Grüner reisen – Worauf deutsche Urlauber Wert legen sollten

Piktogramm Green HotelierBerlin, 06. Juli 2016 – Der Appell ist deutlich: Wer etwas gegen den Klimawandel tun möchte, sollte auf Flugreisen verzichten. Das Umweltbundesamt mischt sich in den Tourismus ein. „Die umweltfreundlichste Urlaubsvariante ist der Urlaub auf Balkonien oder im Schrebergarten“, lehrt die Bundesbehörde. Angeraten werden Radtouren und Wanderurlaube. Wer es wirklich „grün“ möchte, sollte also auch auf Autos und E-Bikes (brauchen stinkendes Benzin oder Atomstrom) verzichten. Reine Muskelkraft ist gefragt – oder eben noch die Bahn, die mit angeblich 100 Prozent Ökostrom fährt.

Der Aufruf des Umweltbundesamtes macht deutlich, dass der Tourismus vor einem Umdenken steht. Noch werden giftiges Kerosin von der Energiesteuer und internationale Flüge von der Mehrwertsteuer befreit. Die „umweltschädlichen Subventionen“ seien zu stoppen.

Den „grünen Hotels“ spielt das in die Hände, so zum Beispiel der Marketingvereinigung Green Line Hotels. Gründerin Suzann Heinemann dachte bei der Gründung zunächst eher als Landhotels im Grünen, hat aber heute ihre Organisation auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit getrimmt. Die Hotels müssen sich dem Testverfahren des neuen Gütesiegels „Green Sign“ unterwerfen.

Nachhaltigkeit als strategisches Ziel im Tourismus ist noch immer Stückwerk in Deutschland. Im Herbst findet dazu erstmals ein wissenschaftliches Symposium an der Hochschule Heilbronn statt.

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