Berufseinstieg: Toptalente wünschen bessere Digitalausbildung während des Studiums

Frustrated office manager overloaded with work.Düsseldorf, 26. September 2016 – Deutschlands Toptalente finden den Erwerb von Digitalkenntnissen während des Studiums entscheidend für einen gelungenen Berufseinstieg. Rund 90 Prozent der High Potentials bewerten diese Kompetenz als wichtig bis sehr wichtig. das gilt auch für die Hotellerie.

„Am bedeutendsten für den Berufseinstieg stufen die Toptalente Fähigkeiten ein, die sie nur selten während des Studiums erwerben. Dazu zählen die Analyse großer Datenmengen, der Umgang mit Enterprise-Software, die Webanalyse sowie Programmierfähigkeiten“, sagte McKinsey-Partner Johannes Elsner. Drei Viertel der Befragten geben an, in diesen Fähigkeiten keine bis geringe Kenntnisse zu haben.

In der Grafikbearbeitung kennt sich ein Drittel, in der Videobearbeitung nur 15 Prozent gut aus. Über digitale Geschäftsmodelle fühlt sich nur ein Viertel informiert.

Das sind Ergebnisse der Umfrage „Most Wanted“ des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company unter 6.500 Toptalenten verschiedenster Fachrichtungen. Anhand eines Katalogs von 14 Digitalkompetenzen bewerteten die Teilnehmer ihren im Studium erworbenen Kenntnisstand. Dabei stechen nur vier Felder heraus, bei denen der Großteil der Befragten die eigenen Kenntnisse als mindestens gut und besser einstuft: in der Textbearbeitung (96%), der Nutzung von Präsentationswerkzeugen (95%), der Suche und Aufbereitung von Informationen aus dem Internet (94%) sowie im Umgang mit Social Media (83%).

Frauen erwarten weniger Einstiegsgehalt
Jenseits der Qualifikationen zeigen sich gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Gehaltsansprüchen: Im Schnitt erhoffen sich Frauen ein Brutto-Einstiegsgehalt von 47.000 Euro pro Jahr und peilen damit 8.000 Euro weniger an als die Männer. Nach Fachbereichen: Wirtschaftswissenschaftler erhoffen sich mit 50.400 Euro das höchste Einstiegsgehalt, dicht gefolgt von den Ingenieuren (48.600 Euro) sowie den Mathematikern, Physikern und Informatikern (47.900 Euro). Am bescheidensten sind Geisteswissenschaftler mit 37.100 Euro.

Auffällig: Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Befragten weniger Wochenarbeitsstunden bei unveränderten Gehaltswünschen. „2015 waren die High Potentials noch bereit, 49,6 Stunden pro Woche für ein Jahresgehalt von durchschnittlich 51.000 Euro zu arbeiten. Dieses Jahr liegt der Durchschnittswert bei 46 Stunden Wochenarbeitszeit. Dieser Trend gilt für alle Fachrichtungen“, beschreibt Michael Hies, Geschäftsführer von e-fellows.net, die Tendenz.

Um sich ein Bild vom potenziellen Arbeitgeber zu machen, bevorzugen Studierende weiterhin vor allem traditionelle Informationskanäle: 82 Prozent nutzen die Unternehmenswebsite, 73 Prozent befragen das eigene Netzwerk und 62 Prozent machen ein Praktikum. Karriereportale, Arbeitgeberrankings und berufliche Netzwerke wie Xing oder LinkedIn werden erst gegen Ende des Studiums aktiv hinzugezogen. Auch eine Teilnahme an Recruiting-Events wird kurz vor dem Abschluss immer relevanter: Insgesamt haben 60% aller Befragten mindestens eine Recruiting-Veranstaltung besucht.

„Ziel der Teilnahme an Recruiting-Events ist nicht nur, mehr über das Unternehmen zu erfahren, sondern vor allem sich aktiv als Bewerber ins Spiel zu bringen: drei Viertel der High Potentials sehen darin die Möglichkeit, den ersten Schritt im Bewerbungsprozess zu machen“, erklärte Thomas Fritz, Personalchef von McKinsey.

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