Airbnb ist eine Chance für Hotels und Revolution im Vertrieb – Digitale Hoteliers nach vorn!

Ein ungehöriger Zwischenruf von Chefredakteur Carsten Hennig – Hamburg, 27. April 2016 – Ist das Glas halb voll oder halb leer? Bei der Diskussion um Privatvermietungen – Synonym „Airbnb“ – geht es auch um philosophische Weltanschauungen. Der weiter wachsende Erfolg der Sharing-Economy-Plattformen zeigt, welche Vertriebswege gefragt sind. Hohe Usability, breites Angebot und stark vereinfachte Buchungsstrecken auch bei Mobilnutzung sind die Erfolgsfaktoren. Da können selbst führende OTA noch etwas von Airbnb lernen.

Davon dürfen sich Hotels eine Scheibe abschneidet: Airbnb bietet Authentizität - Anschluss an den Kiez (Screenshot: Airbnb)

Davon dürfen sich Hotels eine Scheibe abschneidet: Airbnb bietet Authentizität – Anschluss an den Kiez (Screenshot: Airbnb)

Warum setzt man in der Hotellerie nicht verstärkt auf den aufstrebenden Vertriebsweg Airbnb? Bei Serviced Apartments ist das längst opportun, wie die Novum Hotels in Kürze zeigen werden. Wenn der Marktanteil von Airbnb weiter wächst – in Deutschland gehe einer GBI-Untersuchung zufolge derzeit jede elfte Übernachtung an Privatvermieter – ist es an der Zeit, das Angebot in diesem Portal zu professionalisieren. Es gilt, neue Anteile in einem explodierenden Markt, wenn tatsächlich Privatwohnungen und -apartments neben offiziellen Hotels und Serviced Apartments angeboten werden dürfen, zu erobern. Zur Erinnerung: Der graue Markt der Mitwohnzentralen bestand bereits seit Jahrzehnten und war vor 10, 15 Jahren bei hohen Auslastungen wie in Berlin zur ITB relevant.

Es ist keineswegs abwegig, zu prognostizieren, dass wir in wenigen Monaten mit neuen Channel-Management-Systemen Zimmerverfügbarkeiten und Raten auch in Sharing-Economy-Portal distribuieren können. So wird das Studio im Hotel und das gediegene Apartment mit Kitchenetten im Serviced-Apartment-Haus sowohl in neuen Buchungssparten von Booking und Expedia sowie bei Airbnb, 9Flats und Wimdu annonciert werden. Fällt lediglich eine Buchungsprovision von drei Prozent an, wird man im Revenue Management diesen Buchungskanal weiter öffnen. Opprtun statt Opposition, lautet die Devise.

Disruptive Innovationen wie Airbnb, Wework und Uber sind starke Treiber einer Neuorientierung im Onlinevertrieb und Revenue Management. Ja, das Angebot wird dadurch verbreitert, aber nicht professionalisiert. Es ist an den Hotelbetreibern, ihre Arbeitsplätze in der Lobby („Living Room mitz Co-Working Spaces“), Restplätze beim Candlelight-Dinner im Restaurant und Massage-Treatments im Spa über schnell wirkende „Electronic Devices“ zu vermarkten. Die ständig neu geflutete Welt der Apps und des Direktmarketing ist wie der große, blaue Ozean, auf den wir, seien wir mal ehrlich!, doch gewartet haben.

Zu lernen, wie man in der laufenden, technischen Vertriebsrevolution die Übersicht behält, bedarf es Vordenker unter den digitalen Hoteliers und neuer Tech-Gurus, die uns zeigen, welche Apps und welche Portale wichtig werden und welches Denken die Generationen „XYZ“ hegen. Ein Think Tank in dieser Sache tut Not, noch mehr als Planungen für das Hotelzimmer der Zukunft.

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