Statt steifer Etikette: Gemütlichkeit punktet bei Deutschen mehr als Tischmanieren – Was für die Bundesbürger einen geselligen Abend ausmacht

Kneipe (Foto: Alois Müller/Dehoga)Berlin – Geselligkeit und Gastlichkeit haben für die Deutschen einen sehr hohen Stellenwert. Kein Wunder, dass für die Bundesbürger ein gemeinsames Essen in der entspannten Atmosphäre der eigenen vier Wände einen gelungenen Abend ausmacht. Dies hat eine Umfrage von La Belle Assiette unter 350 Teilnehmern ergeben.

Was bedeutet Geselligkeit für die Deutschen?
Ein geselliger Abend ist für die Bundesbürger der perfekte Tagesausklang. 93 Prozent schätzen daran besonders das gemütliche Beisammensein und den Spaß den man dabei mit seinen Freunden hat (72%). Für die große Mehrheit der Befragten (72%) ergibt sich die „German Geselligkeit“ dabei aus dem sozialen Umfeld. Für 53 Prozent ist sie eher ein Charakterzug und knapp 40 Prozent sehen sie als Teil unserer Kultur an.

Was macht einen gelungenen Abend aus?
Ganz klar, die Deutschen lieben es zwanglos. Für zwei Drittel der Befragten gehört zu einem gelungenen Abend, ungezwungen Spaß zu haben und mit Freunden eine tolle Zeit zu verbringen (61%). Fast die Hälfte gab dabei an, dass sie am liebsten zu sich nach Hause einlädt (44%). Wenig erstaunlich ist, dass für nur 13 Prozent das Einhalten guter Manieren über die Qualität des Abends entscheidet. Anstatt steifer Etikette zählt für die Deutschen vielmehr eine entspannte Atmosphäre (86%) und die Qualität des Essens (73%). Für fast zwei Drittel zählt außerdem, wer mit am Tisch sitzt. Dabei haben die Deutschen am liebsten Gäste, die Humor besitzen (93%) und entspannt (82%) sowie freundlich sind (72%).

Was steht einem geselligen Abend im Wege?
So sehr die Deutschen es auch genießen, zum geselligen Abend zu laden, so gibt es doch einige Dinge, die für Unmut sorgen. So bemängelt über ein Drittel der Befragten, dass man viel zu viel Zeit in der Küche verbringt und nur wenig von den Gästen hat. Bei einer durchschnittlichen Zubereitungszeit von über zwei Stunden und einer weiteren guten Stunde, die man mit dem Abwasch und Aufräumen verbringt, kein Wunder. Hinzu kommt der Stress beim Kochen, der 28 Prozent nervt. Perfektionistisch wie die Deutschen sind, haben fast 30 Prozent außerdem Angst davor, die Gäste nicht zufriedenstellen zu können. Erstaunlich, dass dennoch knapp 80 Prozent alles selbst zubereiten. Nur elf Prozent kochen gemeinsam mit ihren Freunden, wobei die Deutschen meist zwei bis vier Gäste einladen (59%). Ein Drittel bewirtet im Durchschnitt gar fünf bis acht Personen. Bei einem durchschnittlichen Budget von 10 bis 35 Euro (69%) beziehungsweise 36 bis 50 Euro (16%) allerdings kein Problem – die Deutschen lassen sich einen geselligen Abend also durchaus etwas kosten.

„Geselligkeit ist ein großes Thema in Deutschland. Freunde zu sich einzuladen und gemeinsam eine gute Zeit bei leckerem Essen zu verbringen, ist eine der liebsten Freizeitaktivitäten der Bundesbürger. Allerdings ist das Kochen für den Gastgeber mit viel Zeit und Nerven verbunden. Wer mehr als nur fünf Minuten zwischen den Gängen mit den Gästen verbringen will, sollte entweder gemeinsam kochen oder einen Privatkoch in die eigenen vier Wände bestellen“, erklärte Henri Huselstein, Geschäftsführer Deutschland von La Belle Assiette.

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