabe war nicht umsetzbar.

Mit der unerfreulichen Entwicklung einher geht handfester Streit unter Hamburger Hoteliers und der Führung des Dehoga-Landesverbandes. Die Vorwürfe an Präsidentin Rose Pauly und Geschäftsführer Gregor Maihöfer wiegen schwer: „Lustreisen“ auf Kosten des Branchenverbandes, Geldverschwendung, Intransparenz, mangelnde Branchenkenntnisse. Bei der heutigen Mitgliederversammlung wird über eine Sonderprüfung abgestimmt, die nach Willen der Hotel-Fachgruppe des Dehoga Hamburg alle Bücher und Unterlagen betreffen soll. Der unglücklich in der Öffentlichkeit ausgetragene Zwist – die Berichterstattung der regionalen Medien nimmt zu – gipfelte jüngst in der abstrus wirkenden Nachricht, dass Dehoga-Leiter Maihöfer, der nebenbei als Rechtsanwalt bei Strafverfahren mitwirkt, sein Büro nach Abhör-Wanzen durchsuchen ließ. Zudem sei ein Ordner aus der Buchhaltung „verschwunden“, berichtete das „Hamburger Abendblatt“. Es sei Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

Bettensteuer: Ab 2012 auch in Aachen und Lübeck

(Aachen/Lübeck, 16. September 2011) Schlechte Nachrichten: Ab 01. Januar 2012 gilt die Matratzen-Maut auch in Lübeck und Aachen. In der Hansestadt nahe der Ostsee zeichnet sich bereits eine Klage von Hoteliers ab.

Die Bettensteuern in Lübeck und Aachen werden fünf Prozent vom Übernachtungspreis betragen. In Lübeck sollen damit Steuermehreinnahmen von rund zwei Millionen Euro pro Jahr erzielt werden. Nutznießer dieses Geldsegen soll u.a. die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) sein.

In Aachen erwartet man rund eine Million Euro mehr Steuereinnahmen durch die sog. Kulturförderabgabe. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits in Köln, Duisburg und Dortmund die Bettensteuer.

Bettensteuer: Matratzen-Maut auch in Gera – Gästezuwachs in Köln trotz Zwangsabgabe?

(Gera/Köln, 22. Juni 2011) Ein weiterer Rückschlag für die Hotellerie: Auch in Gera wird künftig die Matratzen-Maut (1 Euro je Übernachtung, Kinder unter 12 Jahren sind frei) erhoben. Die Stadt will damit jährlich rund 160.000 Euro einnehmen. Ob die vom Dehoga-Landesverband angekündigten rechtlichen Schritte erfolgreich sein werden, muss sich noch erweisen. Jüngst gab das Oberlandesgericht Rheinland-Pflanz zwei Kommunen bei der Zwangsabgabe Recht; das Urteil hat Signalwirkung.

„Wie angekündigt werden wir gegen jede weitere Satzung, so auch jetzt gegen die Geraer Satzung gerichtlich vorgehen. Bislang haben wir beim Oberverwaltungsgericht in Weimar gegen die Satzungen der Städte Erfurt und Jena zur Erhebung einer solchen Steuer Normenkontrollklagen laufen“, sagte Dirk Ellinger, Geschäftsführer des Dehoga Thüringen deutlich. „Gegen beide Städte haben wir einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz eingereicht. Leider ist uns unverständlich, warum das Oberverwaltungsgericht nach fünf Monaten noch immer nicht darüber entschieden hat“, so Ellinger weiter. „Im Normenkontrollverfahren gibt es auch noch keinen Verhandlungstermin. Somit werden weiter durch Kommunen Satzungen verabschiedet, die nur dazu geeignet sind, dem Tourismus zu schaden. Die nächsten Städte stehen leider schon in den Startlöchern.“

Trotz Bettensteuer mehr Gäste in Kölner Hotels?
Trotz Zwangsabgabe sollen die Könmer Hoteliers in den ersten vier Monaten des Jahres mehr Übernachtungen generiert haben. Medienberichten zufolge gab es von Januar bis April ein Gästeplus von 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleich hieß es von der SPD-Fraktion im Stadtrat, die Bettensteuer schrecke niemanden ab.

Laut Dehoga-Landesverband seit die Tourismusentwicklung „nicht schlecht, doch sie könnte besser sein.“ Nach dem Krisefolgejahr 2010 steigen die Übernachtungen in der Domstadt wieder stärker an. Im April mussten die Beherbergungsbetriebe mit real -3,5 Prozent einen Umsatzrückgang hinnehmen.

DZT zieht vorzeitig Fazit für 2010 – Jubel in Hotellerie: +11% mehr Übernachtungen ausländischer Gäste

(Frankfurt/Main, 18. Januar 2011) „Wir nähern uns einem überaus erfolgreichen Jahresabschluss“, prognostizierte DZT-Chefin Petra Hedorfer mit Blick auf die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Von Januar bis November 2010 wurden bereits 56,4 Millionen ausländische Übernachtungen gezählt – ein Plus von elf Prozent beziehungsweise mehr als fünf Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im November verbuchte man bei den Übernachtungen aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von elf Prozent auf 3,9 Millionen Übernachtungen. Damit schließt er nahtlos an den Oktober an.

Tourismuszahlen galoppieren - Deutschland ist immer attraktiver für Gäste aus dem Ausland (Foto: Düsseldorf Marketing + Tourismus)

Tourismuszahlen galoppieren - Deutschland ist immer attraktiver für Gäste aus dem Ausland (Foto: Düsseldorf Marketing + Tourismus)

Auch die deutschen Gäste sorgen mit einem Wachstum von sieben Prozent bei den Inlandsübernachtungen im November für eine positive Bilanz. Für den Zeitraum Januar bis November 2010 wurden rund 303 Millionen Übernachtungen gezählt, ein Plus von zwei Prozent. Gewinner sowohl im Inlands- als auch im Incoming-Tourismus waren auch im November wieder die Städtereisen. Metropolen mit mehr als 100.000 Einwohnern konnten ein Plus von elf Prozent auf 8,5 Millionen Übernachtungen verbuchen. Ganz besonders profitiert haben die Hotels, die mit einem Zuwachs von elf Prozent punkten können.

Deutschland-Tourismus – Rekordjahr absehbar: Bislang +11% mehr Gäste aus dem Ausland

(Frankfurt am Main, 20. Dezember 2010) Ein sehr erfolgreiches Jahr für den Deutschland-Tourismus: Bis Ende Oktober kamen 52,6 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland zusammen. Das sind rund elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies teilt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt/Main mit. „Das Reiseland Deutschland ist auf europäischer Ebene der Gewinner“, sagte DZT-Chefin Petra Hedorfer.

Im Vergleich zum Referenzzeitraum 2008, dem bisher besten Jahr des Deutschland-Tourismus, wurden 2010 bis dato bereits drei Millionen mehr Übernachtungen aus dem Ausland gezählt.  Im Oktober 2010 liegt das Incoming sogar zwölf Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats; insgesamt registrierten die Experten des Statistischen Bundesamtes (Destatis, Wiesbaden) 5,4 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland.

„Entsprechend einer DZT-Hochrechnung auf Basis der aktuellen Ergebnisse der Deutschen Bundesbank kann der Umsatz aus dem Incoming 2010 um mehr als eine Milliarde Euro gesteigert werden und damit an das erfolgreiche WM-Jahr 2006 mit 26,1 Milliarden Euro Umsatz anschließen“, so Hedorfer.

Citysam.de Studie: Eurovision Song Contest sorgt für stark steigende Hotelpreise in Düsseldorf

(Düsseldorf, 15. Dezember 2010) Die Hotelpreise in Düsseldorf explodieren, zum Glück! Der Hotelpreisindex von des Reiseportals citysam.de signalisiert einen deutlichen Preisanstieg. Bis zu 1.000 Prozent Aufschlag für die letzten freien Hotels. Nach dem Ausverkauf der Tickets für den “ESC 2011″ werden jetzt auch die Hotels knapp.

Am Sonntag startete der Ticketverkauf für das Finale des Eurovision Song Contests mit Lena Meyer-Landrut. Nachdem die insgesamt 32.000 Tickets bereits nach wenigen Stunden ausverkauft waren, suchen die Kunden nun nach passenden Hotels. Bereits seit Oktober war über den Hotelpreisindex ein stetiger Anstieg der Hotelpreise in Düsseldorf feststellbar, so die Hotelexperten von citysam.de. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes verfügt Düsseldorf nur über etwa 220 Hotels mit 23.000 Betten. Verschärfend wirkt sich die zeitgleich stattfindende Messe Interpack vom 12. bis 18. Mai mit insgesamt 2.600 Ausstellern aus. Weitere 1.600 Hotelzimmer sind reserviert für Teilnehmerdelegationen und Journalisten, so der Geschäftsführer des Dehoga Düsseldorf, Rainer Spenke. Es ist davon auszugehen, dass nun auch die Hotels im Ruhrgebiet und bis nach Essen und Köln deutlich teurer werden.

Viele Kunden haben sich bereits vor dem offiziellen Ticketverkauf ein stornierbares Hotelzimmer gesichert und konnten sich dann in aller Ruhe um passende Eintrittskarten bemühen. Andere Besucher stellen jedoch erst jetzt fest, dass Düsseldorf bei weitem nicht über ausreichende Hotelkapazitäten verfügt. Die letzten verbliebenen Zimmer in Düsseldorf kosten mittlerweile etwa das Fünffache der üblichen Tarife. Selbst Hotelpreise von 560 Euro pro Nacht in einem Hotel mit drei Sternen sind keine Seltenheit. Im Umkreis von 30 Kilometern beobachten die Hotelexperten für die Woche um den 14. Mai 2011 einen deutlichen Preisanstieg.

Der Hotelpreisindex wurde auf der Basis der verfügbaren Hotelzimmerpreise für Übernachtungen im Mai 2011 ermittelt. Der Hotelpreisindex wird monatlich ermittelt und umfasst darüber hinaus eine Preisanalyse für weltweit etwa 20.000 Hotels und fünf Millionen aktuelle Preise der kommenden zwölf Monate.

Beherbergung: +5% mehr Übernachtungen im Oktober

(Wiesbaden, 10. Dezember 2010) Seit Jahresmitte geht es lin der Hotellerie merklich bergauf: Die Zahl der Übernachtungen im Inlandstourismus stieg im Oktober um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf insgesamt 35,9 Millionen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mit. Mit einem Plus von zwölf Prozent auf 5,4 Millionen nahm die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland besonders stark zu. Bei Gästen aus dem Inland stieg die Übernachtungszahl um vier Prozent auf 30,5 Millionen.

Beim Blick auf die einzelnen Betriebsarten zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Hotellerie konnte im Oktober 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat acht Prozent mehr Übernachtungen verbuchen. Das ist ein Anstieg von 20,9 auf 22,6 Millionen Übernachtungen. In den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken sank die Zahl der Übernachtungen um zwei Prozent auf 4,1 Millionen. In den übrigen Betriebsarten, bei denen es sich überwiegend um Ferienunterkünfte, wie zum Beispiel Ferienhäuser und -wohnungen sowie Erholungs- und Ferienheime und um Campingplätze handelt, nahm die Zahl der Übernachtungen um ein Prozent auf 9,2 Millionen zu.

Die Übernachtungszahlen in Großstädten mit 100 000 und mehr Einwohnern stiegen im Oktober 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat überdurchschnittlich um elf Prozent auf 10,1 Millionen an. In Gemeinden mit weniger als 100 000 Einwohnern nahm die Zahl der Übernachtungen um drei Prozent auf 25,8 Millionen zu.

Im Zeitraum Januar bis Oktober 2010 erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 334,9 Millionen. Davon entfielen 282,3 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+2%) und 52,6 Millionen auf ausländische Gäste (+11%).

Eine detaillierte Übersicht ist unter www.destatis.de abrufbar.

BREAKING NEWS: Wiederanhebung der Hotel-Mehrwertsteuer offenbar vom Tisch

(Stuttgart/Berlin, 05. Oktober 2010) Ein Schreckgespenst löst sich in Luft ab: Die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen ist offenbar vom Tisch. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ habe Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die geplante Reform der niedrigen Umsatzsteuersätze auf Eis gelegt. Unter Berufung auf Informationen aus Regierungskreisen soll das Projekt nicht weiter verfolgt werden, da von einer Reform kaum zusätzliche Einnahmen zu erwarten seien. Zudem fürchte Schäuble, der derzeit im Krankenhaus liegt, massive Widerstände.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie bei “Top hotel”

Die zu Jahresanfang auf sieben Prozent gesenkte Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtung hatte politische Proteste ausgelöst. Zuletzt waren auch einflussreiche FDP-Politiker in dieser Frage wankelmütig geworden; wir berichteten. Die im EU-Vergleich sinnvolle und längst überfällige Steuersenkung hatte in der Hotellerie einen Investitionsschub in Millionenhöhe ausgelöst. Die seit Jahresanfang angehaltene politische Debatte und die Ungewissheit über eine Wiederanhebung erschwerte zuletzt verlässliche Umsatz- und Geschäftsplanungen in den Hotel-Chefetagen. Nun gibt es ein großes Ärgernis auf Kosten der Hotellerie weniger. Übrig bleiben noch: Gema-Sätze, Bettensteuer, Gastro-Smiley. Fortsetzung folgt. (car.)

Kampf gegen Bettensteuer: Dehoga holt laut “Top hotel” zum juristischen Befreiungsschlag aus

(Berlin/Köln, 29. September 2010) Die Bettensteuer nimmt der Hotellerie einen wertvollen Teil der jüngst gewonnen Investitionsstärke. In Köln wird die sog. Kulturförderabgabe von fünf Prozent je Hotelübernachtung ab 1. Oktober erhoben. Der Dehoga-Bundesverband will laut einem Bericht in der Onlineausgabe von “Top hotel” hier einen Präzedenzfall schaffen, um einen juristischen Befreiungsschlag mit Mustercharakter zu erreichen. Dieser soll mit einem Kölner Hotel unternommen werden.

Der Dehoga-Bundesverband will gegen die Bettensteuer klagen (Foto: Dehoga/Reiner Pfisterer)

Der Dehoga-Bundesverband will gegen die Bettensteuer klagen (Foto: Dehoga/Reiner Pfisterer)

Dazu könnte der Kölner Hotelpartner frühestens nach drei Monaten, also Anfang Januar 2011, die Abrechnung zur Bettensteuer beim Steueramt der Stadt einreichen. Nach erfolgtem Steuervorbescheid würde dann ein Widerspruchsverfahren eingeleitet werden. Werde dies abschlägig entschieden, könne man vor dem Verwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen Klage erheben, so Rechtsanwalt Jürgen Benad vom Dehoga-Bundesverband.

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Wichtige Argumente im Kampf gegen die Bettensteuer

Die Unsicherheit in den Chefetagen greift um sich: Wie entwickelt sich das nächste Geschäftsjahr angesichts der drohenden Wiederanhebung der Mehrwertsteuer und der Bettensteuer in immer mehr Städten und Gemeinden? Viele Parameter der Geschäfts- und Investitionsplanung hängen von diesen neuen Belastungen ab – zusätzlich getrübt durch die neue Flugsteuer – und sind momentan nicht kalkulierbar. Nachfolgend dokumentieren wir wichtige Argumente im Kampf gegen die Bettensteuer:

Executive Summary von Stefanie Heckel, Sprecherin des Dehoga-Bundesverbandes
Der DEHOGA lehnt eine “Bettensteuer” aus ordnungspolitischen, steuersystematischen und rechtlichen Gründen ab – unabhängig davon, welch kreativen Namen die Kommunen dem Kind auch immer geben. Wir werden alle politischen und rechtlichen Mittel ausschöpfen, um
Bettensteuern zu verhindern.

Alle mit der Mehrwertsteuersenkung verbundenen positiven Impulse werden allein schon durch die Debatte über die neue Sonderabgabe für die Hotellerie zunichte gemacht. Es kann doch wohl nicht sein, dass Bund und Länder die Hoteliers entlasten und die Kommunen im gleichen Atemzug die Hand aufhalten und die Hotels mit neuen Abgaben belasten. Investitionen setzen eine verlässliche Politik voraus – in Bund, Ländern und natürlich auch in den Kommunen.

Anstatt dem lokalen Tourismus zu schaden, wären die Kommunen besser beraten, das Leistungspotenzial ihrer Hotellerie zu stärken, die vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft und dort ihre Steuern zahlt.

Weitere Informationen:
Stefanie Heckel
Pressesprecherin
Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband) & Hotelverband Deutschland (IHA)
Verbändehaus Handel-Dienstleistung-Tourismus
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Fon   +49 (0)30/72 62 52-32
Fax   +49 (0)30/72 62 52-42
Mobil +49 (0)171/4 44 13 63
heckel@dehoga.de

www.dehoga.de
www.hotelverband.de
www.hotelsterne.de

Fachinformation: Bettensteuer/Kulturförderabgabe
(PDF-Download: http://www.medienunternehmung.de/downloads/dehoga-argumente-gegen-hotel-bettensteuer-kulturfoederabgabe-kulturtaxe.pdf)

Die Einführung einer kommunalen Bettensteuer ist verfassungswidrig und würde die Chancen, die sich aus der Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie ergeben, konterkarieren.

Worum geht es?
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes
der Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen von 19 auf sieben Prozent gesenkt.

Die daraus resultierenden Steuerausfälle wollen nunmehr zahlreiche Kommunen und Städte durch die Einführung einer „Bettensteuer“, teilweise als „Kulturförderabgabe“ bezeichnet, kompensieren.

Was fordern wir und warum?

•    Diskussionen sofort beenden!
Sämtliche politischen Diskussionen über die Einführung einer Bettensteuer oder Kulturabgabe sollten schleunigst beendet werden, um die Hotellerie nicht weiter zu verunsichern. Die Hoteliers wollen den Mehrwertsteuervorteil sinnvoll einsetzen. Solange über eine solche kommunale Strafsteuer für die Hotellerie gesprochen wird, kann keine vernünftige Investitionsplanung, Lohnerhöhung oder Preissenkung stattfinden. Die Politik muss wahrnehmen, dass die Einführung einer Bettensteuer auf kommunaler Ebene verfassungswidrig ist.

Eine kommunale Bettensteuer oder „Kulturabgabe“ konterkariert den Sinn des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes. Die Bettensteuer würde dafür sorgen, dass die positiven Effekte, insbesondere Investitionen vor Ort, nicht stattfinden könnten. Bereits die Diskussion über das Thema richtet Schaden an, weil Unsicherheit geschaffen und das Vertrauen der Unternehmer in die Berechenbarkeit und Stabilität der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zerstört wird. Wer damit rechnen muss, dass Spielräume, die durch die Mehrwertsteuersenkung entstehen, durch eine kommunale Sonderabgabe wieder aufgezehrt werden, wird wünschenswerte Investitionen zurückstellen oder auf sie verzichten.

Statt reflexartig eine Neidsteuer einzuführen, sollten die Kommunen die positiven Effekte des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auch im eigenen Interesse zur Entfaltung kommen lassen.

•    Bettensteuer ist verfassungswidrig!
Der DEHOGA hat ein verfassungsrechtliches Gutachten zu den geplanten Einführungen von Bettensteuern der Kommunen und Städte in Auftrag gegeben. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die von der Stadt Köln und anderen Kommunen geplanten Bettensteuern oder Kulturförderabgaben eindeutig verfassungswidrig sind.

•    Keine Strafsteuer für eine einzelne Branche!
Das Herausgreifen einer einzelnen Branche, die im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes entlastet worden ist, und ihre Belastung mit einer „Kontra-Steuer“ ist diskriminierend und völlig inakzeptabel. Auch die Begründung mit wirtschaftlich positiven Effekten des Kulturtourismus für die Hotellerie ist nicht überzeugend:
Vom (Kultur-)Tourismus profitieren nachweislich eine Vielzahl von Branchen, z.B. in erheblichem Umfang der Einzelhandel.

Auf der anderen Seite trägt die Hotellerie durch eigenfinanzierte Marketingmaßnahmen selbst erheblich zur Belebung des Tourismus bei und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität auch in anderen Branchen. Eine isolierte Belastung der Hotellerie ist daher inhaltlich nicht zu rechtfertigen.

•    Chancen der Mehrwertsteuersenkung nutzen!
Die Mehrwertsteuersenkung bedeutet für die Hotellerie in Deutschland endlich die Herstellung von Steuergerechtigkeit und damit Chancengleichheit mit ihren europäischen Mitbewerbern. In 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten galten bereits seit langer Zeit reduzierte Mehrwertsteuersätze für die Hotellerie. Mit der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes in Deutschland haben die Betriebe nun dringend notwendige Spielräume bekommen, um in Gebäude und Ausstattung zu investieren, Arbeits- und Ausbildungsplätze in schwierigen Zeiten zu sichern und neue zu schaffen sowie noch attraktivere Preise bieten zu können.

•    Kein weiterer Wettbewerbsnachteil für einheimische Tourismuswirtschaft!
Angesichts der extrem schwierigen wirtschaftlichen Situation der Beherbergungsbranche ist eine kommunale „Bettensteuer“ nicht zu verkraften. Die Erhebung einer solchen Steuer oder Abgabe würde letztlich die Gäste treffen, da die Hotellerie angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation und fehlender kalkulatorischer Spielräume gezwungen wäre, diese Belastungen in Form höherer Preise an die Gäste weiter zu geben. Dies wäre ein weiterer Wettbewerbsnachteil für die einheimische Tourismuswirtschaft.

•    Fazit:
Der DEHOGA lehnt eine „Bettensteuer“ aus ordnungspolitischen, steuersystematischen und rechtlichen Gründen ab und wird sich mit allen Mitteln – politisch und rechtlich – gegen die „Bettensteuerpläne“ auf kommunaler Ebene zur Wehr setzen.

Mehr Informationen über RA Jürgen Benad, Fon 030/72 62 52-46, benad@dehoga.de

Beherbergung – Januar bis Juli 2010: Über 11% mehr Ankünfte von Gästen aus dem Ausland

(Wiesbaden, 27. September 2010) Der 27. September ist Welttourismustag – und der Tourismus in Deutschland floriert! Die Zahl der Übernachtungsgäste aus dem Ausland stieg in den ersten sieben Monaten um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mit. Diese 15,0 Millionen Ankünfte übertrafen sogar die Zahl der Gästeankünfte aus dem entsprechenden Zeitraum vor Beginn der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahre 2008 um 0,7 Millionen (+4,6%).

Mit 2,2 Millionen Ankünften kamen die meisten Gäste, wie schon in den Jahren zuvor, aus den Niederlanden. Das waren 5,9 Prozent mehr als im Zeitraum Januar bis Juli 2009. Die Vereinigten Staaten konnten mit 1,2 Millionen Gästeankünften (+11,7%) ihren zweiten Rang bei den Ankünften behaupten. Den dritten Rang belegt nach wie vor die Schweiz mit 1,1 Millionen Gästeankünften (+7,6%).

Den stärksten Anstieg insgesamt verzeichneten die Ankünfte von Gästen aus den Arabischen Golfstaaten mit 44,8 Prozent auf 0,2 Millionen. Einen Rückgang bei den Ankünften gab es dagegen bei den Gästen aus Griechenland (-10,5%) und aus Bulgarien (-2,0%).

Insgesamt entfielen in Deutschland von Januar bis Juli 2010 auf Gäste aus dem Ausland 19,1 Prozent aller Ankünfte. In den Bundesländern war dabei der Anteil ausländischer Übernachtungsgäste in Berlin am höchsten (35,6%) und in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten (5,9%). Den stärksten Zuwachs ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Sachsen mit 19,7 Prozent verbuchen.

Die ausführliche Übersicht ist unter www.destatis.de abzurufen.

Hotelmarkt Hamburg – Hamburger Senat muss sparen: Bettensteuer beschlossen

(Hamburg, 23. September 2010) Nach Köln und München nun auch in Hamburg: Künftig sollen fünf Prozent des Übernachtungspreises von Hotels als „Kulturtaxe“ abgeführt werden. Die nun vom Senat, der unter starken Zwang für massive Haushaltseinsparungen steht, beschlossene Bettensteuer soll pro Jahr bis zu zehn Millionen Euro bringen. 25 Prozent der Einnahmen sollen an Hamburg Marketing (u.a. Hamburg Tourismus) gehen, 75 Prozent in Förderung von Kulturveranstaltungen fließen. Ab wann die Bettensteuer in Hamburg, war noch nicht ganz klar.

Beim Dehoga-Bundesverband bezeichnet man die Beschlüsse in Köln und München, und nun auch in Hamburg, eine Bettensteuer einzuführen, als nicht verfassungskonform. Doch noch ist nicht klar, wie diesen (kommunalen) Entscheidungen juristisch begegnet werden soll.

Der Hotelmarkt Hamburg gilt mit steten Steigerungszahlen und vergleichsweise hohen Durchschnittsraten als robust und weiter ausbaufähig. Die GDS-Durchschnittsraten betrug zuletzt 224 Euro. Für 2010 erwarten Hotelexperten insgesamt 8,9 Millionen Hotelübernachtungen für Hamburg.

Hotelmarkt Deutschland: Mehrwertsteuersenkung wackelt – FDP will nicht darauf beharren

(Berlin, 14. September 2010) Schon werden die Rufe von der „Umfaller-Partei“ laut: Die FDP will Medienberichten zufolge nicht auf den Fortbestand des zu Jahresanfang auf sieben Prozent gesenkten Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen beharren.

Damit wackelt das politisch umstrittene Thema weiterhin stark. Bei der anstehenden Mehrwertsteuerreform könnte also die Umsatzsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben werden. Zustimmung zum Rücktritt von der Steuersenkung gab es angeblich auch aus der CDU. Lediglich in der CSU sperrt man sich noch dagegen.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte: “Da gibt es von unserer Seite keine Vorfestlegung.” Es müsse jedoch der Umgang mit Herbergsbetrieben geklärt werden, die wegen der Steuersenkung große Investitionen getätigt hätten.

Welche Auswirkungen eine Wiederanhebung der Mehrwertsteuer auf die Investitionspläne der Hotellerie haben könnte, ist noch nicht klar. Seit der Senkung wurden laut Dehoga-Bundesverband wurden über 717 Millionen Euro für Neuanschaffungen, Renovierungen und Modernisierungen investiert. Der Steuersatz war auch im Blick auf eine Gleichstellung deutschen Hotels im europäischen Wettbewerb gesenkt worden.

Mehrwertsteuer-Debatte: Niedrige Umsatzsteuer für Hotels bleibt bestehen

(Berlin, 07. Juni 2010) Aufatmen in der gesamten Hotellerie: Der erst zu Jahresanfang auf sieben Prozent gesenkte Mehrwertsteuersatz auf Hotelübernachtungen wird trotz starker politischer Forderungen vorerst nicht wieder angehoben. Dies berichtet die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Onlineausgabe.

In der politischen Debatte um das heute vom Bundeskabinett beschlossenen Sparplänen war dies von der SPD vehement gefordert worden. In den vergangenen Tagen hatte sich auch FDP-Vertreter für eine Rücknahme der als Subvention verschrienen Steuersenkung ausgesprochen. Der Dehoga-Bundesverband, das Präsidium der Hoteldirektorenvereinigung und zahlreiche Hoteliers hatten sich vermehrt zu Wort gemeldet und die Investitionen und neu geschaffenen Arbeitsplätze infolge der Steuersenkung dargestellt.

Mehrwertsteuer-Debatte: Fortbestand der Steuersenkung für Hotelübernachtungen auf der Kippe

(Berlin, 03. Juni 2010) Nervosität in der Hotellerie: Bei der Klausurtagung der Bundesregierung am Wochenende könnte es auch um den Fortbestand der Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen gehen. Ob der zum Jahresanfang auf sieben Prozent reduzierte Steuersatz die Sparbemühungen übersteht, ist fraglich. Politische Warnungen gab es zuletzt mehrfach. Nun appellierte Dehoga-Präsident Ernst Fischer: „Die Mehrwertsteuersenkung gibt insbesondere den vielen mittelständischen Beherbergungsbetrieben wieder Luft zum Atmen und dringend benötigte Spielräume für Investitionen. Dieses zarte Pflänzchen Aufschwung darf jetzt nicht kaputt gemacht werden. Die Hoteliers brauchen Planungssicherheit.“

Der Fortbestand der gesenkten Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen steht auf dem Prüfstand - hoffentlich übersteht diese sehr wichtige Maßnahme die Sparüberlegungen der Bundesregierung

Der Fortbestand der gesenkten Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen steht auf dem Prüfstand - hoffentlich übersteht diese sehr wichtige Maßnahme die Sparüberlegungen der Bundesregierung

Nach einer aktuellen Umfrage des Verbandes profitieren von der Mehrwertsteuersenkung Gäste, Mitarbeiter, Handwerker und Zulieferer. Auf die Frage des Dehoga-Bundesverbandes, wofür die Unternehmer die Entlastung verwenden, antworteten bis Ende Mai über 3.800 Gastbetriebe. Fünf Monate nach Inkrafttreten der neuen Regelung beträgt das von diesen Betrieben bezifferte Investitionsvolumen insgesamt 682,5 Millionen Euro. Jedes dritte Haus (32,6%) senkt die Preise um durchschnittlich 6,5 Prozent. Laut Angaben der Unternehmen schaffen diese Betriebe zusammen 5.495 zusätzliche Arbeitsplätze – 2.049 Vollzeit-Mitarbeiter, 1.714 Teilzeit-Mitarbeiter und 1.732 Azubistellen. Über mehr Mitarbeiter, höhere Löhne und noch mehr Schulungen wird kräftig in die Servicequalität investiert. „Die Branche hält Wort“, sagte Fischer.

Die zum Teil unverständliche Mehrwertbesteuerung ist ein Dauerthema im Gastgewerbe und der Foodservice-Branche. „Niemand versteht, warum die Tütensuppe beim Discounter mit sieben Prozent begünstigt wird, während für die frisch zubereitete und servierte Spargelcremesuppe in einem Restaurant satte 19 Prozent fällig werden“, machte Fischer deutlich. „Während Hundefutter mit sieben Prozent steuerlich gefördert wird, schlägt der Fiskus beim Essen für unsere Kinder voll zu und verlangt bei der Schulverpflegung 19 Prozent Mehrwertsteuer.“ Es sei auch eine Frage der Ess- und Genusskultur, für die steuerliche Gleichbehandlung der Gastronomie einzutreten. „Es ist widersinnig, die industrielle Lebensmittelproduktion und das Essen im Gehen mit sieben Prozent zu besteuern, während für die von Hand zubereiteten Speisen in einem Restaurant oder Biergarten 19 Prozent gelten“, sagte Fischer.

Gastwirte und Hoteliers leiden unter Krise und dem Wetter
Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat das Gastgewerbe in Deutschland schwer getroffen. Mit Ausnahme der Wintersportregionen haben bundesweit Hotels und Restaurants au-ßerdem unter dem harten und schneereichen Winter gelitten. Mehr als jeder zweite Gastronom (54,8 Prozent) und Hotelier (56,4 Prozent) setzte in der kalten Jahreszeit weniger um als im Vorjahreszeitraum. Das ist das Ergebnis des aktuellen Branchenberichts des Dehoga-Bundesverbandes, der in Berlin vorgestellt wurde.

Trotz einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist die Ertrags-situation der Betriebe weiterhin sehr kritisch: 58,7 Prozent der Hoteliers haben von Oktober 2009 bis März 2010 geringere Erträge als im Winter 2008/09 erwirtschaftet (Vorjahr: 64,6%). Bei den Gastronomen beklagen fast zwei Drittel (61,9%) einen Ertragsrückgang (Vorjahr: 69,3%). „Bürger wie Unternehmen traten angesichts der dramatischen Entwicklungen 2009 auf die Sparbremse. Das bekamen Gastronomen und Hoteliers voll zu spüren“, sagte Verbandschef Fischer.

Auch das laufende Jahr sei schwierig. „Der konjunkturelle Aufschwung kommt nur langsam voran“, sagte Fischer. „Zwar hat sich die Stimmung in der Hotellerie auch dank der Mehrwertsteuersenkung etwas aufgehellt, doch von einer wirklichen Trendwende sind wir noch weit entfernt. Der Weg aus der Krise ist schwer.“ Für das Gesamtjahr rechnet der Verband bestenfalls mit einer Stagnation auf sehr niedrigem Niveau.

Das Ergebnis der Dehoga-Konjunkturumfrage unterstreicht die Angaben des Statistischen Bundesamtes. Danach musste das Gastgewerbe im ersten Quartal 2010 erneut Umsatzeinbußen verkraften. Im Gegensatz zur übrigen deutschen Wirtschaft, die von Januar bis März überraschend um 0,2 Prozent gewachsen ist, setzten Hotels, Restaurants und Caterer im Vergleich zum bereits niedrigen Vorjahresergebnis nominal 1,1 Prozent weniger um (real -3,6 Prozent).

Kaltes Frühjahr verhagelt Open-Air-Geschäft
Die aktuelle Situation in der Gastronomie hat sich noch verschärft. „Das kalte und nasse Frühjahr verhagelte uns das Open-Air-Geschäft“, berichtete Hotelier Fischer. Wie eine Blitzumfrage des führenden Branchenverbandes ergab, setzten 87,1 Prozent der Unternehmer in den Frühjahrswochen 2010 weniger unter freiem Himmel um als im gleichen Zeitraum im Krisenjahr 2009. Knapp jeder vierte Gastronom machte fast gar keinen Umsatz: Bei 23,1 Prozent lag der Rückgang zwischen 80 und 100 Prozent. 15,4 Prozent berichten von um 60 bis 80 Prozent gefallenen Umsätzen, ebenso viele mussten Einbußen in Höhe von 40 bis 60 Prozent verkraften. 28,2 Prozent haben Umsatzverluste zwischen 20 und 40 Prozent gemeldet.

„Bei winterlichen Temperaturen blieben viele Außenterrassen und Biergärten an den Wochenenden und den traditionell umsatzstarken Feiertagen wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten leer“, erklärte Fischer. Für die Betriebe sei das „eine Katastrophe.“ Denn sie seien auf gute Umsätze im Frühjahr existenziell angewiesen. „Umsatzverluste in den Monaten April und Mai können im Laufe des Sommers praktisch nicht aufgeholt werden“, so Fischer. „Die Gäste weichen auch nicht unbedingt auf die Innenräume von Kneipen und Restaurants aus, sondern kommen einfach gar nicht.“

Umso wichtiger sei es, dass die Politik die Öffnungszeiten der Freiluftgastronomie endlich an die Bedürfnisse der Gäste anpasse. „Hier brauchen wir dringend Rechtssicherheit“, forderte Fischer. „Damit unsere Unternehmer die Chance bekommen, an den wenigen lauen Sommerabenden ihre Gäste bis 24 Uhr zu verwöhnen, mehr Umsatz zu machen – und so etwas von den Verlusten aufzuholen“, so Fischer.

Der Dehoga-Branchenbericht „Winter 2009/10 – Ausblick Sommer 2010“ steht unter www.dehoga.de kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Mehrwertsteuer-Debatte: Steuersenkung für Hotels in ernster Gefahr?

(Berlin, 31. Mai 2010) Irritation in der Hotellerie: Die zum Jahreswechsel erfolgte Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen könnte wieder rückgängig gemacht werden. In der politischen Debatte um die Staatsfinanzen mehren sich die Stimmen auch aus der Regierungskoalition, die von 19 auf sieben Prozent gesenkte Umsatzsteuer für die Hotellerie wieder anzugleichen. Davor war von der Führung des Dehoga-Bundesverband bereits mehrfach gewarnt worden. Daher mussten die Investitionsvorhaben plakativ dargestellt werden; doch die PR-Kampagne der Beherbergungsbetriebe kommt offenbar nicht bei allen an. Nun plädierte der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, für eine Überprüfung der Steuersenkung.

“Wir wollen den Haushalt sanieren, aber ganz sicher nicht durch Steuererhöhungen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz steht nicht zur Disposition”, hält Ernst Burgbacher, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, dagegen. Doch die neuerlich aufflammende Debatte um die auch unter Wirtschaftsverbänden umstrittene Steuersenkung zeigt, dass die Hotellerie weiterhin politisch stark unter Druck steht. Daher müssten die Investitionen und Anstrengungen um neue Arbeitsplätze weiter voran getrieben werden, appellieren verschiedene Branchenführer. Das Bestreben, auch für die Gastronomie eine Mehrwertsteuersenkung zu erreichen, ist allerdings in weite Ferne gerückt.

Presseschau vom 18. Februar 2010 – Klartext: Alle Parteien waren für die Mehrwertsteuersenkung

(Landsberg/Lech, 18. Februar 2010) Markus Luthe redet noch einmal Klartext: Der Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA) betont in einem Beitrag für hotellerie.de, dass alle im Bundestag vertretenen politischen Parteien die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen gefordert hatten. Dies muss man offenbar in der laufenden, zuweilen verwirrenden Debatte noch einmal betonen. Auch gerade deshalb, da die Senkung der Umsatzsteuer für die notleidende Gastronomie ebenfalls politisch gewollt ist!

Die Mehrwertsteuersenkung sorgt für einen gewaltigen Investitionsschub und für Preissenkungen in der Hotellerie - hoffentlich auch für mehr Gäste (Foto: Pavel Losevsky/fotolia.com)

Die Mehrwertsteuersenkung sorgt für einen gewaltigen Investitionsschub und für Preissenkungen in der Hotellerie - hoffentlich auch für mehr Gäste (Foto: Pavel Losevsky/fotolia.com)


+++ WIRTSCHAFT +++

hotellerie.de: Erinnerungslücken – Blog von Markus Luthe zur Mehrwertsteuerdebatte vom 18. Februar 2010
Die aufziehenden Nebel des Wahlkampfs zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 drohen den Blick auf die Positionierungen der Parteien zum reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und – nota bene – Gastronomie zu verschleiern. Daher möchte ich kollektiven Erinnerungslücken vorbeugen und noch einmal klar festhalten: In den vergangenen Jahren haben Vertreter aller Parteien den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Branche gefordert.
http://www.hotellerie.de/home/page_sta_5412.html

DMM Der Mobilitätsmanager: Design Hotels mit Neuzugängen
Die internationale Hotel- und Lifestylemarke Design Hotels präsentiert 36 neue Mitgliedshotels und erweitert damit ihr Portfolio auf 184 Häuser weltweit.
http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2010/02/design-hotels-mit-neuzugaengen-27149/

Südwest Presse: “Mövenpick” nicht schließen
Ulm – Ernst Prost, der Liqui-Moly-Eigentümer, nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon gar nicht in der Debatte über steuerbegünstigte Hotelübernachtungen.
http://www.swp.de/muensingen/lokales/muensingen/art5701,348009

 

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?alle-parteien-fuer-mehrwertsteuer-senkung-hotels

Presseschau vom 17. Februar 2010 – Mehrwertsteuersenkung wirkt: Immer mehr Hotel senken die Preise und investieren kräftig

(Landsberg/Lech, 17. Februar 2010) Eine großartige Leistung: In ganz Deutschland senken Hoteliers die Zimmerraten und investieren kräftig. Bereits zum fünften Mal berichten Dehoga-Bundesverband und IHA von zahlreichen Hotelbetrieben, bei denen die Mehrwertsteuersenkung einen neuen Leistungsschub ausgelöst hat. Die hervorragende Pressearbeit der Branchenverbände macht damit deutlich, dass die als Klientelpolitik abgewertete Steuersenkung allen zugute kommt – den Gästen durch sinkende Preise und den Zulieferer und Ausstattern durch Millioneninvestitionen. Nun muss die deutsche Hotellerie in einer Linie stehen, die Investitionszusagen umsetzen und dann – mit Nachdruck – auch die überfällige Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie einfordern.


+++ WIRTSCHAFT +++

Dehoga/IHA: Die Mehrwertsteuersenkung wirkt!
Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 verschafft den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern in Deutschland finanziellen Spielraum für Investitionen, Preisreduzierungen, bessere Mitarbeiterentlohnung, Qualifizierungsmaßnahmen und sorgt für mehr Arbeitsplätze in konjunkturell schwierigen Zeiten. Hierzu verweisen der DEHOGA Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) exemplarisch auf aktuelle Aussagen von Unternehmern aus der Marken- wie aus der Privathotellerie zu konkreten betrieblichen Maßnahmen, die aufgrund der Senkung des Mehrwertsteuersatzes möglich wurden.
http://hottelling.wordpress.com/2010/02/17/mehrwertsteuersenkung-wirkt-aktuelle-stimmen-aus-der-branche-3/

AFP: Gastgewerbe setzt im Krisenjahr 2009 rund sechs Prozent weniger um
Die Geschäfte der Hotels und Restaurants in Deutschland sind im vergangenen Jahr schlecht gelaufen. Der Umsatz des Gastgewerbes ging preisbereinigt um 6,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j59xseJxa0YnPKhuYYoX13A4EgKw

Die Welt: Wieder mehr Hotels mit Geschäften zufrieden
Die Düsseldorfer Hotelbranche blickt optimistischer in die Zukunft. “Das für die Hotellerie wenig erfreuliche Jahr 2009 liegt hinter uns – jetzt wird es wieder leicht aufwärts gehen”, sagte der Vorsitzende des IHK-Tourismusausschusses, Alarik Graf Wachtmeister. Laut IHK-Branchenbarometer für den Bezirk Düsseldorf hätten die Wirtschaftskrise und ein schwaches Messejahr auch im zweiten Halbjahr 2009 für Unzufriedenheit gesorgt.
http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6429083/Wieder-mehr-Hotels-mit-Geschaeften-zufrieden.html

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?mehrwertsteuer-senkung-wirkt-hotels-senken-preise

Presseschau vom 16. Februar 2010 – Also doch: „Business Package“ mit Hotelfrühstück

(Landsberg/Lech, 16. Februar 2010) Schäuble rudert offenbar zurück: Nach aktuellen Medienberichten soll das Hotelfrühstück nun doch mit nunmehr sieben Prozent besteuert werden. Das sog. Business-Package soll das seit der erfolgten Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtung entstandene Chaos um Abrechnung von Geschäftsreisen beenden.

Endlich wieder Ruhe am Morgen: Das Hotelfrühstück soll nun doch in die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen einbezogen werden (Foto: olly/fotolia.com

Endlich wieder Ruhe am Morgen: Das Hotelfrühstück soll nun doch in die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen einbezogen werden (Foto: olly/fotolia.com

+++ WIRTSCHAFT +++

Financial Times Deutschland: Hotelmehrwertsteuer – Schäuble streicht Frühstück
Das Finanzministerium versucht, mit einem Verwaltungserlass ein völliges Chaos durch die Steuerermäßigung für Hotels zu verhindern. Die seit vielen Jahren praktizierte Regelung für die Frühstückskosten soll erhalten bleiben.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:hotelmehrwertsteuer-schaeuble-streicht-fruehstueck/50074822.html

hottelling: Heinz Horrmann ist die “Hotel-Autorität 2010″
Großer Bahnhof für Heinz Horrmann: Der international renommierte Hotel- und Gourmetkritiker wurden von den 50 besten Hoteliers für seine Verdiente um die Grand-Hotellerie geehrt. Bei einem Elitetreffen auf Einladung des Busche Verlag („Schlummer Atlas“) am Abend des 15. Februar in Frankfurt/Main wurde Horrmann wiederholt zur „Hotel Autorität“ ernannt.
http://hottelling.wordpress.com/2010/02/16/heinz-horrmann-ist-die-hotel-autoritat-2010/

n-tv: Hotelzimmer-Souvenirs – Was man mitnehmen darf
Seife, Shampoo, Hausschuhe, kuschelige Bademäntel, teure Hochglanz-Magazine – alles Dinge, die viele Gäste gerne aus dem Hotel als Reisesouvenir mitnehmen. Von den Teilnehmern einer Umfrage von lastminute.de gaben 56 Prozent an, dass sie schon einmal etwas im Hotel stibitzt haben. Die fünf beliebtesten “Diebesgüter” sind: Badeutensilien (38 Prozent), Stifte (21 Prozent), Zeitungen und Zeitschriften (15 Prozent), Hausschuhe (8 Prozent) und Handtücher (7 Prozent).
http://www.n-tv.de/reise/Was-man-mitnehmen-darf-article730821.html

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?doch-steuersenkung-fuer-hotel-fruehstueck

Presseschau vom 15. Februar 2010 – Detailregelungen zur Mehrwertsteuersenkung: Jetzt wird „Murks“ gemacht

(Landsberg/Lech, 15. Februar 2010) Das Bundesfinanzministerium plant derzeit an den Details zur Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ könnte es nun noch komplizierter werden. Steuerexperten sprechen von „Murks“. Demnach sollen zur steuerbegünstigten “Beherbergungsleistung” der Strom im Zimmer, Bettwäsche, Handtücher, Reinigung, Schuhputz- und Nähzeug sowie der Weckdienst gehören. Der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent hingegen soll auf alle anderen Leistungen erhoben werden: Tagungsräume, Parkplätze, Essen, Telefon, Bezahlfernsehen sowie “Leistungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern (Wellnessangebote)”.

Die Abrechnung von Hotelleistungen könnte noch komplizierter werden – die Detailplanung zur erfolgten Mehrwertsteuersenkung sieht etliche Unterschiede vor.

Die Abrechnung von Hotelleistungen könnte noch komplizierter werden – die Detailplanung zur erfolgten Mehrwertsteuersenkung sieht etliche Unterschiede vor.

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Süddeutsche Zeitung: Steuervorteil für Hotels – ‘Absoluter Murks”
Verbraucher und Finanzämter können die von der Regierung gewährten Vergünstigungen für Hotels kaum durchschauen – und die Wirte werden zum Tricksen verleitet. Es hagelt Kritik.
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/873/503101/text/

Lübecker Nachrichten: IHK – Hoteliers müssen ihre Häuser schöner machen
Seit drei Jahren bemüht sich die Industrie und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein, Hoteliers und Ferienwohnungsvermieter zu motivieren, ihre Betriebe aufzupolieren. Dazu wurde das Projekt Designkontor geschaffen, das den „Wohlfühltourismus“ im Land fördern soll. Jetzt waren die Macher in Mölln.
http://www.ln-online.de/artikel/2736931

Heilbronner Stimme: Bestandspflege statt Erweiterung
Elegante Ledergarnituren in der Lobby, ein neuer Teppichboden, der sich auf den Etagen und im Restaurant fortsetzt, an den Wänden Kunst und ein harmonisches Farbkonzept – das sind die auffälligsten Veränderungen, die der Gast im Panoramahotel in Waldenburg wahrnimmt.
http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/oehringen/sonstige;art1921,1765070

HL-Live.de: Lübeck – Endspurt beim Atlantic Hotel
Das erste Zimmer ist fertig: Hoteldirektor Jens Schultz ist mit dem Ergebnis zufrieden. Im April können die ersten Gäste ins Atlantic Hotel in der Schmiedestraße einziehen.
http://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=58357

n-tv: Nichtraucherschutz – Kein Schadensersatz für Pächter
Ein Gaststättenpächter hat keinen Anspruch auf Schadenersatz, weil in seinem Lokal nicht mehr geraucht werden darf. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem Grundsatzurteil.
http://www.n-tv.de/ratgeber/steuernrecht/Kein-Schadensersatz-fuer-Paechter-article725159.html

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?details-mehrwertsteuer-senkung-murks