Hotels müssen aufrüsten – gegen Gefahr von innen

Las Vegas/Hamburg, 04. Oktober 2017 – Hotels brauchen mehr Sicherheit, aber anders als man denkt. Nach dem schrecklichen Attentat in Las Vegas, bei dem ein Hotelgast des Mandalay Bay Resorts 59 Menschen erschoss, müssen Hotelbetreiber aufrüsten – nun auch gegen Gefahr von innen. Metalldetektoren und Körperscanner sollen Gäste durchleuchten. Schwer bewaffnete Sicherheitsleute gehören künftig zur Alltagsansicht in Lobbys. Lückenlose Videoüberwachung in Aufzügen, allen Gängen und an sämtlichen Eingängen ist bereits Standard.

Mandalay Bay Resort and Casino

Mandalay Bay Resort and Casino

Einem Bloomberg-Bericht zufolge verpflichtete nun das Wynn Resort in Las Vegas alle Gäste, ihr Gepäck durchleuchten zu lassen – was prompt zu noch längeren Warteschlangen beim Check-in führte. Ob dies als Dauermaßnahme eingerichtet wird, bleibt abzuwarten. Sicherheitsexperten raten allerdings dazu, denn andernfalls könne man nicht überprüfen, ob Gästen ungenehmigt Waffen ins Haus schmuggeln können. Der Attentäter vom Mandalay Bay Resort soll mehrere Sturmgewehre in seiner Suite in Schußposition gebracht und sich Tagelang in Ruhe vorbereitet haben.

Nach der Tat von Las Vegas seien auch Nachahmertaten zu befürchten, so Counterterror-Experten. Man müsse wie beim Secret Service denken: Welche Gefahr drohe von von hohen Gebäuden und Scharfschützen auf Dächern? Hotels gehören als öffentliche Etablissements nun auf die Liste der gefährdeten Immobilien – und sowohl Bauherren als auch Betreiber müssen auch über passive Abwehrmaßnahmen wie von innen schusssichere Glasscheiben nachdenken.

Das Dilemma der weltoffenen Hotellerie, Gäste zuvorkommend und ungehindert willkommen zu heißen, wird erneut deutlich, wie schwierig effizientes Sicherheitsmanagement in Zukunft sein wird.

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