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holidaycheck.de: Erste Hotels mit Fake-Siegel gebrandmarkt

(Bottighofen/Schweiz, 18. November 2011) Holidaycheck.de macht ernst: Die ersten Hotelbewertungen wurden nun mit dem neuen Fake-Siegeln gekennzeichnet. Das Hotel Lillyland Beach in Hurghada/Ägypten muss nun mit dem Brandzeichen „Achtung Manipulationsverdacht“ leben. Und das Minamark Beach Resort ebenfalls in Hurghada/Ägypten wird gar der aktiven Fälschung bezichtigt.

Damit will man bei holidaycheck.de, dem führenden Hotel- und Reisebewertungsportal in Europa, die Glaubwürdigkeit und Authentizität wieder stärken. Zahlreiche Medienberichte hatten Manipulationen und gefälschte Hotelbewertungen aufgedeckt. Ein Insiderbericht im Herbst vergangenen Jahres in der Onlineausgabe dieser Fach-Illustrierten setzte eine wahre Flut an Text- und TV-Beiträgen in Gang.

Wird nun ein Hotel mit einem Fake-Siegel bebrandmarkt, so will man bei holidaycheck.de dies ausführlich besprechen. „Die Kommunikationsabteilung kontaktiert den Hotelier und bespricht mit ihm die Lage. Hier wird auch der Rahmen der verdächtigen Handlungen offengelegt. Auf Grund dieser Informationen kann der Hotelier selbst Recherchen anstellen“, heißt es aus der Presseabteilung.

„Ein Beispiel hierfür hatten wir übrigens bereits: Ein Hotel fand heraus, dass die beanstandeten Bewertungen von einer übereifrigen Hotelangestellten platziert wurden. Der Stempel wurde nach Klärung dieses Umstandes entfernt“, sagte Claudius Moaferie, Sprecher von holidaycheck.de.

holidaycheck.de: Fälschungen bei Hotelbewertungen werden gekennzeichnet

(Bottighofen/Schweiz, 16. November 2011) Fakes werden endlich angeprangert: Das Burda-Bewertungsportal holidaycheck.de will ab sofort Hotels kennzeichnen, für die „gefälschte Bewertungen abgegeben wurden, oder bei denen der dringende Verdacht besteht, dass dies geschehen ist.“ Dies teilte das Unternehmen mit. Man gehen in der Kommunikation bei gefälschten Hotelbewertungen neue Wege.

Damit wolle man die „konsequente Linie in der Qualitätskontrolle von Hotelbewertungen öffentlich und für den User ersichtlich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Stab von 60 Mitarbeitern kümmert sich um die Authentizitätsprüfung von Bewertungen. „Dabei fällt eine geringe Zahl von Hotels auf, bei denen der Versuch unternommen wird, auf Bewertung und Weiterempfehlung Einfluss zu nehmen und zu verfälschen“, teilte holidaycheck.de mit. Bislang setzte man in solchen Fällen auf „Aufklärung und persönliche Kommunikation“.

Im Interesse der Kunden werden nun jedoch auffällig gewordene Hotels mit den Stempeln “Vorsicht Manipulationsverdacht“ oder „Achtung Manipulation“ öffentlich für den User dargestellt. Ziel ist es, Nutzer möglichst umfassend zu informieren und zu verhindern, dass sie getäuscht werden.

Unterstützt wird dies von einer Reihe weiterer Maßnahmen: Mit der Aktion „Gemeinsam gegen Fälscher“ werden Nutzer von holidaycheck.de aufgefordert Bewertungen zu melden, die vermeintlich geeignet sind User zu täuschen. Diese sollen dann vom einem besonders geschulten Team auf Echtheit geprüft werden. Zudem behalte man sich rechtliche Schritte gegen Manipulierer vor, wird mitgeteilt. So habe holidaycheck.de in Köln Anzeige gegen einen Fälscher erstattet, der seine Dienste zur Manipulation von Bewertungen angeboten haben soll. Über eine straferechtliche Verfolgung entscheide nun die Staatsanwaltschaft. „Wir setzen ein deutliches Signal gegen unlautere Methoden und ein Bekenntnis echte, authentische Bewertungen zu liefern“, sagte Qualitätsleiter Tobias Hammer.

Damit entgegnet man bei holidaycheck.de den zahlreichen Vorwürfen, dass Hotelbewertungen zu leicht zu manipulieren oder gar zu fälschen seien. Etliche TV-Reportage und ein Insiderbericht im Herbst vergangenen Jahres in der Onlineausgabe von “Top hotel” (www.tophotel.de) hatten die Mißstände aufgezeigt.

Foodwatch fordert Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten

(Berlin, 07. Mai 2011) Thilo Bode fährt schwere Geschütze auf: Der Chef der Berliner Lebensmittel-Verbraucherorganisation Foodwatch fordert eine Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten in der Gastronomie. „Die ungekennzeichnete Verwendung von Fertigprodukten in der Gastronomie halten wir für eine grobe Verbrauchertäuschung. Besonders weil die Kennzeichnungsregeln für die Gastronomie extrem lasch sind“, heiß es in einem aktuellen Rundschreiben von Foodwatch.

Köche sollen alle Zutaten ihrer Speisen offen legen – auch bei Convenienceprodukten, fordert Foodwatch (Foto: Sapiens/fotolia.com)

Köche sollen alle Zutaten ihrer Speisen offen legen – auch bei Convenienceprodukten, fordert Foodwatch (Foto: Sapiens/fotolia.com)

So fordert man bei Foodwatch, die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen und dass in Restaurants und Kantinen eine vollständige Zutatenliste aller Gerichte inklusive aller verwendeten Zusatzstoffe gut sichtbar aushängt oder auf Nachfrage für den Gast einsehbar sind. Werden in der Gastronomie Convenience-Produkte verwendet, muss die komplette Zutatenliste in der Speisekarte wiedergegeben werden, heißt es in dem Mailing.

Foodwatch nimmt immer häufiger Convenienceprodukte der Lebensmittelprodukte unter die Lupe. So seien in der „Mousse Cassis“ von Nestlé keine „deklarierungspflichtigen Zusatzstoffe auf der Speisekarte“enthalten, heißt es von Foodwatch. Dafür seien „alle möglichen unappetitlichen, aber nicht deklarierungspflichtigen Zusatzstoffe- von E472b über Rindergelatine bis Xanthan – sowie Aromen in dem Chemiepudding drin.“ Oder: Das „Knorr Gemüse Bouillon pastös“ mit „vollem, ausgeprägtem Gemüsegeschmack“ bestehe in Wahrheit hauptsächlich aus Salz und Geschmacksverstärker mit einem Schuss Aroma zu ganzen sechs Prozent Gemüse. Das dies alles längst bekannt ist und trotzdem nicht den massiven Umsatzzuwachs bei Convenienceprofukten schmälert, wird von Foodwatch nicht betont.

Foodwatch (Slogan „Die Essensretter“) startete nun eine Kampagne mit dem Titel „Klarheit auf Speisekarten“. Bislang haben über 6.700 Menschen ihre Unterstützung bekundet.

Gastgewerbe Deutschland: Bundesregierung begrüßt Smiley-Kennzeichnungssystem

(Berlin, 11. November 2010) Das System freundlich oder traurig schauender Smiley-Symbole informiert in Dänemark über die Hygienestandards von Lebensmittelgeschäften, Restaurants und Imbissen. Die bundeseinheitliche Einführung eines Kennzeichnungssystems, das Verbraucher auch in Deutschland über die Kontrollergebnisse der Lebensmittelüberwachung auf einen Blick nachvollziehbar informiert, findet Unterstützung in der Regierungskoalition. „Wir wollen das Smiley-System“, hieß es am 10. November aus der FDP-Fraktion im Verbraucherschutzausschuss des Deutschen Bundestages. Auch CDU/CSU erklärten ihre grundsätzliche Bereitschaft. Um „Geduld“ wurde von der Regierungskoalition dennoch gebeten.

Sowohl ein Antrag der Fraktion Die Linke, das System aus Dänemark zu übernehmen, als auch ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bis zum Ende des Jahres 2010 im Verbraucherinformationsgesetz eine Rechtsgrundlage zu schaffen, wurden durch die Mehrheit der Regierungskoalition abgelehnt. „Sie machen den zweiten Schritt vor dem ersten“, begründete ein FDP-Abgeordneter die ablehnende Haltung seiner Fraktion in Richtung Opposition.

Es liege grundsätzlich in der Hand der Länder, ein Kennzeichnungssystem einzuführen. ”Die müssen in der Lage sein, Kontrollen regelmäßig durchzuführen“, hieß es aus der FDP-Fraktion. Im Vorfeld solle mit den Ländern diskutiert werden, wie das Kontrollsystem gewährleistet werden könnte. Der Bund darf nur den Rechtsrahmen im Verbraucherinformationsgesetz setzen, erklärte ein Vertreter der CDU/CSU. Wenn es aber nicht genügend Lebensmittelkontrolleure in den Bundesländern gebe, die nach der Einführung eines Kennzeichnungssystems den Kontrollbedarf bewältigen können, würde „Sicherheit nur dokumentiert“. Regelmäßige Nachkontrollen müssen gewährleistet sein.

Als „Verhinderungspolitik mit dem Verweis auf die Länder“ bezeichnete die Grünen-Fraktion die ablehnende Haltung der Regierungskoalition gegenüber den eingebrachten Anträgen. Die Bundesregierung müsse aktiv werden und „die Länder unterstützen“, damit kein Flickenteppich unterschiedlicher Systeme in Deutschland entstehe. Mit einer Änderung des Verbraucherinformationsgesetzes, die Voraussetzung sei, um ein Kontrollsystem einführen zu können, stehe die Bundesregierung in der Bringschuld.

Für eine bundeseinheitliche Regelung setzt sich auch die Linksfraktion ein. „Gut, wenn wir uns zumindest einig sind, dass ein System kommt“, hieß es mit Blick auf die Haltung der Regierung. Die Fraktion unterstrich, dass ihr Antrag auch auf die Haltung der Bundesregierung in der für diese Frage eingerichteten Bund-Länder-Projektgruppe einwirken sollte: ”Auf Bundesebene muss agiert werden und müssen die in den Ländern gesammelten Ergebnisse auf einer Internetplattform für die Verbraucher zusammengeführt werden.“

Der Kritik seitens der Regierung, dass das Smiley-System verwirrend sei, weil Verbraucher in Dänemark bei einer positiven Bewertung des hygienischen Standards fälschlicherweise automatisch auf die Qualität des Essens geschlossen hätten, widersprach die SPD-Fraktion: „Der Verbraucher kann zwischen Hygiene und Lebensmittel unterscheiden.“ Statt künstlich Hürden aufzubauen, solle die Regierung auf die Mündigkeit der Bürger vertrauen.

Eine Vertreterin der Bundesregierung erinnerte die Abgeordneten daran, dass aus ihrer Sicht der Eingriff durch den Bund verfassungsrechtlich bedenklich sei. „Für Lebensmittelkontrollen sind grundsätzlich die Länder zuständig“, betonte sie und verwies darauf, dass eine Einmischung von allen Länderregierungen unterschiedlicher Parteien schnell abgelehnt werden könnte.

B90/Grüne fordern: Smiley-Kennzeichnungssystem bundesweit verbindlich einführen

(Berlin, 14. Oktober 2010) Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung auf, bis zum Ende des Jahres 2010 im Verbraucherinformationsgesetz eine ”unmissverständliche“ Rechtsgrundlage für die Pflicht der Behörden zur aktiven Verbraucherinformation zu schaffen.

Mit ihrem Antrag (17/3220) will die Fraktion erreichen, dass ein Regelwerk für ein bundesweit einheitliches und verpflichtendes Smiley-Kennzeichnungssystem nach dänischem Vorbild für alle Kontrollergebnisse der Lebensmittelüberwachung entwickelt wird. Denn rund jedes siebente kontrollierte Lebensmittel, bei Fleisch jedes fünfte, werde seit Jahren von Lebensmittelkontrolleuren beanstandet.

Um ”schwarze Schafe“ vom Markt zu drängen, soll mit dem Smiley-System eine disziplinierende Wirkung erzielt werden. Bereits gemachte Erfahrungen im Stadtteil Berlin-Pankow seien nach Angeben der Oppositionsfraktion sehr gut.