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April 11, 2015

Bei einem Unfall entscheiden Sekunden! Ab sofort ist mehr Praxis in Erste-Hilfe-Kursen vorgeschrieben

Erste Hilfe

Erste Hilfe(Rüsselsheim, 11. April 2015) Jeder sollte alle zwei bis drei Jahre seinen Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen: Gerade Ersthelfer in Hotels müssen up-to-date sein. Ab sofort gibt es neue Regelungen zur Erste-Hilfe-Ausbildung. Jetzt dauert der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein neun statt acht Unterrichtseinheiten und der Kurs für Ersthelfer in Betrieben neun anstatt 16 Stunden.

Hören Sie dazu eine Ratgeber-Sendung bei HOTELIER TV & RADIO:

Die Pflicht zur Ersten Hilfe besteht immer und überall – auch in Hotels. Das ist in der Unfallverhütungsvorschrift festgehalten. Darauf weist der Hotelsicherheit spezialisierte TV-Experte Ulrich Jander (www.hotelchecker.tv) hin. Angestellte mit einer Schulung oder Ausbildung zum Ersthelfer übernehmen im Ernstfall die Versorgung von Verunglückten, etwa, wenn ein Gast ausgerutscht ist und sich verletzt hat.

Doch: Personelle Engpässe bei Rettungsdiensten könnten dazu führen, dass es bald keine ausgebildeten Ersthelfer in Hotels mehr gibt. Den Rettungsdiensten wie DRK oder Caritas fehle es zur Betreuung und Ausbildung von Ersthelfern an Personal, vor allem an Zivildienstleistenden. Aus diesem Grund könnte es passieren, dass örtliche Rettungsdienste Hoteliers für die Rettungsausbildung Absagen erteilen. In diesem Fall, so empfiehlt Jander, sollten sich Hotelbesitzer an die Berufsgenossenschaft beziehungsweise das Amt für Arbeitsschutz wenden.

Im Idealfall kommt im Hotel auf rund 20 Beschäftigte ein Ersthelfer. Dieser ist oft selbst angestellt und wird regelmäßig in Erster Hilfe unterwiesen. Auf diese Weise kann er sein Wissen auffrischen und sich auf dem aktuellen Stand halten.


Zum Hintergrund:
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eine ausreichende Anzahl von Ersthelfern im Betrieb vorhanden sein muß. Dies wird auch bei den Begehungen durch den Technischen Aufsichtsdienst der Berufsgenossenschaften sowie durch das Amt für Arbeitsschutz abgefragt.
Die Ausbildung erfolgt über die etablierten Rettungsdienstorganisationen, die bei einer ausreichenden Anzahl von Teilnehmern auch in das Hotel kommen und dort die Schulung machen.
Die Kosten für die Ausbildung werden über die Berufsgenossenschaft übernommen, weitere Kosten fallen nicht an.
Zwar gibt es wie in vielen Bereichen auch mal Leute, die dann noch zusätzlich dem Hotel irgendwelche Zusatzleistungen, Verbandmaterial oder AED für doch etwas überhöhtes Geld andrehen wollen. Dazu Experte Jander: “Seien Sie sie da zurückhaltend und erkundigen Sie sich bei dazu bei Sachverständigen.”

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