Immobilienmesse Expo Real: Das mächtige Schaulaufen – die neuen Gewinner der Hotellerie

München, 04. Oktober 2016 – Bei der Wiesn waren die Wichtigsten eh, jetzt ist wieder Time for Big Business: Zur weltweit führenden Immobilienmesse Expo Real kommen auch die Granden der Kettenhotellerie. Beim Schaulaufen fallen die neuen Stars der Hotellerie auf: Puneet Chhatwal, charismatischer Chef der Steigenberger Hotel Group (neuer Name: Deutsche Hospitality), David Etmenan, Geschäftsführender Gesellschafter der stark wachsenden Novum Group, und die Topmanager der hoffnungsvollen Newcomer-Hotelkonzepte Moxy (Marriott) und 7 Days (Planet Group).

Zur Expo Real und dem Hotelforum gibt es viele Nachrichten, indes nur wenige Neuigkeiten. Es gehört zu den Eigenheiten, dass man Altbekanntes zur Messe wieder aufwärmt, allein um irgendetwas mit reden zu können. Aufzufallen und vermeintliche Größe ist eben alles. Zur Orientierung – dies sind die (heimlichen) Gewinner der Hotellerie:

  • Jaz – Das Design-Businesskonzept von Steigenberger (nun umbenannt in Deutsche Hospitality) richtet sich an den urbanen Dschungel, mit eigenem Event- und Musikprogramm; Haus Nr. 1 reüssiert in Amsterdam, Nr. 2 wird im nächsten Frühjahr in Europaviertel von Stuttgart eröffnet
  • Novum – Mit Novum Style setzt die Hotelgruppe neue Akzente in der Mittelklasse: gute Stadtlagen, smart und preisgerecht; die Hamburger Kette expandiert stark, verkündet in Kürze Hotelprojekt Nr. 100.
  • Motel One – Der Marktmacher der Budget-Design-Hotellerie räumt die Hotelmärkte (u.a. Berlin) auf, 2017 stehen acht Neueröffnungen.
  • Prizeotel – Witzig, charmant und preisstark, Marco Nussbaum führt seine Hotelvision mit Carlson Rezidor aufmerksamkeitsstark; in Hamburg entsteht derzeit Hotel Nr. 4, an der Reeperbahn.
  • Radisson Red – Carlson Rezidor lässt parallel zur Beteiligung Prizeotel das Konzept Radisson Red (Nr. 1 in Brüssel) als Testballon steigen, natürlich alles voll digital.
  • Moxy – In Sachen Living Lobby ist Moxy der bedeutendste Prototyp der neuen Businesshotellerie, mit langen Tischen, Spielen, Tischkicker und natürlich Highspeed-Wlan für Co-Working-Spaces; Marriott versucht sich parallel auch an den Markenkonzepten AC Hotels und Edition. Starwood, nun Teil des Marriott-Konzerns, hat in diesem Segment mit Aloft neue Akzente gesetzt.
  • Serviced Apartments – Das hybride Marktsegment des „betreuten Wohnens“ in Apartments gilt als goldene Marktnische; wer kann, rüstet hier nach, so die Novum Group mit dem ersten Staybridge Suites (Franchising von IHG) in Frankfurt/Main.

Weitere Markenkonzepte verdienen die volle Aufmerksamkeit:

  • Citizen M
  • Mama Shelter
  • Jo & Joe (Accor)
  • Jen (Shangri-La)
  • 7 Days (Plateno)
  • Indigo (IHG)
  • Ruby
  • Andaz & House (beide: Hyatt)
  • Vib (Best Western)
  • me and all (Lindner)

Die neuen Hotelkonzepte folgen drei Grundprinzipien:

  1. Exzellente Travel Technology: Check-in/-out und Türöffnung per Smartphone, Highspeed-Wlan, Videostreaming & Kommunikation via Smart-TV, ggf. Chatbots zur Beratung bei Onlinebuchung und Service vor Ort
  2. authentisches Storytelling: Musik-Gigs in der Nachbarschaft, Insider-Tipps der Mitarbeiter für Sightseeing/Events/Shopping, schnell Kommunikation per Messenger und Twitter mit Mitarbeiter für Sonderwünsche und persönliche Tipps
  3. Lifestyle-Ambiente statt Uniformität: Kreatives Lobby- und Zimmerdesign, Raum für Entertainment, Living Lobby mit 24/7 Shop bzw. Grab’n’Go-F&B-Outlets zur Selbstversorgung, Co-Working-Spaces

Wie schnell diese noch als hip angesehenen Hotelkonzepte den Hotel-Dinosauriern nennenswerte Marktanteile abjagen können, bleibt abzuwarten. Auffällig jedoch ist, wer bei dieser neuen, bunten Hotelwelt fehlt, so zum Beispiel Maritim Hotels.

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