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Ratgeber Social Media: Expertentipps für Hoteliers im Umgang mit Internetbewertungen

(München, 08. April 2010) Wie wird mein Hotel im Internet bewertet? Wie soll ich reagieren, wenn jemand mein Hotel negativ beurteilt hat? Was kann ich machen, damit mein Hotel im Internet stärker bewertet wird? Diese und ähnliche Fragen stellen sich immer mehr Hoteliers und wissen oftmals nicht, wie sie sich in der wachsenden Flut an Informationen aus Web 2.0 und Social Media einen Überblick verschaffen können. Noch immer ist das Managen des eigenen Rufs im Internet für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Benjamin Jost, Geschäftsführer der Bewertungs-Suchmaschine www.trustyou.com, weiß, worauf Hoteliers achten sollten und wie sie schnell und zeitsparend einen Überblick ihres Hotels erhalten. Der Suchmaschinen-Experte gibt die sechs wichtigsten Ratschläge für den Umgang mit den Bewertungen.

Benjamin Jost von trustyou.com gibt nützliche Tipps zum professionellen Umgang mit Gästekritik im Internet

Benjamin Jost von trustyou.com gibt nützliche Tipps zum professionellen Umgang mit Gästekritik im Internet

1. Warum sollte ich Bewertungen zu meinem Hotel im Auge behalten?
Jeder Hotelier sollte darüber Bescheid wissen, wie sein Hotel von den Gästen bewertet wird. Immerhin informieren sich mehr als 85 Prozent aller Gäste bereits im Netz über Angebot und Qualität, bevor sie sich für ein Hotel entscheiden. Sich wiederholende schlechte Bewertungen sind da oft ein K.O.-Kriterium. Für Hoteliers ist es deshalb immens wichtig, den Ruf ihres Hauses im Internet genau zu beobachten und zu überprüfen, was Gäste über ihren Aufenthalt schreiben und veröffentlichen.

2. Wo kann ich sehen, wie mein Hotel bewertet wird?
Das Internet bietet eine Vielzahl an Foren, Blogs und Social Media Communities, auf denen Hotels bewertet werden können. Bekannte Namen sind hier HolidayCheck, Tripadvisor oder HRS. Alle Portale einzeln zu untersuchen und Bewertungen zu Hotels nachzulesen, ist nahezu unmöglich. Einen zeitsparenden Überblick über alle Reviews zum eigenen Hotel liefern Online-Programme wie TrustYou Analytics. Hier findet man alle Bewertungen zum eigenen Hotel gebündelt und auf einen Blick.

3. Eine Bewertung zu meinem Hotel scheint gefälscht – Was kann ich tun?
In einigen Fällen lässt sich sehr deutlich erkennen, dass eine Bewertung gefälscht ist, wenn z.B. ein Hotel übermäßig positiv bzw. negativ bewertet wurde. In diesem Fall führt kein Weg am Betreiber der Original-Seite, auf dem die Bewertung hinterlegt wurde, vorbei, um eine Löschung des Eintrags zu beantragen. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Artikel dauerhaft von der Seite verschwindet. Diese Vorkommnisse treten allerdings nur sehr vereinzelt auf und fallen ab zehn Bewertungen statistisch gesehen kaum mehr ins Gewicht, was ein Grund mehr sein sollte die Kunden zu animieren Bewertungen im Internet über das eigene Hotel zu schreiben.

4. Ich bin mit einer Bewertung nicht zufrieden und würde den Sachverhalt gerne klarstellen. Wie sollte ich reagieren?
Bewertungsportale mit einer Funktion zum öffentlichen Kommentar bieten die Möglichkeit, für alle sichtbar Stellung zu nehmen. Bei berechtigten negativen Bewertungen erscheint eine angemessene Reaktion durchaus sinnvoll, z.B. um sich für eventuelle Mängel zu entschuldigen und Besserung zu loben. Hier gilt: Der Ton macht die Musik. Abweisend auf negative Kritik zu reagieren, kann den Ruf des Hotels nachhaltig schädigen. Ein kurzer Kommentar ist völlig ausreichend. Möchte der Gast dennoch in eine Diskussion einsteigen, sollte die Kommunikation aus dem für alle sichtbaren Raum auf eine nicht-öffentliche Ebene wie Emails oder einem Telefonat umgeleitet werden.

5. Wie kann ich meine Gäste mobilisieren, Bewertungen zum Hotel abzugeben?
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Gäste eines Hotels aktiv darauf aufmerksam zu machen, eine Bewertung im Internet abzugeben. Sie sollten motiviert sein und daher nicht lange suchen müssen, wo sie im Netz dazu die Gelegenheit haben. Hinweise können in Emails, z.B. bei der Buchungsbestätigung, im Hotelzimmer oder auf der eigenen Homepage platziert werden. Sie können in Flyern und Broschüren beworben oder im direkten Kontakt mit den Gästen beim Check-Out übermittelt werden. Es gibt zudem eine Vielzahl an Online Bewertungsportalen wie Holidaycheck, die dazu schon spezielle Lösungen für den Hotelier bereitstellen.

6. Was habe ich als Hotelier für Möglichkeiten, die Bewertungen im Internet zu untersuchen?
Das Online-Programm TrustYou-Analytics ist aktuell der einzige deutschsprachige Anbieter mit der Funktion, alle hinterlegten Bewertungen – ob als Noten abgegeben oder in einem Text formuliert – im Internet zu untersuchen. Kunden des Analyse-Tools erhalten somit ein vollständiges und unabhängiges Bild des eigenen Unternehmens im Internet und können auf einen Blick die Stärken und Schwächen erkennen und so richtig und zeitnah reagieren.

Der Knigge bei Schweinegrippe

Hotelsicherheitsexperte Jander: Leitfaden für Umgang mit Gästen

Gegen Schweinegrippe hilft ein wenig Vorsicht. Gerade Mitarbeiter an der Hotelrezeption und im Service sind gefährdet, da hier intensiver Gästekontakt besteht. Intensive Körperkontakte sollten vermieden werden, rät Ulrich Jander. Der Rüsselsheimer Sicherheitsexperte für Hotellerie und Gastronomie hat einen „Knigge“ im gefahrlosen Umgang miteinander erstellt.

Die Schweinegrippe breitet sich unaufhaltsam aus. Die Ansteckung erfolgt durch Inhalieren der Viren über die Atemluft, durch Berührung mit Gegenständen, die mit dem Virus befallen sind, und natürlich durch Kontakt mit einem Erkrankten. Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt einen bis vier Tage.

Durch einige Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Ansteckungsgefahr vermindern:

  • Vermeiden Sie engen Kontakt zu Mitmenschen. Händeschütteln oder Küsschen rechts/Küsschen links sollten unterbleiben. Große Menschenansammlungen sollten vermieden werden.
  • Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie lieber zu Hause, denn Sie könnten andere anstecken. Sie selbst sind auch gerade sehr empfänglich für alle Arten Bakterien oder Viren.
  • Berühren Sie Mund, Augen und Nase nicht so oft, hierüber wird der Virus übertragen.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit einer desinfektionshaltigen Seife.
  • Nicht in die Hand husten, sondern in ein Taschentuch oder in den abgewinkelten Arm. Wenn Sie in die Hand husten, verbreiten Sie darüber nur die Viren.
  • Sorgen Sie für genügend Schlaf, seien Sie körperlich aktiv, trinken Sie genügend, vermeiden Sie Stress und essen Sie ausgewogen.
  • Vermeiden Sie landestypisches Strandtrinken gemeinsam aus Eimern.
Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Ein wenig Vorsicht hilft bei Schweinegrippe-Gefahr (Foto: © soschoenbistdu - Fotolia.com

Gerade an Rezeption und im Service ist die Ansteckungsgefahr am größten, so Sicherheitsexperte Jander. Hier pflegen die Mitarbeiter einen engen Kontakt zu Gästen. In manchen Gastbetrieben werden daher bereits Mundschutzfolien verteilt und Mittel zur Händedesinfektion ausgegeben.  „Zwar gibt es zur Zeit auch etliche Skeptiker, die der Meinung sind, die Warnungen vor der Schweinegrippe seien Panikmache“, berichtet Jander. „Doch es muss bedacht werden, dass die eigentliche Grippezeit mit ihrer hohen Ansteckungsgefahr erst noch auf uns zukommt.“ Auch das renommierte Robert Koch Institut warnt vor der weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe.

Wer sich angesteckt hat, weist die typischen Grippesymptome auf: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, ein Gefühl der Schwäche und Fieber. Bei manchen Erkrankten verläuft die Infektion leicht, bei manchen schwer. Besonders gefährdet sind Personen mit Vorerkrankungen, deren Immunabwehr geschwächt ist.

Immer mehr Hotels und Gastronomiebetriebe bereiten sich mit Notfallplänen auf einen möglichen starken Anstieg der Schweinegrippeerkrankungen vor. Der betriebliche Pandemie-Notfallplan des Bundesamt für Katastrophenschutz steht zum kostenfreien Download zur Verfügung: www.GQH-Hotel.de.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.