Brandgefahr: Lithium-Ionen-Akkus richtig lagern und nutzen – Beschädigte Akkus austauschen – Extreme Temperaturen vermeiden – Beim Aufladen auf sichere Unterlage achten

Köln, 09. Februar 2017 – Akkus sollten stets gesichert an der Rezeption aufgeladen werden. Weisen Sie Ihre Gäste auf die Brandgefahr beim unsachgemäßen Aufladen auf dem Hotelzimmer hin! Dazu ist ein Aussteller (Druckvorlage) kostenfrei abrufbar – eMail mit Stichwort „Akku“ genügt: ch@hotelier-tv.com

 

Download: aku-aufsteller-rezeption

Vor rund vier Jahren kam es in einem Resort in der Lüneburger Heide zu einem schweren Brand: Der Akku von E-Bikes hatte beim Aufladen auf dem Zimmer Feuer gefangen. Ein Hotelgast starb; wir berichteten.

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Hotelsicherheitsberater Ulrich Jander warnt davor, größere Akkus auf den Hotelzimmern zu laden. „Hoteliers sollten ihre Gästen auf die erheblichen Brandgefahren hinweisen und zum Beispiel das Laden von E-Bike- oder anderen spannungsintensiven Akkus als Service an sicheren Stationen an der Rezeption anbieten“, so der aus dem TV bekannte Sicherheitsexperte.

„Diese neuen Fortbewegungsmittel nehmen in unserer Gesellschaft immer mehr Raum ein. Deshalb muss auch ein Hotel eine Möglichkeit entsprechende Ladestationen anbieten“, rät Jander. Die offiziellen Ladestationen müssen dem Brandschutz entsprechen, d.h. in Produktionsstätten oder Lagerräumen, die per Abtrennung mindestens der Feuer-Widerstandsklasse F30 entsprechen, liegen. Weitere Informationen zu Unfallverhütungsvorschriften bzw. VDS Vorschriften sind hier abrufbar: http://www.vds-industrial.de/brandschutz/betrieblicher-brandschutz/brand-und-explosionsgefahren/batterie-ladeanlagen/

Akkus mit langer Laufzeit werden dank leistungsfähigerer Smartphones, Tablet-PCs und E-Bikes immer wichtiger. Besonders weit verbreitet ist die Lithium-Ionen-Batterie. Sie ist klein, leicht, effektiv und preiswert. Der geeignete Einsatz und die Pflege dieser Energiequelle sind nicht nur für eine lange Lebensdauer der Batterie und Ladegeräte wichtig und notwendig, sondern vor allem zum Schutz der eigenen Sicherheit. Mit dem richtigen Know-how können Handhabungsfehler vermieden werden.

Kurzschluss nach Beschädigung möglich
„Die größte Gefahr bei Lithium-Ionen-Akkus ist ein Kurzschluss. Wenn sich die in den Batterien chemisch gespeicherte Energie unkontrolliert entlädt, kann es zu einem Brand kommen“, erklärte Matthias Baumann, Experte für Batteriesicherheit bei TÜV Rheinland. Daher sollten beschädigte Akkus nicht mehr genutzt werden. Auch extreme Temperaturen haben einen direkten Einfluss auf die Energiequellen. „Weder zu heiß noch zu kalt ist gut für Lithium-Ionen-Akkus. Die beste Betriebstemperatur für ein Smartphone liegt zwischen 18 und 25 Grad Celsius“, weiß der Fachmann. Liegt das Smartphone beispielsweise bei Minusgraden über Nacht im Auto, kann es zu einer sogenannten Tiefenentladung kommen. Die verringert nicht nur die Akkulebensdauer, sondern kann zu inneren Schäden und beim erneuten Laden zu Explosionen führen.

Vom Hersteller empfohlene Ladegeräte verwenden
Auch zu hohe Temperaturen können dem Akku schaden. Zwar sorgt normalerweise eine Sicherheitsfunktion dafür, dass sich das Smartphone abschaltet, bevor es überhitzt. Diese kann aber auch schon mal versagen. „Schutzmechanismen innerhalb des Smartphones oder des Laptops verhindern ein Überladen“, so Matthias Baumann. Funktioniert der Akku korrekt, stoppt der Ladevorgang bei voller Ladung oder zu hoher Temperatur automatisch. Am besten sollten Nutzer nur vom Hersteller empfohlene Ladegeräte verwenden. Während des Ladevorgangs sollte das Smartphone oder der Tablet-PC zur Sicherheit immer auf einer nicht entflammbaren Unterlage liegen. Wer das Laden noch sicherer gestalten will, trennt das Ladegerät unmittelbar nach dem Ladevorgang ab.

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