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tripadvisor.com: Aktie liegt kurz nach Börsengang im Plus

(Newton/USA, 21. Dezember 2011) Kleines Weihnachtsgeschenk: Kurz nach dem Börsengang liegt die Aktie von www.tripadvisor.com (Nasdaq: A1JRLK) im Plus. Vom Ausgabepreis 24 US-Dollar stieg das Papier auf über 30 US-Dollar. Mit dem IPO ist die Abspaltung von der Muttergesellschaft Expedia abgeschlossen.

Tripadvisor.com muss nun alleine zurecht kommen. Denn Expedia will künftig eigene Gästebwertungen generieren und wird damit zum Konkurrenten. Zudem lässt Google sperrt fremde Rezensionen bei der Websuche aus.

Das Bewertungsportal steht international wegen gefälschter Hotelbewertungen unter Kritik.

holidaycheck.de: Erste Hotels mit Fake-Siegel gebrandmarkt

(Bottighofen/Schweiz, 18. November 2011) Holidaycheck.de macht ernst: Die ersten Hotelbewertungen wurden nun mit dem neuen Fake-Siegeln gekennzeichnet. Das Hotel Lillyland Beach in Hurghada/Ägypten muss nun mit dem Brandzeichen „Achtung Manipulationsverdacht“ leben. Und das Minamark Beach Resort ebenfalls in Hurghada/Ägypten wird gar der aktiven Fälschung bezichtigt.

Damit will man bei holidaycheck.de, dem führenden Hotel- und Reisebewertungsportal in Europa, die Glaubwürdigkeit und Authentizität wieder stärken. Zahlreiche Medienberichte hatten Manipulationen und gefälschte Hotelbewertungen aufgedeckt. Ein Insiderbericht im Herbst vergangenen Jahres in der Onlineausgabe dieser Fach-Illustrierten setzte eine wahre Flut an Text- und TV-Beiträgen in Gang.

Wird nun ein Hotel mit einem Fake-Siegel bebrandmarkt, so will man bei holidaycheck.de dies ausführlich besprechen. „Die Kommunikationsabteilung kontaktiert den Hotelier und bespricht mit ihm die Lage. Hier wird auch der Rahmen der verdächtigen Handlungen offengelegt. Auf Grund dieser Informationen kann der Hotelier selbst Recherchen anstellen“, heißt es aus der Presseabteilung.

„Ein Beispiel hierfür hatten wir übrigens bereits: Ein Hotel fand heraus, dass die beanstandeten Bewertungen von einer übereifrigen Hotelangestellten platziert wurden. Der Stempel wurde nach Klärung dieses Umstandes entfernt“, sagte Claudius Moaferie, Sprecher von holidaycheck.de.

holidaycheck.de: Fälschungen bei Hotelbewertungen werden gekennzeichnet

(Bottighofen/Schweiz, 16. November 2011) Fakes werden endlich angeprangert: Das Burda-Bewertungsportal holidaycheck.de will ab sofort Hotels kennzeichnen, für die „gefälschte Bewertungen abgegeben wurden, oder bei denen der dringende Verdacht besteht, dass dies geschehen ist.“ Dies teilte das Unternehmen mit. Man gehen in der Kommunikation bei gefälschten Hotelbewertungen neue Wege.

Damit wolle man die „konsequente Linie in der Qualitätskontrolle von Hotelbewertungen öffentlich und für den User ersichtlich“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Stab von 60 Mitarbeitern kümmert sich um die Authentizitätsprüfung von Bewertungen. „Dabei fällt eine geringe Zahl von Hotels auf, bei denen der Versuch unternommen wird, auf Bewertung und Weiterempfehlung Einfluss zu nehmen und zu verfälschen“, teilte holidaycheck.de mit. Bislang setzte man in solchen Fällen auf „Aufklärung und persönliche Kommunikation“.

Im Interesse der Kunden werden nun jedoch auffällig gewordene Hotels mit den Stempeln “Vorsicht Manipulationsverdacht“ oder „Achtung Manipulation“ öffentlich für den User dargestellt. Ziel ist es, Nutzer möglichst umfassend zu informieren und zu verhindern, dass sie getäuscht werden.

Unterstützt wird dies von einer Reihe weiterer Maßnahmen: Mit der Aktion „Gemeinsam gegen Fälscher“ werden Nutzer von holidaycheck.de aufgefordert Bewertungen zu melden, die vermeintlich geeignet sind User zu täuschen. Diese sollen dann vom einem besonders geschulten Team auf Echtheit geprüft werden. Zudem behalte man sich rechtliche Schritte gegen Manipulierer vor, wird mitgeteilt. So habe holidaycheck.de in Köln Anzeige gegen einen Fälscher erstattet, der seine Dienste zur Manipulation von Bewertungen angeboten haben soll. Über eine straferechtliche Verfolgung entscheide nun die Staatsanwaltschaft. „Wir setzen ein deutliches Signal gegen unlautere Methoden und ein Bekenntnis echte, authentische Bewertungen zu liefern“, sagte Qualitätsleiter Tobias Hammer.

Damit entgegnet man bei holidaycheck.de den zahlreichen Vorwürfen, dass Hotelbewertungen zu leicht zu manipulieren oder gar zu fälschen seien. Etliche TV-Reportage und ein Insiderbericht im Herbst vergangenen Jahres in der Onlineausgabe von “Top hotel” (www.tophotel.de) hatten die Mißstände aufgezeigt.

Hotelbewertung im Internet – ZDF-Reportage: Fälschungen an der Tagesordnung

(Mainz, 18. Februar 2011) Hotelbewertungen weichen allzu oft von der Realität ab. Darauf weist Olaf Seiche von TÜV Rheinland Cert hin. In einer ZDF-Reportage beschrieb er es als „typischen Fall“, dass Urlauber von ihrem Hotelzimmer (zu Recht) enttäuscht seien – obwohl das Haus überwiegend positive Bewertungen aufweist. Der Beitrag der „ZDF Reporter“ wurde durch einen Hintergrundbeitrag über Manipulationen bei Hotelbewertungen in der Onlineausgabe von „Top hotel“ angeregt.

Gefälschte Hotelbewertungen - ZDF-Interview mit einem Insider

Gefälschte Hotelbewertungen - ZDF-Interview mit einem Insider

Ein Selbsttest der ZDF-Fernsehredakteurin Mara Bergmann entlarvte das Portal trivago.de: Sie bewertete ein Hotel in Österreich, obwohl sie dort nicht zu Gast gewesen war, als „hervorragendes Golfhotel“ (es gibt gar keinen Golfplatz in der Nähe) und rühmte den Blick zum Mattherhorn (der Gipfel liegt weit entfernt in der Schweiz!). Trotz aller Beteuerungen, alle abgegebenen Bewertungen akribisch zu prüfen, hatte trivago.de-Geschäftsführer Malte Siewert nur die Ausrede vom „unrealistischen Einzelfall“ übrig.

Die Hinweise auf Manipulationen durch Hoteliers häufen sich. So könne man selbst das geschlossene System von hrs.de überlisten, hieß es. Man buche in einer auslastungschwachen Zeit – und zu entsprechend günstigen Konditionen – einige Zimmer selbst im Haus und bewerte diese dann ausführlich – natürlich ausnahmslos positiv. Dass auch gezielt negative Bewertungen von Konkurrenten abgegeben werden, sagte ein (anonymisierter) Insider im ZDF: 90 Prozent seiner Manipulationen seien veröffentlicht worden. Jede fünfte Bewertung sei gefälscht, so der Hotelberater.

Das Interview mit dem Hotelinsider ist hier nachzulesen. Die ZDF-Reportage kann unter http://reporter.zdf.de angesehen werden.

Hotelmarketing – Online-Gästebewertungen: Die Revolution geht weiter

(München, 30. Dezember 2010) Die öffentliche gemachte Meinung eines Hotelgastes hat direkte Auswirkungen auf den Umsatz des Betriebes – und wirkt sich teilweise positiv auf den Gehalttszettel von Hotelangestellten aus. „Diese Revolution wird nicht mehr aufzuhalten sein“, meint Benjamin Jost, Chef von trustyou.com. Grundsätzlich stimmt diese PR-Äußerung. Die Revolution hat jedoch auch ihre dunklen Seiten. Immer wieder werden Bewertungen manipuliert – gezielt durch Marketingberater, um ihren Auftraggeber besonders positiv und Mitbewerber besonders negativ dastehen zu lassen.

Stefan Lippert von SEO Heidelberg: Profitexter fälscht Bewertungen im Internet

Stefan Lippert von SEO Heidelberg: Profitexter fälscht Bewertungen im Internet

In einem TV-Beitrag für den Südwestfunk gab nun der Profitexter Stefen Lippert (Firma: SEO Heidelberg) zu verstehen: Die „Bestellung“ einer positiven Bewertung koste nur 35 bis 40 Euro. Die Schutz- und Abwehrmechanismen der Bewertungsportale kann ein versierter „Bewertungs-Profi“ wie Lippert offenbar leicht umgehen, u.a. mit zahlreichen Pseudonymen und vielen privaten eMail-Adressen. Er sei noch nie erwischt worden, berichtet Lippert stolz gegenüber dem SWR.

Unter den „Optimierungsagenturen“ werden bestimmte Privataccounts verkauft, um mit diesen viele unterschiedliche Bewertungen abzugeben. Dies soll die tatsächlich zu Manipulationen genutzten Pseudonymen verstecken helfen. Dem SWR-Bericht zufolge leide die Glaubwürdigkeit von Internetewertungen, inbesondere bei technischen Produkten, massiv. Schätzungen zufolgen sollen z.B. bei Haushaltsmaschinen nur noch 20 Prozent der publizierten Bewertungen „echt“ sein. Wieviele der Hotel- und Reisebewertungen von „realen Gästen“ stammt, ist nicht bekannt. Angesichts der hohen Bedeutung ist aber auch hier zu vermuten, dass der Mißbrauch weit verbreitet ist.

„Vor zwei Jahren wurde das Thema Hotelbewertungen von vielen Hoteliers noch negativ gesehen und am liebsten einfach ignoriert. Mit der zunehmenden Relevanz von Bewertungen für Gäste hat auch bei den Hoteliers ein Umdenken begonnen“, so Jost. Diese Auswertungen sind heute zunehmend sogar schon fester Bestandteil von Morgenmeetings im Hotel. So werde heute das moderne Qualitätsmanagement auf den Meinungen der Gäste aufgebaut und habe sich zudem zu einem elementarer Teil der Kommunikationsstrategie entwickelt, so der Hotelmarketing-Experte.