Immer mehr Gäste aus dem Ausland machen deutsche Hotels voll

Hotels haben Hochkonjunktur (Foto: Stokpic.com)Berlin – Bleibt der Tourismus auf dem Hochflug? In Zeiten den Terrors und Grenzschließungen werden die Prognosen für das Reisejahr zurückhaltender. Zu erwarten ist eine Zunahme beim Urlaub der Deutschen im eigenen Land. Ob auch weiterhin immer mehr Gäste aus dem Ausland nach Deutschland kommen, bleibt abzuwarten. Just der Zustrom an ausländischen Übernachtungsgästen (79,7 Millionen Roomnights, 18% Marktanteil) macht das Plus im Tourismus aus.

Im vergangenen Jahr profitierten zahlreiche Hotels von der starken Konjunktur: Das Park Inn am Alexanderplatz in Berlin erreichte mit 89,5 Prozent einen Höchstgrad an Auslastung und einen neuen Spitzenumsatz mit 36 Millionen Euro. Auch die Maritim Hotels konnten ihren Umsatz wieder steigern, auf 475,1 Millionen Euro (2014: 448,2 Mio. Euro). Und die Welcome Hotels (15 Häuser/1.900 Zimmer) steigerten den Jahresumsatz auf 64,7 Millionen Euro (+4%); Auslastung und Revpar wuchsen um drei bis vier Prozent.

Mehr als die Hälfte der Deutschen (57%) plant 2016 einen Urlaub in der Heimat, fand nun groupon.de in einer Umfrage unter 1.100 Nutzern heraus. Zu den Topdestinationen in Deutschland innerhalb der letzten fünf Jahre gehören Berlin, Region Ostsee, Bayerischer Wald und die Mecklenburgische Seenplatte. Unabhängig von der Reisedestination belegen Städtetrips (75%) Platz 1 der beliebtesten Reise-Arten. Gefolgt von Wellness-Urlauben (69%), Strandurlauben (55%), Kultur-Reisen (40%) und Kreuzfahrten (36%).

Obwohl zahlreiche Reisebuchungen wohl immer kurzfristiger erfolgen werden, die Tourismusexperten einschätzen, sind die Deutschen an Fernreisen weiterhin sehr interessiert: Reiseveranstalter Alltours verzeichnete aktuell 25 prozent mehr Nachfragen nach Reisezielen in Spanien, u.a. auf den Kanarischen Inseln. Die eigenen Hotelkapazitäten werden daher weiter ausgebaut: Mit nunmehr 27 Ferienanlagen sein Allsun die größte deutsche Hotelkette in Spanien; im vergangenen Jahr checkten insgesamt 250.000 Gäste aus Deutschland ein.

Auch bei den Flügen gab es eine neue Höchstmarke: Insgesamt 85,1 Millionen Flugpassagiere reisten 2015 von deutschen Flughäfen ins Ausland, 3,5 Millionen mehr als 2014, teilte das Statistische Bundesamt anlässlich der ITB in Berlin mit. Europäische Flughäfen waren auch 2015 das bedeutendste Ziel mit 63,4 Millionen Passagieren (+4,1%), was etwa drei Viertel aller Auslandsflugreisen entspricht. Nach Amerika reisten 9,0 Millionen Passagiere. Das waren 2,3 Prozent mehr als 2014. Eine stark überdurchschnittliche Wachstumsrate von zehn Prozent gab es dabei für die Karibik. Am stärksten stieg die Zahl der Flugpassagiere nach Asien mit einem Zuwachs von 8,1 Prozent. 2015 flogen dadurch erstmals mehr Passagiere nach Asien als nach Amerika. Die Zahl der Flugreisenden nach Afrika nahm um 3,8 Prozent zu, wobei sich die einzelnen Flugziele sehr unterschiedlich entwickelten: Die tourismusbezogene Destination Hurghada in Ägypten kam auf ein Plus von mehr als einem Fünftel (+21,6%), während in Tunesien (-35,6%) die für den Ferienflugverkehr wichtigen Flughäfen Endfidha (-47,8%) und Djerba (-45,9%) starke Rückgänge hatten.

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