Die Hotellerie muss sich neu erfinden – Coole Lifestyle Hotels sind die Zukunft

 Hamburg, 25. Juli 2017 – In fremden Betten zu schlafen ist Lifestyle. Hotels sind längst nicht mehr die Notwendigkeit, ein Bett für eine Nacht zu finden, sondern Ausdruck eines Lebensgefühls, eines Status-quo. Der Druck sich ständig neu zu erfinden, wächst in Hotellerie und Gastronomie. Da müssen es selbst Inszenierungen wie das von Disney geplante Star-Wars-Themenhotel sein, wo Gäste sich als Raum-Zeit-Reisende verkleiden und eine Rolle übernehmen. Auf dem Boden der Tatsachen zurück, müssen moderne Hotels verblüffen, anheimeln und inspirieren. So wie das neue Konzept „niu“ von der stark expandierenden Novum Group.

Nachhaltig, innovativ, urban – Für jedes Hotelkonzept zieht Andreas Löwe, Creative Marketing Manager der Novum Group, die Essenzen vom jeweiligen Standort, so zum Beispiel Industrie-Style am ersten Standort in Essen (Markenname „niu Cobbles“, Eröffnung am 15. November), Seemannsschnack in Wohnzimmeratmosphäre in Hamburg („niu Keg“) oder K&K-Eleganz in Wien („niu Franz“). Die Millennials-Hotelmarke wird auch vor Ort multimedial inszeniert, u.a. mit einer Instagram-Wall, groovigen Hintergrundbeats und Free-to-use-Bluetooth-Boxen auf den Zimmern; Highspeed-Wlan ist selbstverständlich.

Junge gebliebene Globetrotter und wild-urbane Geschäftsreisende (Business Punks) brauchen keine Business-Corner, sie arbeiten und leben in der Living Lobby („Work hard, play hard“). Somit sind eine Wlan-Abdeckung im gesamten Hotel und Steckdosen zum Aufladen von Laptop, Tablet & Co. essentiell. Ein Übergang von Lounge in Coworking Spaces sowie in Bar und Restaurant sind fließend – wie in einem urbanen Loft.

„Mit niu wollen wir eine erfolgsversprechende Nische in der Hotelindustrie – ein individuelles Hotelkonzept im Midscale-Segment mit qualitativ hochwertigem Leistungsversprechen – für uns erobern“, verspricht David Etmenan, charismatischer CEO und Owner der Novum Hotel Group. Erste Projektverträge für Essen, Hamburg, Bremen Airport, Wien und Haarlem sind unterzeichnet. Weitere Standorte in der Schweiz, Ungarn und Großbritannien sind in Planung, heißt es. Über 30 Häuser sind insgesamt nach Unternehmensangaben in Vorbereitung.

Comments

  1. Die Inhalte des Artikels finde ich sehr gut, die Überschrift trifft es IMHO nicht. Was brauchen wir denn wirklich? Ich zähle mich nicht zu den Traditionalisten und für einen alten Hasen bin ich noch zu jung.

    Aber…

    Wurde das Auto neu erfunden, als der Seitenaufprallschutz, der Airbag, die Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Servolenkung, etc. (teilweise) aus der Luxusklasse in die (unteren) Segmente und somit an die breite Bevölkerung gelangt sind?

    Wurde das Auto neu erfunden seit SUVs hip sind? Haben Elektroautos das Prinzip der individuellen Mobilität bis jetzt oder absehbar grundsätzlich verändert?

    Ich finde nicht; auch wenn es hier und da Anzeichen gibt. Warum? Weil es immer Anpassungen an neue Möglichkeiten, an Trends, an neue Zielgruppen (oder alte Zielgruppen mit neuen Wünschen) und neue Technik gegeben hat.

    ABER! Damit sind die Kernfunktionalitäten selten wirklich neu erfunden worden. Der Trend geht weiter zur individuellen Mobilität, das Auto hat viele PS, vier Räder, fünf Sitzplätze und wird meistens trotzdem von einer Person im Stadtverkehr genutzt.

    Klar, es gibt Gegenbeispiele: das Internet oder das Smartphone. Hier haben sich tatsächlich Welten geöffnet. Wer mit dem Smartphone nur telefoniert, der kocht auf dem 10.000 Euro Gasherd auch nur Wasser und Nudeln.

    In der Hotellerie braucht es diese Anpassungen, wie im Artikel und oben beschrieben, ohne Zweifel. Es braucht frischen Wind in Austattung, F&B, Digitalisierung von Prozessen und vor allem besteht in vielen Bereichen historisch bedingt Nachholbedarf.

    Evolution – ja, Revolution – nein. Die hat uns AirBnB schon abgenommen und einen neuen Markt erschaffen. Was völlig in Ordnung ist!
    Für mich zählt in der Hotellerie dennoch immer noch vor allem Gastfreundschaft, Kundenorientierung, Service, Lage, Preis/Leistung und das Erlebnis. Letzteres muss dabei (zum Glück) nicht immer entweder Grand Hotel oder Bungee-Run sein; da gibt es noch sehr viel dazwischen.

    Das zu bespielen schließt all das oben Genannte nicht aus, wir müssen das nutzen. Aber sinnvoll, denn im Kern bleibt es ein people´s business – Köpfe auf Kissen!

  2. Sehr geehrter Herr Pink – vielen Dank für Ihre Replik. Hand auf’s Herz: Ist konsequentes Storytelling, ein roter Faden, bereits die Vorstufe zur „Revolution“? Eine Living Lobby gar ungehörig? Man darf durchaus versprochenen Innovationen mit konstruktiv-kritischer Skepsis begegnen, aber einem innovativen Marktmacher durchaus die Chance lassen, vieles anders – und bitte: besser! zu machen. Das gilt natürlich auch für die Hotels der #Johannesbad-Gruppe!

    • Hallo Herr Henning,

      „…Hand auf’s Herz: Ist konsequentes Storytelling, ein roter Faden, bereits die Vorstufe zur „Revolution“?…“

      Ganz und gar nicht. Nur. Viele Hoteliers haben einiges davon schon seit Jahrzehnten erfolgreich umgesetzt. Nur a) muss man sich manchmal wieder daran erinnern und b) sprechen wir von Zeiten in denen man bsp. seine Stammgäste und Ihre Vorlieben ohne aufwendiges CRM im Kopf / im Ordner hatte. Zeiten in denen einem die weltweiten Märkte längst nicht so zugänglich waren wie sie es heute sind, Arbeit anders organisiert wurde, Buchungen andere Vorläufe hatten, der weltweite Transport nicht so vielen zugänglich war und Feedbacks zur Qualität nicht in Echtzeit und an die Welt, sondern persönlich oder per Brief eingetrudelt sind.

      Verstehen Sie mich nicht falsch.

      Neue Konzepte, um sich anzupassen oder neue Wege zu gehen / zu ebnen, sind hoch willkommen und zwingend notwendig. Unbedingt! Und sei es um einfach mal was zu probieren!

      Und ja, das gilt auch für die Hotels der Johannesbad Gruppe, so wie für alle anderen auch.

      Besten Gruß,
      Simon Pink

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: