Tourismus: Auch 2016 wird ein Rekordjahr

Rekord im Tourismus: Hamburg legt um 3,4 Prozent zuBerlin/Brüssel, 07. Mai 2016 – Auch in diesem Jahr werden wir voraussichtlich einen starken Zuwachs im Tourismus verzeichnen. Die European Travel Commission (ETC) prognostiziert eine Zunahme von rund fünf Prozent an Ankünften in Deutschland. Im vergangenen Jahr erreicht die Zahl der Übernachtungen mit 436 Millionen (+3%) einen neuen Höchststand, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.

„Der Tourismus ist eine der wichtigsten Branchen in Europa und stellt ein leistungsfähiges Werkzeug dar, um die wirtschaftliche Entwicklung und das Beschäftigungswachstum zu fördern. Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und unvorhersehbarer Ereignisse sind die europäischen Regierungschefs dazu aufgerufen zu kooperieren, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhöhen und um das Bild eines anziehendes Touristenziels aufrechtzuerhalten“, erklärte dazu Eduardo Santander, Executive Director der ETC.

Positive Wirtschaftsindikatoren weisen auch weiterhin auf Interesse aus den USA hin, ein Markt der einen 5% Anteil an allen internationalen Ankünfte in Europa verzeichnet. China bleibt der zweitgrößte nicht-europäische Quellenmarkt trotz Bedenken aufgrund der nachlassenden Konjunktur oder der Implementierung von einschränkenden biometrischen Visabestimmungen im Ausreiseverkehr. Für diesen Markt wird erwartet, dass Ankünfte in Europa im Jahr 2016 12 Millionen erreichen. Gleichzeitig wird erwartet, dass steigende Reallöhne positiv zu Konsumausgaben beitragen. Positive Daten aus Kernfernmärkten sollten jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, da die Nachwirkungen der jüngsten Terrorattacken in Europa in den nächsten Monaten noch beobachtet werden müssen.

Der Bericht „European Tourism – Trends & Prospects steht zum kostenfreien Download zur Verfügung: http://www.etc-corporate.org/reports/european-tourism-2016-trends-and-prospects-(q1-2016)

Der Tourismus ist längst zu einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland geworden. Diese Fakten verdeutlichen, warum sich die Bundesregierung nun ein eigenes Ministerium zur Entwicklung des Tourismus schaffen muss:

  • 1,184 Milliarden Menschen waren weltweit über die Grenzen hinweg auf Reisen. Das waren noch einmal stolze 4,4 Prozent mehr als beim letzten Bestwert 2014.
  • Auch die Deutschen waren wieder rekordmäßig unterwegs: 1,67 Milliarden private Reisetage waren so viele wie nie und 1,8 % mehr als 2014.
  • Jeder Deutsche ist damit im Rahmen von Tages- und Übernachtungsreisen im In- und Ausland durchschnittlich fast 21 Tage gereist.
  • Von der Reisefreude profitiert Deutschland nachhaltig: Mit 436 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gab es 2015 erneut einen deutschen Rekord!
  • Besonders erfreulich: Deutschland bleibt gerade für Gäste aus dem Ausland ein Trendziel, das zeigt das überdurchschnittliche Übernachtungsplus in dieser Gruppe deutlich.
  • Das Gastgewerbe hat das sechste Jahr in Folge mehr umgesetzt und das stärkste Umsatzplus seit 1994 erreicht.
  • Die deutschen Flughäfen haben fast 216 Millionen Passagiere gezählt. Auch sie kamen auf ein deutliches Wachstum von knapp vier Prozent.
  • Allerdings gilt nach wie vor: Im internationalen Vergleich hinkt der deutsche
    Luftverkehr wegen zahlreichen nationalen Sonderbelastungen wie Luftverkehrsteuer oder Nachtflugverboten hinterher!
  • Allein die Reisen der Deutschen sichern fast 750.000 Arbeitsplätze in Entwicklungs- und Schwellenländern.
  • 15 deutsche Touristen schaffen einen Arbeitsplatz.
  • Die deutschen Touristen tragen fast 7 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt dieser Länder bei.
  • Tourismus kann definitiv helfen, Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen. Er bietet ungenutzte Potenziale für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit.

(Quelle: Bundesverband der Tourismuswirtschaft)

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