Trends im Interior Design: „Hotels dürfen keinesfalls aussehen wie Hotels“

Hamburg, 17. Oktober 2016 – Peter Joehnk ist so etwas wie der Doyen der Hoteldesigner. Sein Wort hat Gewicht, seine Entwürfe setzen Maßstäbe. Die aktuellen Trends im Interior Design der internationalen Hotellerie fasst er hier zusammen:

  • Schwarz/weiß oder bunt, das ist eigentlich egal! Lässig, frech und unkonventionell ist angesagt und ganz wichtig, am allerwichtigsten ist, dass Hotels keinesfalls aussehen dürfen wie Hotels!
  • Club-Atmosphäre oder privates Wohnzimmer, Studentenbude, Musikstudio, selbst Kinderzimmer, Bambushütte, 50iger Jahre Burger-Laden, Loft mit Plastikaffe, Natur pur, Urban Retro – das sind Themen, mit denen die Gäste abgeholt werden wollen.
  • Citizen M hat nicht nur das minimale Hotelzimmer erfunden, sondern auch die Lobby als stylisches Wohnzimmer kreiert, den großen Tisch als Treffpunkt der Laptop-Generation und das offene Self-Service Restaurant-geschaffen … jung aber sehr hochwertig!
  • Für Moxy werden gerade die neuen Hotels in Frankfurt/Main (City) und München (City) geplant – hier ist das Konzept etwas anders, es ist jünger, rough, loftig mit Neon-Akzent und Beton-Optik.
  • Mama Shelter ist eine geniale Erfindung von Serge Trigano in Kombination mit Phillipe Starck – eigentlich ein großes Club–Restaurant mit Bühne und Bar und angehängt ist eine Übernachtungsmöglichkeit!
  • 25 Hours sind supercoole „Themen-Hotels“, wobei es bei diesem wie allen anderen Konzepten sehr interessant ist zu sehen, dass es zwar für die jungen, coolen Typen gestaltet wurde, aber es kommen insbesondere auch „normale“ Geschäftsreisende, die sich nur jung und cool fühlen wollen, in Wirklichkeit aber arrivierte Herren sind.
    Gemeinsam ist allen Hotelkonzepten, dass die Lobby komplett durchmischt wird mit arbeiten, treffen, essen, trinken, wohnen/leben – alles ist fließend und geht ineinander über. Wichtig ist es dabei, intime Rückzugsbereiche zu schaffen und trotzdem die Transparenz zu erhalten.
  • Ganz bunt ist keines der genannten Hotelkonzepte, aber auch das wird gebaut, nämlich von den Prizeotels mit dem Designer Karim Rashid, wo Farben, Formen und Muster sehr „laut“ sind! Aber auch hier hat das Hotel Charakter und ist einmalig.
Peter Joehnk von Europas führenden Architekturbüro für Hoteldesign JOI-Design

Peter Joehnk von Europas führenden Architekturbüro für Hoteldesign JOI-Design

„Es geht um Individualität, Eigenständigkeit und um Lässigkeit!“

Das ist der große Zukunftstrend: Es geht um Individualität, Eigenständigkeit und um Lässigkeit! Das gilt für alle oben genannten Hotelmarken, aber auch um die führenden ACE-Hotels, Hoxton, SLS Hotels, und die vielen kleinen Boutiquehotels, deren Design-DNA die großen Hotelketten jetzt gerne kopieren wollen.

Comments

  1. Sven Brunssen says:

    Alles richtig, alles nach wie vor richtig. Und da waren meine Bauherren und ich mit dem DAS STUE bereits 2009, bei der Entwicklung der Grundzüge unseres Konzeptes.

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