Neue Apps und Portale: HR Management in Hotellerie und Gastronomie wird immer digitaler

Berlin, 09. Dezember 2016 – Jobportale sind längst nicht mehr das Maß der Dinge im HR-Management: Im Werben um die besten Talente setzt man in Hotellerie und Gastronomie verstärkt auf innovative Cloud-Lösungen, Communities, Portale und Apps. Ein Überblick:

Hospitality Leaders
Ein internationaler Marktteilnehmer sorgt für Aufsehen: Hospitality Leaders, gegründet von einem Deutschen, will zum „Linkedin der internationalen Hotellerie“ aufsteigen. Mit derzeit rund 15.000 Nutzern, tausenden Jobannoncen und Partnern wie Kempinski, Fairmont, Hyatt und den deutschen 25 Hours Hotels soll man sind Karriere digital aufbauen können – mit internationalen Kontakten, Empfehlungen und Veröffentlichungen von Gastbeiträgen. Die Hotelpartner können mit einem eigens programmierten Talent-Management-Tool ihre Bewerber verwalten. Dies soll andere, teure IT-Systeme ersetzen, plant CEO Ralf Borchert. Der Headhunter hat einst im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg gelernt und seine Karriere u.a. bei Peninsula und Shangri-La aufgebaut. Nun will er von seinem Hauptsitz in Hongkong aus, das sog. HR-Management in der Hotellerie revolutionieren. Kürzlich wurde sein neues Unternehmen mit dem prestigeträchtigen „Seven Stars Award“ ausgezeichnet. Das bringt weitere Aufmerksamkeit.
http://de.hospitality.pro

Frag Paul
Paul ist die digitale Personalabteilung für kleine Restaurants. Mit Frag Paul sparen Restaurantinhaber nicht nur Zeit und Geld, sondern können sich auf das konzentrieren, was wichtig ist: ihre Gäste. Pauls Fähigkeiten umfassen derzeit: Personalmanagement, interaktives Management der Schichteinteilung, Erfassen von Abwesenheit und Urlaubstagen, Lohnbuchhaltung sowie Zeiterfassung. Ganz gleich, um welches Problem oder welche Aufgabe es geht – Frag Paul!
www.frag-paul.de

Hyre
Hyre ist ein Online-Marktplatz, der die Personalsuche für Events revolutioniert, indem er Event-Veranstalter mit qualifizierten Mitarbeitern verbindet. Durch ein integriertes Bewertungssystem wird den Organisatoren die komplette Kontrolle über Preis und Qualität der Belegschaft gegeben. Für Servicekräfte ist hyre eine bequeme Art Schichten zu buchen und ermöglicht damit Flexibilität sowie Kontrolle über ihren Einsatzplan. Das Bewertungssystem belohnt hohe Leistung mit der Möglichkeit mehr zu verdienen.
www.hyrestaff.com

NXPert
Mitarbeiterplanung wird weiter digitalisiert: Mit NXPert hat Top-Hoteliere Ursula Klaus-Müller (Jagdschloss Niederwald bei Rüdesheim) ein Buchungsportal für Hotel-Dienstleistungen geschaffen. „Durch unsere Berufspraxis und den regen Austausch mit vielen anderen Unternehmen wissen wir, wie wichtig nicht nur eine langfristige Mitarbeiterplanung, sondern auch der kurzfristige Einsatz selbstständiger, qualifizierter Dienstleister ist“, so Frau Klaus-Müller. Über nxpert.de können sowohl Unternehmen als auch Freiberufler und Selbstständige Aufträge vergeben und suchen. Zum Start ist die Mitgliedschaft kostenfrei. Zusammen mit Hotelmitarbeiter Annemarie Lohn gründete Ursula Klaus-Müller das Serviceportal, um so kurzfristig Personallücken im Team schließen zu können. „Das erfolgt meist per Telefon oder durch langwierige Kontaktanfragen bei Behörden und Agenturen; und das meist ohne den gewünschten schnellen Erfolg. In der Folge müssen wir immer wieder auch Anfragen absagen. Um nun Zeit zu gewinnen, habe ich mir ein Portal wie NXPert gewünscht“, so die Unternehmerin.
www.nxpert.de


Hocaboo
Die Jobs kommen automatisch. Wer sich bei „Hocaboo“, einer kostenfreien Smartphone-App, anmeldet, bekommt die Stellenangebote auf den digitalen Schreibtisch geliefert, frei Haus. Über 4.500 junge Leute nutzen dieses Angebot bereits. „Hocaboo“ – das steht für „Hotel Career Boost“ – ist der Clou vom erfahrenen Headhunter Garry Levin. Die Verbreitung der Stellenanzeigen ist kostenfrei. Jedoch wird jeder Klick auf ein möglicherweise passendes Bewerberprofil mit einem Euro abgerechnet. Ab 2017 steigen die Preise: Der Abruf für Manager wird dann mit mindestens 250 Euro, bei Führungspositionen mit bis zu 20 Euro abgerechnet. Zuletzt waren 320 Hotels mit mehr als 1.500 offenen Jobs auf der Plattform verzeichnet. In Kürze soll die App überarbeitet werden. Dann sollen Hotelgruppen ihre Stellenanzeigen zentral steuern können. Geplant ist erstmals ein Standort im Ausland – ausgerechnet im Hotel- & Casino-Eldorado Las Vegas. Führende Hoteliers wie Michael Zehden und Michael Mücke sind vom dem wachsenden Erfolg des Berliner Start-ups überzeugt und haben frühzeitig investiert. Nun sollen weiteren Kapitalgeber mit eingestiegen sein.
www.hocaboo.com

Gronda
Auf das Geheimnis des Matchings per Algorithmen setzt man auch bei gronda.eu. Das Jobportal macht vor allem durch unterhaltsame Blogbeiträge („15 Gründe, warum du unbedingt mit jemanden aus der Gastronomie ausgehen solltest“) auf sich aufmerksam und verzeichnet aktuell etwas über 5.000 Nutzer. Rund hundert Unternehmen aus Hotellerie und Gastronomie verbreitet hier über 500 Stellenangebote, Tendenz steigend. Mit diesem Modell gewann gronda.eu den erstmals ausgeschriebenen Start-up-Award des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und damit ein Preisgeld von 100.000 Euro. Das Geschäftsmodell basiert auf Nutzungspauschalen, die Arbeitgeber monatlich aufwenden müssen. Um das Matching-Tool zu nutzen, muss zusätzlich ein Recruitingpaket gebucht werden. Genaue Preise wurden noch nicht genannt. „Unser Ziel ist es, dass Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Inspiration mit anderen teilen können. Darüber hinaus sollen Unternehmen sich besser mit ihren vorhandenen Mitarbeitern vernetzen und diese auch als Testimonials für neue Mitarbeiter nutzen können“, kündigte Gründer Valentin Schütz an.
www.gronda.eu

Hosco
Bei Hotelfachschulen bestens etabliert ist die internationale Jobplattform und Branchen-Community hosco.com. Aktuell sind über 60.000 Studenten und Nachwuchs-Führungskräften von namhaften Einrichtungen wie der Wihoga Dortmund oder Hotelfachschule Heidelberg angemeldet. Über hundert Partnerschulen nutzen das Portal bereits. Insgesamt sind mehr als 30.000 Jobs hauptsächlich in der Hotellerie abrufbar. Geschäftsmodell eine sog. „Freemium“-Strategie: Studenten und Alumni der Partner-Hotelfachschulen können sich kostenfrei anmelden. Fachschulen können eigene, interne Netzwerke bestellen – die Gebühr richtet sich nach Zahl der Studenten. Arbeitgeber erhalten für eine Pauschale unlimitierten Zugang zum Netzwerk.
www.hosco.com

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