Pokémon Go – Wie man Marketing mit dem Smartphone-Spiel macht

Hamburg, 15. Juli 2016 – Angesichts der Smombies auf den Straßen, stellt man sich die Frage, ob „Pokémon Go“ nicht besser verboten gehört. Oder zumindest bei Geschwindigkeit oberhalb von 15 km/h automatisch abschalten sollte. Aber: Das neue Smartphone-Spiel, bei dem virtuelle Monster in realer Umgebung auf den Bildschirm des Handyse projiziert werden, ist ein echter Marketing-Hype. Jetzt stellte der erste Hotelier, Marco Nussbaum von Prizeotel (wer sonst?), die Frage: „Wurden diese niedlichen Tierchen auch in einem unserer Hotels gesichtet?“

Pokemon Prizeotel

Das Virtual-Reality-Spiel lockt Gäste an: „Denn mit der App ist es möglich, die Spieler an spezielle Orte zu lenken, indem dort Pokémon platziert werden“, berichtete das Marketing-Fachblatt „Werben & Verkaufen“.

Man könne für einen Euro einen Köder kaufen, der für eine halbe Stunde die kleinen Monster anlockt. Dies Gamer strömen so hinein, auf der Suche nach dem Tierchen. In den USA habe eine Pizzeria dies erfolgreich umgesetzt und so den Umsatz um 30 Prozent gesteigert, berichtete Bloomberg.

Wer also auf seine Location aufmerksam machen möchte, oder gestresste „Pokémon“-Jäger mit Erfrischungen versorgen möchte, setzt auf diese Art Marketing. der Markenrechts-Experte Thomas Schwenke weist darauf hin, dass man sich aus lizenzrechtlichen Gründen nicht als „Pokémon-Fangstelle“ bezeichnen darf, jedoch schreiben dürfe: „Bei uns können Sie auf Pokémon-Jagd gehen“.

Das Spiel sorgte bereits etliche Sondereinsätze der Polizei. Vor einem „Vapiano“-Restaurant in Kiel versammelten sich bis zu 30 Jugendliche auf der Suche nach den Monsterchen und blockierten dabei den Eingang; ihnen wurde von der Polizei ein Platzverweis ausgesprochen.

Pokémon Go in Bayern: Lapras vor Neuschwanstein gesichtet (Foto: by.TM)

Pokémon Go in Bayern: Lapras vor Neuschwanstein gesichtet (Foto: by.TM)

Auch in Bayern setzt man im Tourismusmarketing auf „Pokémon Go“: Vor Neuschwanstein im Allgäu wurde bereits das seltene Pokémon Lapras gesichtet. Aber auch an der technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität, am Regensburger Dom und im Englischen Garten in München wurden schon seltene kleine Monster entdeckt. Bayern Tourismus hat sich daher gemeinsam mit der Social-Media-Agentur User Centered Strategy aus Nürnberg auf den Weg gemacht, um die besten Spots für Arenen und seltene Pokémon in Bayern zu finden. Die Orte werden dann fortlaufend und in regelmäßigen Abständen auf dem Bayern-Blog auf Deutsch http://blog.bayern.by/pokemon-go-reisefuehrer-fuer-bayern/ veröffentlicht.


Weitere Hintergrundinformationen zum Marketing mit „Pokémon Go“:

Comments

  1. Tina Cogin says:

    Hoffe noch immer, dass die Darwin’sche Theorie das Smombie-Problem löst. Pokemon-Go könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Leider puschen immer wieder grün-alte-naive Polit-Gutmenschen der Natur ins Handwerk.

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