Nachhaltig Reisen: Rat für Nachhaltige Entwicklung empfiehlt Verzicht auf Flugzeug und Auto

Piktogramm Green HotelierBerlin – Wer guten Gewissens in den Urlaub reisen möchte, sollte möglichst auf Flugzeug und Auto verzichten. Das empfiehlt der Rat für Nachhaltige Entwicklung in der aktuellen Ausgabe seines Online-Einkaufsführers nachhaltiger-warenkorb.de. Rund 85 Prozent aller Urlaubsreisen tätigen die Deutschen mit den wenig nachhaltigen Verkehrsmitteln Auto und Flugzeug, Tendenz steigend. Das geht zulasten der Umwelt, denn durch Flugreisen oder Autofahrten entstehen Treibhausgase, die den Klimawandel beschleunigen. Wer dagegen konsequent auf Flugzeug oder Auto verzichtet, kann seinen CO2-Fußabdruck um mehr als 20 Prozent senken.

Alternativen zu Flugreisen suchen
Gerade für Strecken innerhalb Deutschlands sind die Bahn oder Fernbusse nachhaltige Alternativen zum Flugzeug. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung rät daher insbesondere beim kurzen Urlaub zu Reisezielen innerhalb Deutschlands. Die meisten sind bequem per Zug zu erreichen, die Reisenden können zudem problemlos das Fahrrad mitnehmen. So sind sie am Urlaubsort mobil und umweltfreundlich unterwegs. Der Mehraufwand an Zeit gegenüber einer Flugreise erweist sich auf den zweiten Blick oft als gering, da bei Flugreisen Anfahrtswege und lange Wartezeiten hinzukommen. Wer ehrlich rechnet, rechnet von Tür zu Tür.

An Siegeln orientieren – auch beim Camping
Mit der Wahl der Unterkunft lässt sich der CO2-Ausstoß beim Reisen ebenfalls beeinflussen. Die Siegel „Viabono“, „Bio-Hotels“ und das „Europäische Umweltzeichen“ zeigen an, dass eine Unterkunft Nachhaltigkeitsstandards gerecht wird. Beim Urlaub im Zelt oder Wohnwagen gibt das Logo des Vereins „ECOCAMPING“ Orientierung. Es weist Campingplätze aus, die besonders ressourcenschonend betrieben werden.

Ohne schlechtes Gewissen fliegen
Ein Flugzeug stößt auf einer Strecke von 100 Kilometern mehr als doppelt so viel CO2 pro Person aus wie ein Pkw und sogar fast zehnmal so viel wie ein Zug. Urlaubsreisen mit dem Flugzeug lassen sich aber nachhaltiger gestalten, indem Reisende mindestens zwei Wochen an ihrem Urlaubsort verbringen. Für das CO2, das beim Flug entsteht, können Passagiere einen Ausgleich leisten, indem sie für Klimaschutzprojekte spenden. Manche Fluggesellschaften und Flughäfen bieten diese Option bei der Buchung an. Wirkungsvolle Projekte zur CO2-Kompensation erkennen Verbraucher am Siegel „The Gold Standard“. Ihm attestiert der Nachhaltigkeitsrat ein Mindestmaß an Transparenz und Glaubwürdigkeit.

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