Secret Service deckt riesiges Datenleck bei Hotelketten auf

Kreditkarte - Werbefabrik/PixabayWashington D.C., 03. September 2016 – Neuer Hackerangriff auf die Hotellerie: Der Secret Service der US-Regierung hat nun Datenlecks in Abrechnungssystemen der Kimpton Hotels und beim Hotelbetreiber Noble House aufgedeckt. Nach entsprechenden Hinweisen starteten die Hotelketten interne Untersuchungen und warnten nun betroffene Gäste. Zudem sind offenbar weitere Hotels betroffen, so das Hutton Hotel in Nashville. Weitere entsprechende Meldungen aus der US-Hotellerie sind wohl zu erwarten.

Über 30 Häuser in den USA sollen im Juli und August betroffen sein. Offenbar waren vom Februar bis Mitte Juli etliche Abrechnungssysteme mit einer Malware infiziert. Wieviele Gäste davon betroffen sind, wurde bislang nicht mitgeteilt. Beide Hotelbetreiber riefen dazu auf, die Abrechnungsdaten ihrer Kreditkarten genau zu prüfen. Weitere Informationen sind hier abrufbar: www.kimptonhotels.com/protectingourguests.

Die von Hackern eingeschleuste Spionagesoftware soll neben Kreditkartennummern auch Ablaufdaten und die Verfifikationscodes – also alles Wichtige – abgesaugt haben.

Hackerangriffe auf Hotels sind mittlerweile an der Tagesordnung. Zuletzt waren namhafte Hotelketten wie Mandarin Oriental, Starwood Hotels, Marriott und Hilton betroffen. Auch ein Kommunikationssystem von Oracle Hospitality wurde gehackt. Zudem sind offenbar Hacker längere Zeit in Wlan-Netze von Hotels eingedrungen. um Geschäftsreisende auszuspähen.

Comments

  1. Der Sachverhalt zeigt einen Mangel an stakeholderbezogenem Sicherheitbewusstsein, das in der Hotellerie gelegentlich zu beobachten ist. Interessant dabei ist, daß die Kontroll- und Messsysteme immer feinnerviger werden und die technische Aufrüstung im Controlling und Vertrieb beständig zunimmt. Das große Thema dabei: technisch aktuell zu sein. Hier Investitionen zu tätigen, ist deshalb selbstverständlich. Ähnliches lässt sich beim Schutz der Daten (und damit des Gastes) nicht in gleicher Weise beobachten. Die behördlichen Auflagen werden eingehalten – diese hinken realen Risiken jedoch oftmals hinterher. Insofern wäre es nötig, hier einen ähnlichen Aktualitätsbedarf an den Tag zu legen. Man sollte aufpassen: Gäste sind nicht nur betriebswirtschaftliche Objekte, sondern sowohl emotional wie rational denkende Individuen – und könnten deshalb die Sache ebenso sehen….

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