Warum Hoteliers Ihr Gäste genauer beobachten müssen – Terrorschutz in Hotels

Polizei AutoLeipzig, 24. Oktober 2016 – Der mutmaßliche Terrorist Jaber Albakr hätte schon früher gefasst werden können – in einem Apartmentshotel in Leipzig. Wie der „Spiegel“ berichtet, hatte der Syrer in der Küche seines Apartments offenbar Chemikalien zu Sprengstoffen zu mischen versucht. Der Hotelbetreiber meldete der Polizei Verwüstungen und starke Verschmutzungen der Apartmentküche, doch zu fassen bekam man den Mann noch nicht. Denn: Auf dem Meldeschein hatte er seinen Namen verkehrt herum angegeben, Albakr als Vornamen und Jaber als Nachnamen.

Was sich wie eine weitere Fahndungspanne der Polizei liest, ist für Hotelbetreiber Signal zu noch mehr Aufmerksamkeit in Sachen Terrorschutz:

  • Stimmen die auf dem Meldeschein angegeben Daten (Name, Adresse, Herkunft) mit den Passdokumenten überein?
  • Ist der vorgelegte Ausweis echt? (Mit einer Schwarzlichlampe lässt sich ein erster Check machen: Echte Papiere haben ein Wasserzeichen und Leuchtstreifen)
  • Lässt sich ein Gast häufiger Päckchen und Pakete anliefern
  • Lagert ein Gast Chemikalien in seinem Zimmer bzw. Apartment?
  • Ist ein Gast extrem kontaktscheu und weicht Blicken stets aus?
  • Bekommt ein Gast häufiger von kontaktscheuen Männern Besuch?

Arabisch sprechende Hotelmitarbeiter können bei Verdachtsfällen im direkten Gespräch mit dem Gast womöglich mehr erfahren – oder Mutmaßungen ausräumen. Trotz erhöhter Terrorgefahr sollten Hotelier ihre Weltoffenheit nicht aufgeben, jedoch ein wenig genauer beobachten.

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