So bekommt man neue Mitarbeiter für Hotels: Recruiting-Messe in Spanien und Deutsch-Crashkurse vor Ort – Tophotelier Zeev Rosenberg macht gute Vorschläge

Berlin, 05. Dezember 2016 – Hauptthema Nr. 1 bleibt der Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Was bei Fachkonferenzen noch fehlt oder lediglich im Hintergrund angesprochen wird, thematisierte nun Tophotelier Zeev Rosenberg (Hotel i31 Berlin). Im Interview mit hotelneudenken.com machte er gute Vorschläge: Recruiting-Messen in Spanien, Portugal und Griechenland sowie Deutsch-Crashkurse vor Ort. So bekommt man neue Mitarbeiter für Hotels.

Zeev Rosenberg (Foto: privat)

Zeev Rosenberg (Foto: privat)

„Wir sollten dort passende Mitarbeiter rekrutieren, wo sie sich aufhalten“, so Rosenberg. „Menschen, die nur einen Sprachkurs benötigen, um direkt am Empfang einsetzbar zu sein.“ Recruiting-Messen könnten vom Verband organisiert werden und von Hotel mitfinanziert werden. Sprachkurse vor Ort könnten an einem Tag in der Woche stattfinden. „Mehr Gehalt zahlen löst aus meiner Sicht das Problem nicht“, so der charismatische Vordenker.

Rosenberg bringt damit ein heißes Thema erneut aufs Tapet. Junge, arbeitshungrige Mitarbeiter aus Südeuropa und auch Flüchtlinge zu motivieren wird 2017 eine der wichtigsten Aufgaben der Hotellerie nicht nur in Deutschland sein. Initiativen wie der Gastbetriebe auf Sylt (bei der gezielt bis zu 25 Flüchtlinge für eine Lehre vorbereitet werden sollen) oder Personalrekrutierer wie Prof. Gerald Wetzel oder der renommierte Unternehmensberater Björn Grimm sind dabei vorbildhaft. Längst ist die Mitarbeitergewinnung in europäischen Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit eine wichtige und auch lukrative Herausforderung für Hotellerie und Gastronomie.

Auf der anderen Seite tut eine Qualifizierung der Ausbildungsbetriebe und Verbesserung der Ausbildungsqualität Not. Hier agieren namhafte Initiativen wie „Ausbildung mit Qualität“ (mehrere Dehoga-Landesverbände, Ausbildung-mit-Qualitaet.de), „Exzellente Ausbildung“ (Hoteldirektorenvereinigung, exzellente-Ausbildung.de) und „Fair Job Hotels“ (Top hotel, fair-job-hotels.de). Zudem müssen sog. Schwarze Schafe, die das Image des Gastgewerbe nachhaltig beschädigen, konsequent korrigiert werden – branchenintern. Dies fordern namhafte Hoteliers längst nicht mehr hinter vorgehaltener Hand.

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