Hotellerie hat noch Potenziale im Online-Marketing: Professionelle Dienstleister und gute Ausbildung entscheidend – Die eigene Website als „Hub“ – Wie man mehr Direktbuchungen generiert

Internet Web Online TechnologySalzburg, 22. April 2016 – Es gibt etliche neue Chancen im Online- und Social Media-Marketing. Das wurde bei Hotel-Workshop nun in Salzburg erneut allzu deutlich. Für Christian Gerauer von Reach Local ist und bleibt die eigene Website das zentrale Element im Online-Marketing. Sie ist wie ein Bahnhof oder Flughafen, an dem die User ankommen. Die Einbindung von Social Media, Youtube oder Instagram vermittelt Emotionen, die für die Urlaubsentscheidung von großer Bedeutung sind. Daneben gilt es aber auch die Mitarbeiter am Telefon entsprechend zu schulen, wird doch ein erheblicher Teil der Buchungen nach wie vor per Telefon generiert. Hier gilt es vor allem die Verkaufskompetenz zu verbessern und dem reinen „Order Taking“ den Kampf anzusagen, meinte Christian Gerauer, dessen Firma ReachLocal dreijähriges Bestehen in Österreich feiert.

Wichtig bleiben Google Hotel-Ads: Sher Khan von Seekda meinte, dass er als Österreicher stolz darauf sei, mit Seekda einen der wenigen österreichischen Technologieanbieter mit an Bord zu haben. Buchungen über Google Hotels Ads landen mit dem Seekda-Channel-Management direkt beim Hotel. Das provisionsbasierte Abrechnungsmodell von Google sorgt dafür, dass sich die Vertriebskosten in Grenzen halten. Widchtig sei, dass die Daten beim Hotel landen und damit für weiterführende Akquisitionsmaßnahmen genutzt werden können. Aus den Daten zu lernen, um den Kunden ein individualisiertes Angebot zu unterbreiten, ist dabei die größte Herausforderung.

Gute Geschichten mit kleinem Budget erzählen
Jürgen Schlotze, Blogger und Storyteller, verdeutlichte, dass ein und derselbe Tatbestand in verschiedenen Geschichten aufbereitet, Social Media Netzwerke beleben und das Angebot interessant machen. Dabei ist die zielgruppengerechte Aufbereitung der Inhalte besonders wichtig. Am Beispiel einer Ferienregion präsentierte er die Notwendigkeit Inhalte auf der eigenen Website, Facebook und Twitter differenziert darzustellen und erteilte damit dem einfachen Kopieren eine Absage. „Wir müssen die User zur richtigen Zeit am richtigen Ort abholen und mit den erzählten Geschichten sowohl Inhalte, als auch Emotionen vermitteln“, meinte Jürgen Schlotze. Dabei geht es vor allem um die Professionalisierung jener, die diese Inhalte gestalten und vermitteln.

„Mobile“ Webseiten werden wichtiger
Oliver Wolf von der Österreichischen Hoteliersvereinigung (ÖHV) präsentierte die Ergebnisse einer Roland-Berger-Studie, laut der 55 Prozent der Suchanfragen zum Thema Reisen von mobilen Endgeräten abgesetzt werden. 18 Prozent der Onlinebuchungen werden bereits mobil getätigt, die Tendenz ist stark steigend. Diesem Trend folgt die Hotellerie erst teilweise, sind doch lediglich 50 Prozent der Hotelwebsites für mobile Endgeräte geeignet. 44 Prozent der Bevölkerung gelten als so genannte „Digital Natives“, sind also mit den digitalen Anwendungen bestens vertraut. Während zwei Drittel der Hoteliers die Stammdaten ihrer Gäste systematisch erheben, verwendet nicht einmal die Hälfte davon diese Daten für die Planung oder zur Gestaltung individueller Angebote. Lediglich die Hälfte aller befragten Hoteliers stuft sich selbst als digital fortgeschritten ein.

Marketing messbar machen
Harald Hafner, Präsident des Travel Industry Club Austria widmete sich dem Controlling der Onlineaktivitäten. Sein Ratschlag „Investieren Sie kein Geld ins Marketing, wenn Sie nicht wissen, was Sie damit erreichen möchten“, setzt auf strukturierte und systematische Planung. Mit Soll-/Ist-Vergleichen wird dabei ein lernendes System in Gang gesetzt, dass im Laufe der Zeit besser und klüger werden lässt. Statt der „Gießkanne“ empfahlen die Teilnehmer, auf Zielgruppen zu setzen. Statt Bauchgefühl sollten messbare und realistische Ziele formuliert werden. Marketing funktioniert dann, wenn das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt zur richtigen Person kommt. Die in der Hotellerie übliche Praxis, ein und dieselbe Maßnahme zugleich an alle Kundenadressen zu richten, wird damit eine klare Absage erteilt.

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