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September 20, 2012

GBTA: 2012 allgemeiner Rückgang der Ausgaben für Geschäftsreisen in Europa – 2013 Verbesserung der Marktlage erwartet

(London, 20. September 2012) Die Global Business Travel Association (GBTA), die weltweit führende Organisation für Geschäftsreisen und Wirtschaftskonferenzen, gibt die Ergebnisse ihres zweiten “GBTA BTI Outlook – Westeuropa-Bericht” bekannt, einer halbjährlich durchgeführten Analyse der fünf wichtigsten Märkte für Geschäftsreisen in Europa: Deutschland, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien. Diese fünf Märkte decken zusammen mit fast 70 Prozent den Löwenanteil der Geschäftsreisen in Europa ab und bieten ein Gesundheitsbarometer für den gesamten Geschäftsreisemarkt in Europa. Der Bericht wird von Visa Inc. gesponsert und enthält den “GBTA BTI”, einen Index über Ausgaben für Geschäftsreisen, mit dem die Marktleistung über einen längeren Zeitraum zusammengefasst wird.

Ausgaben für Geschäftsreisen: GBTA prognostiziert für Deutschland einen Zuwachs von 1,6 Prozent in diesem Jahr und 3,3 Prozent im nächsten Jahr auf 52,5 Milliarden US-Dollar

Ausgaben für Geschäftsreisen: GBTA prognostiziert für Deutschland einen Zuwachs von 1,6 Prozent in diesem Jahr und 3,3 Prozent im nächsten Jahr auf 52,5 Milliarden US-Dollar

  • Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich werden 2012 voraussichtlich ein positives BIP-Wachstum verzeichnen, wenn auch von weniger als 1,0 Prozent.
  • Gegenseitige Abhängigkeiten zwischen Handel, Banken und Vertrieb werfen einen Schatten über die Region. Infolgedessen wurden die Erwartungen in Bezug auf die Zunahme des BIP 2012 für das Euro-Währungsgebiet (nach der 17-Länder-Definition) nach dem Frühjahrsbericht 2012 auf -0,4 Prozent herabgesetzt.
  • Italien und Spanien befinden sich derzeit in einer Rezession, und das wird voraussichtlich bis 2014 so bleiben.
  • Insgesamt werden die Ausgaben für Geschäftsreisen auf den wichtigsten europäischen Märkten im Jahr 2012 um 2,2 Prozent auf 177 Milliarden USD sinken und in 2013 wieder um 1,4 Prozent ansteigen.
  • In Deutschland werden die Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2012 voraussichtlich um 1,6 Prozent bis auf 50,80 Milliarden USD ansteigen und im Jahr 2013 um weitere 3,3 Prozent zunehmen.
  • Im Vereinigten Königreich werden die Ausgaben für Geschäftsreisen 2012 voraussichtlich unverändert bleiben (40,2 Milliarden USD) und 2013 um 2,8 Prozent anwachsen.
  • In Frankreich werden die Ausgaben für Geschäftsreisen 2012 um -2,2 Prozent auf 17,9 Milliarden USD fallen und 2013 um 1,1 Prozent steigen.
  • In Spanien werden die Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2012 um -7,8 Prozent auf 17,9 Milliarden USD sinken und in 2013 um weitere -1,6 Prozent abnehmen.
  • In Italien werden die Ausgaben für Geschäftsreisen im Jahr 2012 um -6,9 Prozent auf 32,9 Milliarden USD sinken und in 2013 um weitere -1,2 Prozent abnehmen.

Paul Tilstone, Managing Director bei GBTA Europe, erklärt: “Europa hat sich ziemlich genau so entwickelt, wie wir es in unserem ersten Bericht im Frühjahr 2012 vorhergesagt hatten. Allerdings haben wir aufgrund des schwächeren ersten Halbjahrs in Spanien, Italien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich unsere BIP-Wachstumserwartung für das gesamte Euro-Währungsgebiet im Herbstgutachten geringfügig von -0,3 Prozent auf -0,4 Prozent angepasst. Wir sind zuversichtlich, dass die zweite Analyse der Region in unserer halbjährlichen Berichtsserie weiterhin tiefe und genaue Einblicke in sowohl kurzfristige als auch langfristige Trends bei Geschäftsreiseaktivitäten im Inland wie auch ins Ausland bietet.”

Tilstone fuhr fort: “Allerdings wird die europäische Wirtschaft angesichts der nachhaltigen Verschuldungsprobleme und der fortgeführten Sparmassnahmen wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Das GBTA-Herbstgutachten bleibt daher vorsichtig und geht davon aus, dass die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen in Westeuropa im Jahr 2013 um nur 1,4 Prozent steigen werden.”

Geschäftsreisen im Inland und Beschäftigungswachstum
Die Arbeitslosigkeit ist in Europa wohl eines der wichtigsten sozialen und wirtschaftlichen Anliegen. Nur Deutschland ist es gelungen, seit der grossen Rezession die Arbeitslosigkeit zu verringern, doch auch hier haben sich die Fortschritte in 2011 und 2012 verlangsamt. In Spanien ist die Arbeitslosenquote auf fast 25 Prozent gestiegen, in Griechenland liegt sie bei 22 Prozent und in Portugal bei 15 Prozent. Trotz der bescheidenen BIP-Wachstumserwartungen wird bis zum Jahr 2014 nicht einmal für Frankreich und das Vereinigte Königreich ein Fortschritt in Bezug auf die Arbeitslosigkeit erwartet.

Der GBTA-Bericht zeigt eine starke Wechselbeziehung zwischen Beschäftigungswachstum und Reiseausgaben, und die Korrelationsanalyse über den gesamten historischen Zeitraum deutet darauf hin, dass rund ein Viertel der inländischen Geschäftsreiseausgaben von der Zunahme an Arbeitsplätzen abhängt. Diese Wechselbeziehung hat sich in unterschiedlichem Ausmass bei allen fünf europäischen Staaten profiliert. Derselbe Trend wurde auch in den USA und in Brasilien beobachtet. Die Graphik zeigt zum Beispiel die starke Wechselwirkung zwischen dem französischen Beschäftigungswachstum und den Reiseausgaben: http://photos.prnewswire.com/prnh/20120920/562669-a

Geschäftsreisen ins Ausland und Exporte
Das Exportwachstum verzeichnete im 2. Halbjahr 2012 eine willkommene Überraschung für Deutschland und Spanien. Die Handelsposition Deutschlands ist global diversifizierter , wobei grössere Exportanteile in die dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt gehen, was bei den meisten anderen Ländern der Eurozone nicht der Fall ist; deren Handel ist eher von intraregionalen Beziehungen abhängig.

Die GBTA-Analyse der Reisen ins Ausland hat gezeigt, dass eine der stärksten Korrelationen in den europäischen Ländern mit Exporten zusammenhängt. Die Graphik http://photos.prnewswire.com/prnh/20120920/562669-b zeigt die Wechselwirkung zwischen Reisen aus dem Vereinigten Königreich ins Auslands und den Exporten. Historisch betrachtet hängen ein bis zwei Viertel der Geschäftsreisen von Exporten ab.

Aussichten für Geschäftsreisen nach Ländern

Deutschland
Die GBTA prognostiziert für 2012 eine Zunahme der Ausgaben für Geschäftsreisen um 1,6 Prozent auf 50,8 Milliarden USD und für 2013 um 3,3 Prozent auf 52,5 Milliarden USD. Die Ausgaben für Geschäftsreisen im Inland werden in 2012 um rund 1,6 Prozent zunehmen. Die Ausgaben für Geschäftsreisen von Deutschland ins Ausland werden in 2012 um -3,0 Prozent abnehmen. Die Ausgaben für Geschäftsreisen in Deutschland werden durch die relativ starken Industrie- und Dienstleistungssektoren gestützt und verteilen sich über eine Reihe grosser kommerzieller Hauptumschlagsplätze, wie Frankfurt, München und Berlin.

Vereinigtes Königreich
Das Vereinigte Königreich verzeichnete in 2011 die zweithöchsten Ausgaben für Geschäftsreisen in Westeuropa mit 40,2 Milliarden USD. Das Vereinigte Königreich hält ein grosses Handelsvolumen mit dem europäischen Kontinent aufrecht, was zu einem hohen Anteil der Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland führt (35 Prozent im Jahr 2011). Die GBTA prognostiziert, dass die insgesamten Ausgaben für Geschäftsreisen im Vereinigten Königreich im Jahr 2012 unverändert bleiben werden. Reisen aus dem Vereinigten Königreich ins Ausland werden um -3,1 Prozent abnehmen, und Ausgaben für Inlandsgeschäftsreisen werden um 1,6 Prozent zunehmen. Für 2013 prognostiziert die GBTA ein schnelleres Wachstum (um 2,8 Prozent), wobei inländische Geschäftsreisen um 2,3 Prozent und die Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland um 3,9 Prozent zunehmen dürften.

Frankreich
Ausgaben für Geschäftsreisen in Frankreich werden in 2012 voraussichtlich einen Verlust von -2,2 Prozent erleiden, womit die Gesamtausgaben für Geschäftsreisen auf 35,7 Milliarden USD sinken werden. In 2013 wird sich der Sektor Geschäftsreisen in Frankreich weiterhin zusammen mit der breiteren europäischen Wirtschaft erholen und um schätzungsweise 1,1 Prozent auf 35,1 Milliarden USD anwachsen. Die Erholung bei den französischen Ausgaben für Geschäftsreisen wird durch Inlandsreisen angeführt, wobei die Ausgaben in 2012 wahrscheinlich unverändert bleiben, woraufhin jedoch ein Wachstum von 4,5 Prozent im Jahr 2013 erwartet wird. Die GBTA prognostiziert, dass Reisen aus Frankreich ins Ausland in 2012 um -5,7 Prozent und in 2013 um weitere -4,6 Prozent abnehmen werden.

Spanien
Südeuropa wird mindestens bis Ende 2013 in der Rezession bleiben. Die GBTA erwartet, dass die Ausgaben für Geschäftsreisen in Spanien in 2012 um -7,8 Prozent auf 17,9 Milliarden USD sinken werden. Die Gesamtausgaben für Inlandsgeschäftsreisen in Spanien werden in 2012 um -5,9 Prozent und in 2013 um weitere -0,4 Prozent abnehmen. Geschäftsreisen aus Spanien ins Ausland, die mittlerweile ein Fünftel der gesamten spanischen Geschäftsreisen ausmachen, werden sogar noch stärker abnehmen als Inlandsreisen, nämlich um -14,4 Prozent im Jahr 2012, gefolgt von einer Abnahme um -6,2 Prozent im Jahr 2013. Reisen ins Ausland werden unter der schwachen Binnenwirtschaft, dem verlangsamten Wachstum in China und in den USA und einem relativ schwächeren Euro leiden.

Italien
Ähnlich wie in Spanien, wenn auch in geringerem Masse, wird die Situation in Italien weiterhin eher schlimmer als besser werden. Es wird davon ausgegangen, dass Sparmassnahmen auch in 2012 ihren Tribut auf dem Unternehmenssektor und dessen Budgets für Geschäftsreisen fordern werden, was in 2012 bei Geschäftsreisen zu Einbussen von -6,9 Prozent und in 2013 von -1,2 Prozent führen dürfte. Ausgaben für inländische Geschäftsreise in Italien werden in 2012 wahrscheinlich um -6,5 Prozent und in 2013 um -1,2 Prozent abnehmen. Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland, die auch unter dem schwächeren Euro leiden werden, dürften in 2012 um -10 Prozent und in 2013 um -3,9 Prozent abnehmen.

One Comment on “GBTA: 2012 allgemeiner Rückgang der Ausgaben für Geschäftsreisen in Europa – 2013 Verbesserung der Marktlage erwartet

GeKa
October 19, 2012 at 11:13 pm

Geschäftsreisen werden künftig noch stärker zur Chefsache. Schon jetzt sind Österreichs Unternehmer und Führungskräfte mehr als 67 Tage beruflich auf Reisen. Und die Nachfrage für die Business Class in den Fluggesellschaften wächst.

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