Paläo Food im Trend: Wie sich das Jahr des Fleisches auf die weitere Entwicklung der Gastronomie auswirkte – Eine nicht ganz ernst gemeinte Vision

Schildkröte - Foto: WWF-Canon/Roger LeGuenBerlin – Es begann mit einer harmlosen Zeitungsmeldung: Das älteste Gericht der Welt ist Schildkrötensuppe. Forscher fanden Unmengen versteinerte Schildkrötenpanzer in einer 400.000 Jahre alten Höhle in Israel. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen konnte: „Paleo Food“ entwickelte sich zum neuen Geheimtrend in der Gastronomie.

Ein ungehöriger Zwischenruf von Carsten Hennig

Im Rückblick erscheint die umwälzende Branchenentwicklung ein wenig grotesk: Auf den üblichen Frühjahrsmessen mussten neue Food-Hallen mit Gehegen für Lebendtiere sowie Außenflächen für Weiden und Futterlagerung eingerichtet werden. Verhandlungen der Messegesellschaften, die „Grüne Woche“ und die „Internorga“ zu verschmelzen scheiterten dennoch.

Convenience-Food brauchte man nun nicht mehr: Köche und F&B-Manager müssen heute ihre Rohwaren in riesigen Markthallen, die zu lebensnahen Wildgehegen umgebaut werden, selbst erleben und zerlegen. Cash & Carry wurde so von „Shoot & Cook“ abgelöst.

Zur Ausbildung in Küchen gehört nun Waffenkunde und Jagdtaktik. Der Beruf erlebt eine wahre Renaissance und erfährt enormen Zulauf von „Echten Wilden“.

In Berlin kam es zu schweren Verletztungen, als verfeindete Sterneköche im Jagdeifer auf ein besonders zartes Rehkitz sich gegenseitig mit Armbrüsten beschossen.

In der Spitzengastronomie entwickelte sich ein ein neuer Dienstleistungszweig prächtig: Angelernte Zahnarzthelfinnen feilten mehrere Zähne von Gästen spitz, damit diese das rohe Fleisch besser verzehren könnte. Erschreckende Szenen des Hollywood-Stars Leonardo du Caprio aus einem Kinofilm hatten dazu den Anstoß gegeben.

Zu den Schattenseiten der wieder entdeckten Paläo-Kultur zählen offene Feindseligkeiten gegenüber reinen Gemüseverzehrern, früher „Veganer“ genannt. Die alte Weisheit, Vegan bedeute nur „Zu faul zum jagen“ habe sich bewahrheit, skandierten überraschenderweise junge, wenig bekleidete Frauen in den alltäglichen „Beef“-Happenings. Frischfleisch-Parties haben heute ganz andere Bedeutungen.

Wenig Verständnis fanden Übergriffe auf Wissenschaftlinnen aus der NGO-Szene, die vor der gesellschaftlichen Enthemmung aus der „Fleisch“-Manie warnten. Bischöfe, Rabbis und Imame wähnten sich machtlos angesichts der Verweltlichung der kulinarischen und körperlichen Gelüste.

2016 ging als „Jahr des Fleisches“ in die Annalen ein, mit Folgen…

Comments

  1. Peter Dresel says:

    Hoffentlich ist der Beitrag wirklich nur ein Fake.
    Oder sind wir schon dabei uns zu Primaten zurück zu entwickeln?

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