Weniger Flüchtlinge kommen an: Endet die Glückssträhne für notleidende Hotels?

Ramada Hotel Frankfurt/Oder: Kein Heim für Flüchtlinge mehr (Foto: H-Hotels)Berlin – Der EU-Pakt mit der Türkei verringert den Flüchtlingsstrom, vorerst. Das hat auch Folgen für die Hotellerie, da nun Städte und Gemeinden weniger Unterkünfte benötigten, wie sich am aktuellen Beispiel des bisherigen Ramada Hotels in Frankfurt/Oder zeigt. Das Vier-Sterne-Haus war für bis zu 400 Flüchtlinge angemietet worden, Medienberichten zufolge für 50 Euro inkl. MwSt./Tag pro Person.

Nun soll damit Schluss sein. Nach sieben Monaten als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber wird der Vertrag zu Ende März beendet, berichtete der rbb. Ob es weiteren Bedarf gebe, sei noch nicht absehbar. Zeitweise hatte das Land Brandenburg das Hotel für bis zu 20.000 Euro am Tag angemietet.

Wie aus einem notleidenden Hotel doch noch ein (lukratives) Heim für Flüchtlinge werden kann, verdeutlicht ein Beispiel aus dem Berchtesgadener Land. Das Wellnesshotel Hochkalter im Ramsau musste Medienberichten zufolgende wegen Brandschutzmängeln schließen – könnte nun aber Unterkunft für rund 120 Asylsuchende werden. Ob doch noch eine Grundsanierung gelingt und der kommerzielle Hotelbetrieb wieder aufgenommen werden kann, bleibt fraglich.

Aktuelle Statistiken zur Entwicklung der Asylsuchenden sind hier abrufbar: http://www.bamf.de/DE/Infothek/Statistiken/Asylzahlen/asylzahlen-node.html


 

Sehen Sie dazu bei HOTELIER TV:

Comments

  1. Tja, was war es denn wirklich? Die Rettung „notleidender Hotels“ oder vielleicht doch nur die vom Steuerzahler subventionierte Verzögerung einer dringend notwendigen Marktbereinigung?

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