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June 1, 2012

Brasilien muss noch viel investieren zur Fußball-WM 2014 und Olympia 2016

Nachrichtendienst für Hotelprojekte (30) von TOPHOTELPROJECTS: 18 neue Tophotels mit rund 2.800 Zimmern in Bau

(Hamburg, 01. Juni 2012) Zwei Großereignisse von Weltrang setzen ungeheure Investitionen in Brasilien frei: Zur FIFA Fußball-WM in zwölf großen Städten (12. Juni bis 13. Juli 2014) und zu den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016) werden laut einer Studie von Germany Trade & Invest (GTAI) rund 40 Milliarden Euro in Flughäfen, Stadien, öffentlichen Nahverkehr, Sicherheits- und Umwelttechnik investiert. Nach Erhebungen von TOPHOTELPROJECTS, dem führenden Informationsdienstleister für internationale Hotelbau-Projekte, werden derzeit 18 neue internationale First-Class- und Luxushotels mit rund 2.800 Gästezimmern gebaut.

Juwel der internationalen Luxushotellerie: Das Copacabana Palace Hotel bei Rio de Janeiro wird zur Fußball-WM komplett renoviert (Foto: Orient Express Hotels)

Juwel der internationalen Luxushotellerie: Das Copacabana Palace Hotel bei Rio de Janeiro wird zur Fußball-WM komplett renoviert (Foto: Orient Express Hotels)

Das größte Hotelbau-Projekt ist das Sheraton Hotel and Convention Center in Reserva do Paiva mit 289 Zimmern (TOPHOTELPROJECTS Nr. 12716); Eröffnung ist für Frühjahr 2014 geplant. Eine der herausragenden Hotelplanungen ist die Komplettrenovierung des Copacabana Palace Hotels von Orient Express, einer der besten Hotelgruppen der Welt. Das nunmehr nur 96 Zimmer und Suiten zählende Luxusresort (TOPHOTELPROJECTS Nr. 13793) wird in Bestlage an den beliebten Stränden bei Rio de Janeiro im Oktober diesen Jahres wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Ein ambitioniertes und nicht minder erstklassiges Hotelprojekt ist der Neubau des Missoni Hotels auf der Insel Cajaíba (TOPHOTELPROJECTS Nr. 6480) bei der Küstenstadt Salvador. Das wichtige Fashion-Hotel der Carlson Rezidor Hotel Group wird 70 Zimmer, 48 Suiten und 32 exklusiven Villen bieten – ganz im Style des Modehauses Missoni. Die Eröffnung ist für Anfang 2014 terminiert. Bislang gibt es zwei Missoni Hotels, in Edinburgh und Kuwait-Stadt. Vier weitere Missoni Hotels sind in Belek/Türkei, Jebel Sifah/Oman, Doha/Katar und auf Mauritius in Bau.

Auch Hilton, Accor (mit der Hotelmarke Pullman) und die InterContinental Hotels Group (IHG – mit der Hotelmarke Holiday Inn Express) investieren in neue Hotels in Brasilien.

Brasilien steht bei der Vorbereitung der beiden sportlichen Megaevents Fußball-WM 2014 und Olympia 2016 in Rio de Janeiro erheblich unter Druck. Die Studie “Brasilien 2014/16” von Germany Trade & Invest (www.gtai.de) präsentiert den Stand der Vorbereitungen in den zwölf Städten und prognostiziert Investitionskosten von über 40 Milliarden Euro in Flughäfen, Stadien, öffentlichen Nahverkehr, Sicherheits- und Umwelttechnik.

Die teuersten Projekte im öffentlichen Nahverkehr sind die Monorails von São Paulo und Manaus. In São Paulo besteht zurzeit weder am Flughafen Congonhas noch am Morumbi-Stadion Anschluss an den öffentlichen Schienenverkehr. Ähnliches gilt für die Amazonas-Metropole Manaus. Auch Fortaleza und Brasília bekamen grünes Licht für elektrische Straßenbahnprojekte. An all diesen Projekten ist nach eigenen Angaben Siemens interessiert. In Brasília brachte die französische Regierung die eigenen Unternehmen durch eine Teilfinanzierung der dortigen Straßenbahn in Position.

Teuerste Stadionprojekte sind die WM-Arenas in Brasília und Fortaleza sowie die Olympiaanlagen in Rio de Janeiro. “Grüne” Stadionprojekte in Hinblick auf Energieversorgung und Sanitärsektor werden zurzeit noch in Manaus, Cuiabá, Fortaleza und Natal geplant. Neben den Architekten von gmp, die für die Arenas in Brasília, Belo Horizonte, São Paulo und Manaus zuständig sind, ist mit dem Braunschweiger Büro Schulitz+Partner, von dem der Entwurf des Stadions in Salvador stammt, ein zweiter deutscher Player aktiv.

Generell gilt es, die von der Mittelschicht verlassenen Stadtzentren zu revitalisieren. In den Küstenstädten Fortaleza, Salvador, Natal und Rio de Janeiro wollen die Planer die Uferpromenaden attraktiver machen. Rio und Porto Alegre verfolgen ehrgeizige Projekte, um aus den verlassenen Docks und Hafenanlegestellen wieder In-Viertel mit Gastronomie und kulturellen Einrichtungen zu machen. Nachholbedarf in der gesundheitlichen Versorgung sowie in der Wasserwirtschaft bestehen in Cuiabá. Brasília muss auch sein Freizeit- und Gastronomieangebot steigern. Hotelknappheit wird in Belo Horizonte, Cuiabá, Recife, Manaus sowie Rio während der Olympiade erwartet.

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