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September 5, 2012

Reiseindustrie wünscht sich Olympische Spiele nach Deutschland: Erneute Kandidatur für Olympische Winterspiele – Sommerspiele nach Berlin oder Hamburg

(Frankfurt/Main, 05. September 2012) Die Bilder von den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen in London haben ihre Wirkung nicht verfehlt und wecken auch in Deutschland Begehrlichkeiten. Die deutsche Reiseindustrie hat sich jetzt zu Wort gemeldet und spricht sich mehrheitlich für die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland aus. Dabei sollte die aktuelle Wirtschafts- und Schuldenkrise keine Rolle spielen.

Bei einer Umfrage unter Entscheidern der deutschen Reiseindustrie, die am Montag veröffentlicht wurde, geben 88 Prozent aller Befragten bei der im Auftrag des Travel Industry Club von dem auf die Touristik spezialisierten Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope erstellten Erhebung an, dass Großbritannien von der Ausrichtung der Olympischen Spiele als Reiseland profitieren wird. 87 Prozent der im August 2012 befragten Entscheider sind der Meinung, dass die Bilder von den Spielen Lust auf Reisen nach Großbritannien machen. Die Manager geben sich allerdings keinen Illusionen hin: Mit 61 Prozent sind die Befragten mehrheitlich nicht der Meinung, dass die Ausrichtung von Olympischen Spielen im Verhältnis zu den erwartenden Einnahmen durch den Tourismus steht.

Dennoch plädiert mit 87 Prozent die deutliche Mehrheit der Befragten dafür, dass sich Deutschland um die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen bewerben sollte. 65 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Deutschland noch einmal den Hut für die Olympischen Winterspiele in den Ring werfen sollte und sich für das Jahr 2022 mit München bewerben möge. 85 Prozent der befragten Manager aus der Reiseindustrie würden dagegen eher Olympische Sommerspiele im eigenen Land sehen. Dabei favorisieren die Entscheider die Städte Berlin mit 45 Prozent, Hamburg mit 24 Prozent und München mit 20 Prozent.

Von den aktuellen Wirtschafts- und Schuldenkrisen sollte man sich bei dem Projekt Olympia nicht beeinflussen lassen. Nur 19 Prozent sind der Meinung, dass man sich angesichts der aktuellen Krisen nicht mit dem Thema Olympische Spiele für Deutschland befassen sollte.

Adrian von Dörnberg, Vize-Präsident des Travel Industry Club: “Die Bilder aus London und die positiven Erfahrungen mit der Ausrichtung der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006 zeigen mehr als deutlich, welchen Stellenwert und positiven Impuls globale Sportveranstaltung für das Image eines Landes haben. Die Verantwortlichen in Politik und Sport sollten die positive Stimmung von London nutzen und die notwendigen Signale für eine Bewerbung von Deutschland setzen.”

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