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Mehrwertsteuersenkung wirkt – Aktuelle Stimmen aus der Branche

(Berlin, 10. Februar 2010) Die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 verschafft den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern in Deutschland finanziellen Spielraum für Investitionen, Preisreduzierungen, bessere Mitarbeiterentlohnung, Qualifizierungsmaßnahmen und sorgt für mehr Arbeitsplätze in konjunkturell schwierigen Zeiten. Hierzu verweisen der Dehoga-Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) exemplarisch auf aktuelle Aussagen von Unternehmern zu konkreten betrieblichen Maßnahmen, die aufgrund der Senkung des Mehrwertsteuersatzes möglich wurden:

Die Wutzschleife, Rötz-Hillstett (Bayern)

Die eingesparte Mehrwertsteuer nutzt das Hotel & Resort Die Wutzschleife in Rötz-Hillstett zur Renovierung des Restaurants, der Zimmer sowie zur Erneuerung der Teppiche im Tagungsbereich. Das Investitionsvolumen beträgt 100.000 Euro. Dazu werden 50.000 Euro für eine höhere Mitarbeiterentlohnung verwendet, 10.000 Euro kosten die geplanten Qualifizierungsmaßnahmen. Zehn neue Mitarbeiter und fünf neue Auszubildende werden die Mannschaft der Wutzschleife verstärken. Die Gäste können sich – auch anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Hauses – über 12,5 Prozent niedrigere Zimmerpreise freuen.

Für Rückfragen steht Monika Hauer zur Verfügung,
http://www.wutzschleife.com.

Abacus Tierpark Hotel, Berlin (Berlin)

Auch im Abacus Tierpark Hotel in Berlin kann aufgrund der Mehrwertsteuersenkung kräftig investiert werden. Die Erneuerung des Fußbodens in den Zimmern, eine neue Telefonanlage sowie neue Fernsehgeräte kosten insgesamt 230.000 Euro. 75.000 Euro fließen in Lohnerhöhungen, 5.000 Euro werden für Qualifizierungsmaßnahmen genutzt. Ferner wurden zwei neue Vollzeitstellen geschaffen. Die Preise sanken um sechs Prozent.

Für Rückfragen steht Karsten Hauke zur Verfügung,
http://www.abacus-hotel.de.

Hotel Schäferhof, Schneverdingen (Niedersachsen)

Auch im Hotel Schäferhof in Schneverdingen profitieren von der Mehrwertsteuersenkung Handwerker, Zulieferer, Mitarbeiter und Gäste. Für 29.000 Euro werden Küche und Geräte erneuert, 11.500 Euro werden für eine zusätzliche Entlohnung der Mitarbeiter aufgewandt, 4.500 Euro fließen in Qualifizierungsmaßnahmen. Außerdem konnte ein zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen werden sowie eine neue Ausbildungsstelle. Für die Gäste gibt es Aktionsangebote und Preisreduzierungen von bis zu 20 Prozent.

Für Rückfragen steht Christian Glet zur Verfügung,
http://www.hotel-schaeferhof.com.

Hotel STAGE 47, Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)

Investitionen in Höhe von 300.000 Euro sind im Hotel STAGE 47 geplant. 25 Bäder werden komplett saniert, dazu kommen Renovierungs- und Teppicharbeiten. Ab der zweiten Jahreshälfte werden die Löhne um voraussichtlich fünf Prozent erhöht. Außerdem können drei neue Arbeitsplätze und ein zusätzlicher Ausbildungsplatz angeboten werden.

Für Rückfragen steht Hans-Günter Oepen zur Verfügung,
http://www.stage47.de.

Flair Hotel Kloster Hirsau, Calw (Baden-Württemberg)

Das Flair Hotel Kloster Hirsau in Calw gibt die Mehrwertsteuersenkung in Form von um zehn Prozent reduzierten Preisen komplett an seine Gäste weiter.

Für Rückfragen steht Helmut Schuy zur Verfügung,
http://www.hotel-kloster-hirsau.de.

Hotel Anna Amalia, Weimar (Thüringen)

Das Hotel Anna Amalia in Weimar kann aufgrund der Mehrwertsteuerreduzierung zwei neue Vollzeit- und zwei neue Teilzeitstellen anbieten sowie zwei zusätzliche Ausbildungsplätze. Für Renovierungen der Zimmer und Flure sowie Instandsetzungsmaßnahmen sind 25.000 Euro veranschlagt. Die Mitarbeiter können sich über Lohnsteigerungen in Höhe von monatlich 5.000 Euro sowie zusätzliche Prämien freuen. Die Gäste profitieren von um fünf Prozent gesunkenen Preisen.

Für Rückfragen steht Günter Freind  zur Verfügung,
http://www.hotel-anna-amalia.de.

Mercure Hotel, Walsrode (Niedersachsen)

Für 750.000 Euro werden im Mercure Hotel in Walsrode die gastronomischen Einrichtungen erneuert und modernisiert. 30.000 Euro kommen über Lohnerhöhungen direkt den Mitarbeitern zu Gute, für 10.000 Euro werden Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. Das Mitarbeiterteam wird um acht Vollzeitkräfte und sechs Teilzeitkräfte aufgestockt, außerdem werden vier neue Ausbildungsplätze geschaffen. Durch die Entlastung bei der Mehrwertsteuer konnten die Preise durchschnittlich um fünf Prozent gesenkt werden.

Für Rückfragen steht Reiner Eisenberg zur Verfügung,
http://www.mercurewalsrode.de.

Hotel Staudacherhof, Garmisch-Partenkirchen (Bayern)

150.000 Euro beträgt die Investitionssumme des Hotels Staudacherhof in Garmisch Partenkirchen. Die Gästezimmer und -bäder werden modernisiert, die Wellnessanlage erweitert und zur Verbesserung der Ökobilanz wird in die Gebäudedämmung investiert. Für die Entlohnung der Mitarbeiter werden 10.000 Euro bereitgestellt, weitere 10.000 Euro fließen in Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter. Darüber hinaus konnten zwei zusätzliche Vollzeitstellen sowie eine Ausbildungsstelle geschaffen werden.

Für Rückfragen steht Peter Staudacher zur Verfügung,
http://www.staudacherhof.de.

Haus am Spreebogen, Fürstenwalde (Brandenburg)

50.000 Euro investiert das Haus am Spreebogen in Fürstenwalde in neue Matratzen, Gartenmöbel, neue Fernseher sowie W-Lan. Außerdem können notwendige Renovierungen durchgeführt werden. 7.000 Euro fließen in eine höhere Mitarbeiterentlohnung, 1.600 Euro in Qualifizierungsmaßnahmen. Das Haus am Spreebogen hält für alle seine Gäste eine Flasche Wasser kostenfrei auf dem Zimmer bereit und gewährt einen Preisnachlass von bis zu vier Prozent.

Für Rückfragen steht Gordon Kwast zur Verfügung,
http://www.haus-am-spreebogen.de.

Rabenauer Mühle, Rabenau (Sachsen)

Das Hotel Rabenauer Mühle investiert in eine bessere Ökobilanz. 19.000 Euro fließen in Energiesparmaßnahmen in den Zimmern, außerdem wird ein Blockheizkraftwerk eingebaut. 6.000 Euro werden für eine bessere Entlohnung der Mitarbeiter verwendet. Außerdem kann eine Vollzeitkraft zusätzlich eingestellt werden. Seit 1. Januar 2010 bietet die Rabenauer Mühle seinen Gästen in allen Zimmern einen kostenlosen Internetzugang.

Für Rückfragen steht Frank Schumann zur Verfügung,
http://www.hotel-rabenauer-muehle.de.

hotel.de Hotelpreis-Barometer Januar 2010: Mehrwertsteuersenkung führt bislang nicht zu niedrigeren Zimmerpreisen

(Nürnberg, 02. Februar 2010) Müssen denn die Raten weiter sinken? Auch eine Veröffentlichung von hotel.de moniert, dass die aktuellen Zimmerpreise der deutschen Hotels im Januar nicht gesunken seien. Für den „Hotelpreis-Barometer“ wurden über zwei Millionen Preisanfragen für deutsche Hotels im Januar 2010 mit den Werten aus den Vormonaten sowie aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum miteinander verglichen. So lag der durchschnittliche Übernachtungspreis im Januar dieses Jahres (über alle Destinationen und Hotelkategorien hinweg) mit 86,62 Euro sogar über dem des vierten Quartals 2009 (85,77 Euro). Die ist nach Einschätzung von hotel.de eine Folge der wirtschaftlichen Erholung.

Reinhard Wick: „Die Hotelpreise liegen im Januar 2010 noch immer deutlich unter denen des Januars 2009.“

Reinhard Wick: „Die Hotelpreise liegen im Januar 2010 noch immer deutlich unter denen des Januars 2009.“

Damit bestätigt sich die Trendaussage, die hotel.de bereits im Herbst getroffen hatte. Damals hatten die Hotels in einer Umfrage mehrheitlich angekündigt, den gewonnenen Kostenspielraum aus der Steuersenkung primär in die Infrastruktur der Hotels sowie in die Mitarbeiter-Weiterbildung investieren zu wollen.

Reinhard Wick hat als Vertriebsvorstand der hotel.de AG immer ein Ohr an der Hotellerie, sieht aber auch aus dem täglichen Geschäft heraus keine Anzeichen für eine Zimmerpreissenkung aufgrund der reduzierten Mehrwertsteuer: “Nein, hierfür sehen die Hotels mit Blick auf die ja schon lange währende wirtschaftliche Durststrecke keinen Spielraum. Obgleich in den letzten Monaten eine Aufwärtsentwicklung bei den Übernachtungspreisen zu spüren war, liegen die Preise im Januar 2010 noch immer deutlich unter denen des Januars 2009. Weitere Preisreduzierungen bleiben damit zwar aus, das Hauptziel des Beschlusses ist aber ja die Gleichstellung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hoteliers gegenüber ihren Kollegen in anderen EU-Staaten und damit verbunden eine Ankurbelung der Investitionsbereitschaft der Hotellerie in Deutschland.”

Dehoga-Bundesverband – Ein Monat reduzierter Mehrwertsteuersatz für Übernachtungen: Mehrwertsteuersenkung wirkt

(Berlin, 1. Februar 2010) Gäste, Handwerker und Mitarbeiter profitieren von der Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010, teilt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga-Bundesverband) am Montag in Berlin mit. Täglich gingen zahlreiche Schreiben, Faxe und E-Mails von Hoteliers ein, in denen sie über ihre ganz konkreten Maßnahmen berichten. Sieben statt 19 Prozent Mehrwertsteuer geben den Unternehmern dringend benötigte Handlungsspielräume für mehr Investitionen, niedrigere Preise sowie für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in schwierigen Zeiten.

Als Beispiele nennt der DEHOGA exemplarisch zehn Unternehmerstimmen aus der Privat- wie Markenhotellerie:

  • So kann das Altstadthotel Zieglerbräu in Dachau seinen Gästen ab sofort um zehn Prozent niedrigere Zimmerpreise anbieten (www.zieglerbraeu.com), während das Flairhotel Zum Storchen in Bad Windsheim in sein Produkt investiert. 30.000 Euro werden die neuen Bäder und der Innenanstrich kosten. Für die Mitarbeiter gibt es eine zehnprozentige Lohnerhöhung. Im Frühjahr soll ein weiterer Ausbildungsplatz besetzt werden (http://www.zumstorchen.de).
  • Das Landhotel Tannenhof hat bereits im Dezember zwei Vollzeitarbeitsplätze geschaffen und ortsansässige Hartz IV-Empfänger eingestellt. In Folge der Mehrwertsteuersenkung kann der Betrieb wieder Ausbildungs- und Praktikantenstellen offerieren. Außerdem sind Investitionen in Höhe von 60.000 Euro geplant. Davon wird vor allem das regionale Handwerk profitieren (http://www.landhotel-tannenhof.de).
  • Im Hotel Jagdschloss & Romantikhotel Insel Mühle in München spiegeln sich ebenfalls die positiven Impulse aus der Mehrwertsteuersenkung wider. Das Hotel wird 120.000 Euro in den Wintergarten investieren, 12.000 Euro in die Telefonanlage und 8.000 Euro in neue Matratzen. Im Februar findet eine Mitarbeiterschulung statt (http://www.jagd-schloss.com).
  • In einen neuen Arbeitsplatz, die Anschaffung einer Solaranlage für 60.000 Euro sowie in Zimmerpreissenkungen um bis zu sechs Prozent fließt das ersparte Geld im Hotel Villa Arborea in Augsburg (http://www.hotel-villa-arborea.de).
    Eine Chance auf eine Berufsausbildung erhält eine Bewerberin ohne Hauptschulabschluss im Gutshof Ziegelhütte, der zum November 2009 einen zusätzlichen Ausbildungsplatz geschaffen hat. Einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz durch eine kohlendioxidsparende Küchenausstattung leistet das Hotel durch eine mehrere Tausend Euro teure Investition. Fünf Prozent der Mehrwertsteuerersparnis werden an Gäste weitergegeben. Über eine fünfprozentige Lohnerhöhung werden alle Mitarbeiter mindestens
    50 Euro mehr jeden Monat mit nach Hause nehmen können (http://www.gutshof-ziegelhuette.de).
  • Die Mehrwertsteuersenkung hat das Romantik Hotel Der Adelshof in Schwäbisch Hall genutzt, um allen Teilzeit- und Vollzeitkräften, die länger als ein Jahr im Betrieb sind, einen Sonderbonus von 100 Euro zum 31. Januar 2010 zu zahlen.  Außerdem stellt das Hotel für seine Mitarbeiter Fortbildungsgutscheine von 250 bis 400 Euro zur Verfügung. Die Gäste kommen in den Genuss eines vergünstigten Wochenendangebots. Zudem läuft das Bewerbungsverfahren für zwei neue Angestellte (http://www.hotel-adelshof.de).
  • Beim SORAT Hotel Ambassador Berlin fließen 120.000 Euro in Investitionen für Zimmer, Fenster, Energie- und Lüftungsanlagen. 45.000 Euro werden für die zusätzliche Entlohnung der Mitarbeiter genutzt, für 10.000 Euro bietet das Hotel Qualifikationsmaßnahmen an. Darüber hinaus hat der Betrieb drei zusätzliche Vollzeitstellen und eine Teilzeitstelle geschaffen (http://www.sorat-hotels.com/ambassador-berlin).
  • Die A&O Hotels und Hostels haben im Zuge der Mehrwertsteuersenkung ihre Preise um circa fünf Prozent gesenkt, 250.000 Euro beträgt die Investitionssumme für den Ausbau des Wintergartens im A&O München Hackerbrücke und für 500.000 Euro wird das A&O Hamburg Reeperbahn modernisiert. Aber auch die Mitarbeiter profitieren: 120.000 Euro werden für die zusätzliche Entlohnung der Mitarbeiter aufgewandt. 25.000 Euro stehen für Qualifikationsmaßnahmen bereit, außerdem werden zwei zusätzliche Vollzeitmitarbeiter eingestellt (http://www.aohostels.com).
  • Auch das Ringhotel Bremer Tor in Stuhr hat seine Zimmerpreise um sieben Prozent gesenkt. Hier wird zudem eine neue Mitarbeiterin eingestellt (www.hotel-bremer-tor.de). Insgesamt investieren die Häuser der Ringhotels 20 Millionen Euro in Hard- und Software. Für das Jahr 2010 sind in den Mitgliedsbetrieben sowohl Renovierungen und Erweiterungen als auch Schulungen und Vergünstigungen für die Mitarbeiter geplant  (http://www.ringhotels.de).

Der Dehoga- Bundesverband und Hotelverband Deutschland verweisen zudem auf die Basis-Initiative eines Hoteliers aus Nürnberg. Auf der Online-Plattform unter www.erfolg7prozent.de haben bereits nach wenigen Tagen 300 Hoteliers ihre Maßnahmen eingetragen. Täglich werden es mehr. Die genannten Investitionen in Häuser, Mitarbeiter und niedrigere Preise belegen eindrucksvoll die positive Wirkung der Mehrwertsteuersenkung für den Tourismusstandort Deutschland, so die Verbände. Allerdings sei auch klar, dass vier Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes noch keine Gesamterhebung vorliegen könne.

Der Dehoga-Bundesverband und der Hotelverband Deutschland (IHA) appellieren an die Politik, den Hoteliers, Gasthof- und Pensionsbetreibern eine faire Umsetzungschance zu geben. „Eine positive Wirkung der Mehrwertsteuersenkung erfordert eine konstruktive Wegbegleitung durch die Politik auf allen Ebenen. “Die Diskussion um Bettensteuern in mehreren deutschen Städten mache die Chancen aus der Mehrwertsteuersenkung zunichte und schade dem lokalen Tourismus anstatt die Leistungsfähigkeit der Hotellerie, die Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort schafft und dort ihre Steuern zahlt, zu stärken.

Mehrwertsteuer-Debatte: Hitzige Diskussion gefährdet Steuergeschenk

(Berlin, 26. Januar 2010) Der Argwohn wächst auf beiden Seiten: Sowohl in Hotellerie als auch Politik sorgt die anhaltende Diskussion um die Preisgestaltung nach der Mehrwertsteuersenkung für Ärger. Die Hoteliers beklagen die anhaltende Medienschelte, Bundes- und Landespolitiker nutzen die sehr uneinheitliche Branchenmeinung für gut gezielte Angriffe. Nun will die SPD-Bundestagsfraktion in Kürze die Rücknahme der Steuersenkung für Hotelübernachtungen beantragen. Dies dürfte zwar kaum von Erfolg gekrönt sein, heizt aber die Debatte weiter an und wird aus dem Thema bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Politikum machen.

Zur generellen Medienkritik an den aktuellen Zimmerraten bemerkte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges etwas trotzig: „Das hat die Branche nicht verdient.“ Die üblichen 100 Tage Schonfrist werde der leidgeprüften Branche nicht gewährt. Die in den vergangenen Tagen verbreiteten Zahlen über angeblich zu hohe Hotelpreise fußen zwar nicht auf seriösen Erhebungen, haben aber durchaus Sprengkraft. Da erst im Februar die ersten Statistiken über die Januar-Raten (im Vergleich zum Vorjahresmonat) vorliegen werden, wird das Thema „teure Hotels“ auch weiterhin in der zuweilen wenig sachlich geführten öffentlichen Debatte eine Rolle spielen.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag bei TOP HOTEL

Platzl Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gast weiter gegeben

(München, 07. Januar 2010) Mit einer direkten Weitergabe an seine Gäste reagiert das Münchner Platzl Hotel auf den neuen Mehrwertsteuer-Satz und setzt Akzente am Markt: Ab sofort reduziert das Vier-Sterne-Superior-Haus Zimmerpreise – abhängig von der gebuchten Kategorie – zwischen vier und sechs Prozent.

Platz Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gäste weiter gegeben

Platz Hotel München: Reduzierte Mehrwertsteuer wird an Gäste weiter gegeben

„Wir haben uns entschlossen, einen Teil der Steuerreduzierung ohne Umwege unseren Gästen zukommen zu lassen und damit unsere offene Preispolitik zu unterstreichen“, so Folker Müller, Direktor im Platzl Hotel. „Zudem werden wir in 2010 unter anderem in die Renovierung der Außenfassade, die Neugestaltung des Eingangsbereiches, die Installation einer neuen Außen-Illumination, eine neue Bestuhlung im Restaurant ‚Pfistermühle’ sowie in eine neue Personal-Kantine investieren“, kündigt Müller an. Das zurückliegende Jahr resümiert Folker Müller positiv: „Wir mussten zwar rückläufige Übernachtungszahlen in Kauf nehmen, konnten aber unseren Durchschnittspreis um 1,2 Prozent steigern“, erklärt Müller. Entgegen dem allgemeinen Trend auf Entlassung oder Kurzarbeit zu setzen, haben wir 2009 zusätzliches Personal eingestellt, Stellen neu besetzt und in intensive Mitarbeiterschulungen und Fortbildungen investiert“. Positiv entwickelte sich auch das gastronomische Geschäft im Wirtshaus „Ayinger“ und dem Restaurant „Pfistermühle“.

Investitionen „nach innen“, klare Preispolitik nach außen und positiver Rückblick
„Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten liegt ein durchaus erfolgreiches Jahr hinter uns, in dem wir den Anteil an Stammgästen und Touristen steigern konnten. Mit dieser Zielgruppe haben wir einen Teil der verlorenen Geschäfts- und Tagungsgäste kompensiert“, so Müller. „Rückblickend auf 2009 stellen wir eine hohe Zufriedenheit unserer Gäste fest, die zu 80 Prozent Individualreisende sind. Wir führen dies unter anderem darauf zurück, in 2009 intensiv auf Serviceleistung gesetzt zu haben. Als Individualhotel ist bestens ausgebildetes Personal für optimalen Gästeservice sehr wichtig“, erläutert Müller. „Diese Strategie werden wir auch 2010 verfolgen und in die Zukunft investieren.“ Weiterhin fortgesetzt wird auch die Preis-Philosophie des Platzl Hotel, das durchgehend – auch zu Messe- und Oktoberfest-Zeiten – eine schwankungsfreie Zimmer-Rate anbietet. „Damit zeigen wir Kontinuität, setzen unsere Gäste zu keiner Zeit unter finanziellen Druck und werben für Vertrauen“, so Müller.

Das Platzl Hotel befindet sich in Münchens historischer Altstadt nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt. Alle 165 Zimmer wurden 2007 im bayerisch-modernen Stil aufwendig renoviert.

Mehrwertsteuersenkung: Steuersenkung gilt ausschließlich für Übernachtung

(Hamburg, 29. Dezember 2009) Ein Segen für Profi-Gastgeber: Ab 1. Januar 2010 gilt der verminderte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent für „die Vermietung von Wohnräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung (unter sechs Monaten) von Fremden bereithält.“ Nutznießer sind neben Hotels auch Betreiber von Pensionen und Ferienwohnungen und Campingplätzen.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag:
http://www.tophotel.de/index.php?niedrige-mehrwertsteuer-nur-bei-uebernachtung

Seminaris- und avendi-Hotels geben den Mwst-Vorteil an ihre Kunden weiter

(Lüneburg, 22. Dezember 2009) Die im Bundesrat beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen wird von den acht Seminaris- und avendi-Hotels & Tagungszentren voll an ihre Kunden weitergegeben. Günther Strube, Sprecher der Gesellschaft, hierzu: „Mit diesem deutlichen Signal wollen wir dazu beitragen, den von der Regierung beabsichtigten wichtigen Impuls für das Beherbergungsgewerbe zu verstärken. Selbstverständlich sollen alle unsere Kunden und Geschäftspartner hiervon profitieren!“

Die Seminaris Hotel- und Kongressstätten-Betriebs-GmbH mit Sitz in Lüneburg betreibt unter den Marken Seminaris Hotels & Tagungszentren und Avendi Hotels deutschlandweit 10 Betriebsstätten, darunter acht Hotels & Tagungszentren, ein Kur- und Kongresshaus sowie ein Wellness-Centrum. Im Mai 2009 wurde das Seminaris CampusHotel Berlin – Science & Conference Center in Berlin-Dahlem offiziell eröffnet.

Mehrwertsteuer – Bundesrat beschließt Steuersenkung für Hotelübernachtungen

(Berlin, 18. Dezember 2009) Der Weg ist frei: Ab 1. Januar 2010 beträgt die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen (exklusive Frühstück oder andere Leistungen) nur noch sieben Prozent, statt wie bisher 19 Prozent. Der Bundesrat beschloss heute mit der knappen Mehrheit der unionsgeführten Bundesländer das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Der Bundestag hatte am 04. Dezember mit klarer Mehrheit das Gesetz beschlossen. Die Mehrwertsteuersenkung für Hotels kam auf Betreiben von FDP und CSU zustande und war im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung am 24. Oktober angekündigt worden. Doch das Vorhaben ist umstritten. Zuletzt war nicht klar, ob die Mehrheit im Bundesrat erreicht würde. Mit der Steuersenkung gewinnt die Hotellerie, die in diesem Jahr mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte, Spielraum für Investitionen und die härter werdenden Preisverhandlungen.

Der Dehoga-Bundesverband hatte stets auch für eine Steuersenkung in der Gastronomie gekämpft. Doch dies erwies sich als politisch nicht durchsetzbar. Schon die Gegenfinanzierung der rund 945 Millionen Euro teuren Steuersenkung für Hotelübernachtungen entfachte hitzige Diskussion im politischen Berlin. Mit der Kampagne „Pro 7%“, die Anfang April startete, wurden bis heute über 150.000 Unterschriften gesammelt. Nun erwartet auch zahlreiche Hoteliers, die eine starken Gastronomieanteil in ihrem Betrieb haben, eine Strategie für die Durchsetzung einer Steuersenkung für F&B-Leistungen.

Dehoga und IHA erwarten Preissenkungen und Investitionen
„Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für die heimische Tourismuswirtschaft in der Krise und sorgt endlich für die dringend benötigte Steuergerechtigkeit“, betonen Ernst Fischer, Präsident des Dehoga-Bundesverbandes, und Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Gäste, Mitarbeiter sowie Handwerker und Zulieferer werden von der Entscheidung profitieren.

„Mit Blick auf die eklatanten Umsatzeinbrüche in der deutschen Hotellerie, kommt die Reduzierung der Mehrwertsteuer genau zur richtigen Zeit“, machen Fischer und Dreesen deutlich. „Durch die Senkung wird endlich Chancengleichheit in Europa hergestellt.“ In 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten gelten bereits seit vielen Jahren reduzierte Sätze, wie zum Beispiel in Frankreich 5,5 Prozent, in Portugal 5 Prozent oder in Spanien 7 Prozent. Auch in den Anrainerstaaten Schweiz und Österreich gelten seit Jahrzehnten für die Hotellerie verminderte Steuersätze: In Österreich sind es 10 Prozent, in der Schweiz sogar nur 3,6.

„Die Mehrwertsteuerreduzierung für Hotelübernachtungen verschafft den Unternehmern wertvolle Handlungsspielräume für Preissenkungen, Investitionen, sowie für neue Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Fischer. Dies sei ein wichtiger Teilerfolg der jahrelangen Bemühungen des Verbandes, die umsatzsteuerliche Benachteiligung für Hotellerie und Gastronomie zu beseitigen. „Die Hoteliers werden die ersparte Mehrwertsteuer mittels Neuanschaffungen, Renovierungen oder An- und Umbauten schnell in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Diese Investitionen in ein noch attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis für den Hotelgast werden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hotellerie im internationalen Vergleich deutlich erhöhen“, zeigt sich Dreesen zuversichtlich.

Kampf für Mehrwertsteuersenkung auch für Gastronomie geht weiter
“Wir werdenmit unverminderter Energie für die sieben Prozent für die Gastronomie kämpfen”, sagte Ingrid Heckel, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes. Mit welchen konkreten Maßnahmen und zu welcher Zeit was Sinn mache, soll spätestens zur Sitzung des großen Dehoga-Vorstandes am 22./23.März 2010 beschlossen werden.

Quelle: TOP HOTEL, www.tophotel.de

Gastbeitrag – Plädoyer für eine überfällige Steuersache

Von Erhard Stammberger-Riemer

Am 24. Oktober wurde bekannt, dass die neue Regierungsmehrheit im Koalitionsvertrag vereinbart hatte, die Mehrwertsteuer auf Übernachtungsleistungen zu senken und Restaurantleistungen (vorerst) wie bisher zu besteuern. Zunächst fast nur von der Hotelfachwelt registriert, wurde branchenintern und in Internet-Foren wie die Xing Xpert Gruppe HOTELIER sofort über die Umsetzbarkeit z.B. hinsichtlich der Frühstücksleistungen diskutiert. Die breite Öffentlichkeit interessierte sich jedoch herzlich wenig dafür. Erst als am 10. November der von der Regierung verabschiedete Gesetzentwurf ins Internet gestellt wurde, ging ein Aufschrei durch das Land.

Erhard Stammberger-Riemer

Erhard Stammberger-Riemer

Ausgerechnet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in der HSH-Affäre nicht gerade glücklich mit Steuermilliarden agierend und inzwischen auch in seiner Partei nicht mehr so innig geliebt, tat sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes lautstark hervor. Er, so die Wiedergabe in der Presse, kenne niemanden, der diese Regelung sinnvoll finde. Dabei hat sein Bundesland einen weit überdurchschnittlichen Marktanteil im Inlandstourismus. In mehreren Regionen des Landes zwischen Nord- und Ostsee ist Tourismus die Haupteinnahmequelle seiner Landeskinder, und das Geld stammt gerade nicht von vorsteuerabzugsberechtigten Gästen.

Seit dem Wutausbruch des Herrn Carstensen in Berlin gelten Hoteliers unter weit gehender Ausblendung von Sachargumenten als die zukünftigen Hauptabnehmer neuester Modelle von Porsche und Maserati. Niemand, auch nicht sonst sich so schlau gebende Ökonomen, interessierte sich dafür, dass die Hotelbranche international sehr wettbewerbs- wie kapitalintensiv ist, dass fast sämtliche Nachbarländer zum Teil erheblich niedrigere Mehrwertsteuersätze für Hoteliers kennen.

Das Bild der Branche in der öffentlichen Meinung ist ohnehin durch realitätsferne Illusionen verzerrt. Wer außer dem Statistischen Bundesamt nimmt wahr, dass das Beherbergungsgewerbe sehr kleinteilig strukturiert ist? Von den rund 42.000 Betrieben erzielen fast 27.000 einen Umsatz von weniger als 200.000 Euro, nicht einmal 3.000 schreiben mehr als 1 Million Euro im Jahr in die Bücher. Was davon an Gewinn, der reinvestiert werden kann, übrig bleibt, ist in den meisten Fällen traurig wenig; alle Betriebsvergleiche wissen ein Lied davon zu singen. Banken geben sich zugeknöpfter denn je, wenn es um Finanzierungen geht. Den deutschen Hoteliers wird immer noch vorgehalten, nicht so viel für die Qualität ihres Produktes in Hardware und Service zu investieren wie ihre ausländischen Mitbewerber. Ihnen aber die gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen zu gewährleisten, damit investiert werden kann, gilt nunmehr landesweit geradezu als Resultat Vaterland-verratender Lobbyarbeit

Der Wettbewerb in der Hotellerie wird zunehmend über Ausstattung und Ambiente der Häuser, vor allem der Zimmer geführt. Selbst der Budget-Gast erwartet Design und Qualität bei Bett und Bad, auch wenn er auf Minibar und Zimmertelefon verzichtet. Die Härte des Wettbewerbs wird jeden Hotelier zwingen, auf die Steuerersparnis entweder durch Investitionen in das Haus (nicht den Porsche), in die Mitarbeiter oder durch Preissenkungen zu reagieren. In allen drei Fällen kommt die Steuersenkung beim Gast an.

Wenn, wie absehbar, die Mehrheit der Hoteliers sich für Investitionen entscheidet, würden je nach Rechenmodell bei Finanzierung aus dem Cash flow mindestens eine halbe Milliarde Euro an Investitionen jährlich generiert, größtenteils zu Gunsten mittelständischer Handwerksbetriebe. Bei fremdfinanzierten Investitionen ist der kurzfristige Effekt für die labile Konjunktur noch erheblich erfreulicher. Durch die damit verbundene Förderung des Deutschlandtourismus sind Folgeumsätze in Gastronomie, Handel, Verkehr und Freizeiteinrichtungen und damit Steuereinnahmen durch Umsatzsteuer und gesicherte wie neue Arbeitsplätze abzusehen. Wer das zu Ende denkt, sollte vorsichtig sein, die Mehrwertsteuersenkung als unnützes „Steuergeschenk“ zu bezeichnen.

Man hat noch nie von einem Wutausbruch namhafter Politiker gehört, weil z.B. Flugbenzin nicht besteuert und damit geschäftliche wie private Flugreisen erheblich subventioniert werden. Die bevor stehende Mehrwertsteuersenkung ist ein Beitrag für mehr Marktgerechtigkeit im Tourismus des grenzenlosen Europa. Es gibt auch keinen Grund für Eifersüchteleien anderer Branchen oder gar der Restaurant- und Kneipenbesitzer. Die gastgebende Branche und ihr Verband sollten sich von Politikern und anderen selbst ernannten Gralshütern des Staatssäckels nicht auseinander dividieren lassen.

Der Gesetzentwurf, der nun am 18. Dezember noch den Bundesrat passieren muss, lässt noch Fragen in der Ausführung offen. Bereits in Aussicht gestellte Durchführungsverordnungen werden hoffentlich schnell Klarheit bringen. Mit Veranstalterpartnern und Firmenkunden müssen faire Regelungen gefunden werden. Gleichwohl ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen eine eindeutige Stärkung des Tourismusstandorts Deutschland und sichert Betrieben und Arbeitsplätzen eine stabile Zukunft.

11. Dezember 2009 / Erhard Stammberger-Riemer (www.hotel-resort-consulting.de)  berät Hotels und Ferienanlagen in ganz Deutschland vornehmlich in den Bereichen Projektentwicklung, Strategie und Finanzierung.

Gastropolitik-Befragung – Streit um Mehrwertsteuersenkung: Vertrauen in die Politik schwindet

(Berlin, 04. Dezember 2009) Trotz Bekräftigung aus der Regierung schwindet das Vertrauen in die Politik: In Sachen Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen erwartet nicht einmal mehr die Hälfte der Hoteliers eine Umsetzung des im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vorhabens zum Jahreswechsel. Knapp jeder Vierte rechnet sogar damit, dass das umstrittene Vorhaben ganz scheitert. Dies ist Ergebnis einer aktuellen “Gastropolitik“-Umfrage unter 277 Hotelentscheidern, die in der Onlineausgabe von “Top hotel” veröffentlicht wurde. Nur jeder Fünfte hofft auf eine Senkung irgendwann nach dem 1. Januar 2010. Damit hat der heftige politische Streit um die Steuersenkung zu einer gewissen Enttäuschung in der Branche geführt.

Doch die klare Mehrheit der Hoteliers (76%) läßt keinen Zweifel daran, dass die in Aussicht gestellte Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent eine sehr hohe Bedeutung für ihren Betrieb hat. Eindeutig ist auch die Forderung nach einer Ausweitung auf die Gastronomie, die bislang leer ausging: 82 Prozent der Befragten fordern auch eine Steuersenkung für die leidgeprüften Restaurants, Kneipen und Bars. Experten benennen den Bedarf nach einer Steuerentlastung in der Gastronomie als wesentlich höher als in der Beherbergung. Doch die zähen Koalitionsverhandlungen hatten gezeigt, dass der avisierte Kompromiss von CDU/CSU und FDP nur eine Teillösung eben für die Hotellerie möglich machte. Die Cheflobbyisten vom Dehoga-Bundesverband und Hotelverband Deutschland (IHA) hatten stets ihre Position für eine Mehrwertsteuersenkung für das gesamte Gastgewerbe bekräftigt.

Die Unsicherheit, ob die im sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz vorgesehene Steuersenkung auch im Bundesrat durchsetzungsfähig ist – bislang verweigert Schleswig-Holstein die dringend benötigte Zustimmung – führt zur einer unverhohlenen Enttäuschung mit der Politik der neu gewählten Bundesregierung. Nur jeder Fünfte zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Umsetzung des Koalitonsvertrages. Über ein Viertel ist weniger zufrieden und knapp ebenso viele sind gar nicht einverstanden mit dem politischen Ränkespiel.

Dagegen fällt die Bewertung der Lobbyarbeit des Dehoga umso positiver aus: Rund 60 Prozent gaben die Schulnoten Drei (Befriedigend) bzw Zwei (gut) und knapp 18 Prozent sogar eine Eins (sehr gut).

Die politische Unterstützung schlägt deutlich zugunsten der FDP aus. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden über 54 Prozent der befragten Entscheider die Liberalen ankreuzen. CDU/CSU bekämen nur rund 19 Prozent der Stimmen, obwohl auch die Unions-Länderfürsten von Bayern und Baden-Württemberg mit Nachdruck die Mehrwertsteuersenkung forderten und eine Bundesratsinitiative einbrachten.

Daten zur aktuellen Befragung:

  • 277 Teilnehmer, davon 86% Entscheider aus der Hotellerie
  • Alter: 56% der Teilnehmer sind zwischen 40 und 59 Jahren alt, 32% zwischen 25 und 39
  • 83% der Befragten (bzw. ihr Betrieb) sind Mitglied im Dehoga, 17% im IHA

“Gastropolitik” ist ein Panel für Meinungsforschung in Hotellerie und gehobener Gastronomie. Regelmäßig werden Onlineumfragen zur politischen Meinungsbildung durchgeführt.

Mehrwertsteuer-Debatte: Abstimmung im Bundestag pro Hotel-Steuersenkung nicht in Gefahr

(Berlin, 03. Dezember 2009) Die erste Hürde ist zu schaffen: Das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das u.a. die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf sieben Prozent vorsieht – steht morgen früh zur Abstimmung im Bundestag an. Ab 9h wird über den Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP beraten. Eine Probeabstimmung in den Fraktionen ergab eine klare Mehrheit für das umkämpfte Vorhaben, wie die Onlineausgabe der Hotelmanagement-Fachzeitschrift “Top hotel” berichtet. Damit wird eine wichtige Hürde genommen. Schwieriger scheint die Abstimmung im Bundesrat am 18. Dezember, da bislang Schleswig-Holstein seine Zustimmung verweigert; doch deren Stimmen sind für die Mehrheit unbedingt erforderlich.

Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung: Endlich: Nur noch 7% Mehrwertsteuer in Hotels

(Berlin, 24. Oktober 2009) Teilerfolg für das Gastgewerbe: In den Koalitionsverhandlungen wurde die Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsdienstleistungen beschlossen. Dies teilte der Dehoga-Bundesverband mit. Zum 1. Januar 2010 soll die Umsatzsteuer für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent sinken. Damit erhielten Hotels und Gasthöfe wichtige Spielräume vor allem für dringend notwendige Investitionen. “Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für den Tourismusstandort Deutschland und beseitigt die bestehende Benachteiligung unserer Betriebe innerhalb Europas”, sagt Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).

Fünf vor Zwölf für das Gastgewerbe, aber bei der Mehrwertsteuer gibt es einen Teilerfolg für die Hotellerie: ab 1. Januar 2010 sinkt die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent (Foto: Pixel – Fotolia.com)

Fünf vor Zwölf für das Gastgewerbe, aber bei der Mehrwertsteuer gibt es einen Teilerfolg für die Hotellerie: ab 1. Januar 2010 sinkt die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent (Foto: Pixel – Fotolia.com)

Die Gastronomie muss weiterhin mit 19 Prozent Mehrtwertsteuer auskommen. Der Dehoga-Bundesverband will sich hier weiter politisch engagieren. “Wir setzen nun auf die im Koalitionsvertrag zugesagte Überprüfung bestehender Benachteiligungen”, sagte Präsident Ernst Fischer. Die jetzt gefundene Lösung sei “ein Kompromiss”, wobei offensichtlich das Volumen der Steuermindereinnahmen mit Blick auf die Haushaltslage eine andere Entscheidung derzeit nicht zugelassen habe.

Mit der Entscheidung, die Umsatzsteuer zumindest für Übernachtungen von derzeit 19 auf sieben Prozent zu reduzieren, ist u.a. ein Teilerfolg von CSU und FDP, die dies als Wahlkampfthema propagiert hatten. Die Dehoga-Verbände hatten mit einer sehr erfolgreichen Unterschriftenaktion weitere politische Munition geliefert. Bislang wurden bei der Kampagne „Pro 7%“ wurden bislang über 143.000 Signets gesammelt – ein deutliches Signal.

Ernst Hinsken, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung und Mitglied, setzte sich in den Koalitionsverhandlungen als Mitglied der Arbeitsgruppe Wirtschaft für die Umsatzsteuersenkung ein. „Ich bin überzeugt, dass im Koalitionsvertrag Verbesserungen festgeschrieben werden – das heißt auch, dass zumindest im Gastronomiebereich in Teilen der Mehrwertsteuersatz von heute 19 auf sieben Prozent sinkt“, sagte er vor kurzem in einem Interview mit der „Pasauer Neuen Presse“.

Abstimmen pro 7 Prozent / Unterstützen Sie den DEHOGA erneut!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Unterstützer der „Pro 7 Prozent-Kampagne“ des DEHOGA,

wir sagen herzlichen Dank dafür, dass Sie auf www.prosiebenprozent.de mit Ihrem Namen für die Einführung der reduzierten Mehrwertsteuer in Hotellerie und Gastronomie gestimmt haben.
Dank Ihres Engagements haben wir schon 22.000 Unterstützer pro 7 Prozent bei der Internet-Unterschriftenliste des DEHOGA Bundesverbandes für mehr Chancengleichheit und fairen Wettbewerb gewonnen.
Auch in der Politik, in Bund und Ländern, wird die Gruppe der Befürworter der reduzierten Mehrwertsteuer immer größer.

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Jetzt kommt es darauf an, nicht nachzulassen! Im Superwahljahr 2009 müssen wir jetzt noch einmal in die Offensive gehen. Es gilt, der Politik zu beweisen, dass mit den Hoteliers und Gastronomen in Deutschland zu rechnen ist.

Aus diesem Grund bitten wir Sie noch einmal um Ihren Einsatz.

Wenn jeder, der auf www.prosiebenprozent.de Flagge gezeigt hat, noch 7 weitere Unterstützer gewinnt, dann sind das mehr als 150.000 Stimmen für 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft.
Machen Sie sich deshalb bitte noch einmal stark. Senden Sie diese Mail an Mitarbeiter, Kollegen, Gäste und Freunde.

Fordern Sie Ihre Kontakte auf, Ihrem Beispiel zu folgen und auf www.prosiebenprozent.de für die reduzierte Mehrwertsteuer im Gastgewerbe zu stimmen.

Es geht um die erfolgreiche Zukunft von Hotellerie und Gastronomie in Deutschland.

Herzlichen Dank!

Mit gastfreundlichen Grüßen aus Berlin

Ihr
Ernst Fischer
Präsident

Ihre
Ingrid Hartges
Hauptgeschäftsführerin

P.S. Allen Betrieben bieten wir ab sofort auch die Möglichkeit, Unterschriften von Mitarbeitern und Gästen auf Papier sammeln zu können. Unter nachfolgendem Hyperlink finden Sie zum Download eine Unterschriftenliste zum auslegen in Ihren Unternehmen. Herzlichen Dank.
(Unterschriftenliste: www.prosiebenprozent.de/cms/upload/pdf/7_Unterschriften.pdf)

Deutscher Hotel- und Gaststättenverband
(DEHOGA Bundesverband)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Fon +49 (0) 30/72 62 52-0
Fax +49 (0) 30/72 62 52 42
info@dehoga.de
www.dehoga.de

Mehrwertsteuer-Debatte: Spannung auf Ergebnis der Bundesratssitzung

Heute, Freitag (15. Mai 2009), wird es spannend. Der Bundesrat befasst sich ab 9:30h mit einer langen Tagesordnung, darunter ein Entschließungsantrag Bayerns auf Senkung der Umsatzsteuer für das Gastgewerbe. Der Dehoga-Bundesverband, Berlin, hatte in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, um breite Unterstützung für diesen politischen Vorstoß zu erhalten. Doch der vorläufige Höhepunkt der Kampagne „Pro 7%“ wird indes heute gar nicht erreicht. Vage ist, ob eine Mehrheit der Bundesratsmitglieder, die Ländervertretungen, für die Entschließung zustande kommt. Nötig sind mindestens 35 Stimmen, doch Bayern, Baden-Württemberg, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern – die sich beim Thema Mehrwertsteuersenkung zusammen geschlossen haben – verfügen gemeinsam nur über 18 Stimmen.

Euro - Mehrwertsteuer - Illustration: © Fineas – Fotolia.com

Euro - Mehrwertsteuer - Illustration: © Fineas – Fotolia.com

Unterdessen macht das Dehoga-Führungsteam noch einmal kräftig Druck. In einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung wird auf den starken Konjunktureinbruch im ersten Quartal verwiesen. Nach Destatis-Zahlen setzten Hotellerie und Gastronomie von Januar bis März nominal 4,8 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. In jeweiligen Preisen schlug ein Minus von 6,9 Prozent zu Buche. Das sind die schlechtesten Zahlen seit 2003. „Unsere Hoteliers und Gastronomen blicken mit großer Sorge auf die nächsten Monate. 100.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr“, sagt Dehoga-Präsident Ernst Fischer und bekräftigt die wichtigste Branchenforderung nach Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes.

Lesen Sie weiter in der Onlineausgabe der Fach-Illustrierten “Top hotel”:
http://www.tophotel.de/index.php?umsatzsteuer-senkung-spannung-bundesrat

ProSiebenProzent.de – DEHOGA startet Mehrwertsteuer-Offensive mit neuem Online-Portal

Die Sieben ist Programm. Am 7. April 2009 gab der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) den Startschuss für sein neues Internetportal www.ProSiebenProzent.de. „Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie und Gastronomie ist die zentrale politische Forderung der Branche im Superwahljahr 2009, zu der es jede Menge Informationsbedarf gibt“, erklärt DEHOGA-Präsident Ernst Fischer die Beweggründe des Verbandes, jetzt mit einem eigenen Online-Auftritt an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Internetseite richtet sich sowohl an Hoteliers und Gastronomen im Land als auch an Journalisten, Politiker und interessierte Bürger. „Mit der Internetseite wollen wir die Öffentlichkeit über unsere Argumente aufklären, gleichzeitig bieten wir aber auch zahlreiche Mitmachmöglichkeiten“, so Fischer.

„Pro 7 % – Sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Gastfreundschaft“ lautet der Titel der breit angelegten DEHOGA-Kampagne. Das Online-Portal markiert den Startschuss für diese Mehrwertsteueroffensive im Wahljahr. Neben den sieben guten Gründen für eine Senkung der Mehrwertsteuer im Gastgewerbe von 19 auf sieben Prozent, Stimmen aus der Branche oder den detaillierten Ergebnissen der Unternehmerbefragung hält die DEHOGA-Website jede Menge Daten und Fakten, Grafiken und Berechnungen – auch im europäischen Vergleich – für die Besucher bereit.

Dass der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und Gastronomie kein neues Thema ist, zeigt ein Blick in den Menüpunkt „Politische Initiativen“. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre beschäftigt sich die Politik mit den Wettbewerbsverzerrungen und den absurden Widersprüchen im deutschen Mehrwertsteuersystem. Auch aktuell gibt es mehrere Vorstöße. Die Website www.ProSiebenProzent.de dokumentiert die Entwicklungen und stellt die wichtigsten Dokumente zum Download zur Verfügung.

„Das umfangreiche Informationsangebot unter www.ProSiebenPozent.de belegt eindrucksvoll, dass die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auch in Deutschland längst überfällig ist“, sagt Fischer und ruft seine Kollegen zum Mitmachen auf.

Auf der Internetseite können sich Hoteliers und Gastronomie aktiv an dieser Kampagne beteiligen. Aktionsmaterialien wie der Pro 7%-Flyer, das Wahlcheck-Formular für die Kandidaten zur Bundestagswahl, Aufkleber oder Plakate für regionale Veranstaltungen können einfach heruntergeladen oder online bestellt werden. Das Gästebuch bietet das Forum, schnell und unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Wir fordern keine Privilegierung, sondern die Beseitigung der massiven Wettbewerbsnachteile für die deutsche Hotellerie innerhalb Europas und eine Gleichstellung der Gastronomie mit den Bäckern, Metzgern und dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland“, macht der DEHOGA-Präsident deutlich. „Sieben Prozent Mehrwertsteuer sind das beste Konjunkturprogramm für Hotellerie und Gastronomie.“

Statement Berno-H. Feuring, Gründer und Seniorchef von Feuring Hotelconsulting: „Reduzierte Mehrwertsteuer für Hotels ist notwendig, um einbrechenden Belegungszahlen und sinkenden Durchschnittspeisen bei Übernachtungen gegenzusteuern.“

„Die Veröffentlichung der Beschlüsse der EU-Behörden in Brüssel bzgl. der Möglichkeit der Reduzierung der Mehrwertsteuersätze in den einzelnen Ländern der EU ist der Schritt in die richtige Richtung. Seit Jahrzehnten werden die Hotel- und Gaststättenbetriebe der Bundesrepublik Deutschland im Wettbewerb gegenüber vielen anderen EU-Staaten benachteiligt. Es gibt erhebliche Wettbewerbsverzerrungen, die insbesondere im derzeitigen Wirtschaftsumfeld die Hotellerie und Gastronomie benachteiligen.

Berno-H. Feuring

Berno-H. Feuring

Es ist scheinbar so, dass nur wegen der guten Erziehung der Hoteliers und der Gastronomen dieses schlummernde Unrecht nicht lautstark vorgetragen wurde, oder noch besser, die Hotellerie und Gastronomie hat eine zu schwache Lobby. Jetzt ist die Chance dieses Unrecht zu beseitigen und ich bin sicher, dass die Verbände hier ihr möglichstes tun, dass von der Möglichkeit der Reduzierung der Steuersätze sofort Gebrauch gemacht wird. Eine Entscheidung in dieser Richtung könnte bei der nächsten Umfrage über das Geschäftsklima in der Hotellerie und Gastronomie zu interessanten Ergebnissen führen, denn diese dringend nötige Anpassung wäre eine sehr positive Unterstützung in der schwierigen Zeit, in der wir täglich von einbrechenden Belegungszahlen, Reduzierung der Durchschnittspreise und weiteren Horrorszenarien hören.

Es ist nur zu hoffen, dass die politischen Entscheidungsträger das immer staatstragende Verhalten der Hoteliers und Gastronomen würdigen und eine Entscheidung im obigen Sinne herbeiführen. Da Deutschland immer auch den Anordnungen aus Brüssel gefolgt ist, wird hoffentlich auch hier die politische Konzeption unterstützt, zumal die wirtschaftliche Belastung weit unter den Unterstützungsmaßnahmen, die die Bundesrepublik z.B. für die Autoindustrie tätigt, liegt.

Brüssel hat richtig gedacht, die Koalition in Berlin sollte das Konzept nicht zerreden, sondern vollziehen.“

Das Unternehmen Feuring in Mainz wurde 1959 gegründet. Feuring begleitet Kunden bei Hotelprojekten von der Idee, Marktanalyse und Konzeption über die Betreiberauswahl und Vertragsgestaltung, die Bauregie und Ausstattung bis zur schlüsselfertigen Übergabe und Investitionskontrolle. Bislang hat Feuring für Investoren und Hotelketten die Entwicklung von mehr als 400 First Class- und Luxushotels im In- und Ausland erfolgreich betreut. Das Finanzvolumen der aktuellen Projekte beträgt rund eine Milliarde Euro.

Mehrwertsteuer-Debatte: Frankreich will Umsatzsteuer für Gastronomie senken

Quelle: Top hotel

Das Thema Mehrwertsteuersenkung bleibt heiß: In Frankreich soll die Umsatzsteuer für die Gastronomie um 14,1 Prozentpunkte reduziert werden. Medienberichten zufolge soll der neue Steuersatz 5,5 Prozent betragen. Allerdings müssten die Gastbetriebe zusichern, die Preise zu senken und sich für Arbeitsplätze einzusetzen, heißt es. Wann die beabsichtigte Mehrwertsteuersenkung gelten soll, ist nicht bekannt. Bislang müssen französische Gastronomiebetriebe 19,6 Prozent Mehrwertsteuer abführen.

Die deutsche Bundesregierung dagegen will am aktuellen Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie festhalten. Zwar soll eine Senkung in das Wahlprogramm von CDU und CSU aufgenommen werden, heißt es. Dies ist jedoch nicht einer Absichtserklärung, einen niedrigeren Umsatzsteuersatz für die arbeitsintensive Branche einzuführen, gleichzusetzen. Die Mehrwertsteuer war erst Anfang 2007 von 17 auf 19 Prozent erhöht worden.

Unlängst hatte Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD) seine Blockadehaltung gegenüber einer EU-weiten Senkung der Mehrwertsteuer aufgegeben. Den gemeinsamen Beschluss der EU-Finanzminister ingnorierte er aber; wir berichteten.