Mitarbeiterentwicklung durch Weiterbildung(en)

Hotel Bankett Mitarbeiter Gedeckter Tisch (Foto: Dehoga Cordula Giese)Berlin – Seinen Status als „Exportweltmeister“ und führende Wertschöpfungsnation verdankt Deutschland vor allem seinen Fachkräften. Doch insbesondere durch die demographische Entwicklung dürften diese Fachkräfte in absehbarer Zukunft knapp werden. So werden in den nächsten Jahren etwa 230.000 Kraftfahrer und 175.000 Beschäftigte in den Pflegeberufen in Rente gehen und es herrscht akuter Nachwuchsmangel. In vielen anderen Branchen, wie auch dem Hotelgewerbe, sieht die Situation nicht besser aus. Durch Maßnahmen zur gezielten Weiterbildung von Mitarbeitern können Unternehmen diesem drohenden Mangel vorbeugen und gleichzeitig ihre Angestellten motivieren und langfristig an den Betrieb binden.

Die Hotellerie hat die Wichtigkeit von Mitarbeiterweiterbildungen längst erkannt. An Bildungseinrichtungen wie der Deutschen Hotelakademie können Hotelangestellte und Auszubildende ihre Kenntnisse rund um die Branche erweitern und ihr Potenzial ausschöpfen. Viele Hotelbetriebe unterstützen ihre Mitarbeiter und Azubis bei dieser Fortbildung, indem sie die Weiterbildungskosten ganz oder teilweise finanzieren.

Personalentwicklung - Schaubild

Vorteile der Mitarbeiterentwicklung für Angestellte
Der Anreiz für die Angestellten im Hotelgewerbe, an derartigen Weiterbildungen teilzunehmen, liegen auf der Hand: Mit dem Fortbildungszertifikat im Rücken eröffnen sich ihnen völlig neue Karriereoptionen in ihrem Unternehmen. Häufig suchen sich junge Bewerber ihre Arbeitgeber sogar gezielt danach aus, ob diese entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten und transparente Karrierewege anbieten.

Auch die Unternehmen profitieren
Hieraus ergibt sich auch ein direkter Vorteil für die Arbeitgeber: Weiterbildungsangebote können den Bewerbern als attraktive Zusatzkondition angeboten werden. Darüber hinaus führt Mitarbeiterentwicklung in der Regel stets auch zu Mitarbeiterbindung. Denn durch die Möglichkeit der innerbetrieblichen Weiterentwicklung steigt für die Angestellten auch der Anreiz, ihre gesamte Karriere im Unternehmen zu verbringen. Den Mangel an qualifizierten Kräften auf dem Arbeitsmarkt können Unternehmen also durch gezielte Entwicklung ihrer Arbeitnehmer umschiffen.

Individuelle Förderung ist wichtig
Für ein gelungenes Konzept zur Mitarbeiterentwicklung reicht es jedoch längt nicht mehr aus, den Angestellten allgemeine Angebote wie ein berufsbegleitendes Studium zu bieten. Stattdessen kann das Potenzial der einzelnen Mitarbeiter nur dann optimal erweitert und genutzt werden, wenn gezielt auf deren Stärken und Schwächen eingegangen wird. Deshalb beinhaltet der Berufsstart im Gastgewerbe beispielsweise eine Orientierungsphase, in der die Angestellten von der Küche bis zur Buchhaltung Erfahrungen in den einzelnen Bereichen sammeln und sich dann für eine Tätigkeit entscheiden können, die am besten zu ihrem Profil passt. Hier setzt dann die eigentliche Mitarbeiterentwicklung an, die etwa Köchen durch Weiterbildungen den Weg zum Küchenchef ebnet.

Azubis sind die Führungskräfte von morgen
Während Auszubildende in vielen Branchen nach wie vor hauptsächlich als billige Arbeitskräfte gesehen werden, die nur bis zum Ende ihrer Ausbildung im Unternehmen bleiben, ist der Anteil von Übernahmen direkt aus Ausbildungsverhältnissen in Hotellerie und Gastronomie vergleichsweise hoch. Für die Auszubildenden selbst hat das den Vorteil, dass sie nach der Ausbildung direkt in den Beruf starten können, ohne dabei auf Karrieremöglichkeiten verzichten zu müssen, die in anderen Branchen nur durch ein Studium zu erreichen sind. Die Hotels können dagegen den Kostenvorteil der Beschäftigung von Azubis mit gezielter Mitarbeiterweiterentwicklung kombinieren und so die Anzahl und Qualität ihrer gut ausgebildeten Fachkräfte deutlich erhöhen.

Organisierung der Mitarbeiterentwicklung durch Managementsoftware
Gerade in der Hotellerie ist die Mitarbeiterentwicklung aufgrund der hohen Anzahl der Beschäftigten ein umfangreiches und komplexes Unterfangen. Deshalb greifen die Personalabteilungen auf Software zur Unterstützung des Bewerbermanagements zurück, die bei der langfristigen Planung und Durchführung der entsprechenden Maßnahmen hilft. So lassen sich etwa zukünftig auftretende Zertifizierungsmängel frühzeitig erkennen und durch entsprechende Entwicklungsmaßnahmen vermeiden. Auch die Verwaltung des unternehmensinternen Mitarbeiterentwicklungsbudgets ist ohne eine entsprechende Software kaum zu bewerkstelligen.

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