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Abgesichert auf die Piste: Wie Wintersportler ihre Familie schützen können

(Düsseldorf, 27. Dezember 2011) Die Wintersportsaison hat begonnen und zahlreiche Deutsche tummeln sich wieder auf den Pisten. Doch Skifahren ist nicht nur eine echte Winterfreude, sondern auch eine gefährliche Sportart, bei der es zu schweren und sogar tödlichen Unfällen kommt. Oft mit weitreichenden Folgen: Denn nicht selten sind die Verunglückten einziger Versorger ihrer Liebsten. Wie Pistensportler ihre Angehörigen und sich selbst für den Fall der Fälle absichern können, weiß Tatjana Höchstödter, Vorsorgeexpertin bei der ERGO Lebensversicherung.
 
Skier ins Auto, dicke Winterkleidung eingepackt – und los geht die Reise in die schneebedeckten Berge. Etwa 16 Millionen Deutsche wedeln alljährlich in den Skigebieten – hinzu kommen Scharen von Snowboardern. Der große Andrang auf den Pisten und die hohen Geschwindigkeiten haben jedoch ihren Preis: Alleine in der Saison 2010/2011 verletzten sich etwa 40.000 deutsche Skifahrer; 6.400 von ihnen so schwer, dass sie stationär behandelt werden mussten.
 
Das Risiko fährt mit
Obwohl die meisten Pistenunfälle vergleichsweise glimpflich ausgehen, kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen. Schlimmer noch: Auch tödliche Unfälle hat die Wintersport-Gemeinde Jahr für Jahr zu beklagen. Besonders tragisch sind solche Vorkommnisse, wenn die Verunglückten Familie haben. Im schlimmsten Fall müssen der Partner und die Kinder dann nicht nur den Todesfall verkraften, sondern stehen darüber hinaus ohne Hauptversorger da. „Die Familie sollte dann zumindest vor den finanziellen Folgen geschützt sein“, sagt ERGO Expertin Tatjana Höchstödter. „Wer noch dazu einen gefährlichen Sport wie Skifahren betreibt, sollte die existenzielle Gefahr für seine Angehörigen nicht vergessen.“
 
Sicherheit für die Lieben daheim
Stirbt der Haupt- oder Alleinversorger, stürzt das seine Hinterbliebenen nicht selten in erhebliche Probleme. Denn Kredite und andere finanzielle Verpflichtungen belasten die Familienkasse weiterhin. Die ERGO Expertin empfiehlt: „Mit einer Risikolebensversicherung kann man seine Familie finanziell absichern. Im Fall der Fälle erhalten die Hinterbliebenen die vorher vereinbarte Versicherungssumme und können damit laufende Verpflichtungen auffangen.“ Für unfallgefährdete Sportler kann es sinnvoll sein, die Risikolebensversicherung mit einer Unfalltod-Zusatzpolice zu ergänzen. Damit erhöht sich die Versicherungssumme, wenn der Versicherte einen tödlichen Unfall erleidet. Übrigens: Auch Berufsunfähigkeit lässt sich im Rahmen einer Risikolebensversicherung absichern. „Gegen das Risiko, seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können, sollte sich ohnehin jeder schützen“, rät Tatjana Höchstödter. „Gerade beim Skifahren kann es, schneller als man denkt, zu schweren Verletzungen kommen. Mit etwas Pech reicht schon ein komplizierter Bruch aus – und die eigene Arbeitskraft ist dahin. Auf die Erwerbsminderungsleistungen des Staates alleine sollte man sich dann besser nicht verlassen.“

Diese und weitere Verbraucherthemen finden Sie unter www.ergo.com/verbraucher.

Gefährliche Darmepidemie durch EHEC – Hygiene-Checkliste: Was in der Küche zu beachten ist

(Hamburg, 24. Mai 2011) Die ersten Todesfälle werden berichtet – die lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen durch das Bakterium enterohämorrhagische E. coli Bakterien (EHEC) breiten sich in ganz Deutschland aus. Die Erreger werden oral aufgenommen, zum Beispiel mit Gemüse oder auch von Mensch zu Mensch übertragen. Es reichen nur wenige hundert Erreger aus, um eine Erkrankung bis zum Nierenversagen auszulösen. Der aus dem TV bekannte Hotel- und Gastro-Sicherheitsberater Ulrich Jander nennt die wichtigsten Maßnahmen für die Profiküche:

  • Ganz wichtig ist bei der Anlieferung darauf zu achten, dass die Ware nicht in Holz oder Pappkisten angeliefert wird und so in den Kühlräumen eingelagert wird. Die Ware ist entsprechend in Plastikbehälter umzupacken.
  • Beim Verarbeiten der Produkte sollten Gummihandschuhe verwendet werden – dies schützt auch den Küchenmitarbeiter.
  • Nach dem Einsatz sollten die Gerätschaften wie Bretter und Messer desinfiziert werden. Nehmen Sie Desinfektionsprodukte, die auch lebensmittelecht sind. Nähere Informationen erteilt Ihnen auch Ihr Lieferant. Der Einsatz in der Spülmaschine ist nicht ausreichend, da diese nur Temperaturen von 65 bis 70 Grad Celsius erreicht.
  • Salat und Gemüse sind gründlich unter fließendem Wasser zu reinigen – dabei auch Gummihandschuhe zum eigenen Schutz zu tragen.
  • Wenn Sie mit dem Verarbeiten fertig sind, waschen Sie sich die Hände!
  • Achten Sie darauf, dass auch Behälter z.B. von Salat und Gemüse desinfiziert werden.
  • Abfälle sind zu entsorgen – die Abfallbehälter müssen mit einem Deckel versehen.
  • Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig die Kühlräume!
  • Nicht vergessen: Unter den Regalen reinigen – Kühlhausdichtungen reinigen; achten Sie darauf, dass diese nicht beschädigt !
  • Ware gekühlt lagern – Denken Sie an die Dokumentation der Temperaturen.
  • Reinigen Sie die Aggregate regelmäßig in den Kühlräumen – durch die Luftzirkulation werden auch die Bakterien umhergeschleudert.
  • Achten Sie darauf, dass produzierte Ware abgedeckt gelagert werden – Immer wieder ist bei Betriebsbegehungen festzustellen, dass dies nicht geschieht.
  • Achten Sie auf die Körperhygiene: Nach dem Toilettengang Hände gründlich waschen, u.a. mit Desinfektionsmittel!
  • Auf den Toiletten sollte Desinfektionsspray vorgehalten werden, um die Toilettenbrille zu desinfizieren.
  • Heben Sie die Lieferscheine auf, um zu dokumentieren wer der Lieferant der Rohwaren ist.

„Ein Restrisiko gibt es immer“, gibt „Hotelchecker“ Ulrich Jander zu bedenken. „Achten Sie darauf, dass die HACCP-Bestimmungen eingehalten werden.“ Jander ist ein bundesweit bekannter und geachteter Sachverständiger für Gastro-Hygiene. Mit seinem eigenen „Gastro Smiley für Qualität und Sauberkeit“ (http://www.hygienecheck-smiley.de/) vergibt er eine etablierte Hygiene-Auszeichnung.

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Checklisten und Arbeitsmaterialien zu Hygiene-Management in der Gastronomie sind hier abrufbar: http://www.kochwelt.de/ratgeber-wissen/hygienevorlagen.html
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Hintergrund zu EHEC
Der Erreger EHEC macht sich zunächst durch schwere Durchfälle bemerkbar, ist aber viel gefährlicher als ein herkömmlicher Darminfekt, da er im Körper ein Toxin freisetzt, das zur Hämolyse, dem Abbau von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), führt. Als Folge tritt dann neben der Blutarmut (Anämie) ein Nierenversagen auf, da die feinen Blutgefäße der Niere durch die Abbauprodukte verkleben. Derzeit werden besorgniserregend viele Fälle dieses hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), darunter versteht man das gemeinsame Auftreten von Nierenversagen, Anämie und Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verzeichnet. In Folge des HUS können auch andere Organe geschädigt werden, so erleiden die Betroffenen oft eine gefährliche Schwellung des Gehirns. Viele der beobachteten Fälle hatten schwere, lebensbedrohliche Verläufe genommen.

Schütz vor EHEC: Gemüse sorgfältig waschen und genügend erhitzen!

Schütz vor EHEC: Gemüse sorgfältig waschen und genügend erhitzen!

Durch ein sogenanntes Aphereseverfahren wird der Heilungsprozess wesentlich unterstützt. Das Verfahren, das sonst häufig bei Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommt, eliminiert die schädlichen Stoffe im Blut und ersetzt körpereigenes Blutplasma. Wenn die Patienten zeitnah eine solche „Blutwäsche“ erhalten, sind lebensbedrohliche Komplikationen wie Hirnödeme und Schäden wie das bleibende Nierenversagen abwendbar.

Die Apherese wird von Nephrologen (Nierenfachärzte) durchgeführt. Derzeit sind die Apherese-Kapazitäten in den betroffenen Gebieten nahezu erschöpft. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie hat ein Netzwerk geschaffen, um Patienten aus den stark betroffenen Regionen zu Nephrologen anderer Regionen zu überweisen und so die Versorgung sicherzustellen. Zudem wurden die Behörden eingeschaltet und derzeit werden auch Aphesesemaschinen in die nephrologischen Zentren in Norddeutschland eingeflogen, um dort die Kapazitäten aufzustocken.

Mit diesen Aktivitäten kann die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN, http://www.dgfn.eu) die Versorgung der Betroffenen derzeit sicherstellen. Um eine weiterer Ausbreitung des Erregers zu verhindern, wird die Bevölkerung aufgerufen, besondere Hygienevorschriften einzuhalten. Der Erreger wird vermutlich durch Tierkot bzw. direkten Kontakt mit Tieren übertragen, kann aber auch durch kontaminierte Lebensmittel wie Rohmilch oder Rindfleisch übertragen werden. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist in der Akutphase ebenfalls möglich. Auch wenn die genaue Erregerquelle für die aktuelle Epidemie noch nicht bekannt ist, rät die DGfN dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Auf Rohmilch und Rohmilchprodukte vorerst verzichten.
  • Kopfgedünktes Gemüse (häufig sind das Bio-Produkte) besonders gut waschen, wenn möglich kochen.
  • Kein rohes Fleisch essen, darauf achten, dass das Fleisch gut durchgebraten/-gekocht ist.

EHEC-Ausbruch: Fokus erstmals auf Erwachsenen – Robert-Koch-Institut: Infektionsquelle möglicherweise noch aktiv
Die enterohämorrhagische E. coli Bakterien (EHEC) leben im Verdauungstrakt von Rindern, Schafen und Ziegen. Gelangen sie in den Menschen, schädigen sie die Blutgefäße, die roten Blutkörperchen und die Nieren – und verursachen schlimmstenfalls Hirnblutungen.
 
Bislang gab es in Deutschland mehrere EHEC-Ausbrüche. Statistisch erkrankten jedes Jahr rund 900 Menschen. Als besonders gefährdet galten Säuglinge, Kleinkinder und ältere und abwehrgeschwächte Menschen. Doch beim jetzigen Ausbruch ist es anders, es erkranken überwiegend Erwachsene, vor allem Frauen. Informationen über verschiedene Krankheitsverläufe hat das Robert-Koch-Institut (http://www.rki.de/) zusammengestellt.
 
Der Hygieniker Helge Karch erforscht das Krankheitsbild sei 30 Jahren. Auch er sagt im Gespräch mit dem „Handelsblatt“, dass er sich über den jetzigen Verlauf wundere: „Ich vermute, dass wir es mit einem neuen Typ EHEC-Bakterien zu tun haben. Die aktuellen Krankheitsverläufe sind so aggressiv, mit zerstörten Darmschleimhäuten und Blutgerinnseln in Nieren- und Hirngefäßen, dass der Erreger wohl einen besonderen Giftcocktail mitbringt“.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch Ursachen des aktuellen Ausbruchs sind. Jedoch galten sie bislang als Überträger: Die Bakterien gelangten beim Schlachten auf das Fleisch. Sie breiteten sich aus, als Lebensmittelhändler oder Privathaushalte das Fleisch unhygienisch weiterverarbeiteten.

Für die akute Phase hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein Merkblatt mit Verbrauchertipps veröffentlicht. Darin heißt es, der Verbraucher solle rohes Fleisch strikt von anderen Lebensmitteln trennen, um eine Kreuzkontamination zu verhindern. Auch beim Grillen sollte man verschiedene Bretter, Teller und Zangen benutzen, und außerdem das Fleisch ausreichend erhitzen – im Inneren des Fleisches sollte für zehn Minuten eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius herrschen.

Innovation für die Gesundheit: Sanitäranbieter Sky-Click Ltd. entwickelt neuartiges Abflusssystem für die Hotellerie

(Kiel, 08. Juli 2010) Sauberkeit und Prophylaxe gegen die Bildung von Krankheitserregern sind unabdingbar für Sanitäranlagen – umso mehr, wenn sie von zahlreichen Menschen genutzt werden. Für die Gesundheit von Hotelgästen hat das Unternehmen Sky-Click Ltd. das erste freie Abflusssystem der Welt entwickelt.


Herkömmliche Abflusssysteme stellen ein Reservoir für Bakterien, Viren, Keime oder Legionellen dar. Sie sind nicht frei durchgängig und im Geruchsverschluss bilden sich Schmutzansammlungen aus Seifenresten, Hautpartikeln, Haaren und Verunreinigungen. Diese wiederum bilden einen idealen Nährboden für Bakterien, Viren und Keime, die beim Waschen durch den Wasserdruck nach oben geschleudert werden. Nicht alle Erreger führen zu Gesundheitsschädigungen, doch bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem – wie Kinder, chronisch Kranke und Senioren – sowie bei Allergikern kann es zu Beschwerden oder tragischen Komplikationen kommen.

Das Abflusssystem „Sky-Click-System“ hingegen begründet eine zeitgemäße Generation von Abflusssystemen. Als einziges barrierefreies System gewährleistet es einen freien raschen Abfluss und lässt sich mechanisch mithilfe einer Tauchrohr- oder Flaschenbürste reinigen. Denn es verfügt über keinerlei Stangen oder Verstrebungen, sondern ist offen konzipiert. Das Ergebnis: Hygiene und Sauberkeit sowie eine keimfreie Umgebung im Abfluss von Waschbecken, Dusch- und Badewannen sowie Küchenspülen.

Das innovative „Sky-Click-System“ ist interessant für Hoteliers, die auf die Gesundheit ihrer Gäste achten. Es ist so einfach konzipiert, dass es sich in wenigen Minuten montieren lässt. Bei späteren Defekten braucht kein kompletter Ablauf getauscht zu werden, sondern meist nur der Click. Bei dem System passen die einzelnen Komponenten zueinander und sind mit allen gängigen Abflusssystemen kompatibel.

Das „Sky-Click-System“ wird in zehn verschiedenen Qualitätsstufen produziert, so dass für jeden Anspruch der passende Sky-Click-Ablauf gefunden wird. Hinzu kommt Zubehör wie Hygienekörbe mit biologisch abbaubaren Duftflaschen und Dekordeckel. Die Design-Dekordeckel können individuell mit dem Logo des Hotels versehen werden.

Das „Sky-Click-System“ kommt aus dem Hause Sanitär-Technik-Delphin, dem Hersteller für innovative Ablauf- Abfluss- Systeme- Lösungen im Sanitärbereich. Es ist direkt beim Hersteller (www.sky-click.net) und im Fachhandel zu beziehen.

Schweinegrippe: Was Arbeitgeber jetzt tun müssen

Sicherheitsberater Ulrich Jander rät zu Pandemieplan gegen massiven Arbeitskräfte-Ausfall

Rüsselsheim, 18. November 2009
Die Grippe hat Deutschland voll erfasst: Während viele noch über Schutzimpfungen diskutieren, steigt die Zahl der Erkrankten wöchentlich um über 10.000 an. Bislang sind laut Robert-Koch-Institut 20 Todesfälle im Zusammenhang mit einer H1N1-Infektion zu beklagen. Da Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie als besonders gefährdet gelten, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter dringend nötig. „Ohne Pandemieplan kann ein Betrieb bei einem massiven Ausfall an Arbeitskräften plötzlich stillgelegt sein“, warnt Ulrich Jander. Der Sicherheitsexperte und Inhaber des Beratungsunternehmen ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst, Rüsselsheim, macht bereits seit Monaten auf die Gefahren bei der Schweinegrippe hin.

Folgende grundlegende Maßnahmen sollten von den Gastbetrieben ab sofort umgesetzt werden:

  • Ausreichend Desinfektionsmittel zur Händereinigung muss allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
  • Mitarbeitern muss die Möglichkeit zu einer Grippeschutzinfektion gegeben werden.
  • Mitarbeiter in sensiblen Arbeitsbereichen, z.B. Küche, sollten bei ersten Anzeichen einer Erkältung einen Mundschutz tragen.
  • Führungs- und Fachkräfte müssen regelmäßig auf den sorgsamen Umgang mit Hygiene aufmerksam gemacht werden.
  • Überprüfen Sie jetzt ihr HACCP-Konzept, um letzte Schwachstellen zu erkennen.
Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört  zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

„Einen hundertprozentigen Schutz vor Schweinegrippe gibt es nicht“, so Jander. Aber durch Beherzigung einiger Maßnahmen kann die Infektionsgefahr erheblich reduziert werden. Um bei weiterer Grippeausbreitung einem massiven Ausfall an Arbeitskräften entgegen zu wirken, empfiehlt der Sicherheits- und Hygieneberater einen so-genannten Pandemieplan aufzustellen. Dazu kann eine Checkliste des Robert-Koch-Institutes unter www.gqh-hotel.de/pg.php als PDF-Dokument kostenfrei bezogen werden.

„Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und auch die Gäste gehört zu den Fürsorgepflichten eines Arbeitgebers“, konstatiert Jander. Dazu gehöre auch, die Sorgen und Ängste im Team ernst zu nehmen. Zwar dürfen Arbeitnehmer aus bloßer Vorsorge nicht einfach zu Hause bleiben. Aber bei Mitarbeitern mit Risikohintergrund sollten zeitlich begrenzte Ausnahmen gelten oder interne Umbesetzungen vorgenommen werden. „Zur Fürsorge zählt auch Sensibilität beim Thema Schutzimpfung“, so Jander. Zwar sei eine Impfung gegen Schweinegrippe grundsätzlich zu empfehlen, aber hinsichtlich möglicher Nebenwirkung nicht bei jedem sinnvoll. „Wer sich nicht impfen lassen kann, sollte möglichst wenig in intensiven Kontakt mit anderen Menschen stehen“, so Jander.

Weitere Informationen für Unternehmen zum Thema Schweinegrippe sind auf den Webseiten des Robert-Koch-Institutes abrufbar: http://www.rki.de/influenza#unternehmen

Weitere Hintergrundinformationen:
Bundesgesundheitsministerium – Tipps zur Vorbeuge bei der Arbeit (http://www.neuegrippe.bund.de/cln_091/nn_1676082/NeueGrippe/DE/Vorbeugen/Arbeit/arbeit__node.html?__nnn=true)

Kampagne „Wir gegen Viren“ des Robert-Koch-Institutes (http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/2)

Flyer mit Hinweisen und Verhaltenstipps gegen die Schweinergrippe in 11 Sprachen (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Gesundheit/2009-07-15-neue-grippe.html)

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Der Knigge bei Schweinegrippe

Hotelsicherheitsexperte Jander: Leitfaden für Umgang mit Gästen

Gegen Schweinegrippe hilft ein wenig Vorsicht. Gerade Mitarbeiter an der Hotelrezeption und im Service sind gefährdet, da hier intensiver Gästekontakt besteht. Intensive Körperkontakte sollten vermieden werden, rät Ulrich Jander. Der Rüsselsheimer Sicherheitsexperte für Hotellerie und Gastronomie hat einen „Knigge“ im gefahrlosen Umgang miteinander erstellt.

Die Schweinegrippe breitet sich unaufhaltsam aus. Die Ansteckung erfolgt durch Inhalieren der Viren über die Atemluft, durch Berührung mit Gegenständen, die mit dem Virus befallen sind, und natürlich durch Kontakt mit einem Erkrankten. Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt einen bis vier Tage.

Durch einige Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Ansteckungsgefahr vermindern:

  • Vermeiden Sie engen Kontakt zu Mitmenschen. Händeschütteln oder Küsschen rechts/Küsschen links sollten unterbleiben. Große Menschenansammlungen sollten vermieden werden.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie lieber zu Hause, denn Sie könnten andere anstecken. Sie selbst sind auch gerade sehr empfänglich für alle Arten Bakterien oder Viren.
  • Berühren Sie Mund, Augen und Nase nicht so oft, hierüber wird der Virus übertragen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit einer desinfektionshaltigen Seife.
  • Nicht in die Hand husten, sondern in ein Taschentuch oder in den abgewinkelten Arm. Wenn Sie in die Hand husten, verbreiten Sie darüber nur die Viren.
  • Sorgen Sie für genügend Schlaf, seien Sie körperlich aktiv, trinken Sie genügend, vermeiden Sie Stress und essen Sie ausgewogen.
  • Vermeiden Sie landestypisches Strandtrinken gemeinsam aus Eimern.
Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Gerade an Rezeption und im Service ist die Ansteckungsgefahr am größten, so Sicherheitsexperte Jander. Hier pflegen die Mitarbeiter einen engen Kontakt zu Gästen. In manchen Gastbetrieben werden daher bereits Mundschutzfolien verteilt und Mittel zur Händedesinfektion ausgegeben.  „Zwar gibt es zur Zeit auch etliche Skeptiker, die der Meinung sind, die Warnungen vor der Schweinegrippe seien Panikmache“, berichtet Jander. „Doch es muss bedacht werden, dass die eigentliche Grippezeit mit ihrer hohen Ansteckungsgefahr erst noch auf uns zukommt.“ Auch das renommierte Robert Koch Institut warnt vor der weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe.

Wer sich angesteckt hat, weist die typischen Grippesymptome auf: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, ein Gefühl der Schwäche und Fieber. Bei manchen Erkrankten verläuft die Infektion leicht, bei manchen schwer. Besonders gefährdet sind Personen mit Vorerkrankungen, deren Immunabwehr geschwächt ist.

Immer mehr Hotels und Gastronomiebetriebe bereiten sich mit Notfallplänen auf einen möglichen starken Anstieg der Schweinegrippeerkrankungen vor. Der betriebliche Pandemie-Notfallplan des Bundesamt für Katastrophenschutz steht zum kostenfreien Download zur Verfügung: www.GQH-Hotel.de.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Hoteliers sind bei Schweinegrippe besonders gefährdet

Die Schweinegrippe ist längst da. Jeden Tag steigt die Zahl der Infizierten, die den Virus vom Urlaub mitbringen. Auch wenn die meisten Fällen glimpflich sind, fürchten Gesundheitsexperten die rasche Ausbreitung der Influenza u.a. über die Hotellerie. Beim Auftreten einer pandemischen Grippe werden die Hotels eine Schlüsselrolle beim Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und auch bei der Schadensbegrenzung für Wirtschaft und Gesellschaft spielen. „Eine nachhaltige Grippepandemieplanung ist dafür entscheidend“, sagt Ulrich Jander, Sicherheitsexperte für die Hotellerie.

Schweinegrippe - Chekcliste für Hotels

Schweinegrippe - Chekcliste für Hotels

„Der erste größere Fall von Schweinegrippe im EuroHotel Excelsior Ludwigshafen ist Warnung genug“, so Jander. Anfang Juli war US-Gäste, die sich infiziert hatten, in dem Hotel isoliert worden – mit beträchtlichen Folgen und Aufwand für die Mitarbeiter und anderen Gäste des Hauses. Mehrere öffentlichen Beireiche musste unter Quarantäne gestellt und Gästezimmer aufwändig desinfiziert werden.

Checkliste zum Download:
http://www.medienunternehmung.de/Downloads/Checkliste%20Hotellerie%20-%20Schweinegrippe.pdf

Die Checkliste des Robert-Koch Instituts, so der Hotel-Sicherheitsexperte Ulrich Jander, dient dem Management als Grundlage, die Gesundheitslage im eigenen Hotel einzuschätzen. Der betriebliche Pandemie-Notfallpan des Bundesamt für Katastrophenschutz kann auf der Internetseite www.GQH-Hotel.de heruntergeladen werden.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.