Der unheimliche Boom der Parahotellerie: Tourismus boomt weitweit – Zahl der Fünf-Sterne-Hotels steigt weiter, aber vor allem gibt es viel mehr private Unterkünfte

Hamburg/Kairo, 03. November 2016 – Kein Witz: Weltweit gibt es mittlerweile gleichviele private Unterkünfte wie ordentliche Hotels. Der Zuwachs der sog. Parahotellerie erfolge in einem „unvorstellbarem Maße“, sagte Johannes K. Svoboda im Interview mit HOTELIER TV & RADIO. Der Hoteldaten-Experte beobachtet die Entwicklung der weltweiten Beherbergung seit nunmehr 30 Jahren und versorgt OTA wie Booking.com mit Unternehmensdaten.

Weltweit gebe es 2,3 Millionen Übernachtungsbetriebe, so seine Untersuchung. Davon sind 386.144 Sternehotels, also kategorisierbare kommerzielle Beherbergungen. Weltweit stärkstes Marktsegment sind Drei-Sterne-Hotels mit einem Anteil von fast 45 Prozent. Upmarket (4 & 5 Sterne) sowie Low-end (1 & 2 Sterne) sind mit 27 Prozent bzw. 28 Prozent fast gleich stark vertreten. In absoluten Zahlen bedeutet das: 19.390 Fünf-Sterne-Hotels stehen 22.136 Eine-Stern-Hotels gegenüber. Vier-Sterne-Hotels sind mit 85.213 Häusern fast so häufig wie die 86.301 Zwei-Sterne-Hotels, 173.101 Drei-Sterne-Hotels bilden die starke Mitte.

Jedoch: Die Zahl der kleinen, privat betriebenen Hotels sei weitaus größer. Allein in China vermutet Svoboda rund 400.000 Betriebe, die statistisch noch nie erfasst wurden. Und die Zahl der über OTA und Portale wie Booking oder Airbnb angebotenen Privatunterkünfte steige überproportional weiter. Lesen Sie dazu: „Das letzte Hotel der Welt schließt„.

Weltweit ist der Tourismus auch weiterhin eine Boombranche. In den ersten acht Monaten des Jahres hat sich demnach die Zahl der weltweiten Auslandsreisen um 3,9 Prozent erhöht. Vor allem China mit einem Anstieg der Auslandsreisen um 18 Prozent und Südkorea mit elf Prozent gehören zu den Wachstumstreibern. Dies geht aus den aktuellen Erhebungen zum „World Travel Monitor“ hervor.

Ergebnisse der IPK-Trendauswertung zeigen Rückgänge bei Auslandsreisen aus Russland mit einem Minus von 20 Prozent und aus Brasilien mit einem Minus von 15 Prozent. Zu den Gewinnern zählt dieses Jahr Asien, das sich über einen Zuwachs an Reisenden von neun Prozent freuen kann. Südamerika empfing rund sechs Prozent mehr Gäste aus dem Ausland. Nordamerika und die Karibik zogen jeweils vier Prozent mehr Reisende an, während Europa einen Anstieg von 2,9 Prozent verzeichnete.

Die Aussichten für das Reisejahr 2017 sind laut IPK International sehr positiv. Das Unternehmen sagt einen Anstieg der weltweiten Auslandsreisen zwischen vier und fünf Prozent voraus. Einen besonders hohen Zuwachs sieht IPK International bei Auslandsreisen aus Asien mit voraussichtlich sechs Prozent, rund fünf Prozent bei Reisen aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie vier Prozent aus Europa. Die Prognosen basieren auf dem „World Travel Confidence Index“, der jährlich auf Basis der Aussagen der Umfrageteilnehmer zu ihren Reiseabsichten für die kommenden zwölf Monate repräsentativ erstellt wird.

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