So stark und schnell wandelt sich Accor

Paris 2024Paris, 22. Februar 2017 – Die beeindruckenden Geschäftszahlen von Accor (+4,9% Bit, +8,1% Nettogewinn) leben den massiven Wandel in Europas führendem Hotelkonzern offen. Im interessanten Segment der Luxusreisen legt Accor noch stärker zu.

Mit der Übernahme von Fairmont Raffles (FRHI) und der engen Zusammenarbeit mit Banyan Tree wird die Luxushotellerie erheblich ausgebaut. Mit der Übernahme von onefinestay.com (Luxus-Services-Homes) sowie den Beteiligungen an Squarebreak (49%) und Oasis Collections (28%) wird das Segment der Luxusimmobilien als Hotelersatz von mehreren Flanken aufgerollt. Nun führt man bei Accor Exklusivverhandlungen mit Travel Keys mit dem Ziel der Schaffung des Weltmarktführers auf dem Gebiet der Vermietung von privaten Luxusimmobilien, wurde mitgeteilt.

Der Hotelkonzern wird sich mittelfristig vom reinen Hotelbetreiber zum Vermarkter von exklusiven Übernachtungsstätten, ob kommerziell oder semi-professionell, wandeln, analysieren Hotelmarkt-Experten. Das lässt sich im Stammgeschäft bereits seit einiger Zeit beobachten: Zuletzt wurden 1.800 unabhängige Hotels in der eigenen IBE accorhotels.com eingepflegt. Ähnliches wird im stark wachsenden Segment der Privatwohnungen und -häuser zu erwarten sein.

Zwar trägt die Standardhotellerie mit der Supermarke Ibis sowie den MICE-Konzepten Mercure und auch Novotel signifikant zum Ergebnis bei. Doch auch die ersten Lifestyle-Hotels Jo & Joe, vom Millennials-Schattenvorstand um CEO Sébastien Bazin entworfen, werden als „Spielwiese“ zum Umbau der nicht gerade Trendsetting-Businesshotels dienen.

Der vorbereitete Verkauf größere Anteile am Immobilienzweig Hotel Invest wird dem Konzern weitere Milliarden für Übernahmen von schnell wachsenden Buchungsplattformen und modernen Geschäftsmodellen rund um Hospitality sowie den Ausbau der eigenen Travel-Technology-Tools bescheren. Allein die Geschwindigkeit des Konzernumbaus ist Signal an andere Big Player in der Hotellerie: Wer stehen bleibt, hat schon verloren.

Der mediale Coup, Frankreichs ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy, als Chefstrategen für den Verwaltungsrat zu gewinnen, verdeutlicht wie tiefgreifend der Wandel von Accor ist.

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