Schlagwort-Archive: Lübeck

OVG gibt grünes Licht für Bettensteuer in Lübeck

(Lübeck, 22. Februar 2012) Auch der letze Widerstand scheitert: Nun hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lübeck hat den Eilantrag eines örtlichen Hoteliers auf vorläufige Außerkraftsetzung der Bettensteuer in der Hansestadt abgelehnt. Das Gericht habe keine grundsätzlichen Bedenken, teilte das OVG mit.

Die finanzielle Belastung der Hoteliers halte sich ebenso in Grenzen wie der Verwaltungsaufwand der Stadt, heißt es. Die Stadt Lübeck will mit der Bettensteuer rund eine Million Euro pro Jahr einnehmen. “Wir haben die Übernachtsungabgabe sehr sorgfältig geprüft, deshalb war ich mir relativ sicher, dass die Satzung durchsteht”, sagte Oberbürgermeister Bernd Saxe gegenüber den „Lübecker Nachrichten“.

Geklagt hat der Lübecker Dehoga-Vorsitzende und Hotelier Jens Musche (Hotel Excelsior Lübeck). Seit Jahresanfang gilt in Lübeck die Bettensteuer von fünf Prozent auf Übernachtungen von Privatgästen in Hotels, Jugendherbergen und bei Zimmervermietern. Geschäftsreisende sind davon ausgenommen.

OVG Schleswig-Holstein, Pressemitteilung vom 20.02.2012 zum Beschluss 4 MR 1/12 vom 15.02.2012
Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 15. Februar 2012 den Eilantrag einer Lübecker Hotelinhaberin auf vorläufiges Außerkraftsetzen der Satzung über die Erhebung einer Steuer auf Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben (Übernachtungssteuer) der Hansestadt Lübeck abgelehnt. Diese sog. “Bettensteuer” wird in Lübeck seit Januar 2012 von den Beherbergungsunternehmern in Höhe von 5 % des vom Gast zu zahlenden Übernachtungsentgelts (abzüglich der Umsatzsteuer) erhoben. Ausgenommen sind beruflich bedingte Übernachtungen.

Gegen eine Übernachtungssteuer bestehen nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts keine grundsätzlichen Bedenken. Die Gemeinden seien zu ihrer Erhebung auch neben der bundesgesetzlich geregelten Umsatzsteuer berechtigt, weil beide Steuern nicht gleichartig seien. Der Einführung einer “Bettensteuer” stehe auch nicht entgegen, dass der Bundesgesetzgeber im Jahre 2009 mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz die Umsatzsteuer für Beherbergungsbetriebe gesenkt hat. Die finanzielle Belastung der Hoteliers bzw. der Gäste sowie der Verwaltungsaufwand durch die Lübecker Bettensteuer hielten sich in vertretbarem Rahmen. Eine einstweilige Außerkraftsetzung der Satzung sei darüber hinaus weder aus Gründen des Datenschutzes noch wegen des knappen Zeitraumes zwischen ihrer Verabschiedung (Ende November 2011) und dem In-Kraft-Treten geboten. Mit der Einführung einer Übernachtungssteuer hätten die Betroffenen spätestens seit einem Beschluss der Lübecker Bürgerschaft zur Erarbeitung eines Abgabenkonzeptes im September 2010 rechnen müssen.

Ob die Ausgestaltung der Steuer durch die Lübecker Satzung im Detail rechtmäßig ist, muss das Oberverwaltungsgericht im Hauptsacheverfahren prüfen. Über die von der Antragstellerin gegen die Satzung eingereichte Normenkontrollklage (Az. 4 KN 1/12) hat das Gericht noch nicht entschieden.

Der Beschluss vom 15. Februar 2012 – Az. 4 MR 1/12 – ist unanfechtbar.

Bettensteuer: Erste Klage gegen Lübecks neue Bettensteuer

(Lübeck, 30. Dezember 2011) Ob die Klage gegen die geplante Bettensteuer hilft? In Lübeck hat nun Jens Musche vom Hotel Excelsior Lübeck eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig eingereicht. Die Matratzen-Maut (5% vom Übernachtungspreis) gilt ab 01. Januar 2012 für Privatreisende.

„Diese Satzung ist desolat. Man kann sie nicht umsetzen“, sagte Musche laut „Lübecker Nachrichten“. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) sehe die Angelegenheit gelassen, heißt es. Die Stadtverwaltung geht nach vorheriger Prüfung davon aus, dass die neue Satzung rechts- und verfassungskonform sei.

Die Stadt Lübeck rechnet mit Sondereinnahmen von rund einer Million Euro im Jahr.

Radisson Blu Senator Hotel Lübeck: Übernahme von Mövenpick Hotel – Zieht Casino Travemünde um?

(Lübeck, 11. November 2011) Showdown in Lübeck: Der Betreiber des Radisson Blu Senator Hotels (197 Zimmer), die Reederei Oldendorff, übernimmt das bisherige Mövenpick Hotel in der Nachbarschaft. Das 224-Zimmer-Haus soll in Rezidor-Lizenz zum Park Inn umgerüstet werden. Dies berichten die „Lübecker Nachrichten“.

Das Mövenpick Hotel am weltberühmten Holstentor schrieb in den vergangenen Jahren Verluste. Ende des Jahres läuft Pachtvertrag mit Harpen Immobilien aus. Mövenpick Hotels ist in Deutschland auf Schrumpfkur – insgesamt wurden und werden vier Hotels abgegeben.

Das Haus wird dem Zeitungsbericht zufolge von der Senator Hotel GmbH & Co. KG gekauft. Über die Kaufsumme wurde nichts verlautbart. Nun verhandelt man über einen Umzug des Casino Travemünde in das künftige Park Inn Lübeck. Ende September nächsten Jahres läuft der Mietvertrag des Casinos (1.400 Quadratmeter) im Columbia Hotel Travemünde aus. Der Betreiber, die staatlichen Spielbanken Schleswig-Holstein, stehen dem Plan offen gegenüber.

Bettensteuer: Ab 2012 auch in Aachen und Lübeck

(Aachen/Lübeck, 16. September 2011) Schlechte Nachrichten: Ab 01. Januar 2012 gilt die Matratzen-Maut auch in Lübeck und Aachen. In der Hansestadt nahe der Ostsee zeichnet sich bereits eine Klage von Hoteliers ab.

Die Bettensteuern in Lübeck und Aachen werden fünf Prozent vom Übernachtungspreis betragen. In Lübeck sollen damit Steuermehreinnahmen von rund zwei Millionen Euro pro Jahr erzielt werden. Nutznießer dieses Geldsegen soll u.a. die Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) sein.

In Aachen erwartet man rund eine Million Euro mehr Steuereinnahmen durch die sog. Kulturförderabgabe. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits in Köln, Duisburg und Dortmund die Bettensteuer.

HOTELIER TV Exklusiv – Tour de Gourmet Jeunesse beim Schleswig-Holstein Gourmet Festival

HOTELIER TV begleitet exklusiv die Tour des Gourmet Jeunesse – das elegante Restaurant-Hopping mit luxuriösen Audi-Limousinen sieht junge Gäste (bis max. 35 Jahre) beim Schleswig-Holstein Gourmet Festival an und ist richtig trendy.

Erste Station ist die Schiffergesellschaft Lübeck – hier gibt es Lanson-Champagner zum Empfang und den ersten Gang vom Küchenteam um Holger Grätz.

Zweite Station ist das Hotel Restaurant von Robert Stolz in Plön. Der Gourmetchef zeichnet für den Fischgang mit regionalen Beilagen verantwortlich.

Dritte und letzte Station ist die Orangerie im Maritim Hotel Timmendorfer Strand. Chef Lutz Niemann hält seit 16 Jahren einen Stern Michelin und kredenzte ein phantastisch aromatisches Wildgericht und erlesene Süßigkeiten zum Dessert.

Die nächste Tour de Gourmet Jeunesse findet voraussichtlich im Januar 2012 statt. Rechtzeitige Anmeldung ist zu empfehlen, da die Plätze schnell ausgebucht sind. Weitere Informationen: http://www.gourmetfestival.de/tourdegourmet.html

Abonnieren Sie HOTELIER TV beim youtube.com und verpassen so keine Sendung: www.youtube.com/user/hoteliertv

Lübeck-Grünstrand: Neues Resort mit elf Stockwerken geplant

Lübeck, 31. Oktober 2007
Extravagantes Großprojekt für Travemünde: Investor Heinrich Thelosen aus Kleve will in Lübecks Seebad 130 Millionen Euro verbauen. Auf dem 13 500 Quadratmeter großen Grünstrand soll das „Mövenstein Resort“ entstehen – eine Anlage direkt an der Ostsee mit maritimem Flair. “Wir sind überzeugt, dass dieser Standort der richtige ist”, so Thelosen. Das Projekt steht unter dem Motto: Segelstadt Travemünde.

2246168_1.jpg

Herzstück des Resorts ist ein Vier-Sterne-Hotel mit 300 Betten, hinzu kommen 400 Hotelappartements und Ferienwohnungen. Insgesamt bietet das Resort 1400 Betten und 400 Arbeitsplätze. Zudem gehört ein Yachthafen mit 400 Liegeplätzen zu dem Mega-Projekt. Der spektakuläre Clou: Für den Hafen muss das Meer um ein bis zwei Meter tief ausgebaggert werden. Mit diesem Material wird dann ein neuer Grünstrand im Wasser aufgebaut. Dort soll auf 16 000 Quadratmetern eine Liegewiese entstehen – für jedermann.
Thelosen will mit dem Resort den Grünstrand als neues touristischen Zentrum im Seebad aufwerten. “Travemünde ist ein aufstrebendes Ostseebad”, begründet er sein Engagement. Seit einem Jahr plant Thelosen an dem Projekt. Er hofft, dass die Bürgerschaft noch Ende des Jahres grünes Licht dafür gibt. Dann könnte Ende 2008 oder Anfang 2009 gebaut werden. Der Investor rechnet damit, dass 2011 oder 2012 die ersten Gäste im Resort übernachten können.
Die CDU-Mehrheitsfraktion hat sich am Montagabend bereits einstimmig für das Großprojekt ausgesprochen. Fraktionschef Andreas Zander: “Das ist eine riesige Chance für Travemünde und eine enorme touristische Aufwertung.” Durch den Verkauf des Grünstrandes will die Stadt zehn Millionen Euro einnehmen. Zander will das Geld in die Entschuldung stecken: “Das entlastet den Haushalt um jährlich 500 000 Euro an Zinsen.”
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) ist ebenfalls angetan: “Ich freue mich sehr, dass Bewegung in die Angelegenheit Grünstrand kommt.” Über Einzelheiten müsse verhandelt werden, aber Saxe will, dass das Mega-Projekt “zügig umgesetzt wird”. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) freut sich: “Das ist ein gewaltiges Projekt für Travemünde – ein wirklicher Quantensprung.” Er unterstreicht die Verbindung zwischen Hotel und Yachthafen. “Das Projekt bringt auch die Travemünder Woche nach vorn.” Aber man müsse die Bürger bei diesem Bauvorhaben mitnehmen, warnt Halbedel.
Eines der aufsehenerregenden Details dürfte die Höhe der Gebäude sein. Zwischen sechs und elf Stockwerke sollen die insgesamt sechs Häuser in den Himmel ragen, wobei das höchste im Zentrum des Resorts das Hotel ist. “Die Höhe des dahinter liegenden Waldhügels wird hier aufgenommen”, sagt Thelosen. Die Gebäude sind vertikal zum Meer angeordnet, so dass “weniger als 50 Prozent des Grünstrandes bebaut werden”, so Thelosen. Die Architektur soll an fächerförmige Segel erinnern. Der Investor will “keine Plastikbunker”, sondern hochwertige Häuser errichten. Für die Bauphase setzt er auf Firmen aus der Region.
In den Erdgeschossen der Häuser sollen Gastronomie und maritimer Handel angesiedelt werden. Eine ähnliche Nutzung stellt sich der Investor für die drei Pavillons auf dem neuen Grünstrand vor. Thelosen weiß, dass er sich in einem “empfindlichen Bereich” mit seinem Projekt bewegt. Durch den neu aufgeschütteten Grünstrand hofft er, dass sich die Gegner einer Bebauung beruhigen lassen.

Gelesen in „Lübecker Nachrichten“