Warum Hotels künftig Kameradrohnen abwehren müssen

Weltmarktführer DJI bringt neue Kameradrohne auf den MarktHamburg – Immer mehr Kameradrohnen sind auf Promi-Jagd: Monatlich werden weltweit rund 400.000 neue Drohnen verkauft, etliche davon können sog. 4K-Kameras für hochauflösende Aufnahmen tragen. Hotels werden nun international darauf aufmerksam. Um die Privatsphäre ihrer Gäste zu schützen, planen die ersten Häuser in Dubai den Einsatz von elektronischen Früherkennungssystemen.

„Drone Tracker“ des deutschen Anbieters Dedrone gelten als derzeit marktführend. Bis zu 20 anfliegende Drohnen können gleichzeitig ausgemacht werden, mittels vielfältiger Systeme wie HD- und Infrarot-Kameras, Schallanlayse und elektronischer Sendedaten. Jede detektierte Drohne wird mit einer ständig erweiterten Datenbank verglichen und analysiert, um welches Modell es sich handeln könnte. Dies lässt Rückschlüsse auf den Zweck des Drohnen-Anflugs zu.

Immer öfter werden ungenehmigte Kameraflüge mit Drohnen unternommen, um z.B. Promis wie Michael Schumacher oder „Erlkönig“ der Autohersteller aufnehmen zu können. Auch in der Tophotellerie ist dies als neues Ärgernis erkannt; es gelte (prominente) Personen oder Staatsgäste mit elektronischen Systemen zu schützen. Bei Luxusresorts, in der Tagungshotellerie und auch für offizielle „Gipfelhotels“ seien Erkennungssystem wie der „Drone Tracker“ ein neuer Standard, heißt es dazu.

Ist eine anfligende Kameradrohne einmal ausgemacht, gilt es schnell zu handeln:

  • Gäste sind in Sicherheit zu bringen
  • Sicht durch Jalousien und Vorhänge versperren
  • Gelände nach abgeworfenen Gegenständen absuchen
  • Drohnenpilot suchen

Der Einsatz von elektronischen Abwehrkanonen, sog. Jammer, und anderen Technologien zur Aussendung von elektromagentischen Impulsen (EMP), ist untersagt. Bislang versucht man bei häufigen Anflügen von Kameradrohnen, wie zuletzt bei einer VW-Aktionärsversammlung, diese mit Netzen zum Absturz zu bringen.

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