Terrorabwehr in Hotellerie: Müssen Mannschaftshotels der Bundesliga-Clubs von Polizei gesichert werden?

Hamburg, 12. April 2017 – Nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus des BVB Dortmund werden auch die ersten Mannschaftshotels von der Polizei abgesichert, so z.B. das Hilton Munich Park Hotel, wo die Elf von Real Madrid eingecheckt hat. Müssen künftig auch die Stammhotels der Bundesliga-Clubs wie beispielsweise das Infinity Unterschleißheim (Domizil des FC Bayern bei Heimspielen) von der Polizei bewacht und ggf. mit Sprengstoff-Spürhunden (wie nun die Mannschaftsbusse) durchsucht werden?

Infinity Munich Unterschleißheim, Domizil des FC Bayern München

Hotel Dolce, Unterschleissheim

Sollte sich das Attentat von Dortmund als IS-Attacke bewahrheiten, stehen offenbar auch Topsportler und andere Prominenten aus dem Showgeschäft im Fokus; für deren Sicherheit tragen auch die Profi-Gastgeber der Tophotels Sorge.
Sicherheitsexperten befürchten Nachahmer-Taten wie jüngst bei den Terrorattacken per Lkw in Nizza, Berlin und Stockholm. So werden Großveranstaltungen mit Betonpollern gesichert – dies sollte auch an den Vorfahren der Hotels geschehen, rät der auf Travel Risk Management spezialisierte Hotelberater Ulrich Jander.

Hotels und Restaurants gelten unter Terrorabwehr-Experten als sog. weiche Ziele. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten dringend aufgestockt werden:

  • Betonpoller vor Eingängen
  • Splitterschutz-Folien an Glasfassaden
  • Aktive Videoüberwachung an allen Eingängen
  • Videoüberwachung von Hotel-Parkplätzen
  • Sicherung von Personal- und Lieferanteneingängen bei Anlieferungen
  • Eindeutige Identifikation des Gastes bei Herausgabe des Zimmerschlüssels/Key Card
  • Zugangskontrolle in Aufzügen und Treppenhäusern zu oberen Stockwerken
  • Sicherheitsscreening von Mitarbeitern
  • Regelmäßige Evakuierungsübungen mit den Mitarbeitern
  • Aktuelle Lagepläne für Rettungs- und Sicherheitspläne an zentralen Stellen hinterlegen

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