Schlagwort-Archive: Tourismus

Fast jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland steht mit dem Tourismus in Verbindung

(Berlin, 06. Februar 2012) Tourismus ist ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor: Rund 2,9 Millionen Menschen – und damit sieben Prozent aller Erwerbstätigen – fanden im Jahr 2010 dank des Tourismus in Deutschland eine Beschäftigung. 4,4 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft gingen auf das Konto des Tourismus. Dies ist Ergebnis der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) von DIW Econ erstellt wurde und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie maßgeblich mitfinanzierte.

Nimmt man die indirekten (z.B. die Dienstleistungen am Flughafen, Lieferungen von Bäckern an Gaststätten oder Renovierungsarbeiten durch Handwerker im Hotel) und induzierten Effekte (die durch das Ausgeben von tourismusbezogenen Löhnen entstehen) hinzu, kam der Tourismus auf einen Anteil von 9,7 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft und zwölf2 Prozent (entspricht 4,9 Mio. Erwerbstätige) an der Beschäftigung. Fast jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland steht also mit dem Tourismus in Verbindung. Die gesamten Konsumausgaben der Touristen in Deutschland beliefen sich 2010 auf 278,3 Milliarden Euro.

Die Studie kann unter www.btw.de kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Europatourismus 2011: Sechs Prozent mehr Besucher als 2010
Europa hat 2011 ein Besucherplus von sechs Prozent verzeichnet. Das geht aus der Studie „European Tourism in 2011 – Trends & Prospects“ der European Travel Commission hervor. 22 der 23 erfassten Länder konnten sich demnach im vergangenen Jahr über einen Besucherzuwachs freuen – und zwar zwischen drei Prozent in Großbritannien und über 20 Prozent in Lettland und Litauen. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte.

Koalition will Kinder- und Jugendtourismus unterstützen

(Berlin, 02. Februar 2012) Die Koalitionsfraktionen wollen den Kinder- und Jugendtourismus stärken. In einem Antrag fordern die CDU/CSU- und die FDP-Fraktion im Bundestag von der Bundesregierung unter anderem, die Qualifizierung von im Kinder- und Jugendtourismus tätigen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern weiter zu fördern. Die Regierung solle zudem prüfen, inwieweit der Aufbau einer Internetplattform „Jugendtourismus in Deutschland“ unterstützt werden kann. Ferner solle sie sich für eine intensivere Vermarktung von Angeboten für den Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland einsetzen, insbesondere durch die Deutsche Zentrale für Tourismus. Die Abgeordneten verlangen von der Regierung auch eine Auflistung, welche Bundesländer Aktionspläne zum Kinder- und Jugendtourismus haben und mit welchen Maßnahmen dieser Bereich jeweils gefördert wird.

In dem Antrag heißt es, Kinder und Jugendliche würden in Deutschland oft als bedeutende Zielgruppe für den Tourismus unterschätzt und nur ungenügend wahrgenommen. Dabei hätten Kinder- und Jugendreisen im Gegensatz zu anderen Tourismussegmenten auch eine große pädagogische und soziale Bedeutung. Deshalb sei eine weitere Verbesserung der Qualität von Kinder- und Jugendreisen eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Anhörung zu “Barrierefreiem Tourismus”
Der Tourismusausschuss nimmt sich in einer öffentlichen Anhörung dem Thema „Barrierefreier Tourismus“ an. Am Mittwoch, 8. Februar, werden die Abgeordneten von 15 Uhr an im Saal E 200 des Paul-Löbe-Hauses sieben Experten befragen. Geladen sind Professor Armin Brysch von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, die Leiterin der Kontaktstelle für Behindertenangelegenheiten der Deutschen Bahn AG, Ellen Engel, die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“, Carmen Hildebrandt, der Geschäftsführer des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit, Klemens Kruse, der Vorstandvorsitzende der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo), Rüdiger Leidner, der Geschäftsführer des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT), Rolf Schrader, sowie Olaf Schliper von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland

(Bottighofen/Schweiz, 02. Februar 2012) Jahresbeginn ist Frühbucherzeit. Mehr als 30 Prozent der Deutschen entscheiden in den ersten Wochen des Jahres, wohin es im Sommer geht. Große Rabatte und die Gewissheit, nicht auf Restplätze spekulieren zu müssen, locken immer mehr Urlauber. Aus mehr als 30.000 Buchungen bei holidaycheck.de hat das größte deutschsprachige Reiseportal ermittelt, wohin es dieses Jahr in den Urlaub geht.

Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland
 
Die beliebtesten Urlaubsländer sind die Reise-Klassiker der Deutschen: Türkische Riviera, Mallorca und die Kanaren. Allein in diesen drei Regionen verbringen mehr als 50 Prozent der Deutschen Urlauber ihre Ferien.
 
Gut erholt zeigen sich die Krisengebiete des arabischen Frühlings von 2011: Ägypten hat sich die Nummer Vier in der Rangliste der beliebtesten Urlaubsländer zurückerobert. Doppelt so viele Buchungen als im selben Zeitraum 2011 zeigen wieder gewonnenes Vertrauen. Nach Tunesien kehren im Sommer sogar drei Mal mehr Gäste zurück als in den vergangen Sommerferien. Das reicht für Platz zehn.
 
Verlierer sind die Profiteure des letzten Jahres Kanarische Inseln (-15%) und Türkische Riviera (-10%) sowie Dauerkrisenkandidat griechisches Festland.
 
Die Geheimtipps des Jahres: Sizilien und Dalmatien mit jeweils mehr als 40 Prozent gewonnenen Buchungen.

Amadeus – Globale Branchenstudie: Neue Technologien und soziale Umbrüche verändern Reisen bis 2020 stark

(Madrid, 11. Januar 2012) Neue Technologien und weltweite Datenabgleiche werden ein neues Zeitalter des „kollaborativen Reisens“ einläuten. Dies ist Ergebnis einer internationalen Reisestudie von Amadeus. Realitätserweiterung, Gamification, intelligente Passagierdatensätze und Biometrik werden im kommenden Jahrzehnt die Touristik prägen, so eine Zusammenfassung der Untersuchung „Vom Chaos zur Kollaboration“. Stark gewinnen werde eine Kombination von transformativen Technologien und sich entwickelnden sozialen Werten und Trends.

Vom Chaos zur Kollaboration: Wie transformative Technologien ein neues Zeitalter des Reisens einläuten’ fordert eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Reisebranche, die im Gegenzug den Stress, die Unsicherheit und das Chaos, die üblicherweise mit Reisen im 21. Jahrhundert verbunden sind, aus der Welt schafft und zugleich ein reichhaltigeres, tiefgehenderes und persönlicheres Reiseerlebnis bietet.

Wesentliche Ergebnisse:

  • Die nächste Erlebnis-Generation: Im Mittelpunkt steht zunehmend eher die Tiefe als die Breite des Reiseerlebnisses. Technologien wie Realitätserweiterung, Gamification-Mechanismen oder intelligente Mobilgeräte werden das Reiserlebnis verändern
  • Automatischer Transit: Mikrochips, biometrische Daten, Langstrecken-Fingerabdrucksysteme und Nahfeldkommunikation (NFC) lassen sich in stärker integrierter Weise einsetzen, um das Reisetempo zu beschleunigen
    Gespeicherter Zahlungsverkehr:Alle Daten über Zahlungen im Vorfeld und Verlauf einer Reise werden erfasst und bilden einen digitalen Kostenspeicher, der zu persönlicheren Dienstleistungen mit höherem Mehrwert und profitableren Geschäftsbeziehungen führt
  • Intelligente Empfehlungen: Indem die Technik es den Menschen immer einfacher macht, sämtliche Aspekte des Reiseerlebnisses zu erfassen und zu bewerten, erhalten
  • Reisende durch personalisierte Reiseführer und mobile Reiseleitung das Rüstzeug, um ihre Erlebnisse noch reichhaltiger zu gestalten
  • Stressfreies Reisen: Intelligente Gepäckanhänger und Fahrscheine sorgen für ein gesteigertes Gefühl von Sicherheit, während m-Health-Applications (Anwendungen für mobile Gesundheitsversorgung) den Reisenden ermöglichen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden so im Auge zu behalten, als wären sie zuhause
  • Der Business-Tourist: Ein gesteigerter Schwerpunkt auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz könnte zur Entstehung von “Business-Touristen” führen, für die Tempo und Effizienz wichtig sind, während sie sich zugleich unterwegs wie zuhause fühlen möchten

Die von The Futures Company entwickelte Studie wurde in Auftrag gegeben von Amadeus, einem führenden Reisetechnologie-Partner und Transaktionsanbieter für die weltweite Reise- und Tourismusbranche, und listet eine Reihe separater “Hilfs”-Technologien und Innovationen auf.

alltours verdoppelt Bonus und zahlt Mitarbeitern mehr als 1 Mio. Euro Leistungsprämie

(Duisburg, 09. Januar 2012) Die Reiseveranstalter alltours und Bye.bye beteiligen ihre Mitarbeiter am Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres. Das Unternehmen verdoppelt den Bonusbetrag gegenüber dem Vorjahr und überweist seiner Belegschaft zusammen mit dem Februargehalt mehr als eine Million Euro als Leistungsprämie. An die Mitarbeiter der Tochter Reisecenter GmbH werden zusätzlich rund 200.000 Euro als Boni ausgezahlt.

“Das vergangene Jahr hat unseren Mitarbeitern viel abverlangt. Dennoch sind wir zweistellig im Umsatz gewachsen und haben ein sehr gutes wirtschaftliches Ergebnis erzielt. Daran werden die Mitarbeiter – wie schon in der Vergangenheit – in allen Bereichen des Unternehmens und auf allen Hierarchiestufen beteiligt”, sagte alltours Geschäftsführer Willi Verhuven.

Auf diese Weise werden mehr als eine Million Euro an die rund 490 fest angestellten Mitarbeiter von alltours flugreisen ausgeschüttet. Neben dem Unternehmensgewinn entscheidet die persönliche Leistung des Mitarbeiters über die Höhe der Sonderprämie. Die höchste der drei Bonusstufen beträgt 2.700 Euro pro Mitarbeiter. Eine leistungsorientierte Sonderprämien-Regelung für alle Angestellten gibt es seit 2003 bei alltours. Das Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern 13,5 Monatsgehälter. Hinzu kommen unterjährige Extrazahlungen, wie zum Beispiel 150 Euro “Maigeld” pro Mitarbeiter. Einen Mindestlohn hat der konzernunabhängige Reiseveranstalter bereits im Jahr 2002 eingeführt. Derzeit liegt er bei 25.500 Euro pro Jahr.

“Gewinne fließen bei alltours schon immer in das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Produktqualität und die Rücklagen. Ziel ist es, das Unternehmen abzusichern und die Expansion und das Wachstum voranzutreiben”, sagte Verhuven. Detaillierte Aussagen über die Höhe des Unternehmensgewinns im abgelaufenen Jahr wird das Unternehmen in den kommenden Wochen machen. Für das laufende Geschäftsjahr hat sich alltours ein Gästeplus von 5% vorgenommen.

DIHK-Tourismusreport Winter 2011/2012: Viele Betriebe müssen Preise erhöhen – Branche nach Rekordsommer verhalten optimistisch

(Berlin, 30. Dezember 2011) Nach einem Top-Sommer rechnet die deutsche Tourismuswirtschaft für den Winter nur mit leichten Zuwächsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem jüngsten Branchenreport. Wie DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben berichtet, erwartet die Tourismuswirtschaft, dass viele Bürger in diesem Winter ihren Urlaub in Deutschland verbringen werden.

“Allerdings gibt es selbst in den klassischen Wintersportregionen große regionale Unterschiede”, sagte Wansleben zu den Ergebnissen der DIHK-Saisonumfrage, die auf knapp 6.500 Antworten von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, Campingplätzen, Reisebüros, -veranstaltern und Busunternehmen beruht. So seien “die Gastgeber im Sauerland und Schwarzwald besonders optimistisch – im Gegensatz zu den Betrieben im Thüringer Wald”. Die Erwartungen im Städtetourismus seien hingegen “durchweg gut”, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Nachdem sich die Hoffnungen auf einen Rekordsommer 2011 erfüllt haben, erwartet die Branche für den Winter jetzt nur noch ein leichtes Plus. “Als Hauptrisiko wird der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise gesehen”, sagt Wansleben. “Viele Betriebe müssen daher die Preise erhöhen. Zudem verteuert die Luftverkehrsabgabe Flugreisen. Für die Branche wird deswegen das Thema Energieeffizienz immer wichtiger.”

Der DIHK-Erhebung zufolge will das Gastgewerbe weiter Beschäftigung aufbauen. “Wir rechnen hier mit einem Zuwachs von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen”, berichtet Martin Wansleben. Allerdings hätten die Betriebe große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Und noch ein weiterer Trend fällt ins Auge: “Mehr als 70 Prozent der Hotels und Restaurants verwenden inzwischen bewusst regionale Produkte.”

Der DIHK-Tourismusreport Winter 2011/2012 steht hier zum Download bereit: http://de.sitestat.com/hk/dihk/s?presse.meldungen.2011-12-28-saisonumfrage-tourismus.tourismusreport_11-12.pdf&ns_type=pdf&ns_url=http://www.dihk.de/ressourcen/downloads/tourismusreport_11-12.pdf/at_download/file?mdate=1324977473874

Weltuntergang bringt Tourismusrekord: Hype um vermeintliche Apokalypse soll 52 Mio. Besucher anlocken

(Mexiko City, 22. Dezember 2011) Der weltweite Hype um die vom Maya-Kalender abgeleitete Weltuntergangstheorie hat sich nicht nur für den Buchhandel und die Filmindustrie als wahrer Goldesel entpuppt. Auch der mexikanische Tourismusverband erwartet aufgrund der allgemeinen Hysterie um den 21. Dezember 2012 neue Rekordumsätze. Von heute, Mittwoch, an – genau ein Jahr vor der vermeintliche Apokalypse – sollen laut offizieller Einschätzung insgesamt 52 Mio. Touristen in die ehemaligen Maya-Gebiete reisen. Das entspricht mehr als dem Doppelten der Zahlen, die Mexiko ansonsten in einem regulären Jahr an ausländischen Besuchern verbucht.

“Die Welt wird nicht enden, sondern nur eine Ära. Für uns ist das Ende des Maya-Kalenders ein Zeichen der Hoffnung”, zitiert das US-News-Portal MSNBC den mexikanischen Tourismussprecher Yeanet Zaldo. Genau das soll auch die Botschaft sein, die an ausländische Gäste kommuniziert wird. Diese erwartet eine ein Jahr dauernde Feier mit zahlreichen speziellen Events und Aktionen. “Leute, die immer noch in den alten Maya-Dörfern leben, werden für uns Weihrauch verbrennen und die alten Riten wieder aufleben lassen. Auf diese Weise können wir zurück in die Zeit reisen und versuchen, die Weisheit der Maya zu verstehen”, so Zaldo.

Countdown per Digitalanzeige
Um die allgemeine Aufregung weiter anzukurbeln, hat der mexikanische Tourismusverband in der Stadt Tapachula an der Pazifikküste eine mehrere Meter große Digitalanzeige aufstellen lassen, die die verbleibende Zeit bis zum 21. Dezember 2012 herunterzählt. In der nahe gelegenen archäologischen Stätte von Izapa werden zudem als Maya-Priester verkleidete indianische Tänzer regelmäßig alte Rituale abhalten. Sogar mitten im tropischen Dschungel sind Aktionen geplant. Im Bundesstaat Quintana Roo werden sich etwa Menschen treffen, um Nachrichten und Fotos in kleine Zeitkapseln zu stecken, die anschließend für 50 Jahre vergraben werden.

Von der Steinplatte zum Massenhype
Hintergrund für die allgemeine Hysterie um den Weltuntergang am 21. Dezember 2012 sind die Inschriften auf einer Steinplatte, die in den 1960er-Jahren von Archäologen in Tortuguero im südwestlichen mexikanischen Bundesstaat Tabasco entdeckt wurde. Ihr Inhalt beschreibt die Wiederkehr eines alten Maya-Gottes am Ende der 13. Zeitperiode. Durch das Internet und eine ganze Reihe entsprechender Buch- bzw. Filmveröffentlichungen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20091116023 ) hat die daraus abgeleitete Weltuntergangstheorie mittlerweile einen weltweiten Hype ausgelöst.

Tourismus: Südamerika mit Rückenwind – USA stagniert

Südamerika profitiert von stabilem Wachstum – Wirtschaftskrise dämpft Lust der US-Bürger auf Auslandsreisen – ITB World Travel Trends Report untersucht Reise-Trends und Chancen des amerikanischen Kontinents

(Berlin, 11. Dezember 2011) Gespaltene Reisewelten auf dem amerikanischen Kontinent: Während sich Südamerika weiterhin im Aufwind befindet, verzeichnet Nordamerika nur einen leichten Anstieg von internationalen Urlaubern und schwache Auslandsreisen der US-Bürger. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ITB World Travel Trends Report. Südamerika weist sowohl im In- als auch Auslandsreisemarkt ein starkes zweistelliges Wachstum auf, angefeuert von dem wirtschaftlichen Boom in Ländern wie Brasilien und Argentinien. In den USA trübt die wirtschaftliche Unsicherheit die Reiselust vieler US-Amerikaner. Reisen nach Nordamerika sind in den ersten acht Monaten des Jahres leicht gestiegen, Auslandsreisen blieben jedoch auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr. Die UNWTO prognostiziert für nächstes Jahr ein Wachstum von vier bis fünf Prozent internationaler Reisender aus dem amerikanischen Kontinent, verglichen mit einem Anstieg von 6,4 Prozent im Jahr 2010.
 
Erfolgsstory Südamerika
Über einen anhaltenden Reiseboom können sich hingegen viele Staaten in Südamerika freuen. Auch wenn die Wachstumsraten inzwischen langsamer steigen als in den vorhergehenden Jahren: Die Zahl der Auslandsreisen von Südamerikanern ist in den ersten acht Monaten des Jahres um 15 Prozent gestiegen. Als besonders reisefreudig präsentieren sich die Brasilianer. Unterstützt von dem starken Inlands-Wirtschaftswachstum und der starken Währung gaben sie 45 Prozent mehr Geld für internationale Reisen aus als noch im Jahr zuvor. Die drei aufstrebenden lateinamerikanischen Märkte – Brasilien, Argentinien und Mexiko – zeichnen sich vor allem durch ihre relativ jungen, gut ausgebildeten und wohlhabenden Reisenden aus. Mit dem Ausbau der Billigfluggesellschaften in Südamerika wird sich die Zahl der Langstrecken-Trips weiter erhöhen. Auch Reisen nach Südamerika stehen bei vielen internationalen Urlaubern auf dem Wunschzettel weit oben: Die Zahl der internationalen Reisenden stieg um 13 Prozent an, während die Karibik und Zentralamerika nur ein mäßiges Wachstum von jeweils vier Prozent verbuchen konnten.

US-Bürger verbringen Urlaub in den eigenen vier Wänden
Die schwierige wirtschaftliche Situation vieler US-Amerikaner macht sich auch beim Thema Urlaub bemerkbar: Die Preissensibilität steigt, Reiseschnäppchen stehen hoch im Kurs. Bei „Staycations“ urlauben Menschen gleich zu Hause oder in nahegelegenen Regionen. Nur 23 Prozent der US-Amerikaner planen mehr internationale Reisen im nächsten Jahr, 28 Prozent möchten weniger internationale Reisen unternehmen und 23 Prozent verfolgen gar keine Pläne, im nächsten Jahr ins Ausland zu verreisen. Auf dem Inbound-Markt konnte die USA nur schwache Erfolge verbuchen: Die Zahl der internationalen Gäste war in den ersten acht Monaten des Jahres nur drei Prozent höher, im Vergleich zu einem Anstieg von sieben Prozent im vergangenen Jahr.

Jetzt online: Trends der Reisindustrie kompakt
Detaillierte Ergebnisse zum weltweiten Reiseverhalten stellt der nun veröffentlichte ITB World Travel Trends Report 2011 vor. Er steht unter www.itb-berlin.de zum Download bereit. Der Report basiert auf Einschätzungen von 50 Tourismusexperten aus 30 Ländern, einer speziell von IPK durchgeführten Trendanalyse in den wichtigsten Herkunftsmärkten sowie auf Kerndaten des World Travel Monitor®, der als größte kontinuierliche Studie zum globalen Reiseverhalten aus rund 60 Herkunftsländern gilt. Diese Trendergebnisse zeigen Tendenzen auf, die sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 abzeichneten. Die Jahresendergebnisse inklusive aktueller Ausblicke für das Jahr 2012 werden auf dem ITB Berlin Kongress von Rolf Freitag, CEO IPK International, vorgestellt.

Ägypten hofft auf Erholung beim Tourismus : Neue Chancen 2012 – Investitionen langfristig orientiert

Von Michael Marks, gtai

(Kairo, 08. Dezember 2011) Das Tourismusjahr 2011 ist für Ägypten schwierig gewesen. Revolution und nachfolgend immer wieder aufgetretene Gewaltexzesse, vor allem in der Metropole Kairo, haben die Lust auf das Land am Nil bei Reiseveranstaltern und Reisenden vorübergehend stark gedämpft. Die Investitionen in der Branche setzen ohnehin auf langfristige Perspektiven, und die könnten durchaus positiv sein. Derzeit wird vorsichtig fortgebaut, was bereits begonnen worden ist. Geplante neue Vorhaben bleiben in der Pipeline und warten auf den richtigen Moment.

Wenn der friedlich verlaufene Wahlauftakt seine Fortsetzung findet, dann kann Ägypten demnächst wieder auf die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches touristisches Produkt verweisen: Stabilität und Sicherheit. Noch zu Jahresbeginn 2011 stand das Land in Erwartung von 15 Mio. und mehr Besuchern. Der Jahresverlauf lässt nun 11 Mio. Auslandsbesucher bei Devisenerlösen von 10 Mrd. US$ erwarten, ein “gutes Ergebnis angesichts der Umstände”, wie der Minister für Tourismus Abdel Nour kurz vor dem Kabinettsrücktritt kommentiert hatte. In den ersten neun Monaten 2011 ist die Besucherzahl um 35% auf 6,9 Mio. gesunken. Recht wacker hielten sich die an 3.Stelle liegenden Deutschen (-32% auf 0,64 Mio.).

Tourismus Ägypten - Strukturdaten

Wenn es um die für das Land so wichtige Branche geht, dann heißt es oft, besonderen Optimismus zu zeigen. Dies führt leicht zur Verdopplung von Besucherzahlen und Devisenerlösen, die innerhalb von fünf oder zehn Jahren realisierbar seien. Zunächst gilt es jedoch, wieder dort anzuknüpfen, wo man schon einmal war. Die neue Werbekampagne “We´re Egypt” und die Beteiligung als offizielles Partnerland der ITB Berlin im Jahr 2012 geben Anlass zu der Hoffnung, dass Ägypten nach dem politischen auch einen touristischen Frühling erlebt – sofern internationale Wirtschaftskrisen nicht die Reiselust verhageln.

Trotz der noch bestehenden Unsicherheiten überwiegen die (erwünschten) Fundamentaldaten bei den Investitionsentscheidungen. Die in der Regel langfristig angelegten Projekte werden fortgeführt beziehungsweise dürften mit gewisser Zeitverschiebung begonnen werden. Die Ferienanlagen sind vielfach als Mischnutzungsprojekte gedacht, das heißt sowohl für touristische wie Zweitwohnungszwecke ausgelegt. Der Zweit- wie der primäre Luxuswohnungsmarkt gehören in der jetzigen Phase zu den Verlierern. Neben der schwächeren Entwicklung im Inland könnte die fehlende Dynamik in den USA und in der EU beziehungsweise im Euroraum die Revision mancher Investitionsentscheidung hervorrufen.

Kairo verfügt über etwa 36.000 Hotelzimmer. Bis 2050 wird von einem weiteren Bedarf in Höhe von 24.000 Einheiten ausgegangen, um der Entwicklung der individual- und eventtouristischen Nachfrage entsprechen zu können. Neue Kapazitäten werden insbesondere in New Cairo und 6th of October City notwendig. In Downtown Cairo werden ältere Gebäude zu Hotels umfunktioniert.

Qatari Diar hat mit Consolidated Contractors Co. einen 464 Mio. US$-Vertrag über das Mischnutzungsprojekt “Nile Corniche” in Kairo geschlossen, das neben Büro- und Wohnraum auch ein 5-Sterne-Hotel St. Regis umfasst. Weitere 80 Mio. US$ fließen unter demselben Auftragnehmer in die erste Phase einer Ferienanlage in Sharm El Sheikh (Süd-Sinai). Zur Renovierung für 52 Mio. US$ steht das Ramsis Hilton Hotel in Kairo mit Abschluss 2015 an. Das “Falcon Tower”-Vorhaben im südlichen Kairoer Stadtteil Maadi sieht neben einem Wohnturm auch einen Hotelturm auf 23 Stockwerken mit 129 Suiten vor. Das vor der Vergabe stehende Vorhaben soll 2015 zum Abschluss gelangen.

Zu einem neuen Vorzeige-Megaprojekt entwickelt sich die 12 km lange Bucht von Sahl Hasheesh, rund 20 km südlich des internationalen Flughafens von Hurghada gelegen. Dieser wird derzeit ausgebaut mit Verdopplung der Passagierzahl auf 14 Mio. Egyptian Resorts Company (ERC) plant dort in Partnerschaft mit Orascom Development den Start des Sawari-Projekts im 2. Quartal 2012, ein Mischnutzungsvorhaben, das auch eine Marina auf einem Grundstück von 2,5 Mio. qm beinhaltet, die 2014 fertig gestellt sein soll. Nikki Beach soll das dort entstehende Boutique-Hotel betreiben. Erhofft wird ein Aufschwung des vernachlässigten Jacht-Tourismus. Liegeplätze sind bereits im Angebot. Bis zu 330 Jachten können auf der Wasserfläche von 117.000 qm untergebracht werden.

Das Gesamtareal umfasst 41 Mio. qm. Derzeit gibt es in Sahl Hasheesh knapp 1.600 Hotelzimmer und 700 Immobilieneinheiten. ERC hat angekündigt, rund 6 Mrd. ägypt£ in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren, so in Trink- und Abwasseranlagen, Meerwasserentsalzung und Stromnetz. ERC ist Master-Entwickler des Gebiets, während der Staat keinerlei Infrastruktureinrichtung schafft. Langfristig ist geplant, das Touristenziel in eine umfassende Gemeinde mit Schulen, Universität, Bürokomplexen und Krankenhäusern zu entwickeln. 17 Hotels befinden sich derzeit in der Planung. In 2012 soll eine groß angelegte Marketing-Kampagne für das Gesamtgebiet an Sub-Developer durchgeführt werden. Weitere künftige ERC-Vorhaben bilden die Entwicklung eines 14 Mio. qm-Gebiets in Berenice, 200 km südlich von Hurghada, sowie von 4 Mio. qm in Dahab auf dem Sinai.

Wachsender Aufmerksamkeit erfreut sich auch das weiter südlich gelegene Gebiet von Marsa Alam, das als guter Eingang für Touristen gilt, die einen Kombi-Urlaub aus Tauchen und Fitness am Roten Meer mit einer Nilkreuzfahrt und dem Besuch antiker Stätten verbinden wollen. Hilton eröffnet in Marsa Alam ein 370-Zimmer-Hotel. Noch weiter südlich befindet sich das “Berenice Red Sea Project” von Orascom Development (ODH) in der Planung. ODH und Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) wollen ein “Cheval Blanc”-Hotel in Aswan in Angriff nehmen für 50 Mio. US$ mit möglicher Fertigstellung Ende 2014.

Zu den bedeutenden Entwicklungsvorhaben gehört die geschlossene Ferienanlage “Marassi” der Emaar Misr, die auf 6,25 Mio. qm nahe El Alamein am Mittelmeer entsteht. Es handelt sich um einen kompletten Badeort mit allen Freizeiteinrichtungen bis hin zu Golfplatz und einer Lagune. 3.000 Hotelzimmer und 5.300 Wohneinheiten sind avisiert. Die zum Bau anstehenden Hotelanlagen werden von der Emaar Hospitality Group (EHG) gemanagt werden. Nikki Beach Hotels and Resort entwickelt seine erste ägyptische Ferienanlage “Hacienda Bay” für 200 Mio. US$ an der Nordküste. In Partnerschaft mit Palm Hills Development (PHD) sind über das kommende Jahrfünft 4.500 Hotelzimmer an zwölf verschiedenen Standorten geplant.

Das touristische Großprojekt Citystars Sharm El Sheikh (Süd-Sinai) sieht auf 7,5 Mio. qm einen Mix aus Luxuswohnungen, touristischen, Einzelhandels-, Sport- (Golf-) und Freizeiteinrichtungen vor. Auch die weltweit größte schiffbare kristallklare Lagune mit 1,2 Mio. qm, umgeben von 22 km weißem Sandstrand, die die chilenische Crystal Lagoons Corporation errichtet hat, gehört zur Anlage. Die Lagune bildet den Auftakt für weitere Planungen dieser Art in Ägypten. Citystars Sharm El Sheikh soll Mitte 2012 nach Abschluss der ersten Phase mit folgenden Komponenten in Betrieb genommen werden: Fünf-Sterne-Hotel, Lagune, Lagunen-Insel-Restaurant, Einzelhandelsfläche und etwa 1.200 Wohnungen.

Nachhaltiger Tourismus: Kriterien nehmen Form an – Überblick über Zertifikate und Siegel

(Berlin/Rösrath-Hoffnungsthal, 15. November 2011) Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Touristik längst angekommen. Bei Reisenden steigt das Bewusstsein, dass billig nicht immer gut ist und dies sowohl Umwelt als auch den Einheimischen der Reiseländer schaden kann. Bislang war es für Urlauber jedoch schwierig, den Überblick zu behalten, was die Zertifizierungen und Prüfsiegel für Ökoreisen anging. Reisende definieren zudem sehr unterschiedlich, was nachhaltiges Reisen für sie bedeutet. Spezielle Reiseportale und Verbände helfen nun weiter.

Für deutsche Reiseanbieter gibt es größere Verbände wie das “Forum Anders Reisen” oder Siegel wie CSR-Tourism-Certified, die mit strengen Kriterien die Nachhaltigkeit ihrer Mitglieder überwachen. Angehende Urlauber, die sich nicht selbst durch den Kriterienwald kämpfen und aus einem möglichst großen Pool von Reisen und Unterkünften wählen wollen, können auf Portale wie traverdo.de oder viabono.de zurückgreifen.

Dass es bislang noch kein einheitliches Bio-Siegel wie zum Beispiel in der Lebensmittelbranche gibt, wird derzeit damit begründet, dass die Anforderungen regional stark variieren und die Kriterien der einzelnen Siegel entsprechend angepasst sind. „Ein Öko-Hotel in der Uckermark achtet vor allem auf den Klimaschutz, die Ecolodge in Ecuador dagegen eher auf faire Gehälter und die Bewahrung des Regenwalds“, erklärte Jochen Zimmermann, Geschäftsführer von traverdo.de, gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

„Zwar werden gerade globale Kriterien für nachhaltiges Reisen entwickelt, jedoch ist es bis zur konkreten Umsetzung noch ein weiter Weg.“ Der Tourist ist hiermit natürlich noch nicht aus der Pflicht genommen, denn es gibt eine Reihe von Maßnahmen, mit denen er seine Reise selbst nachhaltiger gestalten kann. Umweltfreundliches und kulturangepasstes Verhalten steht dabei ganz oben auf der Liste. Darüber hinaus können Flugreisende die von ihnen verursachten Klimagase bei Organisationen wie atmosfair.de oder myclimate.de ausgleichen.

Allerdings gilt grundsätzlich die Formel: Reduzieren vor Kompensieren. „Sanfter Tourismus muss nicht Allgäu statt Amazonas oder Buxtehude statt Bali bedeuten. Doch bereits wegen der Umweltbelastung durch den Flugverkehr sollte man sich bei der Urlaubsplanung fragen, ob es ein ebenso attraktives Ziel nicht auch in Europa gibt und ob die Bahn für die Fahrt dorthin infrage kommt”, geben die Betreiber von oeko-fair.de zu bedenken.

Wenn dann doch die Erkundung eines Fernziels auf dem Plan steht, gilt es eines zu beachten: “Vor allem sollte auf nur wenig Tage andauernde Fernurlaube verzichtet werden”, rät Sabine Minninger, Beraterin der Organisation Tourism-Watch. (Caroline Bartz/Pressetext)

Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand auf den Tourismus

(Berlin, 27. Oktober 2011) Drei Monate nach den Überschwemmungen werden die Auswirkungen der Katastrophe auf den Tourismus in Thailand deutlich: Obwohl der Süden des Landes als sicher gilt, steigen die Zahlen der Reiserücktritte, während Neubuchungen ausbleiben.
 
Der stellvertretende Präsident der zentralen Vermarktungsorganisation für den Tourismus in Thailand (TAT), Sansern Ngaorungsi, schätzt den Anteil der Reiserücktritte von bereits gebuchten Reisen auf 25 Prozent. Der Rückgang bei Neubuchungen gegenüber vergleichbaren Zeiträumen ist noch stärker wahrzunehmen. Er liegt bei annähernd 70 Prozent, wie die Association of Thai Travel Agents (ATTA) berichtet. Auch in Deutschland ist diese Entwicklung zu spüren, bestätigt das Reiseportal Citysam.de. Dabei ist der Süden Thailands von den Überschwemmungen auch weiterhin nicht betroffen und lohnt sich aufgrund fallender Preise mehr denn je für eine Urlaubsreise.
 
Seit Beginn der in diesem Jahr besonders stark ausfallenden Monsun-Regenfälle im August gehen die Bilder von schwersten Überschwemmungen im Norden und Nordosten des Königreichs Thailand um die Welt. Mitte Oktober sah Norbert Spitz, Leiter des Goethe-Instituts in Thailand, den Tourismus in Thailand nicht großartig in Gefahr, doch aktuelle Zahlen konnten dies nun bei weitem nicht bestätigen: Da die heftigen Regenfälle sich im September und Oktober fortsetzten, nahmen viele Thailand-Reisende Abstand von ihren ursprünglichen Urlaubsplänen. Thomas Horn, Vorstand der Citysam AG, bestätigt, dass in den letzten Wochen überdurchschnittlich viele Reisen nach Thailand storniert wurden: „Bei uns gehen viele besorgte Anfragen über die derzeitige Lage im Urlaubsgebiet ein. Die Menschen sind verunsichert“.
 
Laut Auskunft des Auswärtigen Amtes herrscht am Subarnabhumi Airport, dem Internationalen Flughafen in Bangkok, derzeit normaler Betrieb. Dagegen unterliegt der Straßen- und Schienenbetrieb vor allem im Norden des Landes zum Teil erheblichen Einschränkungen. In den nördlichen Regionen haben die andauernden Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt, in den von insgesamt 76 Provinzen Thailands 28 am meisten betroffenen leben mehr als zweieinhalb Millionen Menschen. Ebenso wie die zentral gelegenen Provinzen Nakhon Sawan und Pathum Thani wurde auch die zum Weltkulturerbe zählende Stadt Ayutthaya entgegen Prognosen der thailändischen Katastrophenschutzbehörde zuletzt von den Fluten überspült. Da viele Reiseveranstalter ihre Ausflugsprogramme der Lage angepasst haben, rät Citysam Reisenden dazu, eventuelle Stornierungspläne zu überdenken.
 
„Die im Süden des Landes gelegenen thailändischen Urlaubsregionen wie Pattaya, Koh Samui und Phuket mit ihren Stränden sind vom derzeitigen Hochwasser nicht betroffen und auch am hoch gelegenen Flughafen Bangkok ist die Lage absolut unter Kontrolle“, so Horn. Aufgrund der geringen Nachfrage und der hohen Anzahl von Stornierungen seien Reisen in die thailändischen Touristenzentren derzeit besonders günstig und in den Süden absolut unbedenklich.

UEFA EURO 2012: Hotelbau-Boom in Polen und Ukraine zur Fussball-EM

Tophotelprojects.com: 28 neue Hotels bis Turnierbeginn im Juni nächsten Jahres

(Warschau/Kiew, 25. Oktober 2011) Zur Fussball-EM im nächsten Jahr wird kräftig gebaut: In Polen entstehen 21 neue First Class- und Luxushotels mit insgesamt knapp 4.000 Zimmern. In der Ukraine werden 32 Tophotels mit über 7.400 Zimmern entwickelt. Dies teilte der auf internationale Hotelprojekte spezialisierte Bauinformations-Dienstleister tophotelprojects.com, Scheeßel bei Hamburg, mit.

Acht der insgesamt 21 polnischen Hotelprojekte werden voraussichtlich bis zum Turnierstart im Juni 2012 fertig gestellt sein. Das größte Projekt darunter ist das Park Inn by Radisson Wroclaw mit 260 Zimmern. Das derzeit größte Hotelprojekt in ganz Polen ist das Doubletree by Hilton in Warschau (365 Zimmer, geplante Eröffnung im Herbst 2013).

In der Ukraine sollen 20 der insgesamt 32 Hotelbau-Projekte bis zur Fussball-EM eröffnen. Das größte Bauprojekt darunter ist das Swissôtel Kiew mit 500 Zimmern. Das größte Projekt in der Ukraine ist das Radisson Blu Bolshaya Jalta mit 505 Zimmern (geplante Eröffnung: März 2013).

Die Endrunde der 14. Fussball-Europameisterschaft 2012 findet vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 in Polen und der Ukraine statt. Weitere Informationen: http://de.uefa.com/uefaeuro2012/index.html

reisemeister.de: Endkundenorientiertes Service- und Informationsportal der HanseMerkur – Touristikplattform bietet hochwertigen Content rund ums Reisen

(Hamburg, 07. Oktober 2011) Unter der Domain www.reisemeister.de hat die HanseMerkur Versicherungsgruppe auf über 75.000 Seiten ein umfangreiches Service- und Informationsportal rund um die Themen “Reisen und Urlaub” ins Netz gestellt. Neben hochwertigen Länderinformationen steht das Thema “Sicherheit auf Reisen” beim kostenfreien Angebot im Fokus. Spielerische Elemente wie der Reisekonfigurator “Reis-o-Mat” und User-generierter Content runden die Angebotspalette ab.

Kompetenzträger der Touristikplattform ist die HanseMerkur Reiseversicherung AG, die als Qualitätsanbieter und Partner renommierter Reiseveranstalter und Reisebüroketten über ein hohes Maß an touristischem Know-how verfügt. Die Konzeption von reisemeister.de fußt dabei auf einer Markt- und Bedarfsanalyse von Wirtschaftsinformatikern der Universität Hamburg, die 2009 18 Reiseinformationsportale untersuchten. Ergebnis: Der User sucht einen unkomplizierten Zugang zu Informationen rund um die anstehende Reise. Es besteht Bedarf für “ein gut strukturiertes Portal, welches umfangreiche Informationen innerhalb des Auftrittes bereitstellt”.
Aus dieser Analyse ergab sich bereits die Grundstruktur von reisemeister.de: jenseits von reinen Verkaufs- oder Community-Portalen, ohne Pop-up Werbebanner und ohne aggressive Vermarktung von Destinationen. Entstanden ist eine Reiseinformationsplattform mit hohem Informationsmehrwert für den Endkunden für die Zeit vor, während und nach einer Reise.

Das Phasenkonzept: vor der Reise…
hilft der nach Kontinenten, Ländern, Regionen und Orten strukturierte Bereich Reiseziele bei der Suche nach attraktiven Destinationen mit ausführlichen Daten und Fakten für die anlassbezogene Recherche. Dazu zählen neben hochwertigen Länder- oder Reiseinformationen, die von Marco Polo und Vistapoint zugesteuert werden, auch Urlaubs-Checklisten, Hinweise zu Einreisebestimmungen, zur Reiseapotheke und zu Gesundheitstipps, aktuelle Reisenews oder auch Empfehlungen von Weltenbummlern aus der Community. Natürlich findet hier auch jeder seine individuelle und online abschließbare Reiseversicherung mit ausführlichen Informationen zu den Tarifen, Prämien, Bedingungen und Schadenformularen.

Wer einen spielerischen Zugang zum Urlaub präferiert, kann sich über den Reis-o-Mat zu Reisezielen und -möglichkeiten inspirieren lassen. Knapp 80 Urlaubsideen sind derzeit hinterlegt. Aus insgesamt acht Kategorien kann dabei gewählt werden, von “Aktiv sein” bis “Verwöhnen”. Die vom Reis-o-Mat dann vorgeschlagenen Destinationen sind mit Informationen zur intensiveren Beschäftigung und mit Wetterdaten zum Urlaubsziel hinterlegt.

Schon vor dem offiziellen Start im Oktober 2011 kann reisemeister.de monatlich über 50.000 Besucher auf der Domain verzeichnen. “Wir wollen unser Portal zu einer beliebten B2C-Reiseinformationsplattform im Internet entwickeln”, sagt Doreen Simon, Geschäftsführerin der Reisemeister GmbH und ergänzt: “Mit reisemeister.de setzt die HanseMerkur ihren Markenaufbau und die Steigerung ihres Bekanntheitsgrades konsequent fort. Zudem zahlen Urlaubsthemen optimal auf den Leitwert ‘Lebensqualität’ ein, der zentraler Aspekt unserer Unternehmenspositionierung im Wettbewerb ist”.

Beherbergung – Januar bis Juli 2011: Über 7 % mehr Ankünfte von Gästen aus dem Ausland

(Wiesbaden, 27. September 2011) Immer mehr Gäste aus dem Ausland. In den ersten sieben Monaten des Jahres stieg die Zahl der Übernachtungsgäste aus anderen Ländern um 7,2 Prozent auf rund 16 Millionen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) anlässlich des Welttourismustages heute am 27. September 2011 mit. Die meisten Gäste kamen aus den Niederlanden, auf sie entfielen 2,3 Millionen aller Gästeankünfte von Januar bis Juli 2011. Das entsprach einem Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ankünfte von Gästen aus der Schweiz stiegen um 13,1 Prozent auf 1,3 Millionen. Damit lag die Schweiz in den ersten sieben Monaten 2011 auf Rang zwei der Liste der 20 Herkunftsländer mit den meisten Gästeankünften, knapp vor den Vereinigten Staaten (1,2 Mio. Ankünfte, +1,3%).

Den stärksten Anstieg unter den 20 Herkunftsländern mit den meisten Gästeankünften verzeichnete China mit einem Anstieg von 31,1 Prozent auf 341.000 Gäste. Einen Rückgang bei den Ankünften gab es unter den 20 Herkunftsländern mit den meisten Gästeankünften nur bei den Gästen aus Schweden mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 496 000.

Von Januar bis Juli 2011 kam jeder fünfte Gast aus dem Ausland (19,3% aller Gästeankünfte). Nach Bundesländern betrachtet war dabei der Anteil ausländischer Übernachtungsgäste, wie auch schon in der Vergangenheit, in Berlin am höchsten (36,5%) und in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten (4,4%). Den stärksten Zuwachs ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte das Saarland mit 21,3 Prozent verbuchen.

Die große Samstags-Dokumentation “50 Jahre Mallorca – Die ,Ballermann-Insel’ im Wandel” am 15. Oktober um 20:15 Uhr bei VOX

(Köln, 21. September 2011) Mallorca: Die Baleareninsel, die in den 1960er Jahren mit rund 360.000 Touristen im Jahr noch abschätzig “Putzfrauen-Insel” genannt wurde, empfängt heute nicht nur jährlich rund 13 Millionen Touristen, sondern verfügt auch über den größten Charterflughafen Europas. Die große Samstags-Dokumentation “50 Jahre Mallorca – Die ,Ballermann-Insel’ im Wandel” (am 15.10. um 20:15 Uhr bei VOX) erzählt über vier Stunden die Geschichte von den Anfängen des Massentourismus bis heute. Einen Einblick in ihr Leben auf der Sonneninsel geben u.a. Prominente wie Sonja Kirchberger und Schlagerstar Bernd Clüver (“Der Junge mit der Mundharmonika”), der das letzte Interview seines Lebens gibt. Außerdem begleitet die Dokumentation Naomi Campbells Mutter Valerie bei der Suche nach einer Luxus-Wohnung.

Mallorca war schon immer eine Insel der Schönen und Reichen – davon erzählt das 5-Sterne-Hotel “Son Vida”, das gerade seinen 50. Geburtstag feiert. Zur Eröffnung zählten Fürst Rainier und Grace Kelly zu den Gästen, heute kommen Weltstars wie Fußballer Christiano Ronaldo und Jason Button in das Luxus-Hotel. Zahlreiche deutsche Promis haben auf der Sonneninsel sogar ein neues Zuhause gefunden. “Ich möchte ohne die Insel gar nicht mehr leben”, sagt Schauspielerin Sonja Kirchberger, die seit elf Jahren in Palma wohnt. Auch der selbsternannte “König von Mallorca” Jürgen Drews gehört zu den deutschen Inselbewohnern und ist seit Jahren fester Bestandteil des mallorquinischen Nachtlebens. “Das ist ja normalerweise die Tiefschlafphase, so um 2 Uhr. Und da kommt dann der alte Drews auf die Bühne gehupfelt und singt: ,Ich bin der König von Mallorca’”, so der Schlagerstar. Ein falscher Adelstitel, auf den vor Drews schon drei andere Deutsche Anspruch erhoben: “Wurst-König” Horst Abel, “Leihwagen-König” Hasso von Schützendorf und “Bier-König” Manfred Meisel, die in den 1990er Jahren Millionen auf der Insel verdienten. In der Dokumentation spricht die damalige Lebensgefährtin von Manfred Meisel, Daiana Ritter, erstmals über die Nacht zum 11. November 1997, in der der “Bier-König”, der gemeinsame Sohn Patrick und die Haushälterin in der Familienvilla durch Kopfschüsse getötet wurden.

Mit der Zunahme der Touristen boomt die Wirtschaft auf der Insel – doch auch die Nachteile werden mit der Zeit deutlich. Eine Entwicklung, die Josep Planas ganz genau verfolgt hat: Er eröffnete 1947 das erste Fotografie-Geschäft auf Mallorca und hat bis in die 1970er Jahre jede mallorquinische Postkarte und jedes Hotel fotografiert. Er zeigt erstmals im deutschen Fernsehen seine historischen Fotografien und Super-8-Filme. An das Mallorca der 1960er Jahre erinnert sich außerdem Fischer Guillermo. Damals zog er gemeinsam mit seinen Brüdern noch große Fische mit der Hand aus dem Meer. “Heute sind 80 Prozent der Fischarten von damals ausgestorben”, so der 84-Jährige. Umweltverschmutzung und Massenfischerei haben auch vor Mallorca nicht Halt gemacht. Die große Samstags-Dokumentation “50 Jahre Mallorca – Die ,Ballermann-Insel’ im Wandel” am 15. Oktober um 20:15 Uhr bei VOX.

Beherbergung – Inlandstourismus im Juli: +1% mehr Gästeübernachtungen

(Wiesbaden, 08. September 2011) Schmaler Zuwachs: Im Juli 2011 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 47,3 Millionen Gästeübernachtungen. Das sind ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mitteilte. Dabei erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gegenüber Juli 2010 um vier Prozent auf 8,2 Millionen. Bei Gästen aus dem Inland blieb die Übernachtungszahl mit 39,1 Millionen nahezu unverändert.

Im Zeitraum Januar bis Juli 2011 erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 221,4 Millionen. Davon entfielen 185,6 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+3%) und 35,8 Millionen auf ausländische Gäste (+7%).

Xing.com Branchen-Check: Wo geht es am schnellsten an die Spitze? Medien und Tourismus sind top

(Hamburg, 07. September 2011) Wer in der Medien- und Tourismusbranche arbeitet, erklimmt am schnellsten die Karriereleiter. Dies ergibt eine Analyse des beruflichen-Netzwerks xing.com. Im Schnitt verweilen Berufstätige dort 2,1 Jahre bzw. 25 Monate auf einer Position, bevor sie den Sprung auf das nächste Hierarchielevel schaffen. Ein zügiges Tempo auf dem persönlichen Karriereweg legen mit durchschnittlich 2,2 Jahren auch Vertreter der Luft- und Raumfahrt und des Handels an den Tag, dicht gefolgt von IT- und Telekommunikation und der Automobilbranche (2,3 Jahre).

Xing.com analysierte für den Branchen-Check mehr als vier Millionen deutsche Mitgliederprofile, die – ähnlich einem Lebenslauf – Aufschluss geben über die beruflichen Stationen der in dem Business Network angemeldeten Fach- und Führungskräfte, Geschäftsleute und Berufstätigen. Dazu gehört auch die Verweildauer auf einer Position.

Die wichtigsten Branchen und die durchschnittliche Dauer bis zum nächsten Karrieresprung:

1. Medienbranche: 2,1 Jahre
2. Freizeit & Tourismus: 2,1 Jahre
3. Luft- und Raumfahrt: 2,2 Jahre
4. Handel: 2,2 Jahre
5. IT und Telekommunikation: 2,3 Jahre
6. Automobilindustrie: 2,3 Jahre
7. Maschinenbau: 2,4 Jahre
8. Chemieindustrie: 2,5 Jahre
9. Energiewirtschaft: 2,5 Jahre
10. Bergbau & Metalle: 2,8 Jahre

Die Expertengruppe „Hotelier“ bei xing.com ist mit über 13.800 Mitgliedern eine der führenden und aktivsten Business-Communities für das Hotelmanagement. 78 Prozent der Gruppenmitglieder loggen sich regelmäßig in die Gruppe ein. Monatlich werden über 28.500 Visits verzeichnet. Die Mitgliedschaft in der Gruppe „Hotelier“ ist kostenfrei.

Tourismus – Einbußen befürchtet: Zeitspanne der Sommerferien wird kürzer

(München, 07. Septeber 2011) Neues Unheil droht: Der Zeitraum für die Sommerferien in Deutschland wird immer kürzer. In diesem Jahr dauert die Haupturlaubszeit im Sommer insgesamt, 2014 seien es nur noch 71 Tage. Vor neuen Einbußen in der Touristik warnte nun der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher (FDP), im „Focus“.

„Pro verkürztem Ferientag gehen der Tourismusbranche 116 Millionen Euro verloren“, so Burgbacher. In der knapper werdenden Sommersaison würden die Zimmerpreise in Hotels und andere Beherbergungen immer teurer, Staus seien vorprogrammiert. 1996 erstreckten sich die Sommerferien der Bundesländer noch über 91 Tage. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium forderte nun die Bundesländer auf, die Ferienzeit wieder auf 90 Tage auszudehnen. Dies wolle er in einem Schreiben an die Ministerpräsidenten darlegen, berichtete „Focus“.

World Travel Awards 2011 – “Oscar der Touristik” geht an Intercontinental

(Antalya/Türkei, 06. September 2011) Die Auszeichnung gilt als “Oscar der Reiseindustrie”: Im Rahmen der Verleihung der „World Travel Awards 2011“ in Europa wurde Intercontinental als führende Hotelmarke ausgezeichnet. Als „Europe’s Leading Hotel“ bekam das Le Bristol Paris eine verdiente Ehrung. Der Preis wurde vor kurzem im Cornelia Diamond Golf Resort & Spa in Antalya/Türkei vergeben.

Hier die Übersicht der Hotel-Gewinner:
Europe’s Leading Casino Resort: Le Meridien Lav, Split, Kroatien
Europe’s Leading Beach Resort: Aldemar Olympian Village
Europe’s Leading Boutique Hotel: Hotel Les Ottomans, Türkei
Europe’s Leading Boutique Resort: Vila Joya, Portugal
Europe’s Leading All-inclusive Resort: Concorde De Luxe Resort,Türkei
Europe’s Leading Design Hotel: Adam & Eve Belek, Türkei
Europe’s Leading Family Resort: Kempinski Hotel Giardino di Costanza, Italien
Europe’s Leading Hotel: Hotel Le Bristol Paris, Frankreich
Europe’s Leading Hotel Brand: Intercontinental Hotels & Resorts
Europe’s Leading Island Resort: Pullman Timi Ama Sardegna, Italien
Europe’s Leading Lifestyle Resort: Tauern Spa Kaprun, Österreich
Europe’s Leading Luxury Business Hotel: Radisson Royal Hotel Moscow, Russland
Europe’s Leading Luxury Hotel: Mardan Palace, Türkei
Europe’s Leading Luxury Hotel Brand: Orient Express Hotels
Europe’s Leading Luxury Resort: Cornelia Diamond Golf Resort & Spa, Türkei
Europe’s Leading New Hotel: Hotel Missoni Edinburgh, Schottland
Europe’s Leading Villa Resort: Porto Zante Villas, Zakynthos
Europe’s Leading Wellness Hotel: Grand Hotel Lienz, Österreich

Auszeichnungen in Deutschland:
Germany’s Leading Boutique Hotel: The Mandala Hotel Berlin
Germany’s Leading Business Hotel: Westin Grand Berlin
Germany’s Leading Conference Hotel: Hotel Adlon Kempinski Berlin
Germany’s Leading Golf Resort: Sport & Spa Resort A-Rosa Scharmützelsee bei Berlin
Germany’s Leading Hotel: Hotel Adlon Kempinski Berlin
Germany’s Leading Resort: Intercontinental Resort Berchtesgaden
Germany’s Leading Spa Resort: Grand Spa Resort A-Rosa Travemünde

ITB Berlin / World Travel Monitor – Asien Top 3: China liegt bei Reisen aus Asien vor Japan und Südkorea

(Berlin, 30. August 2011) Die Zahl der Auslandsreisen von Asiens größten Reisenationen China, Japan und Südkorea befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Nach einem Rückgang von neun Prozent im Krisenjahr 2009, verzeichnet Asien im vergangenen Jahr eine Zunahme von 17 Prozent bei den Auslandsreisen. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 128 Millionen Reisen. Asiens Marktanteil an Auslandsreisen weltweit liegt nun bei 18 Prozent. Durch diese Zunahme konnte Asien seine Position als zweitwichtigste Auslandsreiseregion festigen. Gemäß einer Auswertung von IPK International – World Travel Monitor Company im Auftrag der ITB Berlin wird der asiatische Kontinent im Auslandsreisevolumen nur noch von Europa mit einem Anteil von 56 Prozent übertroffen.

Wieder mehr Touristen aus Asien Asiens Marktanteil an Auslandsreisen weltweit liegt nun bei 18 Prozent (Foto: Maridav/fotolia.com)

Wieder mehr Touristen aus Asien Asiens Marktanteil an Auslandsreisen weltweit liegt nun bei 18 Prozent (Foto: Maridav/fotolia.com)

Seit jeher sind China, Japan und Südkorea Asiens „Top 3“-Auslandsreiseländer. Mehr als ein Drittel (insgesamt 46,5 Millionen) der international reisenden Asiaten kommen aus einem dieser drei Länder. Unter diesen drei Nationen stehen Reisen innerhalb Asiens hoch im Kurs. Drei von vier internationalen Reisen des Kontinents starten und enden innerhalb Asiens. Die einzelnen Märkte unterscheiden sich beim Reiseziel allerdings stark: Während etwa 39 Prozent der Japaner außerasiatische Ziele aufsuchen, verlassen in China nur 33 Prozent der Reisenden den Kontinent, in Korea treten gar nur 20 Prozent eine Überseereise an. Dieser Trend macht sich auch bei Reisen nach Europa bemerkbar: Jedes Jahr reisen 3,6 Millionen Japaner und rund 3,8 Millionen Chinesen nach Europa – aus Korea kommen hingegen nur etwa 1,1 Millionen Besucher. Vor fünf Jahren lag der Anteile an außerasiatischen Reisen noch etwas höher. So führten im Jahr 2005 noch 47 Prozent der internationalen Reisen die Japaner aus Asien heraus, 37 Prozent der Chinesen und 26 Prozent der Koreaner verließen den Kontinent.

„Der Rückgang an Überseereisen aus Asien ist zum einen auf die weltweite Wirtschaftskrise zurückzuführen, zum anderen aber auch durch die rasante Entwicklung der Destinationen im asiatischen Raum zu erklären. Diese macht das Reisen innerhalb des eigenen Kontinents für Asiaten nicht nur günstig, sondern auch attraktiv“, sagte Martin Buck, Direktor des Kompetenzcenter Travel und Logistics der Messe Berlin. Über einen Zeitraum von fünf Jahren betrachtet, verzeichnet China insgesamt das größte Wachstum bei Auslandsreisen, gefolgt von Südkorea und Japan. Erste Daten weisen allerdings darauf hin, dass sich als Folge des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Japan und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen, der Anstieg dieses Jahr nicht fortsetzen, sondern im Gegenteil sogar erheblich zurückgehen wird.
Auch bei Reisen nach Europa liegt China mit einem Wachstum von 15 Prozent an erster Stelle. In Japan haben Europareisen in den letzten fünf Jahren ebenfalls prozentual zugenommen. Südkorea hingegen hat sich noch nicht im gleichen Maße wie die anderen Märkte von der Wirtschaftskrise erholt. Dies zeigt sich deutlich im Fernreisesegment – Reisen mit europäischen Zielen sind in den letzten fünf Jahren leicht rückläufig.

Etwa drei Viertel aller in China und Japan beginnender Auslandsreisen werden im Rahmen eines Urlaubs unternommen. In Südkorea sind es immerhin noch fast zwei Drittel aller internationalen Reisen. Ein Vergleich: Nur etwas mehr als die Hälfte der Auslandsreisen aus Indien erfolgen aus Urlaubsgründen.
Vor allem in China spielt Urlaub als Reisemotiv heute eine viel wichtigere Rolle als noch vor fünf Jahren: Der Anteil an touristisch motivierten Reisen stieg von 56 Prozent auf 77 Prozent. In Japan war die Bedeutung der Urlaubsreise mit 67 Prozent bereits vor fünf Jahren auf einem relativ hohen Niveau und auch in Südkorea bleibt der Wert unverändert bei 64 Prozent.

Auch bei der Art der Urlaube lassen sich deutliche Trends feststellen: Besonders beliebt bei Urlaubern aus allen drei Ländern ist demnach die Rundreise. Während sich hier auf dem japanischen Markt in den vergangenen fünf Jahren kaum Veränderungen gezeigt haben, nehmen Rundreisen als beliebteste Urlaubsart bei Chinesen und Südkoreanern deutlich zu. Die Städtereise wird für die Japaner in den letzten Jahren immer mehr zu einer bevorzugten Urlaubsart und liegt deutlich vor dem Badeurlaub. Bei den Chinesen zeigt sich ein genau gegensätzliches Bild – hier verlor die Städtereise in den vergangenen fünf Jahren an Bedeutung und liegt in der Beliebtheitsskala nun deutlich hinter dem Badeurlaub. In Südkorea werden Städtereise und Badeurlaub etwa gleich gerne unternommen, allerdings nahm die Städtereise im Vergleich zu früher prozentual ab.