So ticken Ihre Azubis: Junge Menschen mit Sorge vor zunehmendem Nationalismus – Generation What bleibt betont weltoffen – Traumkarriere in Hotellerie mit Hospitality Leaders managen

Generation WhatMainz, 16. November 2016 – In der Hotellerie gibt es keinen Nationalismus, da soviel Menschen aus allen Teilen der Welt Zukunft und berufliche Aufstiegschancen im Tourismus finden. Eine Traumkarriere steht jedem offen, z.B. mit „Hospitality Leaders“. Nationalismus ist in der sog. Generation What, den 18- bis 34-Jährigen total out.

Die Angehörigen dieser Altersgruppe sind mehrheitlich weltoffen, lehnen nationalistische Tendenzen ab und sehen Zuwanderung als Bereicherung an. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Generation What?“, an der sich mehr als 940 000 junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren aus 35 Ländern Europas beteiligt haben und deren Endergebnisse für Deutschland nun vorliegen. Die größte vergleichende Studie dieser Art wird von der Europäischen Rundfunkunion EBU koordiniert und in Deutschland vom ZDF, dem BR und dem SWR begleitet.

Weitgehend unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildung nehmen 75 Prozent der befragten jungen Deutschen besorgt einen zunehmenden Nationalismus in Europa wahr und bewerten diesen negativ. Nur 12 Prozent können keine entsprechenden Tendenzen erkennen. Allerdings beobachten ebenfalls 12 Prozent einen steigenden Nationalismus und finden diese Entwicklung positiv. Hier ist der Anteil von Männern doppelt so hoch wie der von Frauen (16 Prozent versus 8 Prozent) und der Anteil von Niedriggebildeten doppelt so hoch wie von Hochgebildeten (14 Prozent versus 7 Prozent). In zahlreichen anderen europäischen Staaten sind nationale und anti-europäische Tendenzen deutlicher spürbar. So bewerten in Österreich 21 Prozent und in den Niederlanden 19 Prozent den steigenden Nationalismus in Europa als positiv.

Auf die Frage, was Europa für sie bedeutet, antworteten 36 Prozent der jungen Deutschen, Europa sei in erster Linie ein notwendiges Konstrukt. Für 18 Prozent ist es sogar nicht mehr als nur der Name eines Kontinents. Jeweils 9 Prozent betrachten Europa als historische Illusion oder als ein System der Herrschaft. Lediglich 26 Prozent sehen darin das richtige Projekt für die Zukunft. Einen vollständigen Bruch mit Europa scheinen sich die deutschen Jugendlichen aber dennoch nicht zu wünschen: 78 Prozent der Befragten stellen sich gegen einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union. Der Studienleiter des Sinus-Instituts, Maximilian von Schwartz, sagt zu diesen Ergebnissen: „Trotz ihrer Fehler wird die Europäische Union von den jungen Deutschen als nützlich wahrgenommen. Sie ist für sie aber nicht die große Hoffnung für die Probleme unserer Zeit.“

Ein grundlegendes Problem des politischen Europas scheint die nur gering vorhandene Identifikation der jungen Generation zu sein. Zwar bejahten fast 78 Prozent der deutschen Studienteilnehmer die Frage, ob sie sich als Europäer fühlten. Auf die Frage, wozu man sich am meisten zugehörig fühle, antworteten jedoch nur 9 Prozent mit „Europa“. Demgegenüber fühlen sich 42 Prozent ihrer Stadt oder Region am meisten zugehörig, 23 Prozent ihrem Land und 24 Prozent der Welt als Ganzem. Im europäischen Vergleich sind die jungen Deutschen gemeinsam mit den Spaniern (21 Prozent) am wenigstens ihrer Nation verbunden. Bei den irischen (58 Prozent) und auch den österreichischen Befragten (40 Prozent) steht die Identifikation mit der eigenen Nation dagegen deutlich höher im Kurs. Fasst man alle Nationen zusammen, die an der Studie teilnehmen (Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz, Spanien, Tschechien und Wales), zeigt sich, dass sich die europäische Jugend stark mit der eigenen Region oder der eigenen Stadt identifiziert (30 Prozent). Die Identifikation mit Europa (11 Prozent) fällt deutlich schwächer aus als die Identifikation mit der Welt (31 Prozent).

Die geringe Identifikation mit Europa spiegelt sich auch in dem Befund, dass nur ein sehr geringer Anteil der jungen Menschen (5 Prozent) „völliges“ Vertrauen in Europa hat. Dreimal so viele (15 Prozent) zeigen hingegen „überhaupt kein“ Vertrauen in Europa. Die meisten Befragten sammeln sich aber in zwei gleich großen Lagern: Jeweils 39 Prozent vertrauen Europa mehr oder weniger beziehungsweise mehr oder weniger nicht.

Das mit der Auswertung der deutschen Ergebnisse betraute SINUS-Institut hat mittlerweile einen umfangreichen Abschlussbericht vorgelegt. Einen weiteren Bericht mit den Ergebnissen der einzelnen Teilnehmerländer und auch einem gesamteuropäischen Ausblick wird die EBU im Januar 2017 veröffentlichen.

Die Umfrage umfasst 149 Fragen von Politik über Religion bis hin zu Sexualität und Lebensglück und gilt als größte vergleichende Studie dieser Art. Auch nach der Veröffentlichung der Endergebnisse können junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren auf http://www.generation-what.de noch bis April 2017 an der Umfrage teilnehmen und selbst ein Bild ihrer Generation zeichnen.

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