Revolution in der Hotellerie: Von Service-Robotern, Zimmer-Tablets und digitalen Lesezirkeln

Serviceroboter "Botlr" in den Aloft Hotels - Foto: Starwood HotelOldenburg, 10. Mai 2016 – Die Hotellerie steckt voll in der digitalen Transformation. Online-Buchungen und Gäste-Wlan sind längst der Standard, komplexe, digitalisierte Arbeitsprozesse und Kundenservices werden die Hotellerie von morgen in allen Bereichen revolutionieren.

Der Roboter an der Rezeption eines Hotels in einem japanischen Themenpark mag zunächst noch eine Ausnahme bleiben, aber Androide als Servicekräfte sind bereits Realität. In den amerikanischen Aloft Hotels beispielsweise kommen sie schon zum Einsatz, indem sie Getränke und Hygieneartikel auf die Zimmer bringen. Auf den Luxuslinern der Aida- und Costa-Flotten sollen sie die Passagiere ab diesem Sommer beim Einchecken und bei der Orientierung an Bord unterstützen. Schon bald werden sie auch als Kellner, im Roomservice, als Barkeeper, oder eben am Empfang arbeiten, prognostizieren Experten.

Testvisite mit Virtual-Reality-Brillen
Bei der Urlaubsuche helfen werden bald nicht mehr nur das Internet oder Tipps von Freunden, sondern auch neue digitale Tools wie Helikopter oder Drohnenvideos und Virtual-Reality-Brillen. Einer der Vorreiter bei letzterem ist das Unternehmen Interactive CMS mit seiner „VTL360 Virtual Lounge“. Damit können Reisebüros ihre Kunden das potentielle Reiseziel per 360-Grad-Brille schon vorab virtuell erkunden lassen. Bereits genutzt wird dies u.a. von den Reisebüros Derpart und Lufthansa City Center. Gerade bei komplexen Angeboten wie Kreuzfahrten ist dieser Service interessant, da Reisende das Schiff im Vorfeld genau unter die Lupe nehmen können. Brillen dieser Art werden natürlich auch in Hotels selbst zum Einsatz kommen, z.B. um Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anschaulicher anpreisen zu können.

Servicevideos aus der Vogelperspektive
Einige Reiseveranstalter wie Thomas Cook und Portale wie weg.de oder Expedia bieten mittlerweile aus dem Helikopter gefilmte Servicevideos an. So können potentielle Gäste Hotels samt Umgebung aus der Vogelperspektive anschauen und sich so ein genaues Bild ihres möglichen Reiseziels machen. Das entsprechende Tool nennt sich Heliview und wurde vom Berliner Unternehmen Traffics entwickelt. 13.000 Küstenkilometer u.a. der Balearen, der Algarve, der türkischen Riviera, des Roten Meeres und der Insel Rügen seien nach eigenen Angaben bereits abgefilmt. In den nachbearbeiteten Clips sind die kooperierenden Hotels mit Namen und Sterne-Bewertungen versehen und außerdem direkt verlinkt.

Das mobile Gerät als Full-Service-Fernbedienung
Vor Ort werden nicht nur bereits genannte Roboter mehr und mehr Serviceleistungen übernehmen. In den Hotels von morgen wird mit dem Tablet eingecheckt und die Zimmertür mit dem Smartphone geöffnet. Touchscreens, etwa in Tischen, sollen Unterhaltung bieten, ConciergeTipps geben oder die interaktive Speisen- und Getränkekarte präsentieren. Auch die klassische Zimmermappe wird durch ein hauseigenes Tablet ersetzt. Damit kann sich der Gast über die Services des Hotels informieren, die Klimaanlage bedienen, auf seine Daten in der Cloud zugreifen, oder einfach Zeitung lesen.

Ökologische Nachhaltigkeit dank digitaler Lesezirkel
An dieser Stelle setzt der Service des digitalen Lesezirkels Sharemagazines an. Das Oldenburger Unternehmen bietet über seine gleichnamige App mehr als 140 deutschsprachige Tageszeitungen und Magazine an, wie z.B. „Berliner Morgenpost“, „Hamburger Abendblatt“, „Brigitte“, „Bravo“, „11 Freunde“, „Stern“ oder „Business Punk“. Das stetig wachsende Angebot ist wie bei seinem analogen Vorreiter für den Leser kostenlos und kann in allen teilnehmenden Locations genutzt werden.

Neuester Partner von Sharemagazines sind Green Line Hotels. Die mit dem Gründerpreis der Universität Oldenburg bedachte App könnte in Zukunft Reisende in aller Welt mit ihrer jeweiligen Lieblingszeitung versorgen – ohne Papierverschwendung und tausenden Kilometern auf dem Buckel. Damit steht das Modell von Sharemagazines exemplarisch erfolgreich für eine weitere große Herausforderung, der sich das fortschrittliche Hotelgewerbe stellen muss. Nämlich die der Erwartungshaltung des modernen Erholungssuchenden an einen möglichst umweltfreundlichen Urlaub.

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