Achtung, Sie betreten die Todeszone! – Wie vor salzhaltigen Speisen in Restaurants gewarnt werden müsste…

Berlin – Ein ungehöriger Zischenruf von Chefredakteur Carsten Hennig:
Obacht, wer sich auf zuviel Convenience-Produkte der Food-Industrie einlässt, läuft Gefahr von eder Allgemeinheit ausgeschlossen zu werden. Denn: Ist zuviel Salz in den Speisen enthalten, wird ein offizielles Warnschild an die Tür geklebt, so eine Art „Gesundheits-Kuckuck“. In New York City ist das jetzt so.

Warnung vor zuviel Salz in den Speisen - Neues Warnschild für Restaurants (Grafik: NYC Health Department)

Im Big Apple müssen Restaurants mit einem kleinen Salzstreuer-Symbol auf Gerichte hingewiesen werden, die 2,3 oder mehr Gramm des vor allem in Salz vorkommenden Natriums enthalten. Wer sich nicht daran hält, muss 200 US-Dollar Strafe zahlen. Die spinnen die Amis, denken Sie jetzt? Vorsicht, diese Nachricht haben garantiert auch ideologisch geprägte Gutmenschen mit starkem Sendungsbewusstsein in bestimmten Ministerien in Deutschland gelesen … auf eine solche Idee, vor einem Gastro-Betrieb zu warnen, werden so manche hierzulande auch noch kommen. Wahrscheinlich ist die Salz-Warnung leichter durchzusetzen als ein Hygiene-Smiley.

Jeder Trend erzeugt einen Gegentrend – und so präsentieren flugs erste Medienmacher Prüfsiegel für „saubere und gesunde Küche“, natürlich nach dem Selbstcheck und kostenpflichtig. Restauranttester der großen Guides müssen künftig mit Handtestgeräten den Natriumgehalt in den Speisen messen, was anonyme Tests unmöglich macht. In der EU-Kommission bereitet man eine neue Einschränkung des Gastro-Marketings vor – Werbung für Restaurants darf künftig nur noch mit Beipackzetteln und ausführlicher Angaben von Salzgehalten in Standard-Speisen erfolgen.

Der Handel mit gefälschten Meersalzen in der Spitzengastronomie wird einbrechen, prognostizieren Fachjournalisten. Ökotrophologen machen auf mögliche Schlupflöcher im F&B-Management aufmerksam: Aufwändig angepasste Rezepturen von Würzmitteln wie „Maggi“ würden nicht unter die Salz-Richtlinie fallen, aber fade Speisen ebenso aufpeppen wie ehemals mit dem Salzstreuer. Die nötige Authentizität für diese Produktbehauptung verleihen neue Prüfsiegel eines großen technischen Vereins.

Im Jahr 2030 fragte dann ein Zehnjähriger seine Eltern, was damit gemeint sei, wenn man lese: Ist die Suppe versalzen, ist der Koch verliebt …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: