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Presseschau vom 17. Februar 2010 – Mehrwertsteuersenkung wirkt: Immer mehr Hotel senken die Preise und investieren kräftig

(Landsberg/Lech, 17. Februar 2010) Eine großartige Leistung: In ganz Deutschland senken Hoteliers die Zimmerraten und investieren kräftig. Bereits zum fünften Mal berichten Dehoga-Bundesverband und IHA von zahlreichen Hotelbetrieben, bei denen die Mehrwertsteuersenkung einen neuen Leistungsschub ausgelöst hat. Die hervorragende Pressearbeit der Branchenverbände macht damit deutlich, dass die als Klientelpolitik abgewertete Steuersenkung allen zugute kommt – den Gästen durch sinkende Preise und den Zulieferer und Ausstattern durch Millioneninvestitionen. Nun muss die deutsche Hotellerie in einer Linie stehen, die Investitionszusagen umsetzen und dann – mit Nachdruck – auch die überfällige Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie einfordern.


+++ WIRTSCHAFT +++

Dehoga/IHA: Die Mehrwertsteuersenkung wirkt!
Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 verschafft den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern in Deutschland finanziellen Spielraum für Investitionen, Preisreduzierungen, bessere Mitarbeiterentlohnung, Qualifizierungsmaßnahmen und sorgt für mehr Arbeitsplätze in konjunkturell schwierigen Zeiten. Hierzu verweisen der DEHOGA Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) exemplarisch auf aktuelle Aussagen von Unternehmern aus der Marken- wie aus der Privathotellerie zu konkreten betrieblichen Maßnahmen, die aufgrund der Senkung des Mehrwertsteuersatzes möglich wurden.
http://hottelling.wordpress.com/2010/02/17/mehrwertsteuersenkung-wirkt-aktuelle-stimmen-aus-der-branche-3/

AFP: Gastgewerbe setzt im Krisenjahr 2009 rund sechs Prozent weniger um
Die Geschäfte der Hotels und Restaurants in Deutschland sind im vergangenen Jahr schlecht gelaufen. Der Umsatz des Gastgewerbes ging preisbereinigt um 6,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte.
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j59xseJxa0YnPKhuYYoX13A4EgKw

Die Welt: Wieder mehr Hotels mit Geschäften zufrieden
Die Düsseldorfer Hotelbranche blickt optimistischer in die Zukunft. “Das für die Hotellerie wenig erfreuliche Jahr 2009 liegt hinter uns – jetzt wird es wieder leicht aufwärts gehen”, sagte der Vorsitzende des IHK-Tourismusausschusses, Alarik Graf Wachtmeister. Laut IHK-Branchenbarometer für den Bezirk Düsseldorf hätten die Wirtschaftskrise und ein schwaches Messejahr auch im zweiten Halbjahr 2009 für Unzufriedenheit gesorgt.
http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6429083/Wieder-mehr-Hotels-mit-Geschaeften-zufrieden.html

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?mehrwertsteuer-senkung-wirkt-hotels-senken-preise

Mehrwertsteuersenkung wirkt – Aktuelle Stimmen aus der Branche

(Berlin, 17. Februar 2010) Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 verschafft den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern in Deutschland finanziellen Spielraum für Investitionen, Preisreduzierungen, bessere Mitarbeiterentlohnung, Qualifizierungsmaßnahmen und sorgt für mehr Arbeitsplätze in konjunkturell schwierigen Zeiten. Hierzu verweisen der DEHOGA Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) exemplarisch auf aktuelle Aussagen von Unternehmern aus der Marken- wie aus der Privathotellerie zu konkreten betrieblichen Maßnahmen, die aufgrund der Senkung des Mehrwertsteuersatzes möglich wurden:

Hotel Landhaus Dierkow, Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Die Entlastung bei der Mehrwertsteuer investiert das Rostocker Hotel Landhaus Dierkow in Neuanschaffungen und Instandsetzungen sowie in seine Mitarbeiter. Die Kosten für ein neues Frühstücksbuffet, Kühlschränke, einen modernen Arbeitstisch und für die Renovierung der neun Hotelzimmer belaufen sich auf 20.000 Euro. 20.000 Euro fließen darüber hinaus in höhere Löhne. Für 2.000 Euro sind Qualifizierungsmaßnahmen geplant. Außerdem wird eine zusätzliche Vollzeitkraft eingestellt und ein zusätzlicher Ausbildungsplatz geschaffen. Und auch die Gäste spüren sofort die positiven Effekte der Mehrwertsteuersenkung: Die Zimmerpreise wurden um 7,7 Prozent gesenkt.
http://www.landhaus-dierkow.de.

Jonathan Seminarhotel, Chieming (Bayern)
72.000 Euro kann das Jonathan Seminarhotel in Chieming aufgrund der Mehrwertsteuersenkung in eine neue Osmoseanlage, in die Renovierung der Zimmer und in Energiesparmaßnahmen investieren. Auch die Mitarbeiter profitieren vom reduzierten Mehrwertsteuersatz: 25.000 Euro werden für eine höhere Entlohnung der Mitarbeiter verwendet, 15.000 Euro für Qualifizierungsmaßnahmen. Zudem konnten drei neue Vollzeitmitarbeiter eingestellt und zwei zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die Preise wurden um bis zu fünf Prozent gesenkt.
http://www.jonathan-seminarhotel.de.

Hotel Fürst von Waldeck Willingen, Willingen (Hessen)
Für 45.000 Euro kann das Hotel Fürst von Waldeck Willingen aufgrund der Mehrwertsteuersenkung eine neue Heizanlage anschaffen. 20.000 Euro werden für die Renovierung der Zimmer verwendet. Außerdem bekommen verdiente Mitarbeiter eine Gehaltserhöhung.
http://www.fuerst-von-waldeck.de/index/index.php.

Hotel Zum Löwen, Meckenbeuren (Baden-Württemberg)
Für 5.000 Euro wird das Hotel Zum Löwen in Meckenbeuren renoviert. Die Mehrwertsteuersenkung sorgt zudem für zwei zusätzliche Vollzeitarbeitsstellen sowie drei Ausbildungsplätze. Neben einer höheren Entlohnung der Mitarbeiter konnte auch an der Preisschraube kräftig gedreht werden: Bis zu zwölf Prozentpunkte werden direkt an die Gäste weitergegeben. Auch bestehen diverse Sieben-Prozent-Arrangements.
http://www.hotelloewen-bodensee.de.

Hotel im Sachsenpark Leipzig-Messe, Leipzig (Sachsen)
Die Senkung der Mehrwertsteuer verschafft auch dem Hotel im Sachsenpark Leipzig Messe finanzielle Spielräume. 100.000 Euro investiert das Hotel in die Ausstattung des Hauses und in einen neuen Heizkessel. Auch die Mitarbeiter profitieren von der reduzierten Mehrwertsteuer, denn 4.000 Euro fließen direkt in Qualifizierungsmaßnahmen. Zudem konnten die Preise um drei bis fünf Prozent gesenkt werden.
http://www.sachsenparkhotel.de.

Hotel Carat, Erfurt (Thüringen)
Das Hotel Carat in Erfurt nutzt die reduzierte Mehrwertssteuer, um 150.000 Euro in die Renovierung der Gästezimmer und eine neue Ausstattung des Konferenzbereiches zu investieren. Zudem bietet das Hotel einen weiteren Ausbildungsplatz. Die Preise konnten um fünf Prozent gesenkt werden und für Firmen- und Privatkunden gelten ab sofort reduzierte Sonderangebote.
http://www.hotel-carat-erfurt.de.

Hotel/Gasthaus zur Post, Klotten (Rheinland-Pfalz)
Im Hotel/Gasthaus zur Post in Klotten werden in den Gästezimmern neue, schalldämmende Fenster und Schalldämmlüfter für ein verbessertes Raumklima eingebaut. Die Kosten betragen 13.000 Euro. 5.000 Euro kommen über Lohnerhöhungen den Mitarbeitern zu Gute. Außerdem werden eine zusätzliche Vollzeitstelle, eine Teilzeitstelle und ein neuer Ausbildungsplatz geschaffen. Die Gäste können sich über noch attraktivere Zimmerpreise freuen. Die Preise wurden um rund drei Prozent gesenkt.
http://www.hotelzurpost-klotten.de.

Hotel-Restaurant ROEMER, Merzig (Saarland)
Für Renovierungen des Restaurants, der Hotelzimmer und für die Neuanschaffung von Küchengeräten verwendet das Hotel-Restaurant ROEMER in Merzig 60.000 Euro. 15.000 Euro kommen den Mitarbeitern in Form von Gehaltserhöhungen zu Gute; für 5.000 Euro werden Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Belegschaft kann zudem um eine Vollzeitkraft und drei Teilzeitkräfte verstärkt werden. Aufgrund der Mehrwertsteuersenkung konnten ein Ausbildungsplatz geschaffen sowie die Zimmerpreise um sechs Prozent gesenkt werden.
http://www.roemer-merzig.de.

Hotel Heide Kröpke, Essel (Niedersachsen)
Eine halbe Million Euro investiert das Hotel Heide Kröpke in Essel seinen Wellnessbereich und in die Renovierung von 20 Zimmern. 20.000 Euro fließen zudem in eine höhere Entlohnung der Mitarbeiter und 10.000 Euro in Qualifikationsmaßnahmen. Das Mitarbeiterteam wird um eine Vollzeitkraft aufgestockt und es konnten zwei neue Ausbildungsplätze geschaffen werden. Die Preise wurden um drei Prozent gesenkt.
http://www.hotel-heide-kroepke.de.

Classic Congress Hotel, Fellbach (Baden-Württemberg)
Eine Million Euro investiert das Classic Congress Hotel in Fellbach in sein Produkt. Durch eine Klimatisierung der Zimmer, Renovierung der Bäder, neue Fernsehgeräte und Heizkörper wird so ein noch besseres Preis-Leistungs-Verhältnis geschaffen. Zusätzlich konnten eine weitere Vollzeit- und eine Teilzeitkraft eingestellt werden. Das Hotel nutzt die Mehrwertsteuersenkung zudem, um jungen Menschen über zwei neue Ausbildungsplätze die Chance für eine Karriere in der Hotellerie zu geben.
http://www.cch-bw.de.

Mehrwertsteuer-Debatte: Hitzige Diskussion gefährdet Steuergeschenk

(Berlin, 26. Januar 2010) Der Argwohn wächst auf beiden Seiten: Sowohl in Hotellerie als auch Politik sorgt die anhaltende Diskussion um die Preisgestaltung nach der Mehrwertsteuersenkung für Ärger. Die Hoteliers beklagen die anhaltende Medienschelte, Bundes- und Landespolitiker nutzen die sehr uneinheitliche Branchenmeinung für gut gezielte Angriffe. Nun will die SPD-Bundestagsfraktion in Kürze die Rücknahme der Steuersenkung für Hotelübernachtungen beantragen. Dies dürfte zwar kaum von Erfolg gekrönt sein, heizt aber die Debatte weiter an und wird aus dem Thema bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Politikum machen.

Zur generellen Medienkritik an den aktuellen Zimmerraten bemerkte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges etwas trotzig: „Das hat die Branche nicht verdient.“ Die üblichen 100 Tage Schonfrist werde der leidgeprüften Branche nicht gewährt. Die in den vergangenen Tagen verbreiteten Zahlen über angeblich zu hohe Hotelpreise fußen zwar nicht auf seriösen Erhebungen, haben aber durchaus Sprengkraft. Da erst im Februar die ersten Statistiken über die Januar-Raten (im Vergleich zum Vorjahresmonat) vorliegen werden, wird das Thema „teure Hotels“ auch weiterhin in der zuweilen wenig sachlich geführten öffentlichen Debatte eine Rolle spielen.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag bei TOP HOTEL

Platzl Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gast weiter gegeben

(München, 07. Januar 2010) Mit einer direkten Weitergabe an seine Gäste reagiert das Münchner Platzl Hotel auf den neuen Mehrwertsteuer-Satz und setzt Akzente am Markt: Ab sofort reduziert das Vier-Sterne-Superior-Haus Zimmerpreise – abhängig von der gebuchten Kategorie – zwischen vier und sechs Prozent.

Platz Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gäste weiter gegeben

Platz Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gäste weiter gegeben

„Wir haben uns entschlossen, einen Teil der Steuerreduzierung ohne Umwege unseren Gästen zukommen zu lassen und damit unsere offene Preispolitik zu unterstreichen“, so Folker Müller, Direktor im Platzl Hotel. „Zudem werden wir in 2010 unter anderem in die Renovierung der Außenfassade, die Neugestaltung des Eingangsbereiches, die Installation einer neuen Außen-Illumination, eine neue Bestuhlung im Restaurant ‚Pfistermühle’ sowie in eine neue Personal-Kantine investieren“, kündigt Müller an. Das zurückliegende Jahr resümiert Folker Müller positiv: „Wir mussten zwar rückläufige Übernachtungszahlen in Kauf nehmen, konnten aber unseren Durchschnittspreis um 1,2 Prozent steigern“, erklärt Müller. Entgegen dem allgemeinen Trend auf Entlassung oder Kurzarbeit zu setzen, haben wir 2009 zusätzliches Personal eingestellt, Stellen neu besetzt und in intensive Mitarbeiterschulungen und Fortbildungen investiert“. Positiv entwickelte sich auch das gastronomische Geschäft im Wirtshaus „Ayinger“ und dem Restaurant „Pfistermühle“.

Investitionen „nach innen“, klare Preispolitik nach außen und positiver Rückblick
„Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten liegt ein durchaus erfolgreiches Jahr hinter uns, in dem wir den Anteil an Stammgästen und Touristen steigern konnten. Mit dieser Zielgruppe haben wir einen Teil der verlorenen Geschäfts- und Tagungsgäste kompensiert“, so Müller. „Rückblickend auf 2009 stellen wir eine hohe Zufriedenheit unserer Gäste fest, die zu 80 Prozent Individualreisende sind. Wir führen dies unter anderem darauf zurück, in 2009 intensiv auf Serviceleistung gesetzt zu haben. Als Individualhotel ist bestens ausgebildetes Personal für optimalen Gästeservice sehr wichtig“, erläutert Müller. „Diese Strategie werden wir auch 2010 verfolgen und in die Zukunft investieren.“ Weiterhin fortgesetzt wird auch die Preis-Philosophie des Platzl Hotel, das durchgehend – auch zu Messe- und Oktoberfest-Zeiten – eine schwankungsfreie Zimmer-Rate anbietet. „Damit zeigen wir Kontinuität, setzen unsere Gäste zu keiner Zeit unter finanziellen Druck und werben für Vertrauen“, so Müller.

Das Platzl Hotel befindet sich in Münchens historischer Altstadt nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt. Alle 165 Zimmer wurden 2007 im bayerisch-modernen Stil aufwendig renoviert.

Mehrwertsteuersenkung: Steuersenkung gilt ausschließlich für Übernachtung

(Hamburg, 29. Dezember 2009) Ein Segen für Profi-Gastgeber: Ab 1. Januar 2010 gilt der verminderte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für „die Vermietung von Wohnräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung (unter sechs Monaten) von Fremden bereithält.“ Nutznießer sind neben Hotels auch Betreiber von Pensionen und Ferienwohnungen und Campingplätzen.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag:
http://www.tophotel.de/index.php?niedrige-mehrwertsteuer-nur-bei-uebernachtung

Mehrwertsteuer – Bundesrat beschließt Steuersenkung für Hotelübernachtungen

(Berlin, 18. Dezember 2009) Der Weg ist frei: Ab 1. Januar 2010 beträgt die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen (exklusive Frühstück oder andere Leistungen) nur noch sieben Prozent, statt wie bisher 19 Prozent. Der Bundesrat beschloss heute mit der knappen Mehrheit der unionsgeführten Bundesländer das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Der Bundestag hatte am 04. Dezember mit klarer Mehrheit das Gesetz beschlossen. Die Mehrwertsteuersenkung für Hotels kam auf Betreiben von FDP und CSU zustande und war im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung am 24. Oktober angekündigt worden. Doch das Vorhaben ist umstritten. Zuletzt war nicht klar, ob die Mehrheit im Bundesrat erreicht würde. Mit der Steuersenkung gewinnt die Hotellerie, die in diesem Jahr mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte, Spielraum für Investitionen und die härter werdenden Preisverhandlungen.

Der Dehoga-Bundesverband hatte stets auch für eine Steuersenkung in der Gastronomie gekämpft. Doch dies erwies sich als politisch nicht durchsetzbar. Schon die Gegenfinanzierung der rund 945 Millionen Euro teuren Steuersenkung für Hotelübernachtungen entfachte hitzige Diskussion im politischen Berlin. Mit der Kampagne „Pro 7%“, die Anfang April startete, wurden bis heute über 150.000 Unterschriften gesammelt. Nun erwartet auch zahlreiche Hoteliers, die eine starken Gastronomieanteil in ihrem Betrieb haben, eine Strategie für die Durchsetzung einer Steuersenkung für F&B-Leistungen.

Dehoga und IHA erwarten Preissenkungen und Investitionen
„Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für die heimische Tourismuswirtschaft in der Krise und sorgt endlich für die dringend benötigte Steuergerechtigkeit“, betonen Ernst Fischer, Präsident des Dehoga-Bundesverbandes, und Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Gäste, Mitarbeiter sowie Handwerker und Zulieferer werden von der Entscheidung profitieren.

„Mit Blick auf die eklatanten Umsatzeinbrüche in der deutschen Hotellerie, kommt die Reduzierung der Mehrwertsteuer genau zur richtigen Zeit“, machen Fischer und Dreesen deutlich. „Durch die Senkung wird endlich Chancengleichheit in Europa hergestellt.“ In 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten gelten bereits seit vielen Jahren reduzierte Sätze, wie zum Beispiel in Frankreich 5,5 Prozent, in Portugal 5 Prozent oder in Spanien 7 Prozent. Auch in den Anrainerstaaten Schweiz und Österreich gelten seit Jahrzehnten für die Hotellerie verminderte Steuersätze: In Österreich sind es 10 Prozent, in der Schweiz sogar nur 3,6.

„Die Mehrwertsteuerreduzierung für Hotelübernachtungen verschafft den Unternehmern wertvolle Handlungsspielräume für Preissenkungen, Investitionen, sowie für neue Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Fischer. Dies sei ein wichtiger Teilerfolg der jahrelangen Bemühungen des Verbandes, die umsatzsteuerliche Benachteiligung für Hotellerie und Gastronomie zu beseitigen. „Die Hoteliers werden die ersparte Mehrwertsteuer mittels Neuanschaffungen, Renovierungen oder An- und Umbauten schnell in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Diese Investitionen in ein noch attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis für den Hotelgast werden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hotellerie im internationalen Vergleich deutlich erhöhen“, zeigt sich Dreesen zuversichtlich.

Kampf für Mehrwertsteuersenkung auch für Gastronomie geht weiter
“Wir werdenmit unverminderter Energie für die sieben Prozent für die Gastronomie kämpfen”, sagte Ingrid Heckel, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes. Mit welchen konkreten Maßnahmen und zu welcher Zeit was Sinn mache, soll spätestens zur Sitzung des großen Dehoga-Vorstandes am 22./23.März 2010 beschlossen werden.

Quelle: TOP HOTEL, www.tophotel.de

Gastbeitrag – Plädoyer für eine überfällige Steuersache

Von Erhard Stammberger-Riemer

Am 24. Oktober wurde bekannt, dass die neue Regierungsmehrheit im Koalitionsvertrag vereinbart hatte, die Mehrwertsteuer auf Übernachtungsleistungen zu senken und Restaurantleistungen (vorerst) wie bisher zu besteuern. Zunächst fast nur von der Hotelfachwelt registriert, wurde branchenintern und in Internet-Foren wie die Xing Xpert Gruppe HOTELIER sofort über die Umsetzbarkeit z.B. hinsichtlich der Frühstücksleistungen diskutiert. Die breite Öffentlichkeit interessierte sich jedoch herzlich wenig dafür. Erst als am 10. November der von der Regierung verabschiedete Gesetzentwurf ins Internet gestellt wurde, ging ein Aufschrei durch das Land.

Erhard Stammberger-Riemer

Erhard Stammberger-Riemer

Ausgerechnet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in der HSH-Affäre nicht gerade glücklich mit Steuermilliarden agierend und inzwischen auch in seiner Partei nicht mehr so innig geliebt, tat sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes lautstark hervor. Er, so die Wiedergabe in der Presse, kenne niemanden, der diese Regelung sinnvoll finde. Dabei hat sein Bundesland einen weit überdurchschnittlichen Marktanteil im Inlandstourismus. In mehreren Regionen des Landes zwischen Nord- und Ostsee ist Tourismus die Haupteinnahmequelle seiner Landeskinder, und das Geld stammt gerade nicht von vorsteuerabzugsberechtigten Gästen.

Seit dem Wutausbruch des Herrn Carstensen in Berlin gelten Hoteliers unter weit gehender Ausblendung von Sachargumenten als die zukünftigen Hauptabnehmer neuester Modelle von Porsche und Maserati. Niemand, auch nicht sonst sich so schlau gebende Ökonomen, interessierte sich dafür, dass die Hotelbranche international sehr wettbewerbs- wie kapitalintensiv ist, dass fast sämtliche Nachbarländer zum Teil erheblich niedrigere Mehrwertsteuersätze für Hoteliers kennen.

Das Bild der Branche in der öffentlichen Meinung ist ohnehin durch realitätsferne Illusionen verzerrt. Wer außer dem Statistischen Bundesamt nimmt wahr, dass das Beherbergungsgewerbe sehr kleinteilig strukturiert ist? Von den rund 42.000 Betrieben erzielen fast 27.000 einen Umsatz von weniger als 200.000 Euro, nicht einmal 3.000 schreiben mehr als 1 Million Euro im Jahr in die Bücher. Was davon an Gewinn, der reinvestiert werden kann, übrig bleibt, ist in den meisten Fällen traurig wenig; alle Betriebsvergleiche wissen ein Lied davon zu singen. Banken geben sich zugeknöpfter denn je, wenn es um Finanzierungen geht. Den deutschen Hoteliers wird immer noch vorgehalten, nicht so viel für die Qualität ihres Produktes in Hardware und Service zu investieren wie ihre ausländischen Mitbewerber. Ihnen aber die gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen zu gewährleisten, damit investiert werden kann, gilt nunmehr landesweit geradezu als Resultat Vaterland-verratender Lobbyarbeit

Der Wettbewerb in der Hotellerie wird zunehmend über Ausstattung und Ambiente der Häuser, vor allem der Zimmer geführt. Selbst der Budget-Gast erwartet Design und Qualität bei Bett und Bad, auch wenn er auf Minibar und Zimmertelefon verzichtet. Die Härte des Wettbewerbs wird jeden Hotelier zwingen, auf die Steuerersparnis entweder durch Investitionen in das Haus (nicht den Porsche), in die Mitarbeiter oder durch Preissenkungen zu reagieren. In allen drei Fällen kommt die Steuersenkung beim Gast an.

Wenn, wie absehbar, die Mehrheit der Hoteliers sich für Investitionen entscheidet, würden je nach Rechenmodell bei Finanzierung aus dem Cash flow mindestens eine halbe Milliarde Euro an Investitionen jährlich generiert, größtenteils zu Gunsten mittelständischer Handwerksbetriebe. Bei fremdfinanzierten Investitionen ist der kurzfristige Effekt für die labile Konjunktur noch erheblich erfreulicher. Durch die damit verbundene Förderung des Deutschlandtourismus sind Folgeumsätze in Gastronomie, Handel, Verkehr und Freizeiteinrichtungen und damit Steuereinnahmen durch Umsatzsteuer und gesicherte wie neue Arbeitsplätze abzusehen. Wer das zu Ende denkt, sollte vorsichtig sein, die Mehrwertsteuersenkung als unnützes „Steuergeschenk“ zu bezeichnen.

Man hat noch nie von einem Wutausbruch namhafter Politiker gehört, weil z.B. Flugbenzin nicht besteuert und damit geschäftliche wie private Flugreisen erheblich subventioniert werden. Die bevor stehende Mehrwertsteuersenkung ist ein Beitrag für mehr Marktgerechtigkeit im Tourismus des grenzenlosen Europa. Es gibt auch keinen Grund für Eifersüchteleien anderer Branchen oder gar der Restaurant- und Kneipenbesitzer. Die gastgebende Branche und ihr Verband sollten sich von Politikern und anderen selbst ernannten Gralshütern des Staatssäckels nicht auseinander dividieren lassen.

Der Gesetzentwurf, der nun am 18. Dezember noch den Bundesrat passieren muss, lässt noch Fragen in der Ausführung offen. Bereits in Aussicht gestellte Durchführungsverordnungen werden hoffentlich schnell Klarheit bringen. Mit Veranstalterpartnern und Firmenkunden müssen faire Regelungen gefunden werden. Gleichwohl ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen eine eindeutige Stärkung des Tourismusstandorts Deutschland und sichert Betrieben und Arbeitsplätzen eine stabile Zukunft.

11. Dezember 2009 / Erhard Stammberger-Riemer (www.hotel-resort-consulting.de)  berät Hotels und Ferienanlagen in ganz Deutschland vornehmlich in den Bereichen Projektentwicklung, Strategie und Finanzierung.

Mehrwertsteuer-Debatte: Abstimmung im Bundestag pro Hotel-Steuersenkung nicht in Gefahr

(Berlin, 03. Dezember 2009) Die erste Hürde ist zu schaffen: Das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das u.a. die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf sieben Prozent vorsieht – steht morgen früh zur Abstimmung im Bundestag an. Ab 9h wird über den Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP beraten. Eine Probeabstimmung in den Fraktionen ergab eine klare Mehrheit für das umkämpfte Vorhaben, wie die Onlineausgabe der Hotelmanagement-Fachzeitschrift “Top hotel” berichtet. Damit wird eine wichtige Hürde genommen. Schwieriger scheint die Abstimmung im Bundesrat am 18. Dezember, da bislang Schleswig-Holstein seine Zustimmung verweigert; doch deren Stimmen sind für die Mehrheit unbedingt erforderlich.

Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung: Endlich: Nur noch 7% Mehrwertsteuer in Hotels

(Berlin, 24. Oktober 2009) Teilerfolg für das Gastgewerbe: In den Koalitionsverhandlungen wurde die Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsdienstleistungen beschlossen. Dies teilte der Dehoga-Bundesverband mit. Zum 1. Januar 2010 soll die Umsatzsteuer für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent sinken. Damit erhielten Hotels und Gasthöfe wichtige Spielräume vor allem für dringend notwendige Investitionen. “Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für den Tourismusstandort Deutschland und beseitigt die bestehende Benachteiligung unserer Betriebe innerhalb Europas”, sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Fünf vor Zwölf für das Gastgewerbe, aber bei der Mehrwertsteuer gibt es einen Teilerfolg für die Hotellerie: ab 1. Januar 2010 sinkt die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent (Foto: Pixel – Fotolia.com)

Fünf vor Zwölf für das Gastgewerbe, aber bei der Mehrwertsteuer gibt es einen Teilerfolg für die Hotellerie: ab 1. Januar 2010 sinkt die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent (Foto: Pixel – Fotolia.com)

Die Gastronomie muss weiterhin mit 19 Prozent Mehrtwertsteuer auskommen. Der Dehoga-Bundesverband will sich hier weiter politisch engagieren. “Wir setzen nun auf die im Koalitionsvertrag zugesagte Überprüfung bestehender Benachteiligungen”, sagte Präsident Ernst Fischer. Die jetzt gefundene Lösung sei “ein Kompromiss”, wobei offensichtlich das Volumen der Steuermindereinnahmen mit Blick auf die Haushaltslage eine andere Entscheidung derzeit nicht zugelassen habe.

Mit der Entscheidung, die Umsatzsteuer zumindest für Übernachtungen von derzeit 19 auf sieben Prozent zu reduzieren, ist u.a. ein Teilerfolg von CSU und FDP, die dies als Wahlkampfthema propagiert hatten. Die Dehoga-Verbände hatten mit einer sehr erfolgreichen Unterschriftenaktion weitere politische Munition geliefert. Bislang wurden bei der Kampagne „Pro 7%“ wurden bislang über 143.000 Signets gesammelt – ein deutliches Signal.

Ernst Hinsken, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung und Mitglied, setzte sich in den Koalitionsverhandlungen als Mitglied der Arbeitsgruppe Wirtschaft für die Umsatzsteuersenkung ein. „Ich bin überzeugt, dass im Koalitionsvertrag Verbesserungen festgeschrieben werden – das heißt auch, dass zumindest im Gastronomiebereich in Teilen der Mehrwertsteuersatz von heute 19 auf sieben Prozent sinkt“, sagte er vor kurzem in einem Interview mit der „Pasauer Neuen Presse“.

Abstimmen pro 7 Prozent / Unterstützen Sie den DEHOGA erneut!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützer der „Pro 7 Prozent-Kampagne“ des DEHOGA,

wir sagen herzlichen Dank dafür, dass Sie auf www.prosiebenprozent.de mit Ihrem Namen für die Einführung der reduzierten Mehrwertsteuer in Hotellerie und Gastronomie gestimmt haben.
Dank Ihres Engagements haben wir schon 22.000 Unterstützer pro 7 Prozent bei der Internet-Unterschriftenliste des DEHOGA Bundesverbandes für mehr Chancengleichheit und fairen Wettbewerb gewonnen.
Auch in der Politik, in Bund und Ländern, wird die Gruppe der Befürworter der reduzierten Mehrwertsteuer immer größer.

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Jetzt kommt es darauf an, nicht nachzulassen! Im Superwahljahr 2009 müssen wir jetzt noch einmal in die Offensive gehen. Es gilt, der Politik zu beweisen, dass mit den Hoteliers und Gastronomen in Deutschland zu rechnen ist.

Aus diesem Grund bitten wir Sie noch einmal um Ihren Einsatz.

Wenn jeder, der auf www.prosiebenprozent.de Flagge gezeigt hat, noch 7 weitere Unterstützer gewinnt, dann sind das mehr als 150.000 Stimmen für 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft.
Machen Sie sich deshalb bitte noch einmal stark. Senden Sie diese Mail an Mitarbeiter, Kollegen, Gäste und Freunde.

Fordern Sie Ihre Kontakte auf, Ihrem Beispiel zu folgen und auf www.prosiebenprozent.de für die reduzierte Mehrwertsteuer im Gastgewerbe zu stimmen.

Es geht um die erfolgreiche Zukunft von Hotellerie und Gastronomie in Deutschland.

Herzlichen Dank!

Mit gastfreundlichen Grüßen aus Berlin

Ihr
Ernst Fischer
Präsident

Ihre
Ingrid Hartges
Hauptgeschäftsführerin

P.S. Allen Betrieben bieten wir ab sofort auch die Möglichkeit, Unterschriften von Mitarbeitern und Gästen auf Papier sammeln zu können. Unter nachfolgendem Hyperlink finden Sie zum Download eine Unterschriftenliste zum auslegen in Ihren Unternehmen. Herzlichen Dank.
(Unterschriftenliste: www.prosiebenprozent.de/cms/upload/pdf/7_Unterschriften.pdf)

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband
(DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Fon +49 (0) 30/72 62 52-0
Fax +49 (0) 30/72 62 52 42
info@dehoga.de
www.dehoga.de

Mehrwertsteuer-Debatte: Nächste Runde im Bundesrat steht an

Der bayerische Entschließungsantrag im Bundesrat zur Senkung der Umsatzsteuer im Gastgewerbe wurde an die Finanz- und Wirtschaftsausschüsse verwiesen. Nach ausreichender Debatte wird das Thema in einer der nächsten Bundesratssitzungen (am 12. Juni oder 10. Juli) wieder vorgestellt – dann soll es zu einer Abstimmung kommen.

Bundesrat – Plenarsaal

Bundesrat – Plenarsaal

Der Dehoga-Bundesverband, Berlin, gewinnt unterdessen weitere Unterstützer: Nun wollen auch Niedersachsen und Thüringen für die Steuersenkung stimmen. Mit den vier bisherigen Unterstützerländern Bayern, Baden-Württemberg, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern kommen 28 Stimmen zusammen. Nötig sind 35 Ja-Stimmen. Auch in der nordrhein-westfälischen Landesregierung läuft die Meinungsbildung – jüngste Äußerungen der Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) deuteten ein Schwenk zu „Pro 7%“ an. Mit NRW wären es 34 Stimmen „pro 7%“.

Lesen Sie weiter in der Onlineausgabe von “Top hotel”:
http://www.tophotel.de/index.php?mehrwersteuer-in-bundesrat-ausschuesse-verwiesen

Mehrwertsteuer-Debatte: Spannung auf Ergebnis der Bundesratssitzung

Heute, Freitag (15. Mai 2009), wird es spannend. Der Bundesrat befasst sich ab 9:30h mit einer langen Tagesordnung, darunter ein Entschließungsantrag Bayerns auf Senkung der Umsatzsteuer für das Gastgewerbe. Der Dehoga-Bundesverband, Berlin, hatte in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, um breite Unterstützung für diesen politischen Vorstoß zu erhalten. Doch der vorläufige Höhepunkt der Kampagne „Pro 7%“ wird indes heute gar nicht erreicht. Vage ist, ob eine Mehrheit der Bundesratsmitglieder, die Ländervertretungen, für die Entschließung zustande kommt. Nötig sind mindestens 35 Stimmen, doch Bayern, Baden-Württemberg, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern – die sich beim Thema Mehrwertsteuersenkung zusammen geschlossen haben – verfügen gemeinsam nur über 18 Stimmen.

Euro - Mehrwertsteuer - Illustration: © Fineas – Fotolia.com

Euro - Mehrwertsteuer - Illustration: © Fineas – Fotolia.com

Unterdessen macht das Dehoga-Führungsteam noch einmal kräftig Druck. In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung wird auf den starken Konjunktureinbruch im ersten Quartal verwiesen. Nach Destatis-Zahlen setzten Hotellerie und Gastronomie von Januar bis März nominal 4,8 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. In jeweiligen Preisen schlug ein Minus von 6,9 Prozent zu Buche. Das sind die schlechtesten Zahlen seit 2003. „Unsere Hoteliers und Gastronomen blicken mit großer Sorge auf die nächsten Monate. 100.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr“, sagt Dehoga-Präsident Ernst Fischer und bekräftigt die wichtigste Branchenforderung nach Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes.

Lesen Sie weiter in der Onlineausgabe der Fach-Illustrierten “Top hotel”:
http://www.tophotel.de/index.php?umsatzsteuer-senkung-spannung-bundesrat

Statement Berno-H. Feuring, Gründer und Seniorchef von Feuring Hotelconsulting: „Reduzierte Mehrwertsteuer für Hotels ist notwendig, um einbrechenden Belegungszahlen und sinkenden Durchschnittspeisen bei Übernachtungen gegenzusteuern.“

„Die Veröffentlichung der Beschlüsse der EU-Behörden in Brüssel bzgl. der Möglichkeit der Reduzierung der Mehrwertsteuersätze in den einzelnen Ländern der EU ist der Schritt in die richtige Richtung. Seit Jahrzehnten werden die Hotel- und Gaststättenbetriebe der Bundesrepublik Deutschland im Wettbewerb gegenüber vielen anderen EU-Staaten benachteiligt. Es gibt erhebliche Wettbewerbsverzerrungen, die insbesondere im derzeitigen Wirtschaftsumfeld die Hotellerie und Gastronomie benachteiligen.

Berno-H. Feuring

Berno-H. Feuring

Es ist scheinbar so, dass nur wegen der guten Erziehung der Hoteliers und der Gastronomen dieses schlummernde Unrecht nicht lautstark vorgetragen wurde, oder noch besser, die Hotellerie und Gastronomie hat eine zu schwache Lobby. Jetzt ist die Chance dieses Unrecht zu beseitigen und ich bin sicher, dass die Verbände hier ihr möglichstes tun, dass von der Möglichkeit der Reduzierung der Steuersätze sofort Gebrauch gemacht wird. Eine Entscheidung in dieser Richtung könnte bei der nächsten Umfrage über das Geschäftsklima in der Hotellerie und Gastronomie zu interessanten Ergebnissen führen, denn diese dringend nötige Anpassung wäre eine sehr positive Unterstützung in der schwierigen Zeit, in der wir täglich von einbrechenden Belegungszahlen, Reduzierung der Durchschnittspreise und weiteren Horrorszenarien hören.

Es ist nur zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger das immer staatstragende Verhalten der Hoteliers und Gastronomen würdigen und eine Entscheidung im obigen Sinne herbeiführen. Da Deutschland immer auch den Anordnungen aus Brüssel gefolgt ist, wird hoffentlich auch hier die politische Konzeption unterstützt, zumal die wirtschaftliche Belastung weit unter den Unterstützungsmaßnahmen, die die Bundesrepublik z.B. für die Autoindustrie tätigt, liegt.

Brüssel hat richtig gedacht, die Koalition in Berlin sollte das Konzept nicht zerreden, sondern vollziehen.“

Das Unternehmen Feuring in Mainz wurde 1959 gegründet. Feuring begleitet Kunden bei Hotelprojekten von der Idee, Marktanalyse und Konzeption über die Betreiberauswahl und Vertragsgestaltung, die Bauregie und Ausstattung bis zur schlüsselfertigen Übergabe und Investitionskontrolle. Bislang hat Feuring für Investoren und Hotelketten die Entwicklung von mehr als 400 First Class- und Luxushotels im In- und Ausland erfolgreich betreut. Das Finanzvolumen der aktuellen Projekte beträgt rund eine Milliarde Euro.

Gastgewerbe: Mehrwertsteuerbelastung ist noch schlimmer als hohe Energiekosten

Aktuelle Fachbefragung von CHD Expert – Drei Viertel rechnen nicht mit einer Reduzierung der Mehrwertsteuer in diesem Jahr

Das Ringen um eine Senkung der Mehrwertsteuer geht weiter. In der Gastronomie und Hotellerie schwinden dagegen die Hoffnungen auf eine baldige Reduzierung der Umsatzsteuer auf sieben Prozent, für die seit einem Beschluss der EU-Finanzminister der Weg frei ist. Drei Viertel der Führungskräfte im Gastgewerbe rechnen nicht mehr mit einer Senkung in diesem Jahr. Die erst vor zwei Jahren auf 19 Prozent angehobene Umsatzsteuer ist für die meisten Gastronomen zu einer großen Belastung geworden. Für zwei Drittel der Befragten rangiert die Mehrwertsteuerbelastung als größtes Hindernis noch vor steigenden Energiekosten.

CHD Expert Grafik - Mehrwertsteuerbelastung

„Die Nachteile der hohen Mehrwertsteuerbelastung für die deutsche Gastronomie und Hotellerie sind immens“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführender Gesellschafter der CHD Expert (Deutschland) GmbH. „Lebensmittel werden im Einzelhandel mit sieben Prozent besteuert, Snacks in der Gastronomie dagegen mit 19 Prozent. Und für die Gastronomiebetriebe ergeben sich echte wirtschaftliche Nachteile insbesondere im grenznahen Raum zu Frankreich, wenn für die Restaurants ab Mitte des Jahres oder Anfang 2010 der reduzierte Steuersatz von 5,5% gilt.“

Das Reizthema Mehrwertsteuer steht für alle Betriebsarten im Außer-Haus-Markt – Gastronomie, Hotellerie, Betriebsverpflegung, Catering – klar auf Platz 1 der wichtigsten politischen Themen. Dagegen stehen die allgemeine Steuerbelastung und bürokratische Regulierung auf Rang 3 bzw. 5 der Liste der größten Hindernisse für Foodservice-Unternehmen.

Die Entwicklung Energiekosten ist für knapp 60 Prozent der Topentscheider eine große Erschwernis. „In rund einem Drittel der Betriebe betragen die Aufwendungen für Heizung und Strom mittlerweile mehr als zehn Prozent des Gesamtbudgets“, so Lambracht. „Wie man diese Ausgaben in den energieintensiven Unternehmen begrenzen kann, ist mittlerweile eines der Top3-Managementthemen geworden.“

Die Wirtschaftkrise ist derzeit für nur rund 45 Prozent der Gastronomen eine große Hürde. Bei rund einem Viertel machen sich die hohen F&B-Beschaffungspreise zunehmend bemerkbar. Die erschwerte Kreditvergabe der Banken wird gerade einmal von knapp 22 Prozent der Topentscheider als große Erschwernis genannt.

Über CHD Expert (Deutschland) GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

Mehrwertsteuer-Debatte: Frankreich will Umsatzsteuer für Gastronomie senken

Quelle: Top hotel

Das Thema Mehrwertsteuersenkung bleibt heiß: In Frankreich soll die Umsatzsteuer für die Gastronomie um 14,1 Prozentpunkte reduziert werden. Medienberichten zufolge soll der neue Steuersatz 5,5 Prozent betragen. Allerdings müssten die Gastbetriebe zusichern, die Preise zu senken und sich für Arbeitsplätze einzusetzen, heißt es. Wann die beabsichtigte Mehrwertsteuersenkung gelten soll, ist nicht bekannt. Bislang müssen französische Gastronomiebetriebe 19,6 Prozent Mehrwertsteuer abführen.

Die deutsche Bundesregierung dagegen will am aktuellen Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie festhalten. Zwar soll eine Senkung in das Wahlprogramm von CDU und CSU aufgenommen werden, heißt es. Dies ist jedoch nicht einer Absichtserklärung, einen niedrigeren Umsatzsteuersatz für die arbeitsintensive Branche einzuführen, gleichzusetzen. Die Mehrwertsteuer war erst Anfang 2007 von 17 auf 19 Prozent erhöht worden.

Unlängst hatte Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD) seine Blockadehaltung gegenüber einer EU-weiten Senkung der Mehrwertsteuer aufgegeben. Den gemeinsamen Beschluss der EU-Finanzminister ingnorierte er aber; wir berichteten.