Inflationsrate 0%: Wie entwickeln sich nun die Hotelpreise?

Berlin – Die Inflationsrate ist im September auf Null gefallen. Hauptursache dafür sind gesunkene Energiepreise (knapp -10%). Dies kommt auch der Hotellerie und Gastronomie zugute. Beim Einkauf von Food musste man mit moderaten Preiserhöhungen (+0,5% gegeüber dem Vormonat August, +1,1% im Vergleich zu September 2014) rechnen.

Welche Auswirkungen dies auf die Zimmerpreise hat, bleibt abzuwarten. Hotel.de hat im aktuellen „Hotelpreisbarometer“ sinkende Übernachtungskosten (-2,4% auf durchschnittlich 88,48 Euro) ausgemacht.

Dabei präsentieren sich im Jubiläumsjahr – trotz 25 Jahren Deutscher Einheit – Ost- und Westdeutschland nicht gerade einheitlich. Während sich die ostdeutsche Hotellerie vor allem unter den günstigsten Städten Deutschlands positioniert, rangiert in den Top 10 der teuersten Städte lediglich das ehemals geteilte Berlin mit durchschnittlich 102,89 Euro auf Platz sieben.

Als aktueller Spitzenreiter in Deutschland präsentiert sich München – das Oktoberfest lässt grüßen. Allerdings besuchten die diesjährige Wiesn rund 400.000 Gäste weniger, was sich auch auf die Übernachtungskosten auswirkte. Gegenüber dem Vorjahr konnten Zimmersuchende zur Wiesnzeit mit einem durchschnittlichen Hotelpreis von 202,72 Euro rund fünf Prozent sparen, im gesamten September mit 142,38 Euro je Nacht und Zimmer im Durchschnitt fast zehn Prozent. Tiefer in die Taschen greifen mussten Hotelgäste dagegen in Frankfurt (+8,95% auf 116,60 Euro), denn die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) zeigte sich vom VW-Abgas-Skandal offensichtlich unbeeindruckt. In die Messehallen strömten rund 50.000 Autofans mehr als bei der IAA vor zwei Jahren.

Doch nicht alle Businessmetropolen sind so teuer. Düsseldorf beispielsweise liegt mit einem Rückgang der Übernachtungskosten um 5,51 Prozent auf 89,20 Euro auf Platz 25 im Hotelpreisranking. Auf Rang neun präsentiert sich zwar die Hamburger Hotellerie, doch auch hier konnten Gäste mit 102,48 Euro je Nacht und Zimmer gegenüber dem Vorjahr deutlich sparen.

In Ostdeutschland kosten Zimmer nur die Hälfte
Die günstigsten Hotels finden sich in Ostdeutschland. Im Durchschnitt kosten Zimmer hier oftmals nicht einmal halb so viel wie beim Spitzenreiter München. Preiswerter kann man in Deutschland kaum Urlaub machen, denn die Städte und das Umland bieten zudem ein vielfältiges Angebot an Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur. Zimmer in Halle und Magdeburg kosten nur knapp über 60 Euro. Und selbst Dresden mit den zahllosen historischen Bauwerken und Museen ist für durchschnittlich 70 Euro je Nacht und Zimmer ein Schnäppchen. „Im Hotelbereich ist die deutsche Einheit noch nicht angekommen. In unseren regelmäßigen Auswertungen präsentiert sich die ostdeutsche Hotellerie oftmals günstiger, sauberer und freundlicher“, lobte Jörg Malang, Chief Product Officer bei hotel.de.

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