Hotel sorgt mit Jobinserat für Proteststürme: Swanky Whatley Manor sucht Portier – „Stelle ist nichts für Frauen“

Malmesbury/UK, 19. August 2016 – Das Swanky Whatley Manor in Großbritannien zeigt, dass offensichtlich auch die vornehmsten und luxuriösesten Hotels dieser Welt nicht vor naiven sexistischen Geschlechterklischees gefeit sind. Wie die „Bristol Post“ schreibt, sorgt der Fünf-Sterne-Betrieb, der sich auf fünf Hektar in der malerischen Landschaft von Wiltshire erstreckt und unter anderem mit einem mit Michelin-Stern prämierten Restaurant aufwarten kann, für wahre Proteststürme. Auslöser ist ein Jobinserat für einen Portier, einer „Stelle, die einfach nichts für Frauen“ sein soll, wie es in der Anzeige heißt, berichtete der Nachrichtendienst Pressetext.

Paul Wilkinson Photography Ltd.

Swanky Whatley Manor

„Wir suchen Leute mit einem Führerschein, die unser Team von Portieren unterstützen wollen. Die Arbeit umfasst das Tragen von Gepäckstücken, das Überstellen von Autos, das Abwickeln von Lieferaufträgen, das Aufpassen auf Feuer im Kamin und das Aufrechterhalten der Reinheit im Rezeptionsbereich“, so die Stellenanzeige. Diese ist momentan sowohl im Internet als auch in der Auslage der örtlichen Postdienststelle in Malmesbury zu bewundern. Gleich darunter steht in Klammern: „Sorry, das ist einfach keine Stelle für eine Frau.“

„Wir wollten nicht die Gefühle von jemandem verletzen“, entschuldigt sich Gill Salter, Assistent des General Managers des Luxushotels. Dem Mitarbeiter der Fünf-Sterne-Residenz zufolge, deren Zimmerpreise sich bis zu satten 1.500 Pfund pro Nacht (rund 1.732 Euro) erstrecken können, sollte das Inserat eigentlich nicht in der besagten Auslage ausgestellt werden, sondern in der naheliegenden Schule. „Wir wollten doch nur klarstellen, dass diese Position auch mit dem Tragen von schweren Lasten verbunden ist.“

„Mittelalterliches Denken“
In der Bevölkerung gehen die Wogen hingegen bereits hoch. In diversen sozialen Online-Medien wie etwa auf Twitter reagieren User überaus empört auf die Anzeige und werfen den Verantwortlichen „Sexismus“ und „rückständiges mittelalterliches Denken“ vor. Bezeichnenderweise hat sich ausgerechnet auch noch eine Weltklasse-Bodybuilderin, die in der Nähe wohnt, in die Auseinandersetzung eingemischt: „Wie kann man nur glauben, dass Frauen grundsätzlich schwach sein sollen. Es gibt zwar physiologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, aber auch Frauen können trainieren und genauso stark werden wie ihre männlichen Gegenüber. Ich hätte nicht gedacht, dass man so etwas heute noch denken kann.“

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