Seitensprung im Hotel – Sollen Hoteliers Moralapostel sein und die Gäste kontrollieren?

Deutsche haben gerne Sex am Samstag und nur ein Prozent macht's im BüŸro - ReprŠsentative Studie untersucht das Liebesleben der Deutschen - "Abenteuer Leben" zeigt die Ergebnisse in einer Spezialsendung am 5. Mai 2013 um 22.15 Uhr, bei Kabel Eins

Hamburg, 03. Mai 2016 – Der CEO von Booking, Darren Huston, wurde überraschend abgerufen, weil er ein Verhältnis mit einer Angestellten gehabt haben soll. Das wirft in der Hotellerie die Frage auf: Wie geht mit offensichtlichen Seitensprüngen im Hotel um? Soll man sich vom 45-jährigen Herrn und seiner blutjungen Begleiterin eine Heiratsurkunde beim Check-in vorlegen lassen? Müssen Hoteliers de facto regulierend eingreifen, wenn offensichtlich Untreue an der Tagesordnung ist?

„Wir stellen uns jetzt die Frage, ob wir Doppelzimmerbuchungen nur noch gegen Vorlage des Trauscheins realisieren dürfen oder ob ggf. das schriftliche Einverständnis des zuhause gebliebenen Ehepartners auch erlaubt ist“, postulierte Hotelier Haakon Herbst, Chef der Friends Hotels und Präsident der HSMA Deutschland. Man kann natürlich das etwas schlüpfrige Thema bagatellisieren und neue Zimmerkategorien wie „Sünder willkommen“, „wilde Ehen“ und „anständige Menschen“ schaffen.

Unter lebenslustigen Hoteliers wird das Thema, jungen weiblichen Reizen zu erliegen, ohnehin nicht überbewertet. Dennoch bleibt die Frage für die Schulung der Front-Office-Mitarbeiter bestehen, wie man mit offenkundigen Sexabenteuern (taktvoll) umzugehen habe.

Denn ein anderer Aspekt verlangt mehr Aufmerksamkeit: Im Schutze der Anonymität werden immer wieder Hotelzimmer zum Tatort für Kindesmissbrauch. Daher hat der Hotelier Lars Ellenberger mit seiner Frau Iuliia die Stiftung „Kinderblick“ gegründet, die nun in ganz Deutschland Hotelmitarbeiter entsprechend schulen will. Zahlreiche Hotels kooperieren bereits mit der Stiftung, darunter etliche Häuser der Marken Holiday Inn, Indigo, Ibis, Best Western und Crowne Plaza. „Ein Hotel ist ein Ort der besonderen Verantwortung, denn kein Hotelzimmer darf als anonymer Raum für Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgenutzt werden!“, so Ellenberger.

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